Solar-Noob sucht Hilfe

  • Hallo,


    bei 7.000 kw/h jährlich und € 156/monatlich und ständig steigenden Energie-Kosten haben meine Frau und ich uns entschieden, eine PV-Anlage installieren zu lassen.


    Gestern war ein "unabhängiger" Berater der aber in Sachen e.on unterwegs ist bei mir und hat die Gegebenheiten und so weiter geprüft ob es möglich sei, eine PV-Anlage zu installieren. Nach dem Check sagte er das es funktionieren würde und dann begann der Vortrag, hier in Kurzform:


    30 301´er Module aufs Dach das südlich ausgerichtet ist. Verschattung da, aber in ertragbaren Grenzen.

    Nun die Berechnung OHNE Speicher, da diese atm noch unwirtschaftlich sei - jährliche Leistung der Anlage rund 9000 kw/h.


    30 Module kaufen über eon für € 15.000 Netto (die Umsatzsteuer würden wir vom FA zurückbekommen)

    über 15 Jahre finanziert rund € 100/Monat


    Dann weiter: Netzbezug (Zukauf weil nur rd. 30% nutzbar wären) 4900 kw/h x € 0,30 = 122,50 ./. Einspeisung 6900 kw/h x € 0,11 = 63,80


    Also Finanzierungsrate iHv € 100 zzgl. Netzbezug € 122,50 ./. Einspeisung = € 158,70 zzgl. Versicherung.


    Klang im ersten Augenblick gut weil nach Ablauf der Finanzierung eine deutliche Einsparung da wäre - allerdings ohne Berücksichtigung das der Strompreis in den nächsten Jahren weiter steigen wird und es sicherlich nicht bei den € 0,30 bleiben wir.


    Dann die Alternative - die e.on Strom Cloud! Das klang hammer: € 89/Monat bei garantierten 7000 kw/h/Jahr. Wenn der Verbrauch sinkt, sinkt auch die monatliche Cloud-Rate (bei 5000 kw/h waren es rd. € 56 oder so).


    Natürlich auch hier die Finanzierungskosten, also € 100 zzgl. € 89. Versicherung und Wartung trägt e.on.


    Jetzt meine Fragen:


    wo bleibt mein Strom wenn ich die e.on Cloud abschließen sollte? Bekomme ich keine Einspeisungsvergütung?


    und wenn ich Einspeise, ist das ja ein Erlös (wenn auch gering). Kleingewerbe anmelden?


    e.on könnte mir dann also auch Strom aus Kohlekraftwerken liefern, es wäre also kein "grüner" Strom?


    Lohn sich die Cloud überhaupt - also für e.on ist klar - aber für uns Kunden im allgemeinen?


    und abschließend: was würdet Ihr einem PV-Newbie raten?


    Ich weiß das es für einige Fragen bereits Antworten in anderen Fällen gab, aber es ist ja quasi jeder Fall spannend.


    Danke für Eure Hilfe im voraus!


    Gruß


    Peter

  • Hallo,


    Es ist erstmal erfreulich, das du/ihr euch fuer eine PV Anlage entschieden habt. Grundsaetzlich sind diese Clouds aber Bauernfaengerei. Zudem ist der Preis, den EgON aufruft, um einiges zu hoch.

    Am besten gibst du dem Forum mal ein paar mehr Infos ueber Standort (ca), ein Luftbild von deinem Haus ec....


    Auf jeden Fall kann ich euch schon mal sagen, das eine 10KW Anlage ca 1200 Netto pro KWp kosten duerfte, nicht mehr, oder minimal mehr, das liegt ja an den Gegebenheiten.

    Dann kann ich euch noch empfehlen, die Suchfunktion zu nutzen, die euch viele Fragen beantworten wird. Es gibt da ein paar Sachen zu beachten, z.B. ob 70 hart oder weich, eca.....


    Fangt am besten mit Standort, Foto, Budget (erstmal nebensaechlich) an, dann wird euch hier mit geballtem know how geholfen.

    1,76KW Insel mit 8XConergy 220 an PiP 4048 + Bleigel 20kw/h brutto
    9,945 KW (24X IBC 255VL auf -70, 15X IBC 255VL auf +110) an SMA STP8000TL
    seit 02.02.2016: Sunny Island 4.4M plus LG Resu 6.4 +1 erw. Modul..gesamt 8,6 KWh netto

  • Bei einem Verbrauch von 7.000 kWh jährlich würde ich erst mal schauen ob es Stromfresser gibt.

    Oder bist du mit dem Thema schon durch?

