Planung PV Anlage auf Neubau | 841xx

  • Hallo zusammen,


    ich bin neu hier bei euch im Forum, habe aber in letzter Zeit einigs hier gelesen und gelernt. Ich habe mich nun auch angemeldet und hoffe darauf, mit euch zu einer sinnvollen PV zu kommen.


    ich plane gerade den Neubau eines EFH (kfw40) mit Solewärmepump/Erdwämrme und möchte gleich zu Beginn auch eine PV drauf machen. Gerüst steht dann schon, also gleich die Chance nutzen.


    Ich habe mir schon die ein oder anderen Gedanken gemacht, bin aber noch neu im Thema. Mit eurer Hilfe hier habe ich gelernt:

    -Vergiss den Speicher. Das würde zu kfw40 Plus noch fehlen... aber naja, wenn sichs nicht lohnt...

    -Dächer voll machen

    -Nicht nur Hausdach



    Also habe ich mich nach Hinweisen hier im Forum mal mit PVSol eingearbeitet und gezeichnet inkl. Nachbargeäude und weit entfernte Bäume im Westen, die sich Abends auswirken (von den Maßen ungefähr, 100%ig ist das sicher nicht). Die Frage ist nur, was ich hier am Besten alles Hochlade.


    Ich fange mal mit den Infos an:


    Haus: Satteldach mit 35° Neigung. Ausrichtung nicht ganz genau Nord/Süd sondern ca. 14° nach Westen gedreht. Kein Schornstein, der was verschatten würde. Aber eine Sat-Schüsssel soll drauf kommen. Hätte mir gedacht, die dann auf die Nordseite zu machen, etwas entfernt vom First, mit höherem Masten, dass die nicht die Südseite verschattet aber doch noch über den First nach Süden "sieht". So mal der erste Gedanke, im Detail noch nicht ausgeplant.

    Eine Dachhälfte hat ca. 15,15m*7,19m. Das Dach könnte man noch geringfügig größer machen, falls ein paar cm fehlen.


    Garage: Ost/West-Satteldach: 25 Grad Neigung, Je Dachhälfte 10,5m*5,4m. Garage ist 90Grad ans Haus angebaut.




    Ich habe mal mit exemplarisch gewählten Axitech 300W Modulen von der Größe (992mm*1640mm) gerechnet und könnte belegen:
    Hausdach Südseite mit 60 Modulen (18kWp) und je Garagendach 30 Module (2x9kWp). Das ergäbe 36kWp in Summe. Nordseite Haus macht keinen Sinn bei 35° Dachneigung oder?


    Ich denke über das Hausdach gibt es wenig zu diskutieren, da spricht nichts dagegen, einzig am Abend kurz vor Sonnenuntergang wird das Dach etwas früher verschattet druch die Bäume im Westen als es der Horizont tun würde. Sehe ich jetzt nicht als dramatisch. Tagsüber läuft das ja dahin.

    Garagendächer: Ostdach wird die erste Vormittagshälfte noch vom Nachbarstall, ca 5m entfernt und weit höher verschattet. Westdach wird irgendwann von eigenen Bestandsgebäuden verschattet, da höher als die Garage.

    Hier ist die Frage: Wie kommt man denn zu der Entscheidung was sich lohnt und was nicht, wegen Schatten? in PVsol, kann man das ja simulieren lassen und die Verschattungsangaben anzeigen lassen, aber was heißt das dann leetztendlich für die Entscheidung?



    Zur max. Größe und Regelung der Anlage seitens Netzbetreiber:

    bis 30kWp könnte ich wählen: 70% hart oder Rundsteuerempfänger. Bei Ost,Süd, und Westdach wäre 70% hart fast sinnvoll oder? laut Anbieter B (siehe unten) darf man max 70% der Erzeugerleistung einspeisen, theoretisch aber 100% auch wechselrichten und selbst verbrauchen oder dann im Falle des Nichtverbrauchs auch im WR begrenzen. Stimmt das und welche Steuerungen bräuchte es dazu?




    Parallel zu diesem Diskussionsthread läuft:


    -Netzbetreiber: prüft maximale Anschlussmögichkeiten an sein Netz, ist ein kleiner unkomplizierter Netzbetreiber und angenehm im Umgang. Ab 30kWp kann ich nicht mehr wählen ob Rundsteuerempfänger oder 70% hart, muss den Rundsteuerempfänger akzeptieren. Stimmt soweit ich weiß. Eine grundsätzliche Frage, die ich mir stelle: Kann er mir den Anschluss einer PV verbieten oder limitieren, weil es das Netz nicht mehr verkraftet? Paar Meter weiter hat ein Holzbauer eine größere Anlage, denke ein BHKW, mit dem er einspeist. Weiß nicht, wie groß die Anlage ist.


    -PV-Anbieter A: macht auf Basis Plan ein Angebot, hat im ersten Gespräch nicht so recht was gesagt, was er meint, dass Sinn macht zu belegen.


