Rendite einer EEG Anlage (ca. 6,8 kwp)

  • Servus aus Bayern,


    ich spiele mit dem Gedanken eine PV-Anlage auf mein Hausdach montieren zu lassen. Ich käme auf ca. 6,8 kwp +- (22-26 Module), mein Stromverbrauch beläuft sich auf ca.2200 KW pro Jahr.


    Ich betrachte das Thema PV mehr aus der Renditebrille. Hierfür habe ich nachfolgenden Rendite-Rechner (ist hier bereits mehrfach erwähnt worden) von Stiftung Warentest bemüht:


    https://www.test.de/Photovoltaik-Rechner-1391893-0/


    Meine Unabhängigkeit berechne ich hiermit:

    https://www.volker-quaschning.…are/unabhaengig/index.php



    Logischerweise steigt die Rendite, je günstiger ich pro KWP einkaufe.


    Hier mal meine berechneten Renditen:


    Verbaute KWP Preis pro KWP Gesamtpreis Eigenverbrauch in Prozent Rendite vor Steuer
    6,8 1300 8840 12 3,46
    6,8 1400 9520 12 2,44
    6,8 1500 10200 12 1,5


    Ursprünglich ging ich davon aus, dass meine Rendite steigt je mehr Strom ich einspeise (je mehr KWP auf dem Dach, umso höhe die Einspeisung, desto mehr Rendite). Gleichzeitig singt dadurch mein Eigenverbauchsanteil. Ich habe hier beispielshaft 10 kwp angenommen.


    Verbaute KWP Preis pro KWP

    Gesamtpreis
    Eigenverbrauch in Prozent

    Rendite vor Steuer
    10 1300 13000 9 2,79
    10 1400 14000 9 1,77
    10 1500 15000 9 0,84
    10 1200 12000 9 3,91


    Tatsächlich sinkt die Rendite bei gleichbleibendem Preis pro KWP.

    Das würde ja bedeuten, dass sich mehr kwp (Sprich möglichst große Anlage) nur rechnen, wenn der Preis pro verbauten KWP fällt (Mengenrabatt).



    Anmerkung:

    Im Excel-Rendite-Rechner habe ich neben den in den Tabellen eingetragenen Daten alle weiteren Daten belassen. Als Inbetriebnahme habe ich Oktober 2019 gewählt (relevant für die Einspeisevergütung).


    Sehe ich das prinzipiell richtig oder unterliege ich einem Denkfehler?

  • einfach mal den EIgenverbrauch erhöhen, dann steigt auch die Rendite.

    Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hats einfach gemacht.

  • Zahlen nur exemplarisch:


    5 kWp zu 4%

    oder lieber

    5 kWp zu 4% PLUS 10 kWp zu 3%

    ?


    15-40 kWp sind häufig zwischen 1100 und 900 zu machen und erhöhen die Autarkie in schwachen Zeiten.

  • Hallo Ralf,


    hab es jetzt nur überflogen, aber folgendes gilt wohl generell:

    - Der spezifische Anlagenpreis sinkt mit der Anlagengröße.

    Dabei sind Unterschiede jetzt nicht unbedingt linear festzustellen, z.B. ob 6 oder 7 kWp installiert werden macht hier nicht den Unterschied. Aber zwischen 6 und 15kWp oder 29kWp liegen da schon erhebliche Preisunterschiede vor. Kannst du im Angebotsbereich mal rein schauen.

    - Der Eigenverbrauchsanteil sinkt mit der Anlagengröße. Das ist aber für dich irrelevant! Wichtig ist doch, wieviel kWh deines jetzigen Strombezugs kannst du durch selbst produzierten und direkt verbrauchten Strom ersetzen. Dabei hilft dir eine große Anlage deutlich besser, als eine Kleine.

