Elektroantrieb, H2 oder Akku

  • Die Herstellung eines Batterie E-Autos (BEV) braucht mehr Energie als die eines Wasserstoffbrennstoffzellenautos (FCEV). Im Betrieb braucht aber das BEV nur 1/3 der Energie die das FCEV im Betrieb braucht. Daraus darf man ableiten, dass Fahrzeuge mit mittlerer und hoher Zahl an Kilometer pro Jahr BEVs sein sollten und die mit niedriger FCEVs

    Da die Ladezeiten immer kürzer werden, ist auch die Tankzeit kein Argument mehr für das Wasserstoffauto (der Porsche Taycan und das TESLA Model 3 können über 200km in 10 min laden)

    Zur Zeit wird Lithium aus dem Meersalz der Salzwüsten gewonnen. 16000 Liter Wasser braucht man für die Herstellung von 8kg Lithium, die im TESLA Model 3 - Akku stecken (die gleiche Menge Wasser wird übrigens auch für die Herstellung von 1kg Rindfleisch gebraucht). Zukunftsweisend wäre es, wenn man das Lithium in riesigen Meerwasserentsalzungsanlagen in der Sahara mit (dort ja besonders billigem) Solarstrom produzieren würde und mit dem abfallenden Trinkwasser dort Landwirtschaft ermöglichen würde.

    Da die meisten Fahrzeuge 90% des Tages ungenutzt herumstehen kann man durch ein intelligentes Lademanagement Elektroautos netzdienlich laden (wenn die Sonne scheint und/oder der Wind weht). Damit werden die Elektroautos das Netz nicht belasten, sondern entlasten.

    Übrigens: Der Jetzige Strommix ist 10x regenerativer als der jetzige Wasserstoffmix, der größtenteils fossil gewonnen wird.

    Selbst wenn wir mit Sonnen-und Windenergie relativ sauberen Strom haben, sollten wir ineffiziente Wasserstofftechnologie für Fahrzeuge mit hoher Kilometerleistung meiden (Uns Odenwäldern ist, auch wenn wir der Windkraft positiv gegenüber stehen, die Zahl der Rotoren nicht egal)

    Elektrolysewasserstoff aus Überwindkapazitäten wird Im Winter ausreichend gebraucht, um in Brennstoffzellen Strom und Wärme in den Haushalten zu produzieren und hier den Verbrauch der fossilen Energieträger zu verdrängen. Wir brauchen mehr "Winterstrom" um die ganzen Wärmepumpen zu betreiben.

    Kurzfristiger Speicher (Stunden bis Tage): Batterie - langfristiger Speicher (Wochen bis Monate): Wasserstoff

    Meine Sorge ist, daß sich die Industrie für die Brennstoffzelle auch oder vor allem in Fahrzeugen mit hoher Kilometerleistng entscheidet - auf dem Markt haben die Fahrzeuge dann aber ohne Subventionen keine Chance wegen der höheren Kilometerkosten (man braucht ja schließlich 3x so viel Primär-Energie pro km im Vergleich zum BEV) und am Ende der Steuerzahler diese Mehrkosten tragen muß.


    Mit der Beachtung des Gesagten könnte man meiner Meinung nach nicht nur mehr fürs Klima tun und Steuergelder sparen, sondern auch die Zahl der noch nötigen Windräder deutlich reduzieren (weil damit einem deutlichen Zubau der antizyklischen PV nichts mehr im Wege stünde)


    Wasserstoff? - ja sicher - aber mit Weitblick und effizient eingesetzt.

  • Das ökologischte wäre vermutlich eine mittelkleine Batterie mit 100-150 km Reichweite in Verbindung mit einer Brennstoffzelle als Range Extender, aber da spielt dann halt die Wirtschaftlichkeit hinten und vorne nicht mit. Das kann sich schlicht keiner leisten.

