Geplante Inselanlage mit 1,5 kWp auf Dach meines Vermieters

  • Gute Frage. Dazu habe ich mir durchaus schon viele Gedanken gemacht, wollte meinen Erstbeitrag aber nicht noch mehr aufblasen.

    Also: Die Entscheidung "reine Insel" oder "netzparallel" wird letztlich eine wirtschaftliche sein. Am liebsten netzparallel (wenn ich die Def. richtig verstanden habe). Sprich, ich möchte sicherstellen, dass meine Waschmaschine (ich gehe noch auf Sirpommes Antwort ein) nicht einfach stehenbleibt, wenn die Sonne nicht mehr scheint und der Akku unerwartet "plötzlich" leer sein sollte. Für den Fall wünsche ich mir eine rechtzeitige Ladestandabfrage und Umschalten aufs Versorgernetz. Dasselbe gilt natürlich auch für Überlast. Die Frage nach deren Höhe ist quasi bereits beantwortet: Die Waschmaschine soll betrieben werden können und ggf. ein Heizstab zur thermischen Nutzung von Überschüssen (Boiler, selbstkonfektionierte Therme...?).

    Eine Vorrangschaltung mit dem Ziel "Nullbezug" ist dafür vermutlich Vorbedingung.


    Zur geplanten Akku-Auslegung: Die erwähnten 4,8 kWh sind der geplanten Belastung durch genannte Verbraucher geschuldet, aber auch der Anlagengröße (näheres gleich noch separat in Antwort an tks). Die Kosten für das verlinkte Speicher-Set bei nur 2,4 kWh hat mich doch ganz schön geplättet. Ich hatte bislang die Akkus für die teuersten Komponenten gehalten, nicht den / die WR. :o Aber naja, der WR ist halt ein Victron...

    Die Pylontech hatte ich insgeheim auch favorisiert, wenngleich sich auch hier im Forum die Geister ja erheblich scheiden, sowohl zur prinzipiellen Notwendigkeit von Akkus (bei Inseln wohl unumgänglich) als auch zu Marke und Technologie (Chemie). Ursprünglich hatte mich sogar mal die Tesla Powerwall 2 angelacht, wurde mangels Verfügbarkeit aber letztlich wieder verworfen. So kam Pylontech ins Spiel (vor BYD oder gar deutschen Marken).


    Gruß

    Gwydion


  • Oho, das erstaut mich nun wirklich. Ich hätte damit gerechnet, dass solche Arten von Belastungen eigentlich zur Kernkompetenz von (passenden) WRn gehört. Zumindest wäre das meine Anforderung an sie, also hinsichtlich entsprechend kurzer Umschaltzeiten.

    Gut, ich plane ja speicherseitig ein 48-Volt-System. Aber vermutlich macht das keinen großen Unterschied fürs Umschalten des WR. Da ich mich gerade mit WRn noch so gar nicht auskenne, kann ich natürlich auch nicht beurteilen, ob nicht vielleicht ein anderes Modell oder ein anderer Hersteller besser geeignet wäre.

    Falls ein Anlaufstrombegrenzer hilft: Ich besitze bereits einen für mein E-Schweißgerät. :thumbup:


    Jedenfalls vielen Dank für den "Bericht aus der Praxis", insbesondere bei unserer gleichen Generatorleistung! :)

    Die Überlegungen zur bestmöglichen Nutzung des Stroms mache auch ich mir, da ja meine Grundlast sogar nur 50-55 W beträgt. Da dürfte jeder Akku ziemlich schnell voll werden, vermutlich sogar bei schlechten Lichtverhältnissen (Bewölkung, Nebel etc.) und danach ungenutzt bleiben, siehe auch meine Überlegung zu einer Wärmespeicherung weiter oben. An optimalen (Sommer-)Tagen dürften über 10 kWh über sein, solange nicht mehr als die Grundlast anliegt. Die entsprechenden PVGIS-Prognosenwerte kopiere ich mal in meine folgende Antwort an tks.

