Kosten Messstellenbetrieb

  • Hallo zusammen,

    ich bin neu in diesem Forum und habe mal Fragen zum Messstellenbetrieb und weiteren Kosten.

    Wir haben zum 28.01.19 eine komplette PV-Anlage mit 95 kw/p zur Eigennutzung und Einspeisung gemietet.

    Am 28.01.19 wurde vom Netzbetreiber die benötigten Zähler angeschlossen und die Anlage in Betrieb genommen.

    Nach zig Telefonaten und Mail´s haben wir dann im April einen Einspeisevertrag mit unserem Netzbetreiber abgeschlossen.

    In diesem sind die Kosten für die registrierende Leistungsmessung mit 409,62 € pro Jahr angegeben. Wir beziehen unseren zusätzlich benötigten Strom von einem anderen Anbieter. Auf dessen Rechnung wird uns der Messstellenbetrieb mit 22,61€ bis 23,37 € im Monat in Rechnung gestellt. Auf Nachfrage bei unserem Versorger wurde mir mitgeteilt das dieser Betrag vom Netzbetreiber in Rechnung gestellt würde. Auf Nachfrage beim Netzbetreiber ob dieser Betrag dann entfällt, bekam ich keine Antwort. Im Juni erhielt ich dann erstmalig eine Abrechnung vom Netzbetreiber. Diese enthält Entgelt für den Messstellenbetrieb und Messung in Höhe von 211,30 €/Jahr sowie die Abrechnung von 198,32 €/Jahr und den Messstellenbetrieb Wandler in Höhe von 64,12 €/Jahr. Des weiteren sind auf meiner Stromrechnung nach wie vor die Kosten für den Messstellenbetrieb aufgeführt.

    Statt der im Vertrag genannten 409,62€ komme ich auf Kosten von über 750 € im Jahr. Auf Nachfrage beim Netzbetreiber erhielt ich die Auskunft das das so i.O. sei.


    Wer kann mir Auskunft geben ob das so ok ist? :/

  • Hallo und Willkommen im Forum.

    Ich gehe mal davon aus, daß du zwei Zähler hast und die Entgelte für je einen davon sind, was man anhand von z.B. Zählernummern auf den Rechungen leicht prüfen können sollte. Wenn dem so ist, habe ich keien Ahnung, warum dir das der VNB nicht genau so sagen konnte ;)

    Ob bei RLM das Abrechnungsentgelt erhoben werden darf, weiß ich nicht, bei "normaler" Messung ist es nicht mehr erlaubt.

    Das Entgelt für den Meßstellenbetrieb liegt über der Preisobergrenze des MsbG von 200€ (brutto) für ein intelligentes Meßsystem. So eines wirst du nicht haben :( Frag mal bei z.B. ComMetering ob die bei dir den MSB übernehmen können und was die verlangen, typisch liegen die unter der POG.


    BTW: Den

    Einspeisevertrag

    hättet ihr euch sparen können, das ist im EEG völlig ausreichend geregelt ohne dir irgendeien Klausel unterzuschieben, die dich womöglich benachteiligt.


    OT: dein Versorger beliefert dich trotz RLM? Das ist untypisch, da da keine Normalen Haushaltstarife mehr gelten ode rist es der Grundversorger, der dich "nebenbei" (völlig zu Recht) in einen entsprechenden Tarif eingeordnet hat? Da gab es neulich schon mal einen Thread, finde ich aber gerade nicht und wiederholen möchte ich mich nicht.

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    Nach zig Telefonaten und Mail´s haben wir dann im April einen Einspeisevertrag mit unserem Netzbetreiber abgeschlossen.

    Habt Ihr einen separaten Vertrag zur Einspeisung abgeschlossen

    Ist die Anlage in der Mittelspannung?

    Die Doppelabrechnungen haben wir jetzt auch schon das ein- oder andere Mal gesehen und das ist ein Fehler, welcher alles andere als in Ordnung ist.

    Abrechnungsentgelte auch bei RLM nicht (ggf. wegen Einspeisevertrag?



    Wir können anbieten, dass Du uns mal die Verträge (EEG-Abrechnung und Lieferung) schickst und wir uns das anschauen und kommentieren... Aus dem Beitrag heraus wird das immer nur halb klar. Dies bitte an die info@commetering.de.


    Die große Bitte wäre dann natürlich das Ergebnis auch hier im Forum zusammenfassend darzustellen.


    Grüße,

  • Wie ist die Messung aufgebaut? Wie hoch ist euer Verbrauch und wie hoch der Bezug?

  • Hallo zusammen,

    erst einmal vielen Dank an ComMetering die mich bisher sehr unterstützt haben.

    Aber die ganze Sache läuft noch immer. Der Netzbetreiber hat im September eine Stelle in seinem Unternehmen geschaffen, die sich mit Beschwerden rund um die Abrechnung beschäftigt.

    Mitte Juli hatte ich unserem Netzbetreiber einen Beschwerdebrief (den ComMetering für mich verfasst hat, vielen Dank dafür :danke:) geschickt. In diesem haben wir 1. die Doppelberechnung der Messentgelte beanstandet, 2. uns über die Erhebung eines Abrechnungsentgeltes beschwert, 2.a den Einspeisevertrag an sich moniert, 3. Aufklärung über die registrierte Leistungsmessung verlangt. Nach mehrmaligen Nachfragen, einer weiteren Mail von ComMetering, habe ich heute telefonisch und auf verlangen dann auch schriftlich per Mail eine Stellungnahme erhalten.

    1. Zur Abrechnung meiner Anlage sind 2 Messungen erforderlich. Die Erzeugungs- und eine Übergabe-messung. Die Erzeugungsmessung wird mir direkt in Rechnung gestellt und die Übergabemessung wird meinem Stromlieferanten berechnet.

    2. Auf die Erhebung eines Abrechnungsentgeltes werde in Zukunft, nach Hinweis auf die Clearingstelle, verzichtet. Es werde eine Rechnungskorrektur in die Wege geleitet.

    2.a Den Einspeisevertrag hätte ich freiwillig, wie 90% der PV-Anlagenbetreiber im Netzgebiet auch, unterschrieben. Falls bei mir ein anderer Eindruck entstanden wäre, solle ich dies entschuldigen.

    3. Für meine Anlage wird bei der Erzeugungsmessung, wie auch bei der Übergabemessung eine registrierende Leistungsmessung eingesetzt. Für die Übergabemessung ist aufgrund der Anschlussspannungsebenen (Umspannung Mittelspannung/Niederspannung) sowie aufgrund des Gesamtverbrauches eine Leistungsmessung erforderlich. Die Abrechnung der Erzeugungsanlage erfordert eine Verrechnung von Messwerten der beiden Zähler. Daher sind hier gleichartige Messverfahren einzusetzen. (eingefügt)


    Wir haben vom 01.01.19 bis zum 30.09.19 insgesamt 95.087 kWh verbraucht. Dafür haben wir 61.501 kWh von unserem Stromanbieter bezogen.

    Die PV-Anlage hat vom 01.02.19 bis zum 30.09.19 insgesamt 71.680 kWh erzeugt (lt. Abrechnung meines Netzbetreibers) davon haben wir 38.094 kWh selber verbraucht und 38.094 kWh eingespeist.


    Soweit für alle die es interessiert der Stand der Dinge. Aber keine Sorge, wir bleiben am Ball 8o