Planung PVA Eigenheim (SO+SW Dach sowie ggf. weitere)

  • Hallo an die Gemeinde,


    im Rahmen der Realisierung unseres EFH möchten wir natürlich nicht auf eine ordentliche PVA verzichten. Inspiriert durch dieses sowie das HDF soll es ein Haus mit:

    1. geringen Energieverbrauch und

    2. teilweisen Autarkie

    werden. Im Kurztext bedeutet das, dass wir ein annähernd KFW55 Haus mit Erdwärmepumpe und RGK errichten. Dazu möchten wir eine mindestens 9,xx kWp PVA errichten. Wenn sinnvoll machbar auch gern größer. Die Dachflächen haben DN24° und werden im SO und SW Dach belegt. Zusätzlich besteht noch die Möglichkeit des großen NW, da müsste aber sicher erst bei meiner besseren Hälfte Überzeugungsarbeit geleistet werden :D und ich kann nicht richtig die Wirtschaftlichkeit im NW Bereich einschätzen.

    Zusätzlich gibt es die Möglichkeit das Flachdach der 54 m² Garage auszurüsten. Hier ist von NO ein dicker "WALD" und auf der SW Seite (+30 Grad) alles frei. Bisher planen wir mit Flachdach (1. Kosten, 2. Ausführungszeit und -aufwand).


    Ganz besonders wenig bewandert bin ich im Gebiet der Verschaltung, Verschattung, Ausrichtungskombinationen und sonstigen Feinheiten. Für jegliche Ratschläge und Hinweise bin ich dankbar.


    Folgende Flächen stehen uns dafür zur Verfügung:

    Einordnung Lage+GoogleMaps (1).pdf

    Enwurf PV SO-SW Dach.pdf

    Grundriss_Bungalow.pdf

  • FAQ in meinem Profil lesen - auch wegen der dort verlinkten Hausbau-Tipps! ROHRE ZWISCHEN ALLEN GEBÄUDEN ist leider noch immer kein Standard...

    1. geringen Energieverbrauch und

    2. teilweisen Autarkie

    um letztere zu steigern hilft ein flaches Satteldach mit 15-20 Grad - oder Pultdach ab 15 Grad, gerne mehr wenn südlich ausgerichtet.

    Walmdach - bei dem idR JEDE Seite belegt werden soll geht auch, kostet aber VIEL PV-Ertrag da es viele Module verhindert.


    Wald auf NO interessiert eher nicht.

  • Hallo Pflanze,

    Danke für die ersten Hinweise. Die dachform und -ausführung ist bereits festgelegt. Änderungen kommen somit nicht mehr in Frage. Vielmehr ist die Frage, wie eine effiziente Belegung erfolgen kann und welche sinnvolle Anlagenkonstellation sich dabei ergeben könnte.

    Variante 1: Belegung SO (17x) und SW (13x) auf Hausdach wie im Anhang von mir skizziert bzw.

    Variante 2: Erweiterung mit NW Dach und oder Garage


    Gruß

    Robert

  • Wie gesagt, auf Walm alle Flächen bestmöglich belegen, meist quer, Schüssel vom Dach an die Wand, Dann Skizze hier einstellen. WR, Auslegung kommt später. Klassischer Anfängerfehler. Erstmal Module aufs Dach skizzieren!

    Sonnige Garage / Caport / Schuppen natürlich genauso. Dann kann man weitersehen.

    -ausführung ist bereits festgelegt

    wen es noch nicht gebaut ist sollte es keine große Sache sein ggf. ein paar cm mehr Überstand zu realisieren falls darauf eine weitere Modulreihe passt. Das würde sich allemal rentieren.

  • Einen schönen guten Abend in die Runde,


    ich nun versucht mit meinen limitierten zeichnerischen Mitteln die Belegung der Dachflächen zu skizzieren.


    Varaiante 1: (maximale Belegung SO und SW Dach mit 24°; Freihaltung des Schirnsteins)


    Variante 2: (maximale Belegung ganzes Haus; zusätzlich Freihaltung Aufstieg NW-Seite)


    Kurz zum Dachüberhang... WIr haben bereits einen Überhang von 50 cm geplant, bei mehr sieht es irgendwann seltsam aus bzw. muss die Lastbetrachtung sicherlich geführt werden.


    Zur Garage... nach reiflicher Überlegung mach die Belegung aufgrund der vielen Bäume inkl. Laub evtl doch keinen Sinn:


    Wie bewertet Ihr die Möglichkeiten? Wie seht ihr eine sinnvolle Belegung? Ich denke, es muss nicht auf Biegen und Brechen etwas erzwungen werden, aber wenn es sich lohnt :)


    Danke vorab ! Gruß

  • Hallo Roooooooobert,


    Schönen Gruß aus Croatia - daher ohne die gewohnten Skizzen und exakten Berechnungen mittels PVGIS (gern reiche ich das in 14 Tagen nach...).


    In aller Kürze: genaue Abmessungen helfen dabei qualifizierte Aussagen zu deinen Dächern zu treffen. Bauplan etc. Gern einstellen.

