Einspeisevergütung für Neuanlage ab 2020

  • Immerhin muss man ja den Wert des Bodens und den Wegfall von Einnahmen aus Bewirtschaftung gegenrechnen.

    ... und alle Bauern fahren Mercedes und können sich vor lauter Geld nicht mehr bewegen .... schön wär's ||


    Ein paar Faustzahlen aus der Hüfte geschossen:

    • nicht "und", sondern "oder":
      Du kannst den Boden entweder verkaufen oder bewirtschaften, nicht beides gleichzeitig
    • der Substanzwert des Bodens gewinnt vor allem durch Preissteigerung.
      Da tut eine PV, die man nach 30 Jahren wieder abbauen kann, dem Wert kaum einen Abbruch.
      Es sei denn, der Boden würde nachhaltig geschädigt, aber das sehe ich nicht
    • Bewirtschaftungserlös pro Jahr (p.a.) liegt in der Größenordnung von 1000 € / ha, also 10 ct/m²
      meinetwegen auch das doppelte oder fünffache
    • jetzt rechne ich mal mit Modulen mit 1 * 1,66 m, 50 % Flächenausnutzung und 300-W-Modulen, dann brauchst Du für ein Modul 3,32 m², ergibt ca 90 W / m², also 900 kW / ha
    • bei 800 Sonnenstunden bist Du auf 723 MWh /ha
    • gibt bei 6 ct/kWh 43400 € / ha*a
    • im Vergleich sind die 1000 € / ha*a (oder meinetwegen 5000 bei arbeitsaufwendigen Sonderkulturen), die mit landwirtschaftlicher Nutzung zu erzielen sind, schlichtweg "Pipifax", sprich kalkulatorisch irrelevant
    • der Bodenpreis liegt bei uns bei ca 5...6 € / ha (regional sehr verschieden), also 50 ... 60 Td€ / ha
      d.h nach gut einem Jahr hat die PV den Bodenpreis erwirtschaftet

    30 kWp Volleinspeisung in 2009 mit Kaco Powador

    90 kWp Volleinspeisung in 2012 mit SMA Tripower

    Solarlog 2000 PM+

    30 kWp in Bau, Speicher in Planung

  • wjr - schöne übersichtliche informative Schilderung!

    Du kannst vlt. zu https://bioboden.de/ was sagen - ich überlege dort "zu genießen".

  • bei 800 Sonnenstunden bist Du auf 723 MWh /ha

    Danke für die gute Auflistung.


    Laut Google Statistik liegt der durchschnittliche Ertrag einer Anlange bei 500.000 KWh je Hektar und Jahr.

    Gefördert werden Anlagen bis 10 MW - das kann sich aber auch schon wieder geändert haben.


    Der Ertrag liegt also Pi mal Daumen mal Hammerschlag mal Kristallkugel bei 35k€/ha&a.


    Bei uns kostet der Hektar rund 35-40k€ (40er AZ) und gleich um die Ecke werden 5,5ha verkauft... :/

    Da fällt mir ein, dass ich eigentlich eh mal Landwirtschaftliche Fläche besitzen wollte.


    Problem ist nur der Papierkram: Darf die zum Verkauf stehende Fläche mit Panels vollgemacht werden, gibt es Auflagen zu Ausgleichflächen, Anwohnerproteste, Förderung Ja/Nein und wie hoch... <X


    Wat n Spaß... :ironie:

  • Problem ist nur der Papierkram:


    Klar, wenn's einfach wär', würd's jeder machen ;-)

    Du mußt selber wissen, ob Du bei dem Papierkram gengeüber anderen xyz-beliebigen Möchtegern-Invstoren einen Vorteil hast.

    ... bzw. auch bei Anlagenplanung, Abschätzung u minimierung des Betriebsrisikos ....

    ... Zugang zu Finanzierung ....

    30 kWp Volleinspeisung in 2009 mit Kaco Powador

    90 kWp Volleinspeisung in 2012 mit SMA Tripower

    Solarlog 2000 PM+

    30 kWp in Bau, Speicher in Planung

  • Darf die zum Verkauf stehende Fläche mit Panels vollgemacht werden, gibt es Auflagen zu Ausgleichflächen, Anwohnerproteste

    Vielleichtkann man die Gestelle für die Module einfach etwas höher bauen, dann könnten noch Schafe oder Hühner drunter leben. Wobei - die Hühner würden sofort hochflattern und alles vollschxxxen. Auch Ziegen wären wahrscheinlich kritisch. Aber Schafe oder auch Dammwild wäre prima.

    Dadurch würde zumindest die Akzeptanz der Anwohner steigen.

    Googlest du noch oder ecosierts du schon?

    Ecosia.org ist eine Start-UP Suchmaschine, die mit Ihren Werbeeinnahmen Bäume weltweit anpflanzen lässt.
    Beim Suchen im Netz CO2 aus der Luft holen, das ist doch was, oder?:)