Bruttoertrag im Marktstammdatenregister

  • Hallo PV-Gemeinde,


    meine PV-Anlage hat einen "Bruttonennertrag" von 10,5 KWp, also eigentlich jenseits der Grenze, oberhalb der man EEG-Umlage für den Eigenverbrauch zahlen muss. Tatsächlich kann dieser Ertrag nie erreicht werden. Allein die Lage der Anlage auf unserem Dach (Neigung, Himmelsrichtung) könnte theoretisch den Ertrag auf nur 87% verringern. Weiterhin gibt es kleinere Verschattungen. Der Wechselrichter regelt die Leistung auf maximal etwa 9,5 KW ab. Dazu kommt der Wirkungsgrad des Wechselrichters, die Leitungsverluste und die Ertragsminderung durch das Alter der Anlage (14 Jahre).

    Meine Frage ist nun. Ist der Bruttonennertrag der Panels nicht unsinnig? Kann man im Marktstammdatenregister einen entsprechen kleineren Wert angeben? Gibt es da bereits Rechtsgutachten oder gar erfolgreiche Klagen?


    Seid gegrüßt von


    Lu

  • natürlich kann man im Register einen kleineren Wert angeben, genauso wie man das ja auch zum Beispiel in der Steuererklärung machen kann.

    Ist halt dann falsch.

    Und dann ist es ja noch dazu so, daß egal was du da in dieses Register einträgst, das nichts am tatsächlichen Sachverhalt ändert.

    Also an dem Sachverhalt , daß deine Anlage eine, ich formuliere das jetzt höflich, ziemlich ungeschickt gewählte, Größe hat.


    Daß du wegen zwei Modulen zuviel jetzt die anteilige EEG Umlage auf den Direktverbrauch zahlen darfst, das kannst du nicht durch eine falsche Eintragung im Register verhindern. Meiner Einschätzung nach kannst du dir in dieser Sache Rechtsgutachten und Klage sparen.

  • Alter der Anlage (14 Jahre) hast du sicherlich übersehen.


    Es ist anzugeben was installiert ist. Der VNB muss das bestätigen.

  • EEG Umlage muss nur bezahlt werden wenn die Anlage nach 2014 auf Eigenverbrauch umgestellt wurde, oder sich der Betreiber geändert hat.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Eine 14 Jahre alte Anlage läßt man einfach auf Volleinspeisung, dann hat man das Problem mit der EEG-Umlage für die nächsten 6 oder 7 Jahre erst gar nicht. Ebensowenig, wenn die Anlage schon vor dem 1.8.2014 für den Eigenverbruach genutzt wurde, unabhängig von der Größe und in dem Fall so lang bis sie den Geist aufgibt.

    Stellt man erst jetzt oder mit Ende der Einspeisevergütung auf Eigenverbrauch um, zahlt man sowieso EEG-Umlage, unabhängig von der Größe.


    Hätte der Gesetzgeber gewollt, daß die Leistung des WR einzutragen wäre, hätte er das so ins Gesetz geschrieben. Es ist aber bie PV die (STC-)Nennleistung der Module einzutragen, egal ob einem das gefällt oder nicht. Diskutiert wird das hier alle paar Monate mal, einfach die Suche benutzen.

    Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.

    Rechtschreibhilfe besser ausschalten statt unlesbare Texte zu produzieren.

  • Es gibt bei nachträglicher Umstellung oder Betreiberwechsel keine Freigrenze von 10 kWp?

  • Es gibt bei nachträglicher Umstellung oder Betreiberwechsel keine Freigrenze von 10 kWp

    Stichtag für die Umstellung der Altanlagen auf Eigenverbrauch war der 1.7.2014

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!