  • Bei einem Verbrauch von 7.000 kWh jährlich würde ich erst mal schauen ob es Stromfresser gibt.

    Oder bist du mit dem Thema schon durch?

    Wir hatten schon einige Elektriker die das Haus auf den Kopf gestellt haben - aber leider nichts gefunden haben.


    Stromfresser hatten wir genug: Wasserbett, großes Aquarium, Bierzapfanlage, Infrarotsauna - alles im laufe der Jahre abgeschafft und so von 12.000 (!!!) runter auf 7.000 - was natürlich immer noch viel zu hoch ist.


    Gut - 2 Jungs Anfang 20 sorgen natürlich für reichlich Umdrehungen des Zählers^^


    Das Haus genau in der Bildmitte ist unser. Sry für die schlechte Qualität, aber die Ausrichtung ist ja locker zu erkennen und die große Dachfläche ja auch.



    Standort ist Niedersachsen, genauer Nienburg/Weser.

  • Energie-Einheiten rund um Photovoltaik (z.B. kWh, kWp)

    Bitte gib dem Thread einen passenden Titel. z.B. PV auf EFH Süd-West mit Schatten.


    Hast du meine FAQ https://www.photovoltaikforum.…-pflanze/#wall/comment201 aufmerksam gelesen?


    Cloud bitte sofort streichen, da wirst du verar***t. Nur eines ist sicher, der Grundpreis von 90 EUR wir steigen. Das sind jetzt schon ca. 1080 EUR im Jahr - davon kannst du knapp 4.000 kWh hochwertigen Ökostrom kaufen. Faire Versorger sind in meiner Signatur zu finden - das zu deiner Frage nach Kohlestrom - dem man natürlich schnellstmöglich einstellen sollte. Wechseln. Jetzt!


    Dachneigung? Stell gerne noch Fotos ein. Garage, Carport, Schuppen?

  • Gib doch bitte die Dachmaße (Länge und Breite, nicht Quadratmeter) sowie die Ausrichtung und die Neigung an, das sind die Basics. Dann schauen wir mal, was da geht.


    Eine Cloud-Lösung ist im Grundsatz nichts anderes als ein Tarifmodell für einen Stromliefervertrag. Da wird Einspeisung, Speicherung, Bezug, Flatrate, Grundgebühr und Vergütung miteinader verquirlt, bis am Schluss jede Transparenz weg ist. Wenn du Transparenz und ein verständliches Geschäftsmodell möchtest, dann rate ich dir ab. Schließ einen Liefervertrag mit z.B. EWS ab und setze ansonsten auf Einspeisung mit Direktverbrauch. Ein Akku ist teures Spielzeug, erst recht wenn du fremdfinanzieren musst.


    Hoher Stromverbrauch resultiert in der Regel aus direktelektrischer Wärmeerzeugung, genau die von dir genannten und abgeschafften Dinge. Davon muss noch mehr da sein, anders sind 7000 kWh pro Jahr nicht zu erklären. Mess doch mal den Verbrauch des Hauses, wenn ihr mal einen Tag nicht da seid (Zählerstände notieren), dann sieht man schon mal, ob das an der Grundlast liegt oder an von euch aktiv benutzten Verbrauchern. Habt ihr vielleicht elektrische Warmwasserbereitung? Betreiben die Söhne vielleicht eine Hanfplantage im Kleiderschrank? Wie viele Waschmaschinen/Spülmaschinenladungen pro Woche? Viel Erfolg bei der Suche!


    Frank

  • Leider mein Mikrofon Mikroskop verlegt, deshalb wäre eine Zchng und die Abmessungen hilfreich.


    Erträge (in kWh) aus PV können selbst mit PVGIS nachvollzogen werden.

    30 * 310 Wp (?) = 9.3 kWp - Ertrag 9.000 kWh, dh spezifischer Ertrag 967 kWh/kWp.

    Bis dahin nicht unlogisch.


    Schattenbildner dürften die Bäume östlich vom Haus sein.

    Wie hoch sind die und wachsen sie noch?

    Welchen Verlust hat der Solateur abgeschätzt?


    Kann durchaus richtig sein, die NW Seite nicht zu berücksichtigen.

  • bei dem Verbrauch könnte das durchaus sinn machen die NW ggf einen String mitzubelegen.


    Wenn die Werte kommen rechnen wir.

    Gruß Flo

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Hast du Leuchtstoffröhren? In PV Neuling plant Anlage war ein defekter Starter die Ursache für ca. 900 kWh Verbrauch(!)