EEG Umlage fällt 2021 - wenn betrifft dies alles?

  • Und was spricht dagegen,statt einer Tankstelle (Verbrenner) eine Schnellladesäule anzufahren (E-Auto)

    Ist vielleicht nicht bei Jedem möglich,man müsste nur die Schnellladestellen erweitern.

    Fahre nun seit ca. 4 Jahren E-Auto (100 000km),und bis jetzt wenig Probleme gehabt.


    Viele Grüsse

  • Etwa 50% der Deutschen besitzen eine Immobilie, davon sind etliche Eigentumswohnungen. Und jezt? Wieviel kwP bekommen man auf eine Reihenhaus, einen Plattenbau / Mehrfamilienhaus? Der Strom für die Reihenhäuser kommt dann im Winter von einem AKW aus Frankreich, für die Mietshäuser sowieso, sofern kein Wind weht.

    Dazu musst du aber erstmal ganz schnell ganz viele KKW in Frankreich ans Netz bringen!

    Mach dich mal kundig, wer wem in Europa wann wie viel Strom verkauft und wer den kauft!


    *ich werde auf meinem Wohnhaus in Berlin niemals PV drauf machen (Gründe sind hier unerheblich) ich könnte aber locker noch mal so viel PV zubauen, dass es für sicher.... BEV reichen sollte! Dazu muss ich weder Dächer besitzen noch pachten!


    Und wenn der ETW Besitzer, sich an einem PV Park beteiligt, mit ca. 10.000 € (Beteiligungssumme ungleich Cash) ist das eben auch genug! Und wenn er dann auch noch eine gute WKA Beteiligung in Schottland hält, noch besser.


    In meinem Modell kannst du gar nicht mehr als 6.250,00 € cash auf den Tisch legen, egal wie groß dein Dach oder deine Dächer sind!

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Um den Strombedarf der Zukunft zudecken braucht es ca 1200 TWh. Grobe Hausnummer. Wenn man saisonal speichert also ca 1200 GW PV.

    Würde man es schaffen die benötigte Windkraft aufzubauen - entfällt die saisonale Speicherung - der PV Bedarf läge bei etwa 400 GW.


    Oder um es anders auszudrücken bei ca 5 kWp pro Bundesbürger .

  • Also um nochmal auf die EU-Richtlinie zurück zu kommen:


    Das hierist mein Sachstand dazu. Aktuelleres habe ich nicht finden können.


    Die EU-Richtlinie steht hier. Entscheidend ist dort der Artikel 21 Absatz 2:


    "Die Mitgliedstaaten sorgen dafür, dass Eigenversorger im Bereich erneuerbare Elektrizität individuell oder über Aggregatoren berechtigt sind,


    a) erneuerbare Energie einschließlich für die Eigenversorgungzu erzeugen und die Überschussproduktion von erneuerbarer Elektrizität zu speichern und ... zu verkaufen, ohne dass

    i) die von ihnen verbrauchte, aus dem Netz bezogene Elektrizität oder die von ihnen in das Netz eingespeiste Elektrizität diskriminierenden oder unverhältnismäßigen Verfahren, Umlagen und Abgaben sowie Netzentgelten unterworfen ist, die nicht kostenorientiert sind

    ii) die eigenerzeugte Elektrizität aus erneuerbaren Quellen, die an Ort und Stelle verbleibt, diskriminierenden oder unverhältnismäßigen Verfahren und jeglichen Abgaben, Umlagen oder Gebühren unterworfen ist;


    b) mit Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Elektrizität für die Eigenversorgung zusammengeschaltete Stromspeichersysteme zu installieren und zu betreiben, ohne doppelten Umlagen und Abgaben einschließlich Netzentgelten für gespeicherte Elektrizität, die an Ort und Stelle verbleibt, unterworfen zu sein,


    c) ihre Rechte und Pflichten als Endverbraucher zu behalten,


    d) gegebenenfalls auch im Rahmen von Förderregelungen eine Vergütung für die von ihnen in das Netz eingespeiste eigenerzeugte erneuerbare Elektrizität zu erhalten, die dem Marktwert der eingespeisten Elektrizität entspricht und den langfristigen Wert dieser Elektrizität für das Netz, die Umwelt und die Gesellschaft berücksichtigen kann."


    Es kommt aber einschränkend Artikel 21 Absatz 3 dazu:


    "Die Mitgliedstaaten können Eigenversorgern im Bereich erneuerbare Elektrizität für die an Ort und Stelle verbleibende eigenerzeugte erneuerbare Elektrizität nichtdiskriminierende und verhältnismäßige Umlagen, Abgaben und Gebühren in einem oder mehrerer der folgenden Fälle auferlegen, wenn ...

    a) (eine Förderung die Abgaben kompensiert)

    b) (über 8% Eigenerzeugung und eine übermäßige Belastung für Stromnetze entsteht)

    c) wenn die eigenerzeugte erneuerbare Elektrizität in Anlagen mit einer installierten Gesamtstromerzeugungskapazität von über 30 kW produziert wird."



    Mein Fazit daraus: Klingt gut, grundsätzlich in Frage gestellt ist damit die derzeitige EEG-Umlage sowie die Besteuerung des selbst produzierten und selbst verbrauchten Stroms. Aber es gibt so viele Ausnahmeklauseln, dass in D sich ggf. gar nichts ändern muss.

  • Drittbelieferung ist nicht erwähnt. ?

  • 8% Eigenerzeugung sind sehr schnell überschritten. (Ich habe darunter den Eigenverbrauchsanteil, d.h. den Eigenverbrauch geteilt durch den Gesamtverbrauch aus Eigenerzeugung und Bezug vestanden.) Weiß jemend genau, was darunter verstanden werden soll?

  • Drittbelieferung ist nicht erwähnt. ?

    Nein, es gibt aber "gemeinsam handelnde Eigenversorger", etwa in einem Mehrfamilienhaus, die wie Eigenversorger behandelt werden können (da ist es wieder, können, nicht müssen).

    Aber es gibt so viele Ausnahmeklauseln, dass in D sich ggf. gar nichts ändern muss.

    Da ist was dran. Wobei es noch keinen Anspruch auf Marktpreis gibt und der steht da schon recht eindeutig drin.


    Zu den 8%


    Zitat

    ab dem 1. Dezember 2026, wenn der Gesamtanteil an Eigenversorgungsanlagen über 8 % der in einem Mitgliedstaat insgesamt installierten Stromerzeugungskapazität liegt


    dann darf (ganz grob) das alles ignoriert werden.


    Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.

    Rechtschreibhilfe besser ausschalten statt unlesbare Texte zu produzieren.

  • Die 8% sind auf Mitgliedsstaat-Ebene gemeint, nicht Anlagenbetreiber. Was ich nicht zitiert habe lieber nochmal direkt im RL-Text nachlesen. :)


    Wegen Drittbelieferung, k.A. ich habe nicht die gesamte RL gelesen. "Verkauf" sollte auch Drittbelieferung umfassen, es wird dann wohl eher auf die Frage ankommen: Übers Netz oder mit eigenen Leitungen? Wie letzteres geregelt sein soll, wäre mir nicht klar.