    Seufz, würden doch nur saisonale Speicher bereits realistisch (finanzierbar) sein...:roll:


    LG

    Gwydion

  • Mehrere PVGIS-Beispielberechnungen haben eine LiFePO4-Akkukonfiguration von 4,8 kWh recht sinnvoll erscheinen lassen (Entladetiefe bis min. 5%).

    Das ist m.E. viel zu wenig PV im Verhältnis zum Speicher. An wie vielen Tagen im Jahr bekommst du den nach deiner Rechnung voll?

    PVGIS sagt hierzu:


    Percentage days with full battery [%]: 39,1
    Percentage days with empty battery [%]: 48,69
    Average energy not captured [Wh]: 2372,51
    Average energy missing [Wh]: 2022,09


    Natürlich sind 39,1% nicht gerade viel. Aber mich haben die immer noch täglich (!) verpuffenden rund 2,4 kWh und die fehlenden ca. 2 kWh doch arg frustriert. Logo, es ist halt eine Insel und auch nur die genehmigten 1,5 kWp. Damit ist die Akkukapazität leider die einzige Schraube, an der ich drehe kann. Wirtschaftlich ist das ohnehin nicht, und ob die Ökobilanz am Ende passt, ist in Ermangelung meiner nicht vorhersehbaren Lebenserwartung auch nicht sicher. Verflixte Gretchenfrage... Wie würdest Du für Dich entscheiden?

    ABER: Zukünftiger Ausbau der Anlage ist ja nicht prinzipiell ausgeschlossen, es besteht also in jedem Falle noch Hoffnung auf Optimierung. :saint:


    Gruß

    Gwydion

  • Oho, das erstaut mich nun wirklich. Ich hätte damit gerechnet, dass solche Arten von Belastungen eigentlich zur Kernkompetenz von (passenden) WRn gehört. Zumindest wäre das meine Anforderung an sie, also hinsichtlich entsprechend kurzer Umschaltzeiten.

    Ja, sehr warscheinlich gibt es bessere WR als mein China-Gerät.

    Ich schätze aber das "Einspeiseanlagen" damit besser zu Recht kommen, da sie immer das Netz im Rücken haben.


    Bei mir habe ich die Anschlüsse/Steckdosen der Kühlschränke die Gefriertruhe und des Fernsehers komplett vom Netz getrennt und mit dem WR verbunden. Scheint keine Sonne und ist die eingestellte Entladespannung erreicht, schaltet der WR automatisch aufs Netz. Funktioniert tadellos!

    PIP 2424MSXE

    4 x Trojan 105

    4 x AEG 270 WP

    2 X Solarworld 230 WP

  • Allen, die mir bisher schon geantwortet haben erstmal ein herzliches Dankeschön! :danke:


    Dann konkretisiere ich meine Suche nach Tipps und Ratschlägen mal ein wenig:

