Ergänzung zu 9,8kWp auf dem Süddach? - Norddach?/Ost/West-Gartenhaus? in 27xxx

  • Hallo zusammen!



    Ich plane in Q4/19 die Installation einer PV auf mein Süddach. Ich habe mich in den letzten Wochen eingehend mit der Thematik auseinandergesetzt, diverse Angebote regionaler Installateure erhalten und auch einige Stunden hier im Forum gelesen.



    Nachdem die Planung für das Süddach steht und ich soweit recht zufrieden bin, frage ich mich jedoch, ob ich nicht vielleicht noch größer denken sollte.

    Tatsache ist allerdings, dass das Süddach mit 9,8kWp aufgrund eines Erkers (entsprechender Verschattung) und zweier Dachfenster ausgereizt ist. Ich möchte auch ungern noch etwas an der jetzigen Auslegung (Module, Hybridspeicher (:Sja, will ich nunmal), Wallbox) ändern.



    Für eine Erweiterung der Planung steht somit (aktuell) nur das Norddach zur Verfügung. (Carport ist ebenfalls auf Nord, verschattet und baulich ungeeignet.)

    Die Ausrichtung wäre recht exakt Nord, 43° Neigung, also so ziemlich das schlechteste, was man sich denken kann. Wenn ich den Rechner richtig gefüttert habe, dann ist der Ertrag Yearly in-plane irradiation [kWh/m2] 625 (Weniger als die Hälfte vom Süddach)

    Andererseits ist auf Nord locker Platz für 32 unverschattete weitere Module, ggf. sogar noch mehr. Wenn ich es richtig verstehe, habe ich dann auch keine Probleme mit der 70%-Abregelung.

    Jetzt stellt sich die Frage, ob ich das direkt verwerfen sollte, oder ob ich mich weiter mit dem Gedanken beschäftigen soll, um Vorteile durch Skalierung und die aktuell noch gewährte Einspeisevergütung zu nutzen.

    Soweit ich es sehe, müsste in jedem Fall ein weiterer WR für die zusätzliche Fläche her. Außerdem frage ich mich, ob ich auf Nord ebenfalls mit Hochleistungsmodulen planen sollte, oder im Gegenteil eher mit einem Budget-Modell und zusätzlicher Fläche.



    Alternativ, aber definitiv ein reines Gedankespiel, wäre der Bau eines Gartenhauses mit einer flachen Ost/West-Belegung. Allerdings kommen hier natürlich Kosten/Aufwand (auch Nutzen) für das Haus hinzu und die maximale Dachfläche wäre ebenfalls deutlich geringer. Hier stellt sich zusätzlich auch die Frage, ob das, was genehmigungsfrei/-fähig ist (40m³), meinen Wünschen und Zielen entspricht. Zudem schätze ich die kurzfristige Realisierung als eher schwierig ein. Unter Umständen wäre dies noch eine Option nach 12 Monaten.


    Ich sage vorab schon einmal Danke für eine freundliche Aufnahme und hilfreiche Beiträge. :danke:


    Sonnige Grüße


    Fabian


    SunPower SPR-X21-350BLK 9,8kWp

    SENEC.Home V3 hybrid duo 7,5kWh

  • Nord 43 allenfalls ein 22er-String wenn du hart bauen möchtest. Da teures Speicherzeugs kommt wird es eh nichts mit hart.

    Eine nicht fertige Planung durchzuziehen halte ich für einen Fehler.


    Garten in einem Jahr umgeht 10 kWp, kann man manchen da die Hütte noch nicht steht. Braucht es die Hütte wirklich? Dann machen. Rohre hinlegen, es wird früher oder später nützlich sein.


    Luftbild, Belegungsplan?

    Was versprichst du dir vom Speicher?

  • Vielen Dank für die Antwort.

    Ich habe dem Eingangspost Bilder berigefügt. (Hatte ich eh geplant, aber vergessen.)

    22 Module auf Nord würden perfekt in 2 Reihen oben passen, dann erst kommt die Abluft der Lüftungsanlage.


    Belegung auf Süd habe ich nicht digital vorliegen.
    Wäre aber 12 quer rüber oberhalb des Erkers (leider nur 1 Reihe möglich), dann jeweils 4 oberhalb der Dachfenster, dann jeweils 2/2 neben den Fenstern, gesamt 28.


    Planung ist nicht fertig, ich bin jedoch nicht unzufrieden. Aber es ist ja nicht unterschrieben... ;-


    Gartenhaus wäre nicht zwingend erforderlich, aber natürlich nutzlich und angenehm und die zusätzliche Nutzung als PV-Unterlage mit der Möglichkeit einer Ost/West-Ausrichtung ein weiteres Argument. Umsetzung in einem Jahr bleibt ja in jedem Fall eine Möglichkeit.