  • Ich hab das Jahrelang so geregelt: Für den Allstag hatten wir (5köpfige Familie) einen Leaf mit 24kWh und ein Twike und für die Langstrecken hatten wir uns dann ein Model S geliehen. Da uns die 25km Entfernung für das Model S zu aufwändig waren haben wir jetzt ein Model 3 und sind gerade dabei das hier lokal für andere kleinBatterieAutofahrer im Tausch zugänglich zu machen. Dass jeder einen 75kWh Akku durch die Gegend fährt macht wirtschaftlich und ökologisch keinen Sinn. Car sharing macht für wenig fahrer sowieso Sinn (und hilft bei E Autos die Batterie energetisch schneller zu amortisieren. Zudem macht es Sinn dass dann das eigene Ebike die erste Wahl ist und das (E-)Auto die Alternative.

  • Die Herstellung eines Batterie E-Autos (BEV) braucht mehr Energie als die eines Wasserstoffbrennstoffzellenautos (FCEV).

    Moin.


    Hast da belastbare Daten zu? Imho ist die Fertigung der BSZ und der Tanks auch nicht ohne...

    Grüße,
    Klaus


    9,18 kWp 34xPlus SW 270 Mono, Symio 7.0.3M O/W 39°, 4,72 kWp 16xPlus SW 295 Mono, Symio Hybrid 4.0-3 s O 39°
    20,18m²/135VR SunExtreme HD SteamBack an 1500L W 39°
    Seit 05/16 Twizy, 2016er Zoe R210, 2019er Kona Trend 64

    Verbrennerfrei... bis auf die Fichtenmoppeds :mrgreen:

  • Die Herstellung eines Batterie E-Autos (BEV) braucht mehr Energie als die eines Wasserstoffbrennstoffzellenautos (FCEV).

    Moin.


    Hast da belastbare Daten zu? Imho ist die Fertigung der BSZ und der Tanks auch nicht ohne...

    Nein, hab ich nicht - es war eine Vermutung, die ich dachte, auch einen Konsens hätte.


    Ich hab da noch eine ganz andere Frage:

    Wie dicht sind eigentlich die aktuellen Wasserstofftanks?

    Wenn der Besitzer (z.B. während eines 3 wöchigen Urlaubes) sein vollgetanktes Auto in die unbelüftete Garage stellt - muss der dann Angst haben, dass es zur Knallgasreaktion führt, wenn er das Licht der Garage einschaltet nachdem er aus dem Urlaub zurück ist?

  • Im Normalfall wohl eher nicht... Oder meinst die Mirais hätten sonst ne Zulassung gekriegt?

    Aber ganz dicht sind die Tanks natürlich nicht (Vampirstrom wie bei Akkus?) ,... allerdings ist Wasserstoff sehr flüchtig, so dass sich da eher nix ansammelt.


    Knallen tut es übrigens erst bei mehr als 18% (Volumenprozent) H2, wenn man das mit Luft mischt und das Teil hat glaub ich 5kg davon im Tank,... Wenn das natürlich alles auf einmal rausginge, bei ner hinreichend kleinen/dichten Garage... 8o

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015


    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)

  • Soweit ich weiß sind in 22 Liter 1Mol Gas. 1 Mol Wasserstoff wiegt 2g.

    Eine kleine Garage hat mindestens 22m³ . Um ein explosives Gemisch zu bekommen müßten dann ca. (200 bis) 400g Wasserstoff entweichen (Wasserstoff steigt nach oben und der Lichtschalter ist selten höher als in der Mitte der Raumhöhe angebracht.) Also in 4 Wochen wird der Tank doch mal weniger als 5% (also 250g) verlieren oder?

  • Also, schnelles googeln hat sowas wie (unbelegtes posting in nem forum) 1% Schwund pro Tag gebracht! Nicht ganz wenig... Allerdings sammelt sich das ja nicht unbedingt alles in der Garage über die 4 Wochen sondern diffundiert munter weiter...

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    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)

  • Moin.


    1% bei Verbundstofftanks?? Wow, ich dachte die sind weiter...

    Grüße,
    Klaus


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  • Wie gesagt... War ne Forumsbehauptung... Hab das nicht weiter rechergiert.

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