Anlagenplanung EFH (bestand) einmal klein oder ganz groß?

  • Hallo zusammen,


    da ich auf eBay Kleinanzeigen etwas gestöbert hatte und ein paar günstige Module gefunden habe (Trina Honey TSM 275 PPD05A, 10Stk neu 999€) dachte ich spontan an eine kleine Guerilla Anlage, da unser Zähler aus 2009 keine Rücklaufsperre hat... Dachte die Steuerrückerstattung von 2017&18 könnte man in Photovoltaik investieren, max 2000€, das müsste ja für 2800kWh/Jahr reichen...

    Natürlich dann gleich Mal hier das Expertenwissen durchforstet und mich angemeldet.


    Aktueller Stand

    78056 Rottweilerstraße 87, letztes Haus in der Reihe Richtung Osten, gegenüber Hochhaus mit 12 Stockwerken und 6stockiger Wohnblock

    Garage ist im Sommer bis ca 9 Uhr halb verschattet und ab ca 10-11 knallt die Sonne

    Nachbar Richtung Westen hat 8+8 Module O/W Ausrichtung, Daten bekomme ich nächste Woche Mal

    EFH mit Solarthermieanlage und Dämmung plus Fußbodenheizung

    Ölverbrauch von ehemals 4500L p.a. auf 800-1200L

    Strombedarf 2 Erwachsene und 3 Kinder ca 4200kWh/Jahr, evtl bald mehr da noch Klimaanlage für die zentrale Paul Lüftung dazu kommen könnte, dadurch Erhöhung des Eigenverbrauchs


    Was ich mir vorstellen kann


    ∆ 10-12 günstige Module s.o. plus 1 Wechselrichter auf das Garagendach O/W und laufen lassen, laut dem Online-Tool ca 3000kWh/Jahr Ertrag

    ∆ Garagendach voll machen, müssten 12 Module je Seite passen, insgesamt 24 2x1m, 6kWp WR(?), Anmelden, Zweirichtungszähler, Versichern, Abrechnen

    ∆ 2x30 Röhren vom Dach nehmen, 24 Module aufs Dach, 6kWp WR(?), Anmelden, Zweirichtungszähler, Versichern, Abrechnen

    ∆ Garage plus Dach wie oben beschrieben voll machen

    ∆ Hang Richtung Süden mit Terrassen mit PV voll machen mit ca 56 Modulen 2x1m, das ist der alte Zugang zum Haus, das wird nur zum Disteln und Pusteblumen pflücken genutzt

    ∆ Kombination aus allen oben beschriebenen


    Ich mache Recht viel selber, das Dach würde ich persönlich wegen den Kosten und der Solarthermieanlage die darauf installiert ist nicht nutzen wollen, dann lieber 2 Platten mehr auf die Garage für die kleine Guerilla Anlage.

    Mit meiner Frau ist das mit dem Vorgarten/Hang nicht geklärt, aber wie gesagt nur die Magnolie ist ihr da etwas wichtig und eine Terrasse würde eh frei bleiben für ihren Lavendel, Hecke an der Mauer (2,20m hoch ab Bordstein) würde ich auf Kniehöhe runterkürzen, wobei die unterste Reihe eh am wenigsten Ertrag bringen würde wegen dem Hochhaus, der Schatten ist im Winter auch auf der Solarthermieanlage zu spüren...


    Ich bedanke mich jetzt schon Recht herzlich für euren Input, ich weiß dass jetzt vielleicht viele Meinungen auf einanderprallen werden, denn jeder hat da seine eigenen Vorstellungen und Erfahrung. Bitte lasst mich daran teilhaben :S:love:


    Allzeit viel Sonne auf die PV!

  • Garage ist 7,5m x 7,5m Grundfläche, Satteldach(Winkel siehe Foto? Könnt ihr das schätzen, hab kein großes Geodreieck..) mit Gibel direkt Richtung Süden, evtl 6° Abweichung West, oder das war das Haus...

    Also weniger Module, max 28 2x1m(?), Je zwei Reihen mit 7 nebeneinander...wobei ich inzwischen sehr geneigt bin den Hang mit Terrassen zu roden...8o

  • PVSol premium und das alles mal darin prüfen, samt Schatten von Turm.

    Wie sieht der Zählerkasten aus?

    Wozu den Hang roden?

  • Für Guerilla Anlage ist das deutlich zu groß, denn einen Zähler mit Rücklaufsperre musst du in jdem Fall installieren lassen und so groß ist der Eigenverbauch dann nicht, dass wäre viel verschenkt.


    Hang geht so nicht, denn das ist kein Gebäude und daher nicht erlaubt (Freiflächenanlage).

    Wenn du da einen niedrigen Pseudoschuppen erstellst würde es aber gehen, das zählt dann ja als Gebäude.


    Also mit vernünftigen Modulen auf der Garage gibt das schon eine gute Anlage.


    Gescheite Module sind auch kaum teurer.

