93128 | 7.8kWp || 1473€ | Vissmann

  • Moin,


    der Schornstein oben wirft zeitweise Schatten?!


    Hier noch eine weitere Variante:

    Ich würde mir einen SE 5000HD Wave anbieten lassen, alle 22 Module in einen String nehmen und in Kauf nehmen, dass die Spitzen gekappt werden.

    Aber dafür läuft er besser, wenn es "dunkel" ist...


    meine 50 Cents


    cti


    p.s. die Tatsache, dass der erste Solarteur abgelehnt hat, zeigt, dass die Branche wieder brummt...

    30 kWp Sharp/SMA (2018: 1.250 kWh/kWp:lol:); 25 kWp Sunpower/Fronius; 13 kWp QCells/AEG; 2 kWp QCells/Mikro-Inverter; 5 kWp Schott/Victron.zunächst Betreiber, dann Projektierer und nun wieder Anbieter...

    (Herstellerzertifizierung QCells/ESS, SMA, LG Chem/Solaredge, Mercedes)

  • Ich würde mir einen SE 5000HD Wave anbieten lassen, alle 22 Module in einen String nehmen und in Kauf nehmen, dass die Spitzen gekappt werden.

    Wo ist das :ironie:?

    Bei 6,822 kWp dürfen bei der 70% Regelung max 4,774 kW eingespeist werden. Mit einem einphasigen WR sind aber nur 4,14 kW möglich. Warum soll ich mir ohne Not so etwas antun? Zudem ist bei den vorhandenen Gegebenheiten eher 70% weich angesagt und somit mind. ein 6 kVA WR.

    7,71 kWp mit 38 x Hyundai HiS-M203SF an SB5000-TL & SB2100-TL, DN:49°, -30° SSO, Inbetriebnahme: 31.08.2010,
    Meine Ertag

  • So. Angebot vom "vertrauensvollen" Solarteur liegt nun vor. das ist aber auch teuer:

    1472€/kwp.


    der aber hat sich wenigstens tatsächlich Zeit genommen, in meinem Altbau die Elektrik (neuer Schaltschrank, wo laufen Kabel entlang etc) bis ins Details mit mir zu besprechen. Es geht sogar so weit, dass er nochmal kommt um es sich selbst nochmal anzuschauen (der Elektrikermeister selbst). das hat tatsächlich bislang niemand vorgeschlagen. Da hieß es immer noch beschwichtigend "das machen wir schon, dass es passt"...


    was aber auch dieser Solarteur vorschlägt: 2 Strings am Fronius 7.


    Was sage ich dazu?

  • Hi,

    was aber auch dieser Solarteur vorschlägt: 2 Strings am Fronius 7.

    Nach dem ganzen Hin und Her: Auf welche Anzahl von Modulen in welcher Ausrichtung, Neigung und Modulleistung bezieht sich das?


    Viele Grüße,


    Jan

  • 22-24 Module, SO 30°, Modulleistung 310W.

    22 Module wenn senkrecht ausgerichtet, 24 wenn quer (was die Montage teurer macht).

  • Hi,


    22-24 Module,


    Da wäre dann wieder die Diskussion um die maximal zulässige Modulanzahl an einem 1000V-Wechselrichter (da gab es kürzlich einen Disput zwischen PV-Express und mir).


    Eines ist ganz gewiss: 11 Module haben eine sehr niedrige Spannungslage, denn im Sommer werden das gerade 308V im MPP sein. Da ist der Symo weit weg von seinem optimalen Wirkungsgrad. 12 Module machen das eine Spur besser, aber nicht wirklich gut.


    Bei 22 Stück kommt es auf den genauen Modultyp, dessen Leerlaufspannung und dessen Leerlaufspannungs-Temperaturkoeffizienten an. Damit kann man ausrechnen, bei wieviel Grad die 1000V erreicht sind. Je nach Typ wird das um -20 Grad sein.


    In den meisten Auslegungsratgebern wird geraten, bei -10 Grad zu rechnen. Da sind wir bei -20C schon sicherer, denn das ist die MODUL-Temperatur und nicht die Lufttemperatur. Wenn bei -20 Grad die pralle Sonne (und nur dann gilt diese Leerlaufspannung) draufknallt, dann ist das Modul schnell wärmer. Für den "Supergau" bräuchten wir also einen stark bewölkten Tag mit deutlich unter -20C, an dem der Strom ausfällt und dann schlagartig die Wolken verschwinden und die Sonne mit 1000W/qm draufstrahlt. Dann werden die 1000V gerissen, was den WR beschädigen kann.


    Ob du dieses Risiko eingehen willst, musst du selbst überlegen. Der Fall ist extrem unwahrscheinlich, weil mehrere Dinge punktgenau aufeinandertreffen müssen. Gibt es vor der schlagartigen vollen Sonne oder vor dem Stromausfall mal einige Minuten mit ein bisschen Sonne, sind die Module schon wärmer und alles verschiebt sich.


    Dann kommt es drauf an, wo du wohnst. Am Rhein werden -20C unwahrscheinlicher sein als z.B. in den Alpen.


    Noch ein Argument: Wie sieht es mit der Verschattung bei tiefstehender Wintersonne aus? Wenn im Winter quasi sichergestellt ist, dass mindestens ein Modul immer dann verschattet ist, wenn es voll von der Sonne getroffen werden kann (so ist das bei mir), dann wird die Sache schon ein ganzes Stück sicherer, denn ohne volle Sonneneinstrahlung sinkt auch die Leerlaufspannung deutlich. Von daher habe ich z.B. keine Skrupel, einen meinen beiden Strings mit 22 Modulen zu betreiben. Das sind zwei unterschiedliche Typen und die kritische Temperatur ist -23C. Die Schattensituation senkt die kritische Temperatur aber noch weiter und sorgt zudem dafür, dass zu den obigen Umständen noch je nach genauem Tag ein ganz schmales Zeitfenster dazukommt, in dem es kritisch wird (weil sonst noch mehr Module beschattet sind oder die Sonne sehr stark von der Seite kommt).