    • Muss bei der Montage des Dach-Trägersystems irgendein besonderer Fallstrick beachtet werden? (z.B. Reserverpfannen / Spezialpfannen, Vor-/ Nachteile der Pfannenbearbeitung mit Hammer oder Flex, bestimmte Hakensysteme,...?) Ich habe bei Greenakku.de ein Komplett-Set für Satteldach für etwas unter 500 € gesehen:. Könnte das taugen?
    • Meine Südlage (trotz Nordhang mit Bäumen hangaufwärts dürfte eine Verschattung bei Montage im oberen Dachbereich kein ernstes Thema sein) und die geringe PV-Leistung sollten Optimierer überflüssig , MPPT-Laderegler (spezielle Marken und Modelle?) aber in jedem Falle sinnvoll machen. Richtig?
    • Ist unter diesen Rahmenbedingungen die Verschaltung als ein einziger String sinnvoll oder lieber zwei (oder noch mehr)? (Die Leitungslängen in meine Souterrain-Wohnung -durch außen verlegten Kabelschacht- entsprechen den typischen in den Keller.) Bei 35 V Nennspannung pro Modul käme ein String dann auf 350 V, zwei Strings auf 175 V. Schränkt das eine oder andere die Auswahl des WR ein? (Meine bisherigen Recherchen lassen das vermuten.) Daher...
    • Welcher Typ / Marke / Modell WR kommen wohl am ehesten in Frage? Nachdem ich in einem vorigen Post ja schon über die exorbitanten Preise gestöhnt hatte: Das Budget ist durchaus vorhanden (hatte ja ursprünglich bereits 7-8 kWp Einspeisung geplant), ich war nur etwas erstaunt über das Verhältnis zum Preis der eigentlichen PV-Module (bei mir dank gebrauchter, älterer und damit schwächerer Modelle gerade mal 480 € für die kompletten 1,5 kWp). Und den netz-parallelen Betrieb (also Umschalten auf Netz bei leerem Akku oder bei mehr Last als Akku plus Module liefern können) sollte das Stück schon können. Das wäre mir einen gewissen Aufpreis Wert. Andererseits habe ich gelesen, dass es separate Umschalter gibt, die schneller schalten als der WR. Abbrechen soll ein Waschgang ja nicht nur wegen eines zu lahm schaltenden WRs...
    • Zum heiß umstrittenen Thema "Akkus": Gibt es ernste Gegenargumente gegen Pylontech, die mir hier bislang entgangen sind? Und sind die grob angedachten 4,8 kWh trotz zukünftiger Option auf Anlagenausbau gänzlich unvernünftig? (Wie gesagt, von dem 4er-Rack mit 7,2 kWh oder gar der 15 kWh Tesla Powerwall 2 bin ich ja schon kuriert. Und für für eine voll-saisonale Absicherung müssten den es schon grob 500 kWh sein...:whistling:). Bei Conrad Elektronik würde ich mir dann einen entsprechend hohen 19''-Schrank besorgen (inkl. Platz für meine vorhandene Netzwerkhardware und etwas Spielraum für Erweiterung).
    • Zum Thema Verbrauchsoptimierung ist mir noch eine Variante eingefallen, die meine Kellerlage nahelegt: Ich habe gerade in den heißen Sommermonaten oft eine viel zu hohe Luftfeuchtigkeit in der Bude, so dass in dieser Zeit des größten Stromüberschusses der Einsatz eines elektrischen Luftentfeuchters ("Bautrockner light") zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen würde. :/:arrow::idea:8)
      (Denn im Sommer häufiger Wäsche waschen und Geschirr spülen als im Winter werde ich wohl kaum.)
      Folgefrage...
    • Liegt eigentlich jedem WR eine Steuerungsapp bei? Ggf. (auch) dem Laderegler?
    • Nochmal zum Thema "Stromleitungen und Anschluss": Was muss jetzt eigentlich alles separat geschützt und abgesichert werden? (Die FAQs waren da etwas unklar, zumindest für mich.) Also, modulseitig gegen Überspannung an den Blitzschutz des Hauses anklemmen, im Haus AC-seitig (230V) gegen Fehlerstrom an die Hauserdung? +/-...?
      Dann noch Sicherungen: Klar, Sicherungsautomaten dem zu erwartenden Stromfluss angepasst. Aber wo überall - vor / nach dem WR? Schaltet der WR bei zu starker Verbraucherlast selber ab oder nicht? Muss noch die Leitung zwischen WR und Akku / (PV-)Generator abgesichert werden?
    • Zum Thema DIY, Sicherheit und Rechtliches: Selber machen werde ich alles soweit es meine verschiedenen Ausbildungen, Zeit, Kondition und Gesundheit ermöglichen, sicherlich unter Mithilfe von Freunden und Bekannten.
      Bereits mit meinem Vermieter abgesprochen ist die elektrische Endabnahme durch einen konzessionierten Elektriker.
      Habe ich zu diesem Punkt etwas vergessen?