    Das Problem wird eh die Anmeldung, es gibt kaum Elektriker, die das A. dürfen und B. dann auch machen ohne dir die ganze Anlagezu liefern. Also wenn du den hast ist gut, aber zuerst suchen, bevor du die erste Bestellung erledigst (und auch die Konditionen klären, damit es keine unschöne Überraschnung gibt, ich hatte so ein Angebot 2000€ für eine Unterschrift "ich übernehme ja die Verantwortung").

    18 x Solarwatt 60M-300Watt (Glas-Glas) mit SMA Tripower 5kW 20° Süd 5,4 kWp
    13 x REC Solar AS Twinpeak 350 Watt mit SMA Sunny Boy 4kW 1° Nord 4,55 kWp

    30 x Q Cells Q.PEAK-G4.1 310W mit SMA Tripower 8kW 20° Nord 9,3 kWp

    70% weich mit Sunny Home Manager 2.0

  • Garage mit 22° OW eindeutig beidseitig voll belegen - abzüglich Module im hinteren unteren Bereich wegen Hausschatten.

    Lassen sich die Kollektoren zusammenschieben? Evtl. unten eine Reihe mit 4 Stück Die sehen "großzügig" verteilt aus.

    Wenn du dich damit auseinandersetzen möchtest simulier es in PVSOL premium (30 Tage Testversion) und stell die Ergebnisse hier ein.

  • Mit zusammenschieben meinst du die Solarthermieanlage... Nein enger geht nicht, ich kann aber die zwei rechts rausnehmen und den unteren mit dem.oberen verbinden, Risiko ist eben mehr Ölverbrauch, ich müsste mal.messen wieviel Fläche dann für PV übrig wäre, allerdings wird das ohne Gerüst recht langwierig, muss Mal schauen ob ich noch in mein Klettergeschirr passe, die Jahre gehen nicht spurlos vorbei ^^


    Ich würde gerne die Freiflächen belegen, ich weiß im Moment noch nicht wie ich den Schattenverlauf simulieren soll, weder vom Haus auf die Garage noch vom Hochhaus auf unser Grundstück, vielleicht geben die Daten vom Nachbar Aufschluss...

    Oder es gibt ne einfache Methode, ich frag mal.meinen Neffen der ist in der Landvermessung tätig, evtl hat er Kartenmaterial mit Höhen.


    Wie sieht es mit der Fassade aus?

    Kann ich an die Dachsparren einfach Alu 4kant Ran und die Module daran befestigen? Wir haben 16cm WDVS und ich hab erst letztes Jahr alles verputzt... :|

  • Dämmung wäre ich sehr vorsichtig- du wohl auch. Module auf Fassade geben wesentlich weniger Ertrag, geneigt ist besser. Spiel mit pvgis welche Neigung in Ordnung wäre.


    Die Körper so genau wie möglich nachbilden, es gibt einen Forenbereich dazu - vlt. gibt es dort gute Hilfe/Anleitungen.

  • Du hast Glück, dass du in BaWü baust, da darfst du ein Gartenhaus in einer Größe von maximal 40 Kubikmetern genehmigungsfrei errichten. Größer als 40m³ muss genehmigt werden. Wenn du es niedrig baust, was vermutlich nicht verboten ist, so bekommst du aber sicher schon so 20 bis 30m² Fläche hin, dass Dach darf dann vermutlich noch einen hübschen Überstand haben, was die PV Fläche dann nochmal erhöht.

    Noch besser: Garagen einschließlich überdachter Stellplätze (bei dir bietet sich doch sicher ein Farradstellplatz an oder?) mit einer mittleren Wandhöhe bis zu 3 m und einer Grundfläche bis zu 30 m² sind auch genehmigungsfrei.


    Nebengebäude mit unter 3m Höhe dürfen bei einer Länge bis 9m zudem direkt auf die Grenze gesetzt werden.


    Interessant ist, dass nichts zur Anzahl der Gebäude in der Verordnung steht, d.h. du kannst wohl mehrere kleine bauen und die PV dann verbinden.


    Auch für die genehmigunsfreien gilt aber teilweise je nach Ortssatzung, das die Gemeinde im Vorfeld informiert werden muss, also besser vorsichtig nachfragen, was du ohne Genehmigung und damit ohne Bürokratie bauen darfst.


    Steht das Gebäude bei dir auf dem Grundstück, so darf für eine darauf installierte PV Anlage die EEG Vergütung ganz normal beantragt werden (wie auf dem Wohngebäude).


    Das ganze gilt nicht für Grundstücke im Außenbereich, aber da dürfen ja auch keine Wohngebäude wie deines drauf stehen.

    18 x Solarwatt 60M-300Watt (Glas-Glas) mit SMA Tripower 5kW 20° Süd 5,4 kWp
    13 x REC Solar AS Twinpeak 350 Watt mit SMA Sunny Boy 4kW 1° Nord 4,55 kWp

    30 x Q Cells Q.PEAK-G4.1 310W mit SMA Tripower 8kW 20° Nord 9,3 kWp

    70% weich mit Sunny Home Manager 2.0