Eigenverbrauchsoptimierung durch Heizstäbe

  • Guten Tag zusammen!


    Meine Anlage (32x310wP: 9O-14S-9W, Fronius WR inkl. Smart Meter/Data Manager) ist nun seit Anfang Mai in Betrieb. Ich muss zugeben, dass ich mir den Eigenverbrauch bzw. dessen Optimierung mit unserer SG-Ready Wärmepumpe (8Kw, nicht modulierend) deutlich einfacher bzw. effizienter vorgestellt habe. Diese heizt zunächst den WW-Speicher (350L) auf bis zu 52°C und dann den Pufferspeicher der Fußbodenheizung (350L) auf die gleiche Temperatur auf, wenn ein von mir festgelegter Schwellwert an Strom erzeugt wird (ab etwa 3,5Kw). Ab 52°C arbeitet die Wärmepumpe nur noch sehr ineffektiv, der Brötje-Techniker riet also von höheren Sollwerten ab.


    Welches ist eurer Meinung nach die effizienteste Lösung die entstehenden Überschüsse in den beiden Wassertanks zu speichern?


    Ich bin über den Ohmpiloten gestolpert. Dieser kann zwei regelbare Heizstäbe steuern (aber auch zwei Temperaturfühler lesen?)

    Ein Heizstab ist bereits in meinem WW-Speicher verbaut, ich glaube jedoch nicht regelbar (Drehradeinstellung: 1-4?!) und bis jetzt nicht an die Steuerung der Wärmepumpe angeschlossen.

    Der Brötje Kundendienst sagte noch, dass ein Sommerbetrieb mittels Heizstab, die Lebenszeit der WP und die Regeneartion der Tiefenbohrung (1x150m) positiv beeinflussen würde. Nachvollziehbar.


    Für eure Ideen und Ratschläge bin ich euch sehr dankbar!

  • Wärmepumpe > 52°C :COP 2,5 bis 3,x

    Heizstab "COP" = 1,0


    was ist nun effektiver ???

    10xTalesun 320Wp + 6xRisen 310 + 8xKyocera 175WP + MPPT150/60 + MPPT150/35+ Multigrid 3000/48 + CCGX+ 2x Pylontech 2,4kWh
    31x Hanwha QCells 315 black + 2 SUN2000-4KTL

  • Ich finde die Warmwassererzeugung mit Heizstäben nicht prinzipiell unsinnig.

    Erwärmung des Speichers mit Wärmepumpe auf ca 50 Grad und dann und wann mit Heizstab auf etwas mehr als 60 Grad heizen um die Legionellen zu töten.

    Was ich für blödsinnig halte ist das Ding mit der Regeneration der Bohrung.

    Mehr als 4kWh am Tag wird da nicht entnommen, eher weniger.

    In der Heizperiode werden das 50kWh am Tag sein, da kann man die Sommerentnahme vernachlässigen.


    Bei meinem Kollegen steht die Erdwärmebohrung im Sommer sowieso und die Energie wird Sommers wie Winters per kleiner Wärmepumpe dem Rücklauf der Heizung entnommen. Dieses Niveau ist höher und damit die Temperaturdifferenz geringer. Außerdem gibt es einen Mini Klimaanlageneffekt.

    Anlagenstandort Köln. in allen Strings verteilt insgesamt 12x TIGO TS4-O mit Monitoring

    2018 31x 320W Q-Cells an Kostal Piko 8.3

    2019 30x 325W Q-Cells an Kostal Plenticore plus 7.0

    2019 2x 325W Q-Cells plus 1x 320W Q-Cells mit je einem Tigo direkt per DC am WW Boiler.

  • eine Wärmepumpe muss durchlaufen, ist also für Überschüsse mit ständigen Ein / Aus Betrieb nicht geeignet. Ein Heizstab lässt sich viel besser regeln um die Leistung anzupassen.

    Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hats einfach gemacht.

  • Vielen Dank für die Antworten soweit. Ich glaube, ich warte nun erstmal eine Heizperiode ab und schaue, wie es sich in diesen Monaten darstellt.


    Auf bald!

  • Bei meinem Kollegen steht die Erdwärmebohrung im Sommer sowieso und die Energie wird Sommers wie Winters per kleiner Wärmepumpe dem Rücklauf der Heizung entnommen. Dieses Niveau ist höher und damit die Temperaturdifferenz geringer. Außerdem gibt es einen Mini Klimaanlageneffekt.

    die Idee hatte ich auch schon - ich nutze meine LWWP im Reversierbetrieb. Fürs WW schaltet die dann um - völlig Schwachsinnig. Mein Heizungsbauer aber hat mich als Spinner abgestempelt und meinte sowas ginge nicht..

    Schön zu hören dass es geht!


    Zum Thema WW:

    Kostenlose, weil sonst gekappte PV-Energie würde ich durchaus auch mit einem Heizstab verheizen. Aber wenn ich Alternativ aktuell für 11 Cent einspeisen kann, dann kostet die kWh WW 11Cent, wenn sie hingegen mit Netzenergie und WP erzeugt wird auch ca. 11 Cent (28Cent / 2,5).

  • Heitstab ist außer bei Abregelung wegen über 70% oder für Leginonellenerwärmung Unfug.

    18 x Solarwatt 60M-300Watt (Glas-Glas) mit SMA Tripower 5kW 20° Süd 5,4 kWp
    13 x REC Solar AS Twinpeak 350 Watt mit SMA Sunny Boy 4kW 1° Nord 4,55 kWp

    30 x Q Cells Q.PEAK-G4.1 310W mit SMA Tripower 8kW 20° Nord 9,3 kWp

    70% weich mit Sunny Home Manager 2.0

  • Kannst du deine WP so einstellen, dass die nur mit PV Ertrag heizt? Oder geht es bei PV nur höher? Denn dann würde die Pumpe ja bei Warmwasserbedarf am Abend danach auf das niedrigere Niveau aufheizen, auch wenn am nächsten Tag wieder PV Ertrag da ist. So verschenkst du viel PV Ertrag.

    Eventuell normale Warmwassertemperatur massiv absenken. Notfalls wie unten beschrieben.


    Ich habe eine sehr alte WP und regel die über SMA Funksteckdosen. Die Funksteckdosen schalten Relais die virtuell die Fühlertemperaturen verfälschen, so dass die alte WP darauf reagiert.

    Warmwasser nur bei PV Ertrag und dass dann an einem Stück über Mittag damit die WP nicht tacktet. Fehlt PV kann die Absenktemperatur für Warmwasser stufenlos (über Poti) zurückgedreht werden.

    Heizung: hier Erhöhung der Wassertemperatur, auch stufenlos einstellbar.

    18 x Solarwatt 60M-300Watt (Glas-Glas) mit SMA Tripower 5kW 20° Süd 5,4 kWp
    13 x REC Solar AS Twinpeak 350 Watt mit SMA Sunny Boy 4kW 1° Nord 4,55 kWp

    30 x Q Cells Q.PEAK-G4.1 310W mit SMA Tripower 8kW 20° Nord 9,3 kWp

    70% weich mit Sunny Home Manager 2.0

  • Ich kann leider nur einen Bruttowert als Startsignal (und Endsignal) hinterlegen, bei dem die WP dann erhöhte Sollwerte annimmt. Meine PoorMansSolution zur Effizienssteigerung ist die Sicherung für den Verdichter über Nacht auszuschalten.