Hilfe bei Anlagenplanung

  • Hallo,


    ich bin Sepp und komme aus Niederbayern (PLZ 84*). Hier soll auch möglichst bald meine neue (erste) PV-Anlage entstehen.

    Nun könnte ich etwas Hilfe und Tipps gebrauchen :-)


    Als Grundlage habe ich mal die Infos meiner Dachflächen zusammen geschrieben und ein paar Bilder mit dazu gepackt:


    Alle Dächer sind gleich nach SW ausgerichtet (auf dem Foto ist Norden oben).


    Dach_1 (26,84 m²):

    Neigung: 25°

    Maße: 880 x 305


    Dach_2 (45,66 m²):

    Neigung: 35°

    Maße: 930 x 550

    - Kamin

    - Dachfenster

    - Aussparung (unten rechts)


    Dach3 (44,47 m²):

    Neigung: 25°

    Maße: 840 x 670

    - Dachständer und Halteseil Strom (oben links)

    - Aussparung (oben links)

    - Aussparung (unten rechts)


    Dach4 (64,65 m²):

    Maße: 1170 x 561

    Neigung: 30°

    - Kamin


    Ich würde gerne mit minimalen Aufwand den maximalen Ertrag aus der verfügbaren Fläche holen (knapp unter 30 KWp).

    • Ist es sinnvoll, dazu auf der NO-Seite von Dach_4 (unten rechts) ein paar Module anzubringen, um morgens und vormittags für den den Eigenverbrauch Strom zu generieren?


    Wenn ich das richtig verstanden habe, dürfte durch die nicht optimale Lage (SW, evtl. NO) eine harte 70%-Schaltung eigentlich kein Problem sein.

    • Kann trotzdem ein Datenlogger zur Visualisierung/überwachung am PC integriert werden, oder beinhaltet dieser dann eh gleich die Steuerung für eine weiche 70%-Grenze?
    • Wäre ein Rundsteuerempfänger (angeboten für ca. 450 Euro netto) evtl. sinnvoller?


    Ich habe im Programm "solarprotool" die Dachflächen mit Störflächen nachgezeichnet und als Screenshots beigefügt. Als Module habe ich mal "ECO-280P" (992x1650) eingezeichnet, da ich dazu ein Pauschalangebot auf dem Tisch habe.

    • Ist die Belegung evtl. mit anderen Modulgrößen optimierbar?
    • Ist ein Mischbetrieb von Hoch und Quer wie bei Dach_3 überhaupt sinnvoll und rentabel (Arbeitsaufwand usw.), oder sollte lieber mal ein Modul weggelassen werden?


    Welche Möglichkeit gibt es, dass meine Eltern (im Haus unter Dach4), auch vom günstigen Eigenverbrauch provitieren, obwohl sie einen extra/eigenen Stromzähler haben?


    Erstmal vielen Dank für die bisherigen Infos im Forum.

    Ich freue mich auf Eure Antworten!


    Vielen Grüße,

    Sepp

  • Viel südlicher Anteil, klar weich bauen. Alles ein Flurstück am selben (einzigen) Hausanschlusskasten?

    Die NO-Seiten sind mit 2X Grad auch gut!


    Aktuelle Module mit 32X oder 31X nehmen und ALLE Dächer prüfen!

  • Guten Morgen "pflanze" - bist ja auch ein Nachtschattengewächs,


    das hätte ich jetzt nicht so schnell erwartet :-))


    Danke für Deine Antwort!


    OK, bei "weich" dürfte dann auch der Datenlogger (zumindest optional) dabei sein.


    Wir haben zwei Einspeisungen mit je einem extra Zähler mit eigenem Vertrag, schaut nicht gut aus, oder?
    Einfach irgendwie "zusammenhängen" kann man da nichts, nehme ich an?


    Die restlichen Dächer wären nur bei hochstehender Sonne bestrahlt, da wir mitten im Ort sind. Hast Du da Erfahrung mit der Rentabilität?


    Gibt es Empfehlungen bzgl. der Modulgröße?


    Danke, Sepp

  • Die Tage gerne mehr.


    Zwei HAK heißt oft 2*30 kWp ohne Theater, das muss kein Nachteil sein. Vlt lieferst du noch Fotos von den Zählerschränken und sagst bei welchen Dächern die HAK sind.

    Module 60 oder 72 Zellen bevorzugen, die sind verbreitet.

  • Sind die Nachbargebäude wesentilch höher? Schatten am frühen morgen und späten Abend ist normal und egal.

