Wieviel passt auf mein Dach, ab welchen Kosten (kWp) rentiert sich eine EEG-Anlage?

  • Hallo zusammen,


    ich wollte eigentlich erst nur eine kleine Guerilla-Anlage, aber pflanze hat mich zum Nachdenken gebracht.

    Und da durchaus auch ein paar € am Konto wären, die eine rentable Anlagemöglichkeit suchen, gehe ich jetzt doch mal ins Detail..


    Wenn die Aussage stimmt, dass eine EEG-Anlage auch im Jahre 2019 rentabel ist, dann ist es durchaus eine Möglichkeit.



    Laut Simulation bringt eine Belegung aller 4 Flächen mit je 2,5kWp (8 Module 1600x1000) 9700kWh p.a.

    Macht mit 10,5 EEG Einspeisevergütung 1020€ auf der Einnahmeseite.

    Abschreibung 5% von 15.000€ 750€ p.a.

    + Rücklage für 1x Wechselrichtertausch / Reparaturen 100€ p.a.

    + Versicherung 50€ p.a.

    + intelligentes Messsystem 100€ p.a.


    => und schon wird es ein Nullsummenspiel.


    Hab ich was vergessen oder falsch bewertet?

    11/2019: 15x Sharp NU-AK310 A:15°/DN:22° / 15x Sharp NU-AK310 A:105°/DN:22° / Fronius Symo 7.0-3-m (9,3kWp)

  • In meinen FAQ steht, dass das kWp ca. 900-1200 EUR netto kostet. Warum rechnest du mit 1500?

    Waldmach alle Seiten belegen, Quermontage als erstes skizzieren, Schüssel vom Dach, symmetrische Strings parallel schalten, alles an einen WR!


    Garage bekommt wohl auch einiges an Sonne - und wenn ihr euch nicht den Horizont zupflanzt mit Wucherbäumen sondern viele schöne kleinere Obstbäume da reinsetzt - bitte kein toter Rasen - Insekten brauchen Nahrung - und Menschen brauchen Insekten! - bleibt sie besonnt.


    Hoffentlich Rohre zur Garage gezogen?


    Rücklage kalkulieren ist gut - aber sie wird meist nicht in volle Höhe gebraucht.

    Vorteil des EV hast du auch nicht berücksichtigt.


    Meinst du selbst Konzerne würden große PV bauen wenn es nicht rentabel wäre?

  • In meinen FAQ steht, dass das kWp ca. 900-1200 EUR netto kostet. Warum rechnest du mit 1500?

    weil ich ein reales Angebot für 15.000€ für 9,9kWp vorliegen habe - und nicht berücksichtigt habe, dass die 15.000€ brutto sind.


    Die Bäume sind schon gepflanzt, wie skizziert, das Luftbild ist 3 Jahre alt. Die Garage wird stark verschattet werden. Das ist auch o.k. - mein Garten ist primär ein Garten und kein Photovoltaik-Kraftwerk, dem alles unterzuordnen ist.


    Dass die Sat-Anlage und Wetterstation auf dem Dach ist hat auch seine Gründe - optische wie auch funktionale. Die Kosten die zu versetzen sind auch nicht zu vernachlässigen.


    Ich will keine PV auf Biegen und Brechen, und werde dem alles unterordnen. Wenns passt, dann passts - wenn nicht - auch kein Problem.

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  • Ja, dass Du die Menge des von Versorger gekauften Stroms reduzierst,

    ich habe die FAQ gelesen, darin steht:


    Zitat

    Eigenverbrauch ist kein Kriterium!

    Kennst du eine Bäckerei die nur für ihren Eigenbedarf Backwaren herstellt?

    Im Sommer würde deine Anlage für den Eigenbedarf zu groß sein, im Winter zu klein.

    Daher hätte ich den schlecht bezifferbaren Eigenverbrauchs-Bonus als "Goodi" gesehen, aber nicht in die Rendite-Berechnung genommen.

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  • Bei Omas Häuschen verstehe ich ja dass man die Gegebenheiten nicht ändern kann - aber schade wenn im Neubau gleich die Weichen gegen ein Kraftwerk gestellt werden - ohne Not.

    Gegen Bäume habe ich nichts, wir brauchen sie zum Leben.

    Dein Angebot mit 1260 EUR kWp ist nicht sehr günstig aber man könnte es als noch im Rahmen bezeichnen. Vlt. lässt sich daran manches verbessern.