    Vielen Dank schon mal für Eure weiteren Ideen, Tipps, Bemerkungen oder konstruktiven Kritiken! :)


    Sonnige Grüße

    Gwydion

  • Und noch eine Nachschlag.

    Zu den Punkten "String-Verschaltung" und der Folgefrage nach passendem LR und WR ist mir noch etwas weiteres einfallen, das ich noch gar nicht geklärt habe:


    Wie sieht es bei Inselanlagen eigentlich mit der Akku-Anbindung aus: Kommen sowohl DC- als auch AC-Kopplung der Akkus in Frage oder nur DC? Oder AC? Falls beides möglich ist, wie bewertet Ihr die Vor- und Nachteile beider Varianten?

    Soweit ich begriffen habe, wäre wohl das primäre Kriterium die Entscheidung, ob man PV als alleinige Erzeugungsart betreibt oder parallel auch AC-Generatoren wie z.B. WKA, Wasserkraft, Biogas-BHKW oder Notstromgenerator. (Eine Brennstoffzelle wäre ja wieder DC.)

    Außerdem lese ich oft über die aufsummierten Wirkungsgradverluste als ein weiteres Kriterium, gern den zusätzlichen Anschaffungskosten eines oder mehrerer WR gegenübergestellt.

    Im Forum habe ich Thread 119091 ("Speicheranbindung DC oder AC?") gefunden, dort aber keine Aussage speziell zu Inseln.

    Siemens bewirbt sein neues AC-Speichersystem "Junelight Smart Battery" (ganz offenkundig für Einspeiseanlagen mit Eigenverbrauch) neben der erwähnten Eignung für gleichzeitige Einbindung von DC- und AC-Erzeugungsarten auch mit der kombinierten Nutzung von PV- und Akku-Leistung für starke Verbraucher (erspare parallelen Netzstrombezug), angeblich bei DC-Anbindung nicht möglich. Auch sei der Wirkungsgrad bei mehreren WR im Teillastbereich deutlich höher. Ebenfalls flexibler sei angeblich die Auswahl von Modulen passend zu Akku-Herstellern und -Modellen. Generell sei die Dimensionierung von AC- im Gegensatz zu DC-WR unabhängig von der PV-Generatorgröße und somit besser auf Erweiterungen vorbereitet. Last but not least wird darauf hingewiesen, dass nur AC-gekoppelte Speicher auch aus dem öffentlichen Netz aufgeladen werden dürfen, vor dem Hintergrund von Tag-/Nacht-Tarifen und der Netz-entlastenden Einspeisung zu Hochbedarfszeiten. Damit könne man sogar besonders gewinnbringend am Stromhandel teilnehmen. Während ich ersteres durchaus schätze und unterstütze ist es doch für eine Inselanlage irrelevant. Und der Hinweis auf günstige Handelspreise betrifft sowieso erst deutlich größere Anlagen (>30 kWp?).

    (Daneben wird noch mit "intelligenter Steuerung" geworben, womit eine Lade- und Einspeiseoptimierung auf Basis des analysierten Verbrauchsprofils und der Verwertung von Wetterprognosedaten gemeint ist. Dies reduziere die 70%-Abregelungsverluste spürbar.)

    Unterm Strich habe ich mich gefragt, welche der ganzen Argumente wohl auch für Inselanlagen gelten, bzw. in welchem Maße.


    Bisher -nachdem die Tesla PowerWall 2 vorerst aus dem Rennen war- war ich ganz selbstverständlich von einer DC-Anbindung ausgegangen. Sollte nun aber eine AC-Akkuanbindung entweder unumgänglich oder schlicht wirtschaftlicher sein, so wäre jetzt der letztmögliche Zeitpunkt für eine Planänderung. :juggle: (Ich würde die Anlage nach der bereits monatelangen Verzögerung doch gern ASAP realisieren...8o)


    Sonnige Grüße

    Gwydion

  • Meine Südlage (trotz Nordhang mit Bäumen hangaufwärts dürfte eine Verschattung bei Montage im oberen Dachbereich kein ernstes Thema sein) und die geringe PV-Leistung sollten Optimierer überflüssig , MPPT-Laderegler (spezielle Marken und Modelle?) aber in jedem Falle sinnvoll machen. Richtig?