    Auf deinen Süddächern solltest du mit quermontage deutlich mehr drauf kriegen und auch den Schonsteinschatten besser auffangen können. Auch mal 72zeller andenken! (2x1m)

    NW hochkant ist schon richtig - das ist günstiger zu bauen - aufstieg brauchst du keinen freilassen - der Schonsteinfuzzi kann auch über NO aufsteigen (oder aus - denn da gehören Dach Fenster hin...)

    Die Garage würde ich in jedem Fall versuchen mit einem Südwest geneigten Pultdach auszustatten und ebenfalls voll zu belegen. Deine WP braucht Saft! Je länger in Jahr du “autark“ heizen kannst desto gelungener ist dein Energiekonzept.


    Der Wohlfühlkamin muss sein?


    Gruß Flo

  • Grüße Flo,


    mach lieber mal richtig URLAUB!^^

    Aber in Vorbereitung schon mal die Rückmeldung zu deinen Punkten:

    1. genaue Pläne vom Dach sind vom Planer abgfordert, leider hab ich bisher nur die Genehmigungsplanung

    2. mehr als mein erstes maßstabsgetreues Schema sehe ich als unmöglich -.- (2x1m 72 Zeller habe ich auch mal geprüft und wird nicht besser:


    3. mit dem Schornsteini müsste ich erst noch sprechen, Dachfenster sind bisher keine geplant (Aufstieg von außen!)
    Die große Unbekannte ist ür mich halt imme rnoch das NW-Dach an sich^^

    4. und letztens Pultdach auf Garage wäre sicher kein Prob aufgrund von Holzständerbauweise mit Onkel, aber ob das meiner Freundin gefällt ist fraglich :D


    Und da wären wir beim entscheidensten Punkt dieser Angelegenheit.... Die überzeugenden Argumente und das gesamthafte Verständnis von IHR^^

  • okay wird gemacht ich melde mich dann später mal (erinnere mich gern via pm an den faden hier).

    Bedenke dass eine vernünftige Ausrichtung eines Pultdachs (unterm dachüberstand ggf mülltonnen etc.... fahrradunterstand all sowas) u.U dazu führt dass die PV nicht nur sich selbst sondern die ganze Garage bezahlt!

    Bei WP Hzg hilft nur maximale PV Flächen zu aquirieren.


    Dein NW kommt wohl (ich kenne den Standort nicht/habe nicht wie üblich die versehentlichen Hinweise analysiert) auf über 700kWh/kWp. Das ist auf ziemlich sicher (insbesondere mit den anderen Dachflächen in Kombination) wirtschaflich sinnvoll zu bauen (als Einspeiser - Eigenverbrauch erhöht das noch deutlich!) Bedenke auch dass die Anlage nicht 20Jahre leben wird sondern (zumindest) die Module dir über EEG hinaus Vorteile bescheren! Imho könnte man sogar NO mal durchdenken da es lt. Pvgis nicht schlechter liegt bei der geringen DN.


    Klare Aussage von mir:

    Ich würde versuchen aus den Süddächern alles rauszuholen, die Garage sauber analysieren (schatten durchs Haus) und NW/NO Schattenanalyse gestürzt bis 30kWp voll zu machen.

    Gerne rechne ich auch aus was das kosten darf damit es sich “trägt“. Der bisher nicht kalkulierbare Eigenbedarf erhöht die Wirtschaftlichkeit der Anlage mit keder kWh um ~ Faktor 2!

    Ist deine WP eigentlich modulierend zu betreiben?

    Gruß Flo

  • NO in PVgis prüfen, genau. Siehe FAQ.

    Garage so bauen das sie pvtauglich ist, unbedingt Rohre dorthin legen zB Kabuflex.

    Die Aufstieg reicht 1 Modulbreite, deine Skizze lässt 2 Modulbreiten weg?

  • Ein schönen Guten Tag,

    scheinbar kann ich meine Beiträge nicht editieren. Deshalb hier erst mal der Standort:

    04654 Frohburg

    Auch habe ich nun mal alle Dachflächen samt möglicher Maximalauslegung inkl. Bemaßung aufgestellt:

    (Achtung: die Flächen sind natürlich auseinander gezogen)
    NW - 32 Stk, NO - 28 Stk, SW - 13 Stk, SO - 17 Stk


    Ergebnis PVGIS:

    NW - 711 kWh/kWp*a

    N0 - 652 kWh/kWp*a

    SW - 905 kWh/kWp*a

    SO - 861 kWh/kWp*a


    Durchschnittsertrag pro kWp*a:

    749 kWh/kWp*a (IDELWERT!!!)


    Schatten sind dabei nicht weiter berücksichtigt, genauso wie das Thema der riesigen Laubbaumreihe in N-NO (siehe Bild oben). PS... und meine bessere Hälfte ist dabei auch noch nicht berücksichtigt.


    Nun ist echt die Frage... Was macht tatsächlich Sinn und ist wirtschaftlich!? Kennt jmd ein gutes Tools, das evtl. die Gesamtkosten-Ertragsfälle entsprechend schon fertig ausspucken kann? Bisher habe ich nur was vom Umweltinstitut München gefunden:

    Wirtschaftlichkeit Solarstrom


    Grüße