Rettet den Reinhardswald!?

  • Ich hab doch gar kein Problem damit, wenn die Leute ehrlich sagen: "Das sieht doch einfach Sch... aus, deshalb will ich das nicht". So Ein Originalzitat eines Aktivisten aus der Nachbargemeinde. Die haben mit den gleichen unsauberen Methoden Vier Windräder in einem stinklangweiligen Forst neben einem Gewerbegebiet verhindert.


    Die Leute sollen einfach ehrlich sein und nicht so lächerlich übertriebene Pseudo-Argumente vorschieben. Die Bäume im Wald gehen doch dem Herrn Firmen-Inhaber am allerwertesten vorbei. Der will bloß in seiner provinziellen Schäfer-Romantik weiterleben. Strom macht man bitte woanders. Das AKW Würgassen, kaum 20 km nördlich hat ihn ja auch nie gestört. Da kann man übrigens schön besichtigen, was die konventionelle Strom-Industrie unter "Rückbau zu grünen Wiese" versteht...

  • Naja - und so aktuell ist das alles ja nicht....


    Seit etwa 2013 kritisieren Naturschützer und Anwohner die im Zuge der Energiewende verfolgten Pläne, den Reinhardswald für Windkraftanlagen zu öffnen. 2014 appellierten 16 Bürgerinitiativen und Naturschutzvereine in einer gemeinsamen Erklärung an Politik und Wirtschaft: „Halten Sie das weithin sichtbare Landschaftsprofil des Kaufunger Waldes und des Reinhardswaldes frei von Windrädern!“. Hintergrund war, dass in diesem Jahr der Regionalplan Nordhessen im Staatsforst Reinhardswald Windvorrangflächen in einer Größenordnung von ca. 100 Windkraftanlagen vorgesehen hat.


    Es war lange genug Zeit sich eine Lösung zu überlegen - und es sind wohl schon 50 WKAs weniger....


    Und wenn es um das Landschaftsprofil geht.....

  • Lass stecken. Du bist laut eigener Aussage (Signatur) selbst Betreiber eines Forums. Ich unterstelle, dass du einer gewissen Rhetorik mächtig bist und weißt, welchen Zweck eine Aussage in einem gewissen Kontext verfolgt.

  • PV75

    Darf ich mal fragen wie deine Stimmungsmache gegen Windkraftanlagen mit dieser Aussage von dir zusammen passt:


    Kannst du dir vorstellen, dass ich echt Bock auf die Energiewende habe und mich daran massiv beteilige?


    Und wie genau deine "massive" Beteiligung denn aussieht?

    Gruß vom Stefan
    1. Anlage aus 2002 6,2 kWp Axitec Module Solarmax WR, Ø Ertrag 1,02 (MWh/kWp)/a
    2. Anlage aus 2017 99,8 kWp Solarworld Module Kaco WR, Ø Ertrag1,10 (MWh/kWp)/a
    Solarthermie 10 qm und ein Holzvergaser für den Winter im Nordschwarzwald.
    Und verantwortlich für das https://www.heiztechnikforum.eu/

  • Immer dagegen... ich kann es nicht mehr lesen. Wenn es mit dem Klimawandel so weitergeht, dann steht da bald gar kein Wald mehr...

    Photoshop doch mal Garzweiler in die Landschaft. Mit fadenscheinigen Argumenten wird hier Stimmung gemacht und maßlos übertrieben.

  • PV75

    Darf ich mal fragen wie deine Stimmungsmache gegen Windkraftanlagen mit dieser Aussage von dir zusammen passt:


    Kannst du dir vorstellen, dass ich echt Bock auf die Energiewende habe und mich daran massiv beteilige?


    Und wie genau deine "massive" Beteiligung denn aussieht?

    Darfst du. Auch wenn auch du offenbar meine Beiträge nicht vollständig liest (Wie vs Wo). Ist echt anstrengend.

    Zu meinem eigenen Beitrag:

    - 60 kWp PV, davon 30 kWp auf dem eigenen EFH

    - LWP als Heizquelle

    - ENEV-Standard KfW 40

    - Rad vor Auto

    - wenn möglich, keine ermüdende Diskussionen online führen (-> Stromverbrauch Laptop ;))


    Was machst du?


    Btw: du wirst auch nach weiterem Durchforsten meines Profils nicht den "Klimaleugner" in mir finden, den du mutmaßlich in mir sehen möchtest.

    Ich befürworte lediglich eine differenzierte Betrachtungsweise. Das vermisse ich bei einigen Themen und Personen hier im Forum.

  • 60 kWp PV, davon 30 kWp auf dem eigenen EFH

    Damit hättest du ca. 210qm Dachfläche auf deinem Einfamilienhaus belegt?

