Intelligente Steuerung, Smart Meter Steuerung, SMA Home Manager?

  • Hallo an alle PV - Begeisterte,


    Wir planen derzeit für unser Heim eine PV - Anlage. Leider wohnen wir in einem Gebiet mit wenig bzw. Keiner Förderung durch die Stadt. Es ist aktuell definitiv geplant das Garagendach zu belegen. 6 Module Süd (leichte Ost Neigung) und 6 Module Nord-West. Das ergibt 3,8 Kwp. Keine Verschattung. Ein Installateur rät dringend zu Leistungsoptimierern ein anderer verzichtet. Sind diese wirklich notwendig und bringen die etwas?

    Habe mich gerade in das Thema SMA etwas eingelesen- klappt das wirklich schon? Oder ist das aktuell noch ziemliche Spielerei? Gibt es andere Hersteller die das auch können? Unser Installateur möchte nämlich lieber Kostal verbauen oder Solaredge aber da habe ich diese Smarte Steuerung von Waschmaschine, Funsteckdose etc. Nicht gefunden?

    Kennt sich jemand diesbezüglich mit der Steuerung einer Buderus Wärmepumpe Logatherm aus? Kann man die einbinden? Habe bereits an Buderus geschrieben. Aber Buderus meldet sich nicht und stellt sich tot - Top Kundenservice :thumbup: de Installateur hat leider keine Ahnung wie das gehen soll....


    Vielen Dank für den Austausch

  • wenn Smart-Grid vorhanden UND funktionell ist bei der Wärmepumpe,

    dann geht das, prinzipiell geht es auch ohne, denn heizen und Brauchwasser bereiten muss man eh regelmäßig, einfach per Timer in dir potentiellen sonnen/Lichtstunden legen.


    jede 0815 Wasch-und Spülmaschine hat heute eigentlich einen Zeit Vorwahltimer...


    für euer Vorhaben ist jeder kleinere

    Wechselrichter mit 2 trackern geeignet.

    eine Erfassung des Hausverbrauchs und die dynamische 70%-regelung mit einem extra Zähler ist in jedem Fall sinnvoll.

    bei SMA reicht da ein energymeter.

    optimierer sind der Schilderung nach überflüssig.

    mehr Module wären wünschenswert, 3,8kWp sind bei den anfallenden Fixkosten recht mager...

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 2*17 LG360 Süd, 2*17 G5 Duo Nord, und 12 Sharp NU-SC 360 auf WiGa und Garage nach Süd

    an Fronius Symo 12,5 & Solis RHI 4,6

  • Hallo vielen vielen Dank für Deine Antwort.

    Ja dass die Anlage recht klein wird ist mir bewusst bin mir aber etwas unsicher ob wir noch das Hausdach belegen lassen soll — haben nur einen Gesamtverbrauch von ca.6000 kw für Wärmepumpe und Haushaltsstrom es würde dann halt nur sehr viel mehr für 10 Cent eingespeist.

    Das Angebot was wir aktuell haben ist von KOSTAL mit Smart Meter aber dieses misst ja nur die Verbräuche und kann nicht intelligent schalten - das wäre ja die spannende Sache gewesen dass ich nicht immer selbst steuern muss.

    Ich entnehme aber deiner Antwort dass au h Angel geht und man nicht unbedingt diese technische Spielerei braucht.


    Viele Grüße Suedsonne

  • mit Wärmepumpe kann man praktisch nicht genug PV haben...

    Einspeisung bezahlt die Anlage ebenso

    wie Direktverbrauch.

    kleine Anlage wenig Direktverbrauch,

    mit 3,8kWp kommt man nicht weit, besonders da die saisonalen Unterschiede recht extrem sind.

    Wenn ihr 6000kWh verbraucht, das ist

    incl. Heizung schon recht gut,

    rechnet sich eine größere Anlage in jedem Fall.


    Der einzige Unterschied ist die Höhe des Invests, geht auch mit Fremdkapital.

    Wenn mehr Platz ist: größer bauen!

    Die Fixkosten sind fast immer gleich,

    ob 4 oder 20kWp.


    Was wäre denn verfügbar an Dachfläche?

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 2*17 LG360 Süd, 2*17 G5 Duo Nord, und 12 Sharp NU-SC 360 auf WiGa und Garage nach Süd

    an Fronius Symo 12,5 & Solis RHI 4,6

  • Der Plan wäre auf die Südseite des Hausdaches 9 Weitere Module und ggf. Nochmal drei also insgesamt 12 und auf die Nord Seite nochmal bis zu 12 möglich. Aber dann komme ich glaube ich über die magische 10 KWP Grenze... auf ca. 36 Module und damit 11 KWP

  • das hört sich nach "Gekleckere" an.

    Dazu noch die Angst vorm Einspeisen und einer "magischen 10 kWp Grenze...

    offensichtlich bist du Opfer von Fehlinformationen

    vielleicht stellst du deine Situation vor, Beschreibung der möglichen Dachflächen, Luftbild

    dann kann man das einschätzen was sinnvoll ist.