    -PV Anbieter B: macht auf Basis das Plans ein Angebot. Ist eher so eingestellt, dass sich fast alles lohnt, dauert halt etwas länger bis sichs abbezahlt, macht auch Nörddächer mit geringer Neigung. Wenn er fertig ist mit Planung und Angebot klären wir was sinn macht und was ich überhaupt möchte.




    Ich freue mich auf Anregeungen und sage schon mal vielen Dank an das tolle Forum und alle Hilfe gebenden.



    Gruß Stefan

  • Ich würde Süd mit 60 vollmachen.

    Ost und West würde ich aber wegen der Verschattungen nur jeweils 20 bauen.

    Da bist bei 100 Modulen und 30 KWp. Darüber macht erst mal wieder ab ca. 40 KWp Sinn, da weitere Technik benötigt.

    Süd dann mit 4*15 / 2*15 + 2*15 an einen 15er SMA oder Fronius und

    Ost mit 1*20 und West mit 1*20 an einen 10er SMA oder Fronius. Das Ganze dann mit SHM 2.0 oder SmartMeter in 70% weich.

    RSE würd ich nur nehmen wenn er absolut günstig ist.

  • Sehr gut vorbereitet! Über 30 kWp gut und gerne, aber ob es mit 35 kWp schon reicht für NA-Schutz, RSE usw.?


    Warum 2 WR?

  • ich habe nord mal ins pvgis mit landshut als standort geworfen... statt 19 MWh jahresertrag des süddaches liefert der verschmähte norden immerhin noch gute 11 MWh... alle dächer zusammen ergäben so mit 180 modulen beachtliche 54 kWp... viel strom für die nachbarn... :-) ich würde das norddach auch noch belegen... eine solch feine anlage sollte sich finanziell von selber tragen und selbst die kfw gäbe dafür günstige (zusatz-)mittel...

  • ja nicht schlecht, gestern Abend den Thread erstellt und heute morgen schon rege Beteiligung, freut mich wirklich.

    Ich merke ja gerade, dass ich mit euren Abkürzungen noch nicht ganz firm bin. Aber für was gibt es google? Das ist alles rauszufinden.


    das wird bestimmt gut... feine symmetrische dächer... *bischenneidischguggt* :-)

    dankeschön.


    ...

    Da bist bei 100 Modulen und 30 KWp.

    ..

    Das Ganze dann mit SHM 2.0 oder SmartMeter in 70% weich.

    ...

    ok, 30Kwp Variante, verstehe. SMH 2.0 ist das Gerät von SMA oder? Das misst Eigenverbrauch und man kann damit die 70% weich erreichen. 70% weich ist: 70% max. Einspeisen und durch interne Regelung die 30% selbst verbrauchen. Stimmt schon oder?


    Sehr gut vorbereitet! Über 30 kWp gut und gerne, aber ob es mit 35 kWp schon reicht für NA-Schutz, RSE usw.?


    Warum 2 WR?

    Danke fürs Lob, ich denke nur so kann man inhaltlich gut diskutieren und sich eine Meinung bilden. Wenn ich damit erfolgreich war, freut es mich.




    ... alle dächer zusammen ergäben so mit 180 modulen beachtliche 54 kWp...


    eine solch feine anlage sollte sich finanziell von selber tragen und selbst die kfw gäbe dafür günstige (zusatz-)mittel...

    Ui, das hätte ich nicht erwartet. Ich warte jetzt mal ab, was der Netzbetreiber sagt zu max. möglicher Einspeiseleistung. Dann schauen wir weiter... Ich hör schon meine Frau: "Warum brauchen wir so viel? Aber ja, ich weiß schon, du willst das halt..." --> Genau! So wie sie Handtaschen und andre schöne Dinge einfach "braucht", ohne dass ich's verstehe ;)


    von der Kfw beantrage ich schon einen Kredit für den Neubau mit Tilgungserlass für den kfw40 Stand... Gibts da noch mehr für PV? Muss ich nochmal durchforsten.

    pflanze

    Ich glaube mit 4*15 auf einem Mppt geht die Stromstärke drüber oder?


    Dann würde auch einer mit 3 Mppt reichen.

    Verstehe ich noch nicht ganz. Mppt heißt ja maximum powerpoint tracking, eigentlich ja der Betriebspunkt eines Moduls abhängig von der Einstrahlung.... Ich dachte eigentlich das wären die Anschlüsse am Wechselrichter bis gerade eben, aber da muss ich mich erst nochmal einlesen. Gerade schaff ichs nicht.

  • Ja, das sind auch die Anschlüsse. Die haben einen maximalen Strom, WR-Auslegung wird dir sicher noch genannt.

    Die ca. 54 kWp wären sehr fein.

    Weich hast du richtig erfasst.


    (Meine Liebste ist dem Konsum nicht verfallen, das finde ich am schönsten.)


    KfW 270 gibt es als reines Darlehen für PV. Afair ohne Zuschuss.

  • MPPT wird gerne als