    Bäume auf Nord interessieren bei Süd nicht (Samen, Laub, gigantische Größe ausgenommen), außer du bist auf der Südhalbkugel.


    Zur Speichertechnik mögen dir die Speichertechnik-Experten Auskunft geben.

    Verschaltung als ein einziger String sinnvoll oder lieber zwei

    Kommt auf WR/Laderegler/... an


    "Bautrockner light" klar, bevor der Strom auf dem Dach bleibt - warum nicht.

    Bei Netzanschluss und passender Fläche würde ich einspeisen - ich weiß jetzt nicht was deine Insel-Motivation ist, möchte aber keine Diskussion hierzu starten.


    Liegt eigentlich jedem WR eine Steuerungsapp bei? Ggf. (auch) dem Laderegler?

    Bei klassischen WR sind eventuelle Apps (mir reicht eine zweckdienliche Mobil-Web-Ansicht) primär zum Lesezugriff, steuern lässt sich da eher nichts außer ggf. die Anbindung an das Herstellerportal.

    (Denn im Sommer häufiger Wäsche waschen und Geschirr spülen als im Winter werde ich wohl kaum.)

    Wäre innovativ ;) Aber im Kleinen lässt sich das schon verschieben - läuft die Wama halt einen halben Tag später - das funktioniert bei uns sehr gut.


    Afaik kommen jedenfalls direkt an die Akkus Sicherungen.

    Aber in anderen Threads müsste es genug Anleitungen, Baupläne usw. geben(?)


    LSS auch an die Leitung zum WR. LSS dienen dem Schutz der jeweiligen Leitung vor Überlast und damit vor Brandgefahr!

    elektrische Endabnahme durch einen konzessionierten Elektriker.

    Der weiß schon von deinem Auftrag und hat zugesagt?

  • Hallo Pflanze,


    Bäume auf Nord interessieren bei Süd nicht (Samen, Laub, gigantische Größe ausgenommen), außer du bist auf der Südhalbkugel.

    Ups, da hab ich mich wohl etwas im Satz verstiegen:

    Also, das Haus steht am Nordhang einer Hügelkette, womit die Südseite des Hauses also bergauf schaut. Und damit haben die südlich -also bergauf- stehenden Büsche und Bäume leider einen zusätzlichen Höhen"vorteil" (= mein Nachteil). Aber wie gesagt, bei Belegung der oberen Dachhälfte sollte auch das kein Problem darstellen (werde ich sicherheitshalber nochmal zu verschiedenen Tageszeiten bei Sonnenschein kontrollieren).


    "Bautrockner light" klar, bevor der Strom auf dem Dach bleibt - warum nicht.

    Bei Netzanschluss und passender Fläche würde ich einspeisen - ich weiß jetzt nicht was deine Insel-Motivation ist, möchte aber keine Diskussion hierzu starten.

    Besteht keine Gefahr. :)

    Wie im ersten Beitrag eingeleitet, ist das eine Einschränkung durch meine Vermieter (denen Du freundlicherweise mal Deine FAQ ans Herz gelegt hast). Ich bedaure es auch sehr, da bei Einspeisung (geplant waren ursprünglich 8 kWp) selbst meine kleine Anlage meinen aktuellen Jahresverbrauch laut PVGIS komplett decken würde. Hier nochmal die wichtigsten Rahmendaten von PVGIS:

    Slope angle [°]: 18
    Azimuth angle [°]: -10
    Yearly PV energy production [kWh]: 1530


    Und wer weiß, vielleicht finde ich ja später noch eine günstig zu mietende Dach- oder Freifläche, auf der ich nach Herzenslust als offizieller Anlagenbetreiber einspeisen darf.