    - Rechnung/Rendite: Probiere mal http://www.rechnerphotovoltaik.de erweiterte Version

    - Zu guter Letzt: Die 20 jahre lang garantierte Einspeisevergütung bezahlt dir Anlage bei guten Angeboten in 10 bis 13 Jahren von alleine. Der Rest ist Cash in die Täsch! Also quasi geschenkt. Willst du ein kleines oder großes Geschenk ?

    Wartung und Betriebskosten fallen quasi nicht an, vielleicht mal ein Wechselrichter in der Zeit erneuern.

    PV1: 9,6kWp 32 x Hanwha Q.Cells Q.Peak-G4.1 300, Kostal Piko 8,5, Azimuth +40° (SW), DN38°

    PV2: 8,1kWp 27 x Astroenergy 300, SE7K, -50°/+40°/+130° x 3/3,6/1,5kWp, DN38°

  • Wenn die Nordseite mit reinnehmen würde gingen ca. 30 weitere Module drauf, also ca. 9kwp zusätzlich, je nach Modulleistung. Das muss ich mir nochmal durchrechnen.


    Bei 1100 Euro pro KWP hätte ich für das Norddach allein gerechnet eine Rendite von 0,19 Prozent :-) bei meiner Lage
    Natürlich würde die Rendite für das Süddach damit auf 4,44 Prozent vor Steuer (+1%) steigen. Da wirken sich mehr die Einspeisevergütungen aus, die von Monat zu Monat hin sinken, je später die Anlage ans Netz gehen würde.


    Ich muss quasi mein Süddach verlängern :-) Oder ich grabe nachträglich ein Lehrrohr zur Garage , da gingen nochmal 16 Module (ca. 5kwp).


    Ich hole mir mal ein paar Angebote ein, vielen Dank für die bisherigen Antworten.

  • Norddach vorher mit PVGIS prüfen!

    Links in der Karte den Standort anklicken, rechts 1kWp und 10% verlust eintragen.

    Ausrichtung (Azimuth 0=Süd, -90=Ost, +90=West) und Dachneigung eingeben und berechnen klicken.


    Unter Total für Jahr den Ertrag kWh/kWp ablesen. Unter ca. 700kWh/kWp wird es ggf. kritisch. Dann muss der Anlagenpreis für die größere Anlage schon deutlich geringer sein, um das rechnen zu können.

    PV1: 9,6kWp 32 x Hanwha Q.Cells Q.Peak-G4.1 300, Kostal Piko 8,5, Azimuth +40° (SW), DN38°

    PV2: 8,1kWp 27 x Astroenergy 300, SE7K, -50°/+40°/+130° x 3/3,6/1,5kWp, DN38°

  • - Rechnung/Rendite: Probiere mal http://www.rechnerphotovoltaik.de erweiterte Version

    - Zu guter Letzt: Die 20 jahre lang garantierte Einspeisevergütung bezahlt dir Anlage bei guten Angeboten in 10 bis 13 Jahren von alleine. Der Rest ist Cash in die Täsch! Also quasi geschenkt. Willst du ein kleines oder großes Geschenk ?

    Wartung und Betriebskosten fallen quasi nicht an, vielleicht mal ein Wechselrichter in der Zeit erneuern.

    Danke für deine Antwort. Ich hab deinen Rechner mal getestet, bei 6,8 kwp Anlagenleistung und 1100,- pro kpw komme ich auf eine Amortisation von 13,8 Jahren, bei 1500 Euro auf 18 Jahre. Prinzipiell kommt so ziemlich das gleiche Ergebnis beim Onlinerechner wie bei der Excelliste raus.


    Bei 1100,- hätte ich nach 20 Jahren 16780 eingenommen, die Ausgaben belaufen sich dann auf ca. 13236. Sprich ein Gewinn von ca. 3544 Euro. Das sind natürlich reine Hochrechnungen, wenn nichts kaputt geht läge der Gewinn höher und umgekehrt. Pro Jahr sind das 177 Euro Rendite. Dafür muss ich mich dann noch eine Zeit lang mit der Umsatzsteuervonanmeldung abmühen.