    Ist das Grünzeug eures und kürzen eh geplant?


    Nachrüstung PV + Speicher (?) - Angebote liegen vor. ist die aktualisierte Version meiner FAQ - da sind viele wertvolle

    Hinweise und Tipps drin. Nimm dir etwas Zeit dafür falls noch nicht geschehen.


    Ermittel gemäß verlinkter FAQ die kWh je kWp je Dach und teil das Ergebnis hier mit. Die sind besser als du vermutest.


    Die Freileitung ist kein Grund zur Freude. Ist die isoliert? Kann die weg?

    Das einzelne Modul quer würde abstehen und zum Schneefang werden. Wenn dann mit Abstand zu den hochkant-Modulen setzen. Montageprofis mögen mich korrigieren.


    Dach 1 3 Reihen quer oder eine quer oben und darunter eine hochkant mal durchspielen!

    Dach 2 oben rechts mal quer rangehen.

    Dach vier durch oben quer dito mehr draufbekommen.


    Zusammenlegung geht teilweise schon, kommt auch auf die Verbindung zwischen den Gebäuden, Eigentumsverhältnisse, ... an.

  • Zitat

    Dach_1 (26,84 m²):

    Ausrichtung: 70° WSW
    DN 25°

    Maße: 880 x 305


    Yearly PV energy production [kWh]: 888

    Ich würde wohl 5x3 Module quer auslegen, macht einen Strang 15 Module ~4,8kWp auch wenn dabei mehr Schatten erkauft werden - der längere String sorgt dafür dass Schatten ausgeregelt werden und übers Jahr gesehen mehr rumkommt.

    Bei dem Dach handelt es sich umein Pultdach?



    Yearly PV energy production [kWh]: 902

    Belegung find ich gut, insbesondere auf der rechten Dachseite ginge mit Quermontage aber noch deutlich mehr (+4 Module)- ggf alles quer belegen (bringt aber im Bereich des Kamins u.U geringfügig Einbußen da der Schatten über die Kurze seite von 2 Moduen wandert.
    -> Ein 20er String. gute Schattentolleranz ~6,4kWp


    NO:


    Slope angle [°]: 35
    Azimuth angle [°]: -120
    Yearly PV energy production [kWh]: 726

    kann man zum "füllen" bis zum nächsten "Grenzwert" gerne belegen.

    Kann jemand der es weiss nochmal was zum Thema Schatten durch Freileitung sagen? Das ist hier eine Problematik die leider das gesamte Projekt betrifft.


    Yearly PV energy production [kWh]: 912

    Deine Belegung ist super- ein 22er String ~7kWp


    Nordost:

    Slope angle [°]: 25
    Azimuth angle [°]: -120
    Yearly PV energy production [kWh]: 773

    Das würde ich wirklich in die Überlegungen einbeziehen - insbesondere wenn sich die von Norden enfallende Botanik in den griff kriegen lässt sind kaum Schatten zu erwarten.

    Zitat

    Dach4 (64,65 m²):

    Ausrichtung: 55° SW

    Maße: 1170 x 561

    Neigung: 30°

    - Kamin


    Yearly PV energy production [kWh]: 921

    sicher dass keine 7 Module quer passen? (~11.9m)? auch eine Belegung mit Giebelüberstand (~0,5m) würde ich prüfen.


    Nordost:


    Slope angle [°]: 30
    Azimuth angle [°]: -125
    Yearly PV energy production [kWh]: 733

    15 Module ~4,8kWp

    Verschattung ist kaum zu erwarten.



    Ich würde daraus 2 Anlagen bauen falls sich Kostengünstig 2 HAK etablieren lassen.

    In diesem Zug könnte man die Möglichkeit die Freileitung zu Entfernen prüfen.


    2 Haushalte haben den Vorteil dass man 2x ohne RSE bauen kann. z.B:

    alternativ lässt sich natürlich auch eine Gesamtanlage an einem RSE führen - "keine" Einspeisebegrenzung hat auch was.


    Im Nördlichen Anlagenteil wären aud Dach 1+2 easy 10kWp möglich. - maximal ausgebaut und mit dem NO Dachsogar über 17kWp

    Im Südlichen kann man unter Zuhilfenahme der NO Dächer eine sehr schöne <30kWp bauen.



    Gruß Flo


  • Hallo,


    Erstmal vielen Danke für die hilfreichen Tipps.


    Ich habe an der Belegung noch etwas gefeilt und dabei auch noch ein paar Korrekturen durchgeführt.

