Ertragsrechner nach EUR statt nach kWh

  • Ein Thema was ich in der Theorie seit 10 Jahren erläutere wird in der Praxis aktuell:


    Bei welchen Dach ist der Ertrag höher? Beim Ost-West Dach oder beim Süddach?


    Absolut in kWh pro kW Peak ist es klar,
    aber was passiert, wenn man den Ertrag in kWh mit dem stündlichen Tarif multipliziert?
    aber was passiert, wenn man morgens oder Abends ein Elektroauto laden möchte
    und beim Ost-West Dach alles mit eigenen Solarstrom klappt,
    man aber beim Süddach Strom zukaufen muss?

    Während Awattar nur beim Stromeinkauf stündliche Tarife bietet,
    sind es bei Spotify auch beim Stromverkauf stündliche Tarife.


    Mit welchen Tarif hätte welche Photovoltaik in diesem Monat mehr verdient?
    Mit dem Monatstarif von Awattar oder dem Stundentarif von Spotify?


    Ich könnte mir da sogar ein Szenario vorstellen, wo das Ost-West Dach mit Spotify

    und das Süddach mit Awattar mehr verdient.


    Im übrigen, CO2 Zertifikate steigen, Gute Nachrichten für Einspeiser.

  • das ist eine recht akademische betrachtung... der anwender/nutzer kann sich seine dachform und die zeiten der fahrzeugladung in der regel nicht aussuchen... allgemein gültige ableitungen lassen sich daher nicht finden...


    ein dach über dem privathaushalt hilft eher bezug zu vermeiden und kompensiert so strombezugskosten...


    :ironie: zum laden des fahrzeuges besser in den süden fahren da dort die sonne besser steht... :)

  • das ist eine recht akademische betrachtung... der anwender/nutzer kann sich seine dachform und die zeiten der fahrzeugladung in der regel nicht aussuchen... allgemein gültige ableitungen lassen sich daher nicht finden...


    ein dach über dem privathaushalt hilft eher bezug zu vermeiden und kompensiert so strombezugskosten...


    :ironie: zum laden des fahrzeuges besser in den süden fahren da dort die sonne besser steht... :)

    Nicht beim Neubau. Wir müssen mal weg von der "Vermeiden von Strombezguskosten" Mentalität.

    Wir müssen raus aus Öl, Kohle, Biosprit, Erdgas und Uran und da soll jedes Haus einen Möglichst großen Beitrag leisten.


    Daraus ergeben sich eine Menge neuer Überlegungen. Etwa wie dimensioniert man die Wärmepumpe,

    damit die nur mir eigenen Solarstrom auskommt.

  • Bitte keine unnötigen Vollzitate!


    Volle Zustimmung. Mir missfällt die Geldfokussierte Betrachtung. Dass Strom gerade weniger kostet heißt nicht, dass er deswegen ökologischer ist. Vielmehr wird der Betrieb unflexibler Kraftwerke (Preisdrücker) dadurch gestärkt.


    In erster Linie sollte Verbrauchsreduktion um sich greifen und gelehrt werden. Leider laufen in vielen "Bildungs"einrichtungen Bildschirme rund um die Uhr. Hauptsache möglichst viele Studierte, die dann trotz genug (zu viel?) Geld nur sehr schwer noch gute Handwerker bekommen weil es zu wenige gibt.


    Maximalbelegung und PV-optimierte Dächer im Neubau sind ein Ziel, die unsägliche 3~ in AT für Kleinanlagen gehören ebenso abgeschafft wie die Gängelung dass große Anlagen mit erheblichem Netz-Aufpreis verbunden sind.


    Ein breiteres Erzeugungsband ist kein Schaden, den mittäglichen Strombedarf mittels Südanlagen decken auch nicht.


    Wir sind noch weit weg von "zu viel" EE - insofern ist es m.E. relativ egal ob etwas mehr OW oder S gebaut wird, Hauptsache es wird gebaut und es passt gut zum jeweiligen Dach.

    Dank Merit-Order-Effekt profitieren wir so oder so vom Ausbau.