"Dach voll" in der Gegend 75xxx

  • Hallo zusammen!


    Ich möchte eine PV-Anlage installieren. Leider habe ich in dem Bereich keine Erfahrungen und möchte daher gerne um eure Hilfe bitten.

    Natürlich habe ich mich etwas informiert und bin hier einigen Links gefolgt (z.B. der FAQ von "Pflanze"). Dadurch hat sich meine initiale Idee von "etwas PV auf dem Süddach mit einem Speicher" nun geändert und ich möchte gleich das Dach vollmachen und auf den Speicher verzichten.


    Folgende Ausgangslage:


    Das Dach hat einen Winkel von 33° und laut Berechnung ca. 69qm

    Es gibt auf jeder Seite 2 Dachfenster die Umbaut werden müssen

    Sat-Schüssel kann weg (schau kein TV)



    Theoretisch gibt es noch eine Nutzbare Fläche auf der Garage auf der Nordseite



    Die IBC Seite spuckt folgende Belegung aus (31 Module/9.8kWp), das geht vermutlich durch bestimmte Module und Art der Anordnung sicher noch besser. Aber ist ja nur ein Anhaltspunkt:



    Bei der Simulation erhalte ich folgendes Ergebnis (Systemloss auf 10% und Azimuth -10 für die Südseite und Azimuth 170 für Norden)






    Ich hätte natürlich gerne eine optimale Lösung, sofern Sie (für mich) bezahlbar ist. Also Welche Module, Wechselrichter usw.

    Ich kann mir auch vorstellen, dass die Module im Norden die im Süden "runter ziehen", falls man hier falsch plant / verkabelt.

    Brauche ich z.B. für Nord und Süd unterschiedliche Module?


    Ich hoffe ihr könnt mit den Informationen etwas anfangen und ich habe nichts vergessen.



    Gruß

    Andreas

  • Hallo und willkommen im Forum!

    Schöner Ansatz! Ziel soll ja sein, eine rentable Anlage zu bekommen, die sich amortisiert und möglichst viel Strom produziert. Auch wenn das Norddach allein betrachtet grenzwertig ist, bietet es sich hier an, beide Seiten zu planen und auf ca. 20 kw zu kommen. Dadurch werden Abregelverluste vermieden trotz 70%-Regel. Versuche auf dieser Basis, Angebote einzuholen. Da die Anbieter meist bei den Komponenten ihre Favoriten haben und es reichlich Auswahl gibt, brauchst du dich vorher nicht auf bestimmte Module oder den Wechselrichter festlegen.

    Grüße, Stefan

  • Du hast schon echt gut vorgearbeitet, aber wie bauer stefan schon schrieb, die lokalen Anbieter haben in der Regel ihre Favoriten. So hatte ich mir im Vorfeld auch große Pläne gemacht, in pvsol alles eingegeben, Dachplanung usw. und am Ende hat der Solarteur mit dem Zuschlag doch andere Module verbaut. Einzig auf den Wechselrichter (Fronius Symo) habe ich bestanden, da ich mittels Hausautomation beste Konnektivität wollte.


    Aber als ich wusste welche Module der Solarteur verwenden wollte, habe ich die Belegung doch wieder selber gemacht und konnte so noch 2 Module mehr rauskitzeln.


    Wie gesagt, Tipp: Alle Daten in pvsol (Testversion) eingeben und bisl mit den Werten spielen. So bekommst du auch ein gutes Gefühl für die Anlage und kannst klartext mit dem Solarteur und Deinen Erwartungen sprechen.

  • Respekt, sehr gut vorbereitet!


    Querbelegung prüfen obwohl hochkant recht gut aussieht.

    Das IBC-Spielzeug bietet nur grobe Anhaltspunkte, gerade um die Fenster sollte die Belegung besser gestaltet werden.


    Genaue Maße wären gut und PVsol wurde bereits erwähnt.

    Deine Nordseite ist ok um die 70% auszuhebeln und hart zu bauen wenn dir Verbrauchsvisualisierung egal ist. Ertragsvisualisierung ist auch mit harter Bauweise gegeben.


    Der nördliche Teil der Garage könnte für ein- zwei Reihen nach Süd interessant sein oder für Ost-West. Wie viel Schatten/Sonne ist da drauf?

  • Genaue Maße wären gut und PVsol wurde bereits erwähnt.

    Der nördliche Teil der Garage könnte für ein- zwei Reihen nach Süd interessant sein oder für Ost-West. Wie viel Schatten/Sonne ist da drauf?

    Für die Maße muss ich mal mit dem Laser ran und bzgl. Garage müsste ich mal einen Zeitraffer machen, irgendwo liegt noch eine GoPro - die sollte das können. Das liefere ich beides noch nach..



