PVA mit 30 kwp / 3-phasig mit 3x Victron MultiPlus 2 48V/5000 / 48V Staplerbatterien

  • Ein freundlichen "Hallo" in die Runde,


    da dies mein erster Beitrag ist, möchte ich mich erst einmal vorstellen - ich bin Michael und komme NRW (PLZ 58).
    Ich betreibe im Mehrgenerationenhaus mit meinen Eltern und meiner Familie (5 Personen und rund 8.000 kWh p.a.) privat eine PVA mit 9,9 kWp und 10 kW (netto) Speicher von Sonnen ohne Sonnenflat. Da ich bei dem privaten Projekt vom "Enthusiasmus" meines Vaters letztes Jahr völlig überrumpelt war, haben wir dort viel zu teuer eine Anlage gekauft, die auch nicht das leistet, was wir uns davon versprochen haben (USV und Inselfähigkeit mit 3 Phasenbetrieb). Wir haben in Unwissenheit beim Kauf die falschen Fragen gestellt....Sei es drum. Lehrgeld!


    Seitdem habe ich mich intensiver mit dem Thema PVA beschäftigt und plane nun eine Anlage auf dem Dach unseres Firmengebäudes. Hier haben wir zwar auch ein Angebot von Sonnen bzw. einem Vertrieb, aber nach den privaten Erfahrungen möchte ich diesmal einen anderen Weg gehen. Ich bin zwar EDV-Nerd und technisch sicher einigermaßen fit aber weit entfernt von Expertenwissen im Berich von PVA und 230V-Anlagen.

    Ziel ist auch hier weiterhin eine USV zu realisieren und weitgehend autark zu werden. Insbesondere auch bei mehrstündigem/mehrtägigem Netzausfall (und ausreichend Batteriespeicher bzw. aktiver PVA-Stromerzeugung) wollen wir im Inselbetrieb weiter uns (bei reduzierter Leistung) selbst versorgen können. Überschusseinspeisung soll natürlich auch stattfinden, wobei Eigenverbrauch im Vordergrund steht.

    Beruflich bedingt hatte ich Zugriff auf gute generalüberholte Staplerbatterien, weshalb ich zunächst diese für die ESS Anlage einsetzen möchte. Hier stehen zunächst zwei 48V 625Ah Batterien zur Verfügung. Dass Batteriespeicher allgemein unwirtschaftlich ist, weiß ich natürlich, aber hier lagen für mich die Anschaffungskosten bei rechnerisch Null ;)

    Nach meinen bisherigen Recherchen neige ich zu folgenden Grund-Komponenten:
    90x LG Solar LG340N1C-V5 NeON 2 (30,6 kWp)
    03x Victron MultiPlus II 48/5000/70-50 (für 3-Phasen-Lösung und schnelle USV-Schaltung)

    03x Victron SmartSolar MPPT 250/100 (je 1 pro 30 Module (10,2 kWp))

    03x Victron BMV-712 SMART
    03x Victron Color Control GX


    Hier würde mich interessieren, wie ihr die Komponenten bzw. die Kombination bewertet und ob es Alternativen gibt, die vielleicht besser geeignet wären, um das Ziel zu verwirklichen. Vielleicht habe ich auch weitere Dinge übersehen.

    Kurz zum Strombedarf des Betriebs. Einschichtbetrieb mit 5-Tage-Woche (Regelarbeitszeit von 7:30 - 16:30 Uhr).

    Die meiste Zeit betreiben wir nur normale EDV (zwei Server, 7 Arbeitsplätze, Drucker, Router, etc.) und Bürobeleuchtung.
    Zeitweise werden allerdings schon 3-Phasen-Anschlüsse (Starkstromsteckdosen) für Staplerladegeräte bzw. zwei Hydraulikpressen betrieben. Die Anlage sollte also in der Lage sein, dies zu leisten. Inwieweit dies im Inselbetrieb sinnvoll geht, muss sich zeigen. Ich hoffe ja nicht, dass der GAU eintritt und wir mehrtägige Blackouts bekommen.

    Und zum Verständnis, welche Vor- bzw. Nachteile haben die Konfigurationen mit MPPTs oder Wechselrichtern (siehe Bild).



    Mir geht es zunächst darum eine für unsere Bedürfnisse perfekte Anlagenzusammenstellung zu finden, da ich ungerne (erneut) einem Berater blind vertrauen möchte.

    Wenn ich mir darüber (mit eurer Hilfe) im Klaren bin WAS ich brauche, würde ich die Anlage natürlich vom Fachmann installieren und einrichten lassen. Die Komponenten könnten natürlich bei fairem Preis auch vom Fachbetrieb geliefert werden.

    Ich freue mich auf den Austausch.

    VIelen Dank fürs Durchlesen und für eure Ratschläge.

    Michael

  • TheBluebird

    Hat den Titel des Themas von „PVA mit 20 kwp / 3-phasig mit 3x Victron MultiPlus 2 48V/5000 / 48V Staplerbatterien“ zu „PVA mit 30 kwp / 3-phasig mit 3x Victron MultiPlus 2 48V/5000 / 48V Staplerbatterien“ geändert.
  • Obwohl darin viele deiner Fragen nicht beantwortet werden dennoch meine FAQ lesen, zB zwecks NAB und RSE über 30 kWp. Ob sich RSE wegen 0,6 kWp rentiert müsste gerechnet werden.

    Schau die die Threads von wjr an - da sind viele technische Infos drin, zB zu Stapler-Akkus.

  • Und zum Verständnis, welche Vor- bzw. Nachteile haben die Konfigurationen mit MPPTs oder Wechselrichtern (siehe Bild).

