Welcher Mikrowechselrichter

  • Hallo zusammen,


    da ich im Keller noch ein 270W-PV-Modul (Monokristallin, JA-Solar, JAM6-60-270/SI) herumstehen habe, bin ich am überlegen, ob ich dieses nicht an einen Mikrowechselrichter hänge und so die Grundlast der Wohnung versorge. (FritzBox, Server, Switch, NAS, Firewall, Teleon, usw.)


    Jetzt stellt sich nur die Frage, welcher Mikrowechselrichter.


    Zuerst habe ich zum Envertech ENV300 tendiert, jedoch liest man in diversen Forenbeirägen immer wieder, das sich diese Geräte aufhängen und dann auch die Energieausbeute verglichen mit anderen Wechselrichtern nicht die beste ist. Vom Monitoring her hätte ich hier für die Messwerterfassung einen Shelly 1pm verwendet, hier kann ich dann die Werte übers WLAN abfragen, da ein Auslesesystem für dieses Modell eher teurer ist.


    Anschließend habe ich zum Letrika SMI260 tendiert, da dieser oft sehr gelobt wird, jedoch ist dies schon ein älteres Gerät. Vorteil wäre, das er aus der Autoindustrie kommt und daher vermutlich eher hochwertige Bauteile verwendet werden.

    Vom Monitoring her wäre dieser eigentlich ganz gut, denn mit dem SunStick könnte ich die Werte kontinuierlich über meinen Linux-Server abfragen, der sowieso 24/7 läuft. Mit dem Server frage ich eh die große PV-Anlage (10,4kW) ebenfalls ab. Hier stellt sich auch die Frage, ob der Stick zusammen mit Linux funktioniert.

    Beim Recherchieren in den letzten Tagen bin ich dann noch auf den EAConversion INV315-50 gestoßen, dies wäre von allen Mikrowechselrichtern derzeit das aktuellste Modell, hat jedoch nur 5 Jahre Garantie, die anderen haben 25 Jahre. Auch ist die Frage, ob mein Modul da 100%ig dazupasst, da dieser eine Leistung von 315W hat und mein Modul nur 270W. Bei großen Anlagen ist es ja so, das die Wechselrichter ein wenig geringer ausgelegt werden, als die Leistung des PV-Generators. Wobei der INV315-50 im Internet als Set mit 265W-Modulen angeboten wird. Zudem wird auch hier das Monitoring des Wechselrichters nicht ganz einfach, da dieses nur über PLC funktioniert und nicht wie das Vorgängermodell INV250 über eine RS485-Schnittstelle verfügt. Wobei mir diese eh nicht allzu viel gebracht hätte, wenn dann nur für für die Konfiguration des Wechselrichters, da der Linux-Server weiter entfernt steht und ich da nicht ein Kabel hinlegen kann. Der INV250 hat zwar RS485, ist aber auch wieder ein älteres Modell. Vom Monitoring her würde ich hier auch wieder die Shelly 1pm-Variante nehmen.


    Derzeit bin ich hin- und hergerissen, welchen Wechselrichter ich mir anschaffen soll...


    Da die kleinen Mikrowechselrichter derzeit am kommen sind, stand sicher der ein oder andere von euch vor der gleichen Entscheidung.


    Vielleicht kann mir daher der ein- oder andere ein paar Tipps bzgl. der Wechselrichterauswahl geben.


    Vielen herzlichen Dank schon mal im Voraus!


    Viele Grüße:

    Andreas

  • Welchen WR du nehmen sollt musst du selber entscheiden, nur ich habe hier für 2 x 275Wp den AEconversion 500/90 PLC am laufen. Mit dem bin ich sehr zufrieden. Habe hier auch einen Server Laufen (Proxmox) wo die Daten in einer InfluxDb Datenbank gespeichert werden, die von einem Sonoff POW kommen. Die Daten werden dann per MQTT in Influx gespeichert und mit Grafana dargestellt.


    So sieht bei mir das Monitorring aus:

    Bilder

    LG. Mario


    Standort: HU

    540Wp | Victron MTTP 100/30 | 12V Banner Energybull 230Ah

    SmartLog: Raspberry Pi Debian 9.5 MQTT & Node Red

    Standort : AT

    Mini-Solar-Anlage | 2x 275 Trina Solar Module | AEConversion 90/500

    Testumgebung:

    100Wp | Victron MPTT 75/15 | 12V Batterie 110Ah

  • Hallo Mario,


    Danke dir für Deine Antwort.


    Die Shelly 1PM-Module (https://shelly.cloud/shelly-1p…rt-relay-home-automation/) sind im Grunde identisch mit deinen Sonoff-Geräten. Bin gerade am testen, ob der WLAN-Empfang bis in diesen Kellerraum reicht, wo ich einen Kleinverteiler montieren möchte.


    Bzgl. Wechselrichter stand eig. der SMI260 von Letrika bis heute Nachmittag hoch im Kurs, jedoch ist hier auch wieder die Frage, ob der SunStick bis zu mir ins Büro ins 1. OG reicht.

    Aufgrund der neuen VDE AR-N-4105:2018-11, die es aktuell für den Letrika noch nicht gibt und der Tatsache, das der INV315-50 das aktuellere Modell ist, wird meine Entscheidung wahrscheinlich in diese Richtung gehen.


    Bauchweh bereitet mir nur die "kurze" Garantiezeit. Da der WR im Gegensatz zum Letrika nicht komplett vergossen zu schein scheint, dürfte auch im Falle eines Defektes nach fünf Jahren eine eigenständige Reparatur möglich sein. Wäre er vergossen, würde eine Reparatur wahrscheinlich unmöglich sein.