    Wenn dir das alles zu unsicher ist oder deine Module eine eher höhere Leerlaufspannung haben (was ich bei 310ern nicht erwarte) oder der Temperaturkoeffizient höher ist, dann mach lieber nur 21 Stück. Wenn ich z.B. die 310er von Winaico nehme (bei denen werden bei 22 Stück 1000V bei -19C erreicht), dann würden bei 21 Stück die 1000V erst bei -38 Grad erreicht. Bei 20 Stück wärst du bis -58C auf der sicheren Seite. Könnte in Sibirien knapp werden :-)


    Du siehst also: Mit recht hoher Wahrscheinlichkeit gehen 22 Stück in einem String. Die Verantwortung dafür musst du aber selbst übernehmen. Der Solarteur baut vermutlich eher auf sicher und macht 11 in einen String. Die 2% Wirkungsgradverlust und die durch die stärkere Erwärmung (siehe anderer Thread... wir reden über 96% statt 98%, die Verluste und damit die Erwärmung des WR ist also doppelt so hoch) unter Umständen kürzere Lebensdauer des WR sind ja deine Probleme.


    Nachtrag: 24 Stück gehen nur als 2 Strings mit je 12 und entsprechend schlechtem Wirkungsgrad und mehr Abwärme.


    Viele Grüße,


    Jan

  • gibts denn dann keinen "passenderen" WR für mich? einen, der 1x22 oder 2x11 am besten kann?


    Mir wurde hier übrigens ein Fronius angeboten; ändert das was?

  • Hi,


    Mir wurde hier übrigens ein Fronius angeboten; ändert das was?


    Meine Aussagen bezogen sich auf Fronius - habe selbst einen (10 KW) und bin damit sehr zufrieden.


    Die von mir beschriebenen Probleme betreffen alle dreiphasigen WR, da deren Bemessungsspannung um 600V liegt (da ist der Wirkungsgrad am besten).


    Für einen 11er String müsste man einen einphasigen SMA nehmen (Sunnyboy), aber das geht nur bis 4,6 KVA, ist für deine Anlage also deutlich zu klein. Da bräuchte man dann 2 Stück, was teuer wird und sich folglich gegenüber einem dreiphasigen WR im ungünstigen Betriebspunkt nicht lohnt.


    Du hast eine 9er PLZ... wohnst du denn im Gebirge oder ganz normal an einem Ort, wo es fast nie -20C hat?


    Die 1000V-Grenze haben auch die meisten WR... ich habe bislang nur welche von Huawei gesehen, die 1100 hatten (das waren aber größere Geräte). Module und Kabel sind aber meist auch nur bis 1000V zugelassen. Aber: Wie gesagt... die 1000V werden nur unter ganz speziellen Umständen erreicht.


    Der Bereich zwischen 22 und 27 Modulen ist halt kritisch. 22 geht meist (mit einem ganz winzigen Restrisiko), aber 28 kann man dann 2x14 bauen. Das ist auch noch nicht super von der Spannungslage her, aber deutlich besser als 11 oder 12. 2x15 wäre noch besser.


    Ich kenne aber längst nicht alle WR... es mag sein, dass es da auch noch dreiphasige Geräte gibt, die mit 2x11 glücklich sind. Gehen tut das auch am Fronius (oder SMA), nur eben mit schlechterem Wirkungsgrad und folglich mehr Wärmeentwicklung.


    Viele Grüße,


    Jan


    Viele Grüße,


    Jan

  • wir haben in der Tat nur 1x im Jahr -20°C. und das ist nicht mal sicher.

    wir haben jetzt das Dach neu vermessen und uns auf Quermontage geeinigt; zudem packt mir der Solarteur noch 2 weitere Module rauf, welche dann halt wenig versetzt sind zu den anderen. Dann hab ich aber 26 Module, welche in 2x 13 Strings geschaltet werden.


    Der Solarteur war wirklich gut, hat sich gestern nochmal gut eine dreiviertel Stunde ZEit genommen mit mir den neuen Zählerschrank im Detail zu besprechen. Außerdem hat er genauso wie ihr hier zugegeben, dass der optimale ARbeitspunkt bei so wenig MOdulen schlecht zu erreichen ist. Auch er sagte, man könne mit 2 WR arbeiten, aber das wäre nur rausgeworfenes Geld. Lieber ein paar Euro durch die nicht ganz so perfekte Spannung verlieren.


    Der Solarteur hat mein Vertrauen gewonnen. Preis ist halt schon am teuersten; aber lieber so, als Aussagen wie "das machen wir schon immer so"... :-)

  • Hi,

    Auch er sagte, man könne mit 2 WR arbeiten, aber das wäre nur rausgeworfenes Geld. Lieber ein paar Euro durch die nicht ganz so perfekte Spannung verlieren.

    Da hat er recht. 13 Module sind nicht toll, aber immer noch besser als 11 oder 12. Und 2x13 wird in jedem Fall einen höheren Ertrag bringen als 1x22, auch wenn der Ertrag pro Modul vermutlich etwa 2% schlechter sein wird. Die zusätzlichen Module kompensieren das.


    Viele Grüße,


    Jan