    Respekt, würde ich mir gerne mal ansehen, hast du mir mal die Geodaten für Google Earth?

    Da könnte ich sicher noch was lernen, hab nämlich hier auf dem 3 Familienhaus nur 6,2 kWp unter gebracht.

    Gruß vom Stefan
    1. Anlage aus 2002 6,2 kWp Axitec Module Solarmax WR, Ø Ertrag 1,02 (MWh/kWp)/a
    2. Anlage aus 2017 99,8 kWp Solarworld Module Kaco WR, Ø Ertrag1,10 (MWh/kWp)/a
    Solarthermie 10 qm und ein Holzvergaser für den Winter im Nordschwarzwald.
    Und verantwortlich für das https://www.heiztechnikforum.eu/

  • Irgendwie finde ich aktuell nur diese Bewegungsseite, die naturgemäß alarmierend aufgebaut ist. Damit will nicht pauschal sagen, dass die sorgen nicht auch begründet sind, aber ich finde spontan nicht wirklich was neutrales dazu. Und solche Seiten waren oft schon verzerrt. Darüber hinaus, finde ich aktuell nur Links auf Seiten von rechten Wirrköpfen (Tichy, Achse des Guten), die da anscheinend aktuell erneut eine gezielte Kampagne zu fahren. Kann mir gut vorstellen, dass das bei der Klientel, die noch bei Facebook aktiv ist, auch ordentlich eingeschwemmt wird.


    Ansonsten ist schon seit Mitte letzten Jahres anscheinend nur noch von maximal. 10 WKA im nördlichen Bereich der auf der Seite angezeigten Fläche aktuell die Rede. https://www.abo-wind.com/media…t-Windpark-Gahrenberg.pdf


    SIehe dazu auch die Seite von ABO WInd als Projektierer: https://www.abo-wind.com/de/le…park-gahrenberg/index.php


    Das ist natürlich auch nicht neutral, sollte dann aber auch mit einbezogen werden.


    ABO WInd spricht von durchschnittlich 0,8 ha. Davon 5.000 m² dauerhaft, 3.000 m² temporär. Habe schon mehrere eigenständig nachgemessen und das entspricht auch meiner Erfahrung (natürlich nicht repräsentativ)*. Die 2.000 ha suggerieren natürlich riesige bebaute Flächen. Das wären dann 40 pro WKA (wenn man von deren Angabe mit 50 WKA ausgeht - selbst wenn man noch alles andere, was viruell evtl. möglich wäre, bebaut, wären wir ohnehin nur noch bei 40 WKA).


    Umso mehr Fläche verbraucht wird umso teurer wird's für die Betreiber. Und so hat man schon ein ureigenes Interesse da nicht zu eskalieren. Die Urbarmachung kostet und der Ausgleich auch. Ohne ordentliches vorhandenes Wegesystem wird da in der Regel ohnehin nichts in Angriff genommen. Die Renaturierungen fallen ja ohnehin immer unter den Teppich. Da werden Braunkohlereviere für neue "Naturlandschaften" gepreist, aber die WKA zerstören angeblich nur. Dem Laien wird auch jeder pervertierte Industriewald als traumhafter Urwald verkauft. Der Urwald Sababurg stand ohnehin nicht zur Diskussion - außer in irgendwelcher Propaganda.


    Correctiv hat sich mir dieser Propaganda auch schon auseinandergesetzt:

    https://correctiv.org/faktench…odungen-im-reinhardswald/


    Interessant:

    Zitat

    Er [Mark Harthun, NABU Hessen] befürchtet, dass Windrad-Bauer diese Falschdarstellungen nutzen könnten, um auch legitimen Naturschützern Lügen vorzuwerfen.

    Harthun ist nämlich nicht mit jedem Windrad-Vorhaben einverstanden. Der NABU Hessen hat sogar Klage gegen eines eingereicht. Doch mit dem Teilgebiet im Reinhardswald hat Harthun kein Problem. Solange die alten Bäume wie geplant unberührt bleiben und der Artenschutz beim etwaigen Bau von Windrädern beachtet wird.

    Statement vom BUND von 2016: http://www.bund-hessen.de/inde…_ttnews%5BbackPid%5D=9019


    Ja, ja, das sind die "Gekauften" - und wenn es nicht in den Kram passt sind es dann wieder die militanten Ökospinner...


    *versuche das auch praktisch alles etwas nachzuvollziehen, wenn mir das zeitlich und örtlich möglich ist, weil man in der Regel ja nur von den beiden extremen Polen irgendwelche Nachrichten bekommt. Bei den Betreibern gehe ich auch nicht davon aus, dass sie das alles nur der Umwelt zu liebe tun.