    Die KWh/KWp habe ich abgefragt, so schlecht wäre die gar nicht mal... - hätte ich nicht gedacht :-)


    Dach_1_SW: 965

    Dach_1_NO: 826


    Dach_2_SW: 958

    Dach_2_NO: 746


    Dach_3_SW: 965

    Dach_3_NO: 799


    Dach_4_SW: 964

    Dach_4_NO: 773


    Auch die Botanik wäre in den Griff zu bekommen.

    Zitat

    Dach_1:

    Ich würde wohl 5x3 Module quer auslegen, macht einen Strang 15 Module ~4,8kWp auch wenn dabei mehr Schatten erkauft werden - der längere String sorgt dafür dass Schatten ausgeregelt werden und übers Jahr gesehen mehr umkommt.

    Bei dem Dach handelt es sich umein Pultdach?

    Ja, ist ein Pultdach. 5x3 Module lässt die Software nicht zu, aber die Kombination Hoch/Quer gab nochwas her (10 > 13 Module).

    Von Strangaufteilung habe ich noch überhaupt keinen Schimmer. Gibt es hier Faustregeln bzw. "GehtGarNicht"-Konfigurationen?


    Zitat

    Dach_2

    Ein 20er String. gute Schattentolleranz ~6,4kWp

    Hier hatte ich einen Fehler und noch neu konfiguriert: Von 18 auf 21 Module


    Zitat

    Dach_3

    Kann jemand der es weiss nochmal was zum Thema Schatten durch Freileitung sagen? Das ist hier eine Problematik die leider das gesamte Projekt betrifft.

    Sind die dünnen Schatten der Freileitung tatsächlich ein Problem - hätte ich nicht gedacht.

    Die Freileitung gibt es nicht mehr in der ganzen Ortschaft, da wurde die letzten Jahre teilweise auf Erdkabel umgestellt.

    Aktuell weiß ich aber von keinen Umstellungsplänen. Die Leitung ist nicht isoliert.


    Zitat

    Dach_4
    sicher dass keine 7 Module quer passen?

    ? - Die Belege-Software lässt es nicht zu. ich habe leider auch keine Ahnung, was Verlegevorschriften usw. angeht.



    Die beien Hausanschlusskästen befinden sich unter Dach_4 und Dach_3. Fotos der Zählerschränke sind dabei.

    In Wandkasten von Zähler_4 ist links noch etwas Platz (etwa zu 2/3 belegt). Der Elektriker (Erstangebot) sagte,

    es müsse ein zusätzlicher Zählerkasten installiert werden (Platzmagel und Wahrung Bestandsschutz alter Zähler).

    Den Zähler_3 hat noch niemand angesehen, diese Anlage ist aber noch deutlich älter als Zähler_4, daher gehe ich

    hier mindestens vom gleichen Aufwand aus.


    Grundsätzlich wäre mir eine Trennung auf zwei Anlagen auch ganz Recht, dann können beide Parteien Strom zum Eigenbedarf entnehmen.

    Ich fürchte aber, dass die Aufteilung deutlich teurer zu bauen ist, als eine Gesamtanlage.

    Gibt es ausser dem finenziellen Aspekt auch noch andere Gründe gegen eine Aufteilung?


    Ich könnte folgende Gesamt kWp 55.800 - Anlagen mit 310er Modulen (die scheinen vom Preis/Leistungsverhältnis nicht schlecht) vorstellen:

    > Anlage_SW: 26.660 kWp

    > Anlage_NO: 29.140 kWp

    Spricht etwas gegen diese Aufteilung, ist es evtl. sinnvoller Dachweise zu zusammen zu fassen?

    > Anlage_1+4: 28.830 kWp

    > Anlage_2+3: 26.970 kWp


    Akut bleiben noch folgende Fragen/Probleme:

    - Versorger: Welche Leistung lässt sich überhaupt einspeisen

    - Versorger: Kann Freileitung kurzfristig durch Erdkabel ersetzt werden

    - Finanziell wäre das wohl ca. doppelt so viel, als ich ursprünglich gedacht hätte - das muss erst noch geklärt werden...


    Ich freue mich auf euer Feedback! - Vielen Dank!


    Ciao, Sepp

  • Gegenüberliegende Dächer zusammen auf einen WR.

    Max. 22 Module je String.

    Die Anlagen werden dir an Ende mehrfach geschenkt, auch ein Darlehen rentiert sich. Wenn verfügbar stärkere Module prüfen und die 30 jeweils so voll wie möglich machen.


