Kleines Dach – viele Fragen

  • Hallo zusammen,

    ich lese hier schon eine Weile mit, hab aber immer noch jede Menge Fragen. Ich besitze eine kleine DHH am südlichen Rand von Stuttgart. Stromverbrauch bis zur Anschaffung eines Plugin-Hybrids ca. 2.700 kwh. Dachausrichtung ziemlich genau Richtung Süden (185 Grad), DN 35 Grad. Soweit so gut, das Problem ist aber die Größe. Das Dach ist incl. Überstand nur 6,08m Breit und da es Richtung Süd noch eine Loggia gibt sind es nur 4,08m vom ersten Dachziegel bis zum Beginn des Firstziegels. Zu allen Überfluss ist auch noch eine Solarthermie Anlage verbaut (die soll zunächst auch bleiben) und eine Sat-Schüssel ist auch montiert.

    Aus meiner Sicht hab ich jetzt 3 Möglichkeiten:

    1.)   Ich lass es ganz, das will ich aber nicht.

    2.)   Der Abstand zur Unterkante Solarthermie ist 1,28m. Da könnte ich 3 Panele verbauen und das Ganze an einen 600W Wechselrichter hängen und ohne EEG betreiben.

    3.)   Zwischen dem Standrohr der SAT-Schüssel und Dachrand (Ortgang) sind es 1,80m (zur Traufe 2m). Theoretisch bekomme in da 4 Panele mit 60 Zellen hin, so dass es in Summe 6 sind. Die 2 unter der Solarthermie könnten auch welche mit 72 Zellen sein. In Summe sind das max. knapp 2kwp


    So und jetzt zu meinen Fragen:

    1.)   Im Dachspitz liegt ein eigener 16A Stromkreis, an der bisher nur eine Leuchte und eine leere Steckdose betrieben wird. Mehr wie eine Markise wird da auch in Zukunft nicht angeschlossen. Die 600W Anlage kann ich über den vorhandenen Stromkreis wohl betreiben, darf ich das aber auch mit ca. 1500W ? Eine eigene Zuleitung in den Technikraum würde ich gern vermeiden.

    2.)   Das Dach ist ungedämmt, die Dämmung ist bei uns in der letzten Geschossdecke. Im Dach war es im letzten Winter nie unter -5 Grad und in der letzten Hitzewelle nie über 42 Grad. Das dies keine optimalen Bedingungen für Elektronik sind, ist mir auch klar. Die Frage ist aber geht das überhaupt und wie lange hält unter solchen Bedingungen ein Wechselrichter durch?

    3.)   Wenn ich alle 6 Panele legen lasse, bin ich direkt unterhalb des Firstziegels, hab zum Ortgang noch eine Abstand von ca. 10cm und an der Traufe sind es vielleicht noch 5cm bis zur Wasserrinne. Macht das Sinn ?

    4.)   Die unteren 3 Panele lassen sich wohl leicht von der Loggia aus setzen, die Frage ist aber wird für die anderen 3 ein Gerüst an der Westseite benötigt?

    5.)   Macht eine so kleine Anlage mit knapp 2kwp und bei 70% hart vielleicht 1400W Wechselrichter überhaupt Sinn? Das ganze muss sich jetzt nicht in 10 Jahren rechnen, aber zu viel Geld will ich auch nicht versenken.

    6.) Und zum Schluss das wichtigste: Kann mir jemand einen guten Solateur in Stuttgart empfehlen ?


    Danke fürs Lesen und Danke für die Antworten,

    PC-Opa

  • Hallo PC-Opa,

    eine 2kWp-Anlage kostet evtl. 3000€ und produziert evtl. 2000kWh.

    600kWh kannst du evtl. selbst nutzen (150€) für die dann eingespeisten 1400 kWh gibt es weitere ca, 150€.


    Ohne die Steuerseite zu betrachten hast du das eingesetzte Kapital nach ca. 10 Jahren zurück.


    Deine techn. Detailfragen werden dir sicher die Spezialisten noch beantworten.

    Grüße
    Didi

  • Schüssel zB auf Nord in Firstnähe setzen! Besser zugänglich an die Wand. (Ironie: Habt ihr gutes Programm?)


    Unterverteilung oben würde gehen, dann aber mit reduzierter Sicherung unten, zB B8 und UV oben zwecks FI für Steckdose.

    Details lasse ich aus.


    42 Grad plus Hitze des WR fände ich doof!


    Rechne eher mit 12-13 Jahren.

  • Hallo zusammen,


    erst einmal vielen Dank für die Antworten. Ich spar mir jetzt das Zitieren und beantworte alles hier:


    Sinn macht es schonmal, perfekt !

    Zur SAT:
    Klar kann ich die versetzen, aber deswegen bekomme ich nicht mehr Panele aufs Dach. 2 Panele quer passen da nie und nimmer hin (dazu müsste die Solarthermie weniger als die Hälfte des Daches einnehmen) und wenn ich die Panele "normal" installiere bekomme ich in der Höhe auch nicht mehr als 2 hin. Hab ich was übersehen ? Vorteil wäre aber natürlich das ich mir den Schatten erspare.


    Zur Temperatur:

    Die 42 Grade waren der höchste Wert in diesen Sommer, da waren es aber auch >35 Grad draußen. Normlerweise sind es max. 5 Grad mehr als Außentemperatur. Aktuell hab ich 27,5 Grad in Dach und Außen 24 Grad. Aber gut mit einer kürzeren Lebenszeit des WR müßte ich wohl Leben.


    Elektro-Anschluß:

    Das Verstehe ich noch nicht so ganz. Wenn ich unten auf B8 mit FI wechsle für was brauch ich dann noch einen UV ? Und wenn ich einen UV mache, warum dann unten 8A ?


    Gruß,
    PC-Opa

  • WR umgeht FI, Steckdose könnte durch Fehler Gefährdung bringen. Daher FI vor Steckdose.

    B8 um ganz sicher zu gehen. Solang Ende-zu-Ende mit korrekter UV gearbeitet wird ginge technisch B16 - dann darf kein gleichstarker Abzweig auf der Strecke ohne eigene Sicherung erstellt werden / kein Defekt auftreten.

    Ich würde auf B8 gehen wenn die Leistung eh nicht benötigt wird. Damit bräuchte der WR m.E. oben keine eigene Sicherung.

    Schalter würde ich einbauen da Licht bei Wartung ganz praktisch ist.

  • Moinsen,


    es gibt keinen B8.


    B2

    B6

    B10

    B13

    B16 ...


    Gruß, Andreas

    Andreas Witt
    Industrieservice und Montage
    Am Dorfplatz 7, 24214 Neudorf
    +49 151 44 555 285
    a.witt@pvservice.net
    USt-ID: DE 292086601


    "Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt." [Gandi]


    Sämtliche Dienstleistungen rund um Photovoltaik: Wartung, Repowering, Datenlogging, Direktvermarktung etc.

  • Uppsala,


    dann muss ich das ja anders sagen: Es gibt B8 Automaten, aber sie sind praktisch nicht am Markt, also eigentlich gibt es sie nicht... ;-)

    Andreas Witt
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