"Balkon"-Anlage: 600W WR oder Modulleistung?

  • Hallo PV-Experten,

    ich bin gerade durch Zufall auf die News gestoßen, dass es wohl endlich eine vereinfachte Regelung für "Kleinanlagen" in Deutschland gibt. Ich bin im Gebiet des Versorgers WESTNETZ (Innogy), welche ein eigenes Formular für die Anmeldung bereitstellen: Link zum PDF.

    Hier wird bei den Anlagendaten nach der "Anzahl der Einheiten" und "Gesamtleistung aller Einheiten" gefragt. Sind damit Module oder WR gemeint?

    Ich frage, weil ich noch 6 Module je 240W rumliegen habe. Wenn die WR-Leistung zählt, würde ich mir einen kleinen String-WR holen, den man per Software auf 600W drosseln kann und so eine Anlage mal aufbauen. Die Module lagern derzeit ungenutzt in der Garage.


    Grüße

    Ben

  • Hallo


    für mich gilt die Leistung des WR...es geht ja darum, was er ins Netz einspeist...ob er das aus 47 oder 5 Modulen tut ist technisch für das Netz egal... ob eine Softwaredrosselung "offiziell" akzeptiert wird, weiß ich nicht

  • Eine per Parameter gedrosselte max. Leistung zählt sicher nicht. Die könntest du ja jederzeit ganz leicht wieder ändern. Normalerweise (A) geht es um die maximale Leistung des Umrichters, weil damit der maximale mögliche Einfluß auf das öffendliche Netz deffiniert ist.

    Warum in (D) auch nach der max. Modulleistung gefragt wird, verstehe ich nicht.

    lG. Schera


    1 x Letrika SMI260 mit 285W Poly-Modul

    1 x Letrika SMI260 mit 310W Mono-Halbzellenmodul

    1 x Letrika SMI260 mit 290W Mono-Modul

    1 x Letrika Gateway 2.0

  • Eine per Parameter gedrosselte max. Leistung zählt sicher nicht. Die könntest du ja jederzeit ganz leicht wieder ändern. Normalerweise (A) geht es um die maximale Leistung des Umrichters, weil damit der maximale mögliche Einfluß auf das öffendliche Netz deffiniert ist.

    "sicher nicht", würde ich nicht sagen, wenn ich nicht sicher wäre.


    Für die 70%-Regelung nach EEG wird sehr wohl eine "per Parameter gedrosselte max. Leistung" akzeptiert. Warum sollte das hier anders sein?

  • In Österreich (A) sicher nicht. In Deutschlang nicht ganz sicher nicht, aber fast ganz sicher nicht. ;)

    lG. Schera


    1 x Letrika SMI260 mit 285W Poly-Modul

    1 x Letrika SMI260 mit 310W Mono-Halbzellenmodul

    1 x Letrika SMI260 mit 290W Mono-Modul

    1 x Letrika Gateway 2.0

  • In Österreich (A) sicher nicht. In Deutschlang nicht ganz sicher nicht, aber fast ganz sicher nicht. ;)

    Ich fühle mich plötzlich komplett und umfänglich top informiert :D!


    Dass eine Begrenzung per Software nicht reichen sollte, wäre mir gar nicht eingefallen. Wie Redirion schon sagte, für die 70%-Regelung ist es doch auch zulässig.


    Mal davon abgesehen, welcher WR wäre geeignet? Ich habe zB den Growatt 1000S gefunden, ist der drosselbar? Die Bedienungsanleitung ist leider ein Witz.

  • Beim Growatt habe ich nichts im Handbuch dazu gefunden.


    der Ginlong SOLIS Mini 1500 sollte für dich passend sein. Bei dem ist es u.a. möglich, die Ausgangsleistung einzustellen. Laut Handbuch Seite 31., 6.5.5.


    Gibt es z.B. bei volxpower. Eventuell kannst du da auch im Rahmen der Bestellung darum bitten, dass dir das Teil voreingestellt auf 600W verschickt wird mit Bemerkung auf der Rechnung. Das könntest du dann als schriftlichen Nachweis bereit halten, für den Fall, dass dein Netzbetreiber etwas in der Richtung haben möchte.

  • drosseln ist nicht zulässig- du könntest die programmierung ja jederzeit ändern.

    Bei “richtigen“ PV Anlagen nimmt der Solateur (passwortgeschützt) die Programmierung vor und unterschreibt dafür.


    Außerdem müssen die “klein WR“ genau wie ihre großen Geschwister die richrigen Normen einhalten (hier Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz (VDE-AR-N 4105))


    Gib mal die genauen Daten deiner Module an (gern komplettes Datenblatt) dann sehen wir was (an einem oder 2 “klein WR“) geht.


    Gruß Flo

  • drosseln ist nicht zulässig- du könntest die programmierung ja jederzeit ändern.

    Bei “richtigen“ PV Anlagen nimmt der Solateur (passwortgeschützt) die Programmierung vor und unterschreibt dafür.

    die Einstellung ist bei dem mir genannten Wechselrichter auch passwortgeschützt, steht aber im Handbuch. Wo ist das Problem? Bei der 600W-Anlage nimmt man die "Programmierung" selbst vor und unterschreibt selbst. So ists gedacht. Auch wenn man das jederzeit ändern kann, sichert man durch die Unterschrift doch zu, dass die angemeldeten Daten eingehalten werden.


    Was hindert dich bei deiner "richtigen" Anlage die Einstellungen auszuhebeln? Fällt doch nicht auf, wenn man die Kiste zurücksetzt oder prüft, ob das Standardpasswort geht, oder ein paar Module dazu hängt oder den Wechselrichter austauscht oder oder.:ironie:


    Wenn es danach ginge, wäre nichts zulässig.