    Flurstücke sind relevant.

  • Hallo Sepp,


    schon klasse was du "gebaut" hast.


    Meine Idee:

    Entweder eine Anlage mit 2 WR und RSE

    oder

    2 Anlagen "weich" bauen - 4 Wechselrichter verwenden.



    Eine gemeinsame Anlage ließe sich wohl mit 2WR realisieren wenn man alle


    1)NO Dächer als 22er Strings  Fronius 27 eco - oder - SMA Sunny Tripower STP 25000TL

    2)SW Dächer muss man einander ein wenig annähern und tlw. parallel schalten:

    1x15 Dach1SW + 2x15 Dach4SW auf einen MPPT

    2x20 (SW2+3) auf den anderen Mppt

    - ABB TRIO-27.6-TL - oder - SMA Sunny Tripower STP 25000TL - wären mgl?


    Die Kompromisse die nötig sind um sowas mit wenigen WR zu bauen (denn nur das steigert die Wirtschaftlichkeit) ergeben geringfügige Einbußen bei der möglichen Anlagenleistung da hier und da mal um ein Modul gekürzt werde muss um Parallelschaltungen zu ermöglichen.


    Eine Anlage unter 30kWp braucht keinen RSE

    -> sollte der bei dir teuer sein würde ich die Anlage versuchen aufzuteilen und "2x<30kWp" bauen.:


    Anmerkungen im Detail:

    Dach1

    SW 13 ist wenn keine Schatten auf das Dach fallen ein gerade ausreichend langer String. Ich würde nochmal prüfen (lassen) ob nicht 5x3 quer passen - wenn in der höhe 3m möglich sind (ggf 5-10cm Giebelüberstand?)


    NO Mir war nicht klar dass das Dach unsymetrisch ist - 25 Module sind toll aber zu viel für einen und zu wenig für 2 String.

    du könntest eine Schattenanalyse machen und 3 Module weglassen.
    Man könnte Reihe quer + 2 Reihen hochkant legen = fast rechteck 8/8,5x4,7m = 21 Module


    Dach2

    SW :thumbup:Top.

    NO selbes Problem wie das Nachbardach: 2-3 Module weglassen. (Schattenstudium Schornstein) =21-22 Module in einem Sting sehr guter Schattentolleranz.

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    Dach 1+2 bilden liegen auf einem Flurstück?

    ANLAGE Nord:

    75-78 Module = ~25kWp - 70%=17,5kW

    du brauchst 3-4Mppts (NO zusammenfassen?) -

    Um das mit einem WR zu lösen fällt mir nur der Kostal Piko 20 ein - ob der Leistungsmäßig reicht muss wer mit mehr Erfahrung beurteilen - mir wäre es zuwenig "Reserve" für Eigenverbrauch (oberhalb der 70%: <2,5kW)


    besser(?) 2 WR einsetzen:

    entweder Hausweise:

    Gegenüberliegende Dächer zusammen auf einen WR.

    macht für
    D1 ~11-11,8kWp ->10kWp WR? (einspeisen darfst du 70%=<8,2kW)

    D2 ~ 13,5kWp -> könnte man aufgrund des steilen NO auch mit 10-12kWp WR bauen. (70%=9,4kW)


    oder nach Ausrichtung:

    SW: 1x13-15 + 1x20 = 11kWp an 10kW WR?

    NO: 2x22=14kWp an 12,5kW WR?

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    Dach 3
    einfachTop:thumbup:kann man nicht viel besser machen denke ich! =43M

    Dach 4

    SW 2x16er Strings Dach ist voll :Dwas soll man noch sagen :thumbup:

    NO super belegt aber 1 Modul zuviel :) lösbareres Problem: Schatten beobachten.

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    ANLAGE Süd

    Dach 3+4 = ~96*310Wp=29,76kWp 70%=20,8kW - ein WR mit 3 Mppt wäre möglich (NO zusammen fassen)

    welcher WR?


    besser(?): 2 Wechselrichter:


    Hausweise:

    D3=13,8kWp an 12,5-15kWp WR - da flach würde ich keinen WR unter 12,5kW nehmen. (70%=9,7kW)

    D4=17,3kWp an 15kWp WR (70%=12kW)


    Nach Ausrichtung:
    NO: 2x22=14kWp an 12,5kW WR?

    SW: 2x16+21=17kWp (70%=11,8kW) an 15kW oder 17,5kW WR

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    Gruß FLo




    PS:

    Die HAK sind ganz sicher beide neu zu machen!