    Aber als ich wusste welche Module der Solarteur verwenden wollte, habe ich die Belegung doch wieder selber gemacht und konnte so noch 2 Module mehr rauskitzeln.

    Genau sowas meine ich. Je besser man sich informiert, desto eher weiss man was man will/braucht. Nix gegen lokale Fachbetriebe aber ich will da nicht reingehen wie Oma Erna in den Mediamarkt.


    Ziel soll ja sein, eine rentable Anlage zu bekommen, die sich amortisiert und möglichst viel Strom produziert.

    Richtig. Kann auch gut sein, dass ich meine Ansprüche etwas zurückfahren muss. Im Idealfall verbrauche ich 1800€ Strom im Jahr und fahre eine ähnliche Summe wieder ein. Und falls das so klappt, wär es ja dämlich wenn ichs nicht mache.

  • Komm weg von dem Gedanken genau deinen Strombezug damit zu bezahlen. Der Strompreis steigt vermutlich, die Vergütung ist auf 20 Jahre konstant.

    Wenn du verrechnen willst dann wirf dein Wasser, deine Versicherungen, deine Hobbys usw. ins Boot. Warum muss immer der Bezugsstrom herhalten?

    Volles Dach ist rentabel, je größer desto mehr Gewinn (bis auf ein paar Bereiche jeweils gering über der jeweiligen Schwelle.)


    Gib die Belegung vor, lass dir was anbieten, aber ohne dummen Speicherquatsch und stell die Angebote über die Angebots-Maske hier ein.

  • Ich war heute mal mit dem Laser unterwegs und konnte dann ganz kurz mit PVSol Premium spielen. Mit den JASolar und Q.Cells konnte ich folgendes Ergebnis erreichen:

    Das ist die Südseite, die Nordseite ist baugleich. Finde das Resultat schon ganz gut. Ob es technisch machbar ist, muss natürlich der Spezialist am Ende entscheiden. Evtl. höre ich da morgen schon etwas.


    Zum Vergleich mal Panasonic


  • Bild 1 wären je Dach 2x18 parallel an einen MPPT. Das ist gut.

    Ca 23 kWp * 0,7 / 0,9 = ca 17,9 kVA WR.


    Beleg weiter mit pvsol, einzelne Module hochkant dazu, einzelne Reihen hoch statt quer / vice versa.

  • Da beim letzten Angebot trotz ausdrücklichem Wunsch wieder nicht quer belegt wurde, habe ich nochmal gemessen.

    Ich komme mit Laser auf 13,491 Meter Dachbreite (Kante bis Kante) und 5,468m von Anschlag Ziegel zur Traufe bis Kante First.

    Der Solarteur hat die Ziegel gezählt und kam auf 13,40m


    Die angebotenen Module haben 1665mm mit 8 Modulen wären das 13,32 plus 7x2cm Modulabstand = 13,46m

    Wäre also fast bündig mit dem Ortgang, falls die 2cm Modulabstand immer exakt stimmen.

    Darf / sollte man so knapp planen?


    Dann war ein Fronius symo 10 im Angebot, da konnte ich mir gestern bei Sonnenschein das Brummen im Keller eines Kollegen anhören. Bei mir muss das Ding ins EG und ich habe schon die Schütz für die Nachtspeicher im Verteiler getauscht, weil ich sowas nicht aushalte. Da muss definitiv was anderes rein! Vorschläge?


    Mir geht jetzt Angebot einholen und warte was rauskommt langsam aber sicher auf den Keks. Da war sogar ein Anbieter, der hat sich ne Stunde alles angesehen und nie wieder gemeldet.

    Es hat keinen Wert, ich MUSS Vorgaben machen. "Jeder hat seine Favoriten" ist ja nett aber ich muss mit dem Mist leben.


    Also: Winaico WST Module mit 310 Watt sehen für mich ok aus, der Wechselrichter brummt und von Stringbelegung habe ich keine Ahnung. Evtl lohnt auch 2x18 Süd und 1x22 Nord (scheint ja optimal zu sein) auf Nord. Ja? Nein? An welchem Wechselrichter dann?


    Im übrigen kann man KFW 270 aus den praktischen Tipps fast schon streichen. Ich habe bei 4 Banken angefragt und sobald man KFW 270 sagt ist es vorbei. Das bietet keiner mehr an und in jedem Fall ne andere Ausrede. Dafür will man alles andere zwischen 1.5 und 3,09% andrehen.


    Echt <X, dass man alles selbst machen muss. Wär ja auch zu einfach, direkt ein passendes Angebot zu erhalten. Monat 3, viel Zeit reingesteckt, kaum Fortschritt und mir vergeht langsam die Lust auf PV....