    Der INV315-50 wird zwar ab einer Generatorleistung von 290W empfohlen, jedoch wie schon im letzten Beitrag geschrieben auch schon bei Komplettpaketen mit 265W angeboten. Hier liege ich ja mit meinem 270W-Modul geringfügig drüber, also sollte es machbar sein.


    Viele Grüße:

    Andreas

  • Alle AEs haben 10 Jahre Garantie - natürlich auch der 315 - 50....


    Und ist ab Lager verfügbar.....


    Beide Geräte sind vergossen - Letrika und AE 315.

    Der AE 500 etc ist nicht vergossen....

    Auch die 500er haben 10 Jahre Garantie....

  • Achso, dass wusste ich gar nicht. vielen Dank für Deine Infos.


    Da du mit den INV315 Erfahrung hast, würde hier das Modul mit 270W passen, obwohl der WR oft erst ab 290W empfohlen wird?


    Kannst mir gerne ein Angebot zukommen lassen, bin an einem INV315-50 inkl. passendem Wieland-Stecker interessiert. Hab leider keine PN-Funktion gefunden, wie ich dich direkt ansprechen kann.


    Viele Grüße:

    Andreas

  • Hallo Andreas!


    Wenn Wlan nicht geht könntest du das ganze mit einem Arduino mit LAN Shield und einem SDM120 das ganze machen. Wäre eine alternative.

    Das mit der Garantie glaube kaum, wenn nach vielen Jahren was sein sollte, dass du den ersetzt bekommst auch wenn 25J Garantie sind. Auf die habe ich nicht geschaut. Es muss einfach ein guter WR sein.

    LG. Mario


    Standort: HU

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    Testumgebung:

    100Wp | Victron MPTT 75/15 | 12V Batterie 110Ah

  • Hallo Mario,


    das sehe ich genauso, Garantie sagt nicht alles aus.

    Hab 2 SMA SunnyBoys 4000er + 5000er seit fast 10 Jahren am laufen und dies problemlos. Bis auf eine defekte Diode (die die Wechselrichterfunktion nicht beeinträchtigt hatte) laufen diese einwandfrei. Die Diode hab ich dann selber getauscht und schon war der 5000er wieder 100%ig in Ordnung.

    Hab auch bei den Mikro-Wechselrichtern keine großen Bedenken, diese kann man oft auch selber reparieren (außer es ist ein Controller oder ein Flash-Speicher defekt, da hat man ohne Herstellerunterlagen meistens keine Chance...).


    Die Idee mit dem SDM120 ist echt gut, sollte das WLAN nicht reichen.

    Ich hab von meiner alten PV-Überwachung noch ein paar RFM02-Module vom Pollin herumliegen.

    Mit einem Optokoppler den S0 auswerten und dann über die 433MHz-Funkstrecke zum Server übertragen, das würde gehen und auch völlig ausreichen. Der Server zählt dann die Impulse und schon hab ich mein Monitoring ;-)

    Noch dazu hab ich an meiner Heizungsanlage im Nebenraum ein Pollin-Net-IO-Board für den EMS-Bus der Heizung am laufen, diesen könnte ich dann gleich mit nutzen. Dieses ist zwar auch per WLAN angebunden, jedoch habe ich hier zwei externe Antennen, welche die Shelly-Geräte nicht haben. Auch ein herauslegen der Antennen ist nicht empfohlen, da die WLAN-Antenne bei den Shellys auf Netzspannungsniveau liegt.


    Danke für die konstruktiven Beiträge!


    Viele Grüße:

    Andreas

  • Freut mich das ich dir eine Ideen gebracht habe! Welchen Linux Server hast du da am laufen? Bei mir läuft Proxmox mit LXC Container für die verschiedenen Anwendungen. PV, Haussteuerung, Datenbank u.v.m.

    LG. Mario


    Standort: HU

    540Wp | Victron MTTP 100/30 | 12V Banner Energybull 230Ah

    SmartLog: Raspberry Pi Debian 9.5 MQTT & Node Red

    Standort : AT

    Mini-Solar-Anlage | 2x 275 Trina Solar Module | AEConversion 90/500

    Testumgebung:

    100Wp | Victron MPTT 75/15 | 12V Batterie 110Ah

  • Bei mir läuft eine Centos 7-Maschine für die verschiedensten Anwendungen (PV-Monitoring der großen PV-Anlage, Mailsystem, Wetterstation, Monitoring von anderen Servern und Geräten, Überwachung Heizungsanlage [Buderus-EMS], Wiki-System usw...)

  • Hi!


    Apropos AEConversion INV315-50.


    Weis jemand was mit der Kommunikationsschnittstelle smartRF 2,4 GHz gemeint ist?


    Kommt da vielleicht auch irgendwann ein neues Monitoring Gerät?


    Ich find die AE's auch gut, aber mir ist die Monitoringschnittstelle zu teuer ums übers LAN auszulesen.


    Und auf ne Bastellösung mit Raspi, oder ähnlichem habe ich keine Lust.

    Nein zur EEG! Förderung auslaufen lassen.

    Ja zu eingespeißte kWh mit Einkaufspreis verrechnen für private Dachanlagen ohne Unternehmer zu sein.

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    Anlagen <400VA ohne Anmeldung. Vereinfachte Anmeldung für Anlagen von 400VA bis 1,2kVA!

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