    Evtl. Speicher/Wallbox dann erst nehmen mit zweiter Anlage und zweiter Möglichkeit Vorsteuer zu ziehen???
    Dafür jetzt größer (Nord) und ohne diese Dinge bauen? :/

    Dann wären allerdings auch die Finanzierungskonditionen schlechter, weil separat.:juggle:

    SunPower SPR-X21-350BLK 9,8kWp

    SENEC.Home V3 hybrid duo 7,5kWh

  • PV bringt Strom und Gewinn, Speicherzeugs kostet Strom und bringt Verlust.

    Ich würde hart ohne Speicher bauen.

    Die meisten Speicher nutzen bei Stromausfall nichts!

  • Wenn noch nichts unterschrieben ist kannst Du Dir ja noch weitere Angebote holen.
    Gerade weil Du eine Wallbox willst, kannst Du eigentlich nicht genug PV auf dem Dach haben - Wolken gibts eben immer mal.
    Da Du einen Speicher willst, kommt es dir nicht so sehr auf die Rentabilität an - also erst recht auch noch so viel PV wie geht, damit der Speicher im Winter nicht völlig sinnfrei (arbeitslos) ist.

    Da Du die Gaube hast und ggf. auch das Norddach und dann noch auf das Gartenhäuschen erweitern möchtest, wäre ggf. auch Solaredge (mit Autoladecontroller - gerade neu) interessant, mit dem Du auch das Süddach richtig voll machen kannst.
    Wenn Du also einen SE-verbauenden Solateur in der Nähe hast, lass den auch mal ein Angebot machen - ggf. gleich mit der zugehörigen Wallbox und nem Wechselrichter, der auch noch die Gartenhäuschenmodule mit vertragen kann.

    Das flache Carport-Nord-Dach, wäre dann ggf. auch interessant ...

    6,63 kWp AXIworldpremium 20xAC-300M/60S + 2xAC-315MH/60S mit SolarEdge SE5k mit Display + Hyundai IONIQ Plug-In

  • Zeig mal die Südplanung her.

    Eine PV MUSS immer ein Gesamtkonzept sein - das ist kein Lego wie pflanze so schön zu sagen pflegt.

    Süd isoliert vom Rest zu betrachten ist ein Fehler. Geld sollte (aus ökologischer UND ökonomischer Sicht) erst dann investiert werden wenn die PV (sinnvoll) maximal groß geplant wurde - ein Speicher produziert nix und löst keine echten "Probleme". die erhöhung des Autakiegrads (Verkaufsargument #1) ist sehr teuer und bringt eigentlich nur dem Installateur messbare Vorteile. (Warme Gefühle beim Betreiber außenvor)


    direkt zum Thema:

    Südbelegung hat den Erker unberücksichtigt gelassen? Was geht da drauf?

    Das steile Norddach wird weniger einbringen als ein zeitweise verschattetes "falsch" geneigtes Carport.
    Der zusätzliche String sollte <22 Module sein und etwa 30-50% der Gesamtanlage ausmachen um die "Südeinspeisekapazität" zu maximieren.

    EIN Wechselrichter für alles.


    Möglich wäre zu den 28 Modulen Süd z.B 16 Module Nord unter Beibehaltung des 10kVA WR - Mehrkosten nur Module und Montage

    Es wäre toll wenn man Süd noch 4 Module mehr drauf bekäme (ohne viel Schatten zu riskieren) erstens sind die Strings jetzt ziemlich kurz (2x14) zweitens kann man 32*310Wp günstig bauen oder aber Süd (teuere) 330-345Wp und Nord günstige 310Wp verlegen. Wenn du eh über 10kWp gehst würde ich Süd rausholen was (sinnvoll im Sinne von P7L) drin ist.


    Gruß Flo

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Nun gut, dann will ich noch einmal ein wenig mehr erzählen zu den Planungen und Gedanken...

    Und auf die Fragen eingehen.


    Geplant sind Stand jetzt:


    28x 350W Sunpower Maxeon2 an 3 Strings (oben, rechts unten, links unten)

    Senec.Home V3 hybrid duo (3 MPP) (Kapazität noch nicht entschieden) DC-seitig angeschlossen

    Senec/ABL-Wallbox

    (keine Cloud)


    Vorhanden ist bereits eine Sole-Wärmepumpe (leider nicht SG-Ready) derzeit noch inkl. 2. Zähler

    Hausverbrauch 3000-3400kWh/a

    Wärmepumpe 3200-3800kWh/a


    Notstromfähigkeit ist kein Argument, welches mich umtreibt.

    Wallbox ist eine Investition in die Zukunft - eAuto noch nicht vorhanden, aber kommt ja früher oder später. Fällt im Gesamtpaket kaum ins Gewicht (ich kann Vorsteuer ziehen und im Paket finanzieren). Stromverbrauch/Ladegeschwindigkeit bei minimaler Pendelstrecke auch zweitrangig, eher die intelligente Steuerung der Ladung aus der PV.


