Ideale Aufständern - Steile Hanglage mit Baumbewuchs

  • Hallo Zusammen,


    wir befinden uns gerade in der Bauphase und überlegen welches die ideale Aufständerung für unser Vorhaben wäre. Zu erwähnen ist, dass wir in sehr steiler Hanglage bauen und in ca. 30m Abstand auf der Ostseite hohe Bäume stehen. Diese befinden sich aufgrund des Hangs auch nochmals um ca. 5m höher als die Dachkante des Gebäudes:

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    Es gibt drei Optionen für eine 9.9KW Anlage:


    1. OST-WEST

    • Jahresertrag ca. 859,69 kWh
    • Nutzungsgrad ca. 81,2%
    • Potential die Anlage noch weiter auszubauen
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    2. SÜD

    • Jahresertrag ca. 1.029,54
    • Nutzungsgrad ca. 85,6%
    • Dach voll belegt, keine Erweiterung mehr möglich
    • Aufständerung steiler/höher und somit über Attika hinaus zu sehen (optisches Thema)
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    3. SÜD-WEST

    • Jahresertrag ca. 912,31 kWh
    • Nutzungsgrad ca. 81,7%
    • Dach voll belegt, keine Erweiterung mehr möglich
    • Aufständerung teilweise steiler/höher und somit über Attika hinaus zu sehen (optisches Thema)
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    Würde mich über Ratschläge und Tipps sehr freuen. Für was würdet ihr Euch entscheiden?


    Schöne Grüße

  • Ost-West und Dach voll machen. Schxxx auf die EEG-Umlage, sind nur ein paar Euro.

    Und bei bedecktem Himmel kommt immer noch was vom Dach....


    ich würde sogar Ost-West-Aufständerung um 90° gedreht, also dann Süd-Nord mal durchrechnen,

    wenn so mehr Platten aufs Dach gehen...

    PV1 = Insel: 10xTalesun 320Wp + 6xRisen 310 + 8xKyocera 175WP + MPPT150/60 + MPPT150/35+ Multigrid 3000/48 + CCGX+ 3x Pylontech 2,4kWh
    PV2 = EEG: 31x Hanwha QCells 315 black + 2 SUN2000-4KTL

  • Genau, plane mit Vollbelegung, ruhig über 12 kWp.

  • 4. O/W oder N/S und voll, jetzt, nicht später erweitern.


    Die Bäume sind deine Randbedingung, die du nicht beeinflussen kannst. Sie haben keinen Einfluss auf die Belegung deines Daches. Stell dir zwei Module gegeneinander aufgestellt vor. Dies beschatten ein Rechteck von 3.22 m2, können also die Horizontalstrahlung, die auf dieses Rechteck fällt, verwerten. Da die Horizontalstrahlung für dein Dach eine Konstante ist, in die Wetter, Breitengrad und auch der Wald eingehen, und diese Fläche unabhängig von der Orientierung des Modulpärchens ebenfalls eine Konstante ist, ist der Ertrag von der Orientierung unabhängig. Anders sieht es natürlich aus, wenn du nur in eine Richtung aufständerst mit Abständen zwischen den Reihen. Dann steigt zwar der spezifische Ertrag (kWh/kWp), der Gesamtertrag des Daches fällt aber. Verbrauchen und verkaufen kannst du aber keinen spezifischen Ertrag, nur einen absoluten und realen. Daher spricht alles für Option 4.


    Die einzige Option deiner drei Vorschläge, die man noch in Erwägung ziehen kann, ist die 2. 1 und 3 sind Quatsch!

  • Danke schonmal für die schnellen Antworten.


    Monsmusik : Das ich es richtig verstehe. 4= Option 1 jedoch als volle Ausstattung, richtig?


    Bitte entschuldigt, ich kenne mich noch nicht so richtig mit den gesetzlichen Bestimmungen aus. Mein Solateur erzählt mir aber immer etwas von ich soll nicht über die 10KW gehen. Womit hängt das zusammen und das würde sich ja mit deinem Vorschlag ändern.

  • Lass ihn reden und bau groß. Attika wenn möglich tief halten - oder ganz ohne?

  • Wenn ich das richtig sehe, gehen bei Option 1 ca 54 Module auf's Dach.

    Mit 320ern sind das gute 17.2 kWp.


    Und der Jahresertrag der Anlage beträgt ca 859 kWh/kWp * 17.2 kWp = 14.700 kWh.

    OT: Die beiden Kommastellen beim Jahresertrag sollte man einfach streichen, die sind sinnfrei.


    Jetzt noch gegenrechnen, was bei den anderen Optionen herauskommt.

    Das Ergebnis pro Jahr dann auf 20 Jahre hochrechnen.


    Bei einer Attika sollte man nie vergessen, dass es gerade in der dunklen Jahreszeit vorteilhaft ist, einen gewissen Randabstand nicht zu unterschreiten. Scheinbar hat dein Solateur schon Erfahrung damit, die Installationsbeispiele (Opt. 1) sehen diesbezüglich ganz gut aus. Nur Opt. 3 ist etwas gewöhnungsbedürftig. 8)

  • Monsmusik: Das ich es richtig verstehe. 4= Option 1 jedoch als volle Ausstattung, richtig?

    Oder um 90 Grad gedreht, spielt keine Rolle, so wie mehr drauf passt.


    Zum Solarteur: Irgendjemand muss das denen mal so beigebracht haben, und selber denken scheint nicht so deren Ding zu sein. Bei knapp über 10 kWp (also 11 oder 12 kWp) hat er recht, da überwiegen die Komplikationen die Vorteile. Die Folgen von > 10 kWp habe ich kürzlich hier beschrieben.

  • Ok, danke verstanden.


    An Attika und Co. lässt sich leider nichts mehr ändern. Zusätzlich muss auch irgendwo noch ein Schwanenhals und eine SAT-Schüssel aufs Dach. :)