    Eigener Strom ist aktuell ca. ein Drittel günstiger als der aus dem Netz. Bei meist erreichbaren 1,5-2 MWh/a à 9 Cent Ersparnis kommen 135-180 EUR zusammen.


    Es fällt ggf. EkSt an - dann, wenn gewerblicher Gewinn über ca. 410 EUR liegt. Mit 10 kWp dürfest du darunter liegen - m.E. dann keine EkSt.

  • Ich sehe das auch so, daß sich die ANlage auch ohne Eigenverbrauch rechnen muß und das tut sie ja. Um so besser je mehr du beim Preis noch runterhandeln kannst, stell das Angebot einfach mal im Angebotsbereich ein, da bekommst du sicher wertvolle Tipps.

    Beim iMS müßte man noch die 20 Euro abziehen, die man sich für den normalen Zähler spart.

    Bei er Versicherung mal bei der Gebäudeversicherung schauen, ob das schon drin ist und einem das reicht, was da drin ist. Mehr als Haftpflicht braucht es eigentlich nicht, wenn man den Totalverlust (kommt halt mal vor, daß die ANlage vom Dach fliegt, aber zum Glück extrem selten und dann sind die meist größeren Schäden die man anderen zufügt ja von der Haftpflicht gedeckt) notfalls wegstecken kann.

  • Es fällt ggf. EkSt an - dann, wenn gewerblicher Gewinn über ca. 410 EUR liegt. Mit 10 kWp dürfest du darunter liegen - m.E. dann keine EkSt.

    Wichtige Info! Danke. Aber ich hab schon viel zu steuerlichen Aspekten recherchiert, das ist mir dabei nicht untergekommen.

    Hast du eine Quelle, gerne auch direkt die Gesetzesgrundlage - ich finde nämlich dazu leider nichts.



    Das Angebot ist sehr pauschal und eine Antwort auf meine Anfrage per DAA ohne Rückfrage zu Details.

    Ich hab jetzt aber auch einen großen lokalen Anbieter, der mir ein besser zugeschnittenes Angebot macht (Grammer Solar). Mal sehen...



    Ich hab eine Sat-Antenne auf dem Dach - würdest du einem Holzheizer (und Feinstaub-Erzeuger) auch die Stilllegung&Rückbau seines Kamins raten?

    m.E. nach die einzige "Weiche" gegen eine PV bei mir. Beim Bau war nicht absehbar, dass der finanzielle Spielraum für so eine Investionen gegeben ist und ich habe mich daher überhaupt nicht mit der Thematik befasst.

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  • Beim iMS müßte man noch die 20 Euro abziehen, die man sich für den normalen Zähler spart.

    ich bekomme heute ein modernes Messsystem (auf Antrag bei Bayernwerk, es war zwar ein elektron. Zähler verbaut, aber ohne Historie und mit deak. SML Schnittstelle).

    Bayernwerk verbaut grundsätzlich Zweirichtungszähler.

    Damit sollte mir das iMs noch hoffentlich 6 Jahre (Eichfrist) erspart bleiben (8500kWh p.a. Bezug => iMs)

    11/2019: 15x Sharp NU-AK310 A:15°/DN:22° / 15x Sharp NU-AK310 A:105°/DN:22° / Fronius Symo 7.0-3-m (9,3kWp)

  • Ich rate jedem Bauherr über den Bau hinaus zu denken, sogar ans Vererben - Stichwort evtl. Einliegerwohnung, Haus ggf. in zwei Wohnungen trennen die aber gut zusammen genutzt werden können.

    Klar, ich sehe, dass ein Hausbau einen sehr fordert und man froh ist, das Tagesgeschäft erledigen zu können.


    Aber eine Schüssel aufs Dach im Neubau? Nein. Wartungsfreundlich hinter ein Ost-Fenster, an einen Balkon, ...

    Das ist wesentlich sicherer als auf einem Dach rumzulaufen - denk ans Alter.


    Feinstaub-Erzeugug mit heutigen Mitteln eindämmen, filtern, moderner Ofen, richtige Brennweise und richtiges Anzünden beachten - und freuen über einen schwarzstartfähigen Ofen der selbst bei dauerhaftem Stromausfall das Haus wärmen kann. Keep it simple.


    Und ganz klar, flaches Satteldach statt Walm.


    Möchtest du eine Skizze zeichen und hier einstellen? Gibt auch kürzere Module, das Standardmaß bei manchen Walmdächern nicht ergiebig.