    Bei klassischen WR sind eventuelle Apps (mir reicht eine zweckdienliche Mobil-Web-Ansicht) primär zum Lesezugriff, steuern lässt sich da eher nichts außer ggf. die Anbindung an das Herstellerportal.

    Na, dann schau ich dort mal nach. Ein Datalogging wäre schon nett, aber das ist wohl eher als Web-Anwendung realisiert, nicht wahr?


    (Denn im Sommer häufiger Wäsche waschen und Geschirr spülen als im Winter werde ich wohl kaum.)

    Wäre innovativ ;) Aber im Kleinen lässt sich das schon verschieben - läuft die Wama halt einen halben Tag später - das funktioniert bei uns sehr gut.

    In meinem Single-Haushalt laufen sowohl Wama als auch Geschirrspühler nur alle 2-3 Wochen, also leider keine so regelmäßigen Verschiebungen möglich. Aber da lässt sich das Verhalten sicher noch an diversen Ecken anpassen.


    elektrische Endabnahme durch einen konzessionierten Elektriker.

    Der weiß schon von deinem Auftrag und hat zugesagt?

    Nicht direkt..., also nein. Meinst Du, bei sowas komplexem wie einer PV-Anlage, noch dazu als Insel stehen ihm / ihr die Haare (mehr als sonst) zu Berge? 8|

    Hm, ein selbst angeschlossener Herd ist mir schon mehrfach problemlos abgenommen worden, und das waren immerhin 3 Phasen. Und ein Arbeitskollege, der durch mich inspiriert seine eigene PV-Anlage ratz-fatz realisiert hat, hat mit dem Elektriker seines Solarteurs völlig problemlos Hand-in-Hand gearbeitet.

    Aber im Ernst: Was wären die Alternativen - den elektrischen Teil lieber vom Fachmann machen lassen? Würde ein Elektriker damit weniger Bauchschmerzen haben?

  • Danke, bin wieder im Bild. Aktuell viel los hier.


    Zum Logging kann man nicht viel pauschal sagen außer dass die meisten ihre Daten an Hersteller- oder sonstige Portale senden oder selbst aufzeichnen - weil der WR zu doof ist eine anständige Lösung mitzubringen. Logging ist nicht mein Fachgebiet, imho wird das oft überbewertet.


    Auch Insel kann lebensgefährlich sein - aber das brauch ich dir nicht sagen.

    Hier haben manche selbst gebaut und hatten dann große Schwierigkeiten einen E zu finden der die Formulare des VNB unterschreibt - verständlich - wer unterschreibt/haftet gerne für eventuelle Fremdfehler?

    Das muss immer vorher geklärt werden!


    VNB interessiert dich bei Insel aber nicht. Oder wird das eine Halbinsel?


    Damit könne man sogar besonders gewinnbringend am Stromhandel teilnehmen. Während ich ersteres durchaus schätze und unterstütze ist es doch für eine Inselanlage irrelevant. Und der Hinweis auf günstige Handelspreise betrifft sowieso erst deutlich größere Anlagen (>30 kWp?).

    Wie das laufen kann kann man bei Cater... / Aleli... sehr gut sehen. Da regiert jetzt der Insolvenzverwalter.

    Auch das weitere blabla kommt überwiegend aus der PR-Abteilung, die die reine Physik euphorisch beschönigt. https://www.der-postillon.com/2017/09/rad-neu-erfunden.html


    Gutes Gelingen, ich kann dir zu Insel leider nicht viel mehr sagen, lese aber interessiert weiter.

  • Aber im Ernst: Was wären die Alternativen - den elektrischen Teil lieber vom Fachmann machen lassen? Würde ein Elektriker damit weniger Bauchschmerzen haben?

    Es passiert leider immer wieder, daß Leute hier im Forum verzweifelt nach einem Elektriker suchen, der eine selbstgebaute Anlage abnimmt bzw. beim Netzbetreiber anmeldet. Deshalb wohl die Frage, ob du schon einen Elektriker hast... Ist eigentlich inzwischen klar, ob es eine reine Insel wird oder doch netzparallel?