    Der Erker (Flachdach) ist bisher außen vor. Dies aus folgenden Gründen:

    - Für 9,8kWp war er nicht erforderlich

    - problematische Montage auf Flachdach mit Bitumen/Folie

    - zumal Windlastzone 4+ (5km zur Elbmündung/Nordsee, Windschneise aufgrund Freifläche nach Osten und Bebauungssituation)

    Ansonsten hat er eine Fläche von 4,50mx4,50m (gem. Planungsunterlagen, nicht gemessen) und minimales Gefälle nach Ost. (8 Module?)


    Unter Umständen gehen vielleicht noch 2-4 weitere Module auf Süd. Bisher aufgrund der Planung <10kWp nicht notwendig. Dann sind wir aber schon bei gemischter Längs-/Quermontage.


    Auf Optimierer möchte ich nach Möglichkeit verzichten.


    Das Gartenhaus ist ein eher ein Gedankenspiel.


    Das Carport ist nicht nur nach Nord geneigt, verschattet und mit Bitumen belegt, es ist zusätzlich in sich verdreht (wie ein Pringles) und von daher sehr schwierig zu belegen.


    Mir fällt es schwer einzuschätzen, was der Speicher (bzw. seine WR) an Leistung verarbeiten kann, insb. in der Kombination mit Modulen auf Nord. Datenblatt liegt mir aber vor. Welche Daten sind da entscheidend?

    SunPower SPR-X21-350BLK 9,8kWp

    SENEC.Home V3 hybrid duo 7,5kWh

  • Das ganze Konzept wäre mir persönlich zu teuer.


    Dann eher ein paar Module mehr auslegen (z.B 32 * 310Wp oder 31*320Wp) und Heckert, Axitec.... was PreisWERTes halt.

    Den Speicher würde ICH ganz weglassen - ebenso die Wallbox die du im Rahmen der Anschaffung nicht absetzen kannst (gehört wohl kaum zur Erzeugungsanlage - ich halte das bei den Speichern schon für fragwürdig).

    Bei der Wallbox kenne ich mich nicht gut genug aus - aber die ohne zu wissen welches Auto dran kommt zu kaufen empfinde ich für verfrüht.


    Bau doch deine 10kWp aber das geht auch halb so teuer...


    Gruß Flo

    Achtung Schattentheoretiker!

  • SE mit Optimieren war nur ein Vorschlag, da Du Verschattung und verschiedene Ausrichtungen hast. Mit SE und Optimieren wäre alles in einem Strang, somit keine Längenprobleme, Module können gemischt und bei genügend WR-Leistung auch später ergänzt werden, ohne das es Probleme gibt.

    Wie ist das beim SENEC hybrid duo - da ist der PV-WR im Akkugehäuse mit drin?
    Geht er auch bei "defektem" Akku?
    Wie weit kann die Wallbox vom Akku weg sein?

    (ein großes Problem des derzeitigen "intelligenten SE-WR mit Wallbox" ist es, dass das Autolademodul am WR hängt und das Auto max. 7m vom WR weg geladen werden muss)

    6,63 kWp AXIworldpremium 20xAC-300M/60S + 2xAC-315MH/60S mit SolarEdge SE5k mit Display + Hyundai IONIQ Plug-In

  • Green_Pirate: Natürlich ist es viel Geld. Immerhin allerdings deutlich preiswerter als die angebotenen Alternativen. Natürlich nicht so günstig, wie ohne Speicher und Wallbox.

    Immerhin spare ich durch das Hybridgerät den separaten WR und durch die gemeinsame Installation die Vorsteuer.

    Ich denke, dass geht bei entsprechender "Gestaltung" der Rechnung auch problemlos für die Wallbox. ;-)

    Ladekabel ist Typ2 (also EU-Standard), alternativ eine Steckdose für das Kabel, welches mit dem Auto kommt.


    MrF Über Optimierer SE oder Tigo habe ich mit dem Installateur gesprochen. Aufgrund der internen Technik der Module und der Möglichkeit sie in 3 Strings anzuschließen, hat er abgeraten. Letztlich sind auch das zusätzliche Kosten und Fehlerquellen. So habe ich einen String, der immer Sonne hat und je einen für Schatten am morgen und Schatten am Abend.


    Der V3 hybrid duo hat 2PV-WR im Akkugehäuse integriert. Ob die auch arbeiten, wenn die Batterie eine Störung oder einen Defekt hat, kann ich nicht sagen. (Kommt auf meine Fragen-Liste)


    Bzgl. der Montage der Wallbox konnte ich keine Vorgaben/Einschränkungen zum Abstand finden.
    (für die eigene Recherche: Baugleich mit ABL eMH1 - ADAC Testsieger)

    SunPower SPR-X21-350BLK 9,8kWp

    SENEC.Home V3 hybrid duo 7,5kWh