    Die Multiplus haben eine relativ kleine Ladeleistung, 3 Stück 5000er schaffen etwa 10 kW, mit reiner AC-Kopplung könntest du also nie mit voller PV-Leistung laden.

  • ob das sinnvoll ist hängt hauptsächlich davon ab welche Ziele dieser Betrieb verfolgt.

    Bei den meisten Betrieben die ich so kenne ist das mehr so auf der wirtschaftlichen Schiene.

    Von daher würde ich sagen, PV mit Überschusseinspeisung, und wenn notwendig eine den Anforderungen entsprechende USV.

    Die Überlegung ob Usv oder nicht... hat ersteinmal mit der PV überhaupt nichts am Hut, entweder braucht man die, oder man braucht die nicht - und dann braucht man die auch nicht wenn man eine PV hat.

    "mehr" Autarkie und Speicher ist aus wirtschaftlicher Sicht unsinnig solange dieser Betrieb einen Netzanschluss hat.


    Soviel aus meiner Sicht zu deinen Überlegungen.


    Passt auf das Dach nicht mehr als die geplanten 40 kW p ?

  • Ich gehöre zwar nicht zur "Prepper"-Gruppe, halte aber einen mehrstündigen bis mehrtägigen Blackout nicht für völlig ausgeschlossen. Insbesondere wenn weiter an den grundlastfähigen Energieerzeugern herumgedoktert wird bevor Lösungen existieren, die sicher funktionieren. Daher ist die Profitmaximierung hier nicht der Antrieb, sonst hätte ich nicht bewusst solange gezögert, wie die Einspeisevergütung eine hohe Umverteilung bedeutet hat. Wirtschaftlich bedeuet für mich hier nur, keine Mehrkosten im Vergleich zum Status quo bei Absicherung durch USV mittels ESS und gleichzeitiger Sicherheit vor Strompreissteigerungen. Soviel zur Motivation.
    Und ja, als Technik-Nerd ist auch der Spieltrieb zu befriedigen ;)

  • Und zum Verständnis, welche Vor- bzw. Nachteile haben die Konfigurationen mit MPPTs oder Wechselrichtern (siehe Bild).

    Die Multiplus haben eine relativ kleine Ladeleistung, 3 Stück 5000er schaffen etwa 10 kW, mit reiner AC-Kopplung könntest du also nie mit voller PV-Leistung laden.

    Das kenne ich ja schon von meinem Sonnen-System. Da wird nur mit 3,3 kW ge.- bzw. entladen. Auch so ein Punkt der uns vorher nicht gesagt wurde.....

    Wenn es wirklich nur um den möglichen Ladestrom der Batterien geht, könnte ich damit durchaus leben...

  • Hi.

    Der MPPT 250/100 kann nur 100A x 56V = 5,6kW Laden.

    Wen dir das reicht als Peak Leistung.

    Bei schlechten Wetter hast natürlich mit 10kWp mehr als mit z.b 6kWp an den 5,6kW Laderegler.

    Insel mit Schütz Netzumschaltung über BMV702
    3,24kWp O/S, 1,44kW W/N, 0,54Wp S/W an MPPT

    ~1-2kWp Restleistung O 14x250W Hagelschadenmodule an PWM, 1,4kWp W/N Dünnschicht an MPPT

    10-12kWp die noch warten verbaut zu werden....
    PZS 48V 420Ah ~10jahre alt ~360Ah Restkapazität SD 1,21-1,25, 1400kWh runter

    ECTIVE SI 4kW Sinus Wechselrichter.

    6000kWh Jahresverbrauch, Boiler im Sommer.

  • Ich gehöre zwar nicht zur "Prepper"-Gruppe, halte aber einen mehrstündigen bis mehrtägigen Blackout nicht für völlig ausgeschlossen. Insbesondere wenn weiter an den grundlastfähigen Energieerzeugern herumgedoktert wird bevor Lösungen existieren, die sicher funktionieren. Daher ist die Profitmaximierung hier nicht der Antrieb, sonst hätte ich nicht bewusst solange gezögert, wie die Einspeisevergütung eine hohe Umverteilung bedeutet hat. Wirtschaftlich bedeuet für mich hier nur, keine Mehrkosten im Vergleich zum Status quo bei Absicherung durch USV mittels ESS und gleichzeitiger Sicherheit vor Strompreissteigerungen. Soviel zur Motivation.
    Und ja, als Technik-Nerd ist auch der Spieltrieb zu befriedigen ;)

    bei einem mehrtägigen Stromausfall wirst du ganz andere Probleme haben als ob ein paar Bildschirmarbeitsplätze und Server laufen.

    Und selbst wenn das so wichtig ist, dann ist deine geplante Lösung nicht zuverlässig, sondern "nur bei Schönwetter". Wenn der mehrtägige Stromausfall im WInter ist...

    wie bereits geschrieben, wenn jemand so eine Absicherung braucht, ok. Dann wird aber ein anderes Setup sinnvoll sein, z. B. mit Stromerzeuger der zuverlässig zur Verfügung steht.

    Das mit der Staplerbatterie ist eine Spielerei.


    Lieber mehr PV installieren

  • bei Absicherung durch USV mittels ESS

    Ein ESS ersetzt nur leider keine USV, bei der USV muss die Batterie immer voll sein, beim ESS ist sie gerade dann leer wenn der Blackout am wahrscheinlichsten ist (Nachts und im Winter). Ok, man könnte einen Teil des Speichers (50% sollten's dann schon sein) für USV reservieren, aber dann wird es noch schwerer mit der schwarzen null...