  • Man sollte sich nicht von der EEG- Umlage abhalten lassen größer als 9,9 kWp zu bauen, wenn z.B. 14 kWp oder mehr möglich sind. Wenn die Anlage größer wird ist auch der Preis pro kWp geringer. Gegenüber einer Minianlage mit 3,8 kWp geht der kWp-Preis so erheblich runter, dass das Einspeisen auch finanziell interessant wird.


    Mit WP solle man auf alle Fälle groß bauen. Gerade im Winter, wenn man die WP braucht, bekommt man pro kWp nur geringe Erträge. Wenn man also möglichst viel WP Strom vom Dach haben will, MUSS die Anlage groß sein. Das ist von mir allerdings nur der logisch Schluss aus meinen eigenen Recherchen. Meine Anlage läuft noch nicht, ist aber von geplanten ca. 7 kWp auf bestellte 16,8 kWp „gewachsen“. Wenn ich mehr Platz hätte, wären es 29,9 kWp geworden (oder noch größer mi einem 30 kVa Wechselrichter).


    Smart Home ist gut, wenn es funktioniert. M.E. sollte man dann v.a. die WP und eine (künftig) Wallbox steuern können. Der Rest ist weniger relevant und die Kosten z.B. Für die Vernetzung von Geräten von Miele stehen in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen. Eine simple Zeitschaltung ggf. an SpüMa, WaMa und Trockner hilft da auch und ist auch nicht wesentlich komfortabler.


    Wenn man Geräte (auch WP oder Wallbox) steuern möchte, gibt es wohl verschiedene Kombinationen, die besser oder schlechter funktionieren. SMA soll z. B. gut mit Mennekes Wallboxen funktionieren. Evon Home aus Österreich mit Fronius (Disclaimer: Ich kenne die Leute von Evon Home, daher will ich da nix bewerten). Von Fraunhofer gibt es Amperix als Energiemanager, der zwar laufende Kosten verursacht, aber sich wohl mit vielen Wechselrichtern und Wärmepumpen versteht. Wenn man Zeit hat und programmieren kann, gibt es auch Lösungen für den Eigenbau.

    Ich persönlich habe einen Solaredge WR bestellt, auch da mir andere Themen wichtiger waren als Smart Home. Allerdings will ich zumindest mal testen, ob sich meine WP (weishaupt=Dimplex) da über Modbus einbinden lässt. Wenn nicht, wird das eben auch über die Zeitautomatik der WP laufen.


    Ach ja: FAQ von Pflanze lesen, Dächer mit Daten und Bildern bei Planungen einstellen und dann mal eine eigene Meinung bilden bzw. das mal selbst durchrechnen mit den typischen kWp-Preisen aus den Angeboten. Excel-Tools gibt es z.B. von Stiftung Warentest kostenlos zum runterladen.

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    25 x SunPower SPR-X22-360

    24 x SunPower SPR-P19-325 blk

    1 x Solaredge SE 17 K

  • Genau, bitte lies die FAQ in meinem Benutzerprofil.

    Leider wurdest du von Medien, Umfeld und Co. sehr falsch informiert.


    Welche Textbausteine / Änderungen fehlen euch in den FAQ dass ihr immer wieder Fingerakrobatik macht statt einen Link zu setzen?

  • haben nur einen Gesamtverbrauch von ca.6000 kw für Wärmepumpe und Haushaltsstrom es würde dann halt nur sehr viel mehr für 10 Cent eingespeist.

    Um den wahren Wert der 10 Cent Einspeisevergütung erkennen zu können, musst du ausrechnen wie viel dich die Erzeugung der Kilowattstunde kostet. (Anlagenkosten / Ertrag über 20Jahre)


    Bei einer kleinen und vielleicht noch überteuerten Anlage sind das leicht mehr als 10 Cent. Damit wäre Einspeisung dann defizitär. Damit kannst nur durch den Eigenverbrauch wieder in den grünen Bereich kommen. Das ist dann auch das Argument von vielen Beratern, dir eine, am Verbrauch orientierte Kleinanlage mit Speicher zu verkaufen. "Einspeisen lohnt nicht, Eigenverbrauch muß maximiert werden".


    Baust du jedoch eine große Anlage zu einem günstigen Preis (€/kWp), dann erzeugst du die kWh für deutlich weniger als 10 Cent und Einspeisung bringt plötzlich Gewinn. Das ist im Prinzip der Hintergrund für die allgemeine Empfehlung "Dach vollmachen". Es macht keinen Sinn den Stromverbrauch dabei zu berücksichtigen.

    Also die Anlage so günstig wie möglich bauen. Das ist meistens gleichbedeutend mit so groß wie möglich bauen.


    Somit bietet die große Anlage alle möglichen Vorteile:


    - Die Anlage finanziert sich allein durch die Überschußeinspeisung.

    - Die (relativ zum Verbrauch) hohe Anlagenleistung ermöglicht hohen Eigenverbrauch, auch bei schwacher Sonneneinstrahlung (Bewölkung, Winter, etc.)

    - Der hohe Stromüberschuß läßt reichlich Luft nach oben für künftige Verbraucher (BEV, Wärmepumpen für WW & Heizung)

  • Alles wichtige steht schon oben. Bei deinem Plan mit lumpigen 3.8 kWp kannst du dir Überlegungen zur Steuerung der WP und anderer Großverbraucher sparen, das ist einfach alles viel zu klein.