    Tatsächlich würde die Rendite deutlich steigen, wenn der Eigenverbrauchsanteil höher wäre (Elektroauto? in der Zukunft).

  • Norddach vorher mit PVGIS prüfen!

    Links in der Karte den Standort anklicken, rechts 1kWp und 10% verlust eintragen.

    Ausrichtung (Azimuth 0=Süd, -90=Ost, +90=West) und Dachneigung eingeben und berechnen klicken.


    Unter Total für Jahr den Ertrag kWh/kWp ablesen. Unter ca. 700kWh/kWp wird es ggf. kritisch. Dann muss der Anlagenpreis für die größere Anlage schon deutlich geringer sein, um das rechnen zu können.

    Hatte ich da schon mit PVGIS geprüft. Da wären es zwischen 636 und 861 kwh/kwp. Konservativ betrachtet wären es wohl 700 kwh. :-( Meine Renditaannahme für das Norddach mit 0,19 % lag auch den 700 kwh zugrunde

  • kurze Anmerkungen:


    Rendite nicht mit Gewinn verwechseln


    Eigendeckung steigt mit steigender Anlagengröße ist aber schwer als “Gewinn“ (Ersparniss teuren Strombezugs) zu berechnen da zu variabel und individuell


    Du kannst die die Anlagenkosten/Rendite berechnen - letzlich musst du aber einen finden der es dir auch baut.


    Ich würde das Pferd lieber (machen die meisten so) von vorne aufzäumen:


    1) ALLE Dächer mit PVGIS prüfen (Ertragsprognose)

    2) mögliches Anlagendesign eruieren

    3) Angebote einholen

    4) Gewinn/Rendite berechnen


    alles andere taugt um das Verständnis für die Thematik und Zusammenhänge zu schulen führt aber nicht zu konkreten Ergebnissen!


    btw: viele bauen “einfach“ jede Dachfläche die durch Einspeisung allein “null auf null“ läuft. Die Einsparungen beim Strombezug sind wirtschaftlich gesehen der “Gewinn“ solcher Anlagen.

    Diese Herrangehensweise hat den großen Vorteil dass der Gewinn mit steigendem Eigenverbrauch steigt - sei es durch Heizungs/brauchwasserumstellung, Klimatisierung oder Elektrofahrzeug(e).

    Eins ist nämlich ziemlich gewiss: der Stromkonsum wird steigen...



    Gruß Flo

  • Zitat

    Dafür muss ich mich dann noch eine Zeit lang mit der Umsatzsteuervonanmeldung abmühen.

    Dafür hab ich mir ein Motivationshilfe berechnet8o

    Einfach mal die Einarbeitungszeit für den Steuerkram in Stunden schätzen (lass es ne volle arbeitswoche sein, z.B. 40Std. Recherche im Form) und dazu je UStVA 10Minuten je Monat mit Elster zählen.

    Die MwSt Erstattung bei Regelbesteuerung auf die Stunden umrechnen, um einen 'fiktiven' Stundenlohn zu erhalten. Dann grinst du demnächst beim 'Abmühen':D


    Klar letztlich hängt es vor allem am Kaufpreis der Anlage und daran, ob dir das einer zeitnah bauen kann.

    Da sieht es schwierig aus. Aktuell scheinen nahezu alle Handwerker die Auftragsbücher voll zu haben...

    Da könnte dein Norddach das Zünglein an der Waage sein, dem Solateur die Anlagengröße doch schmackhaft zu machen:juggle:

    PV1: 9,6kWp 32 x Hanwha Q.Cells Q.Peak-G4.1 300, Kostal Piko 8,5, Azimuth +40° (SW), DN38°

    PV2: 8,1kWp 27 x Astroenergy 300, SE7K, -50°/+40°/+130° x 3/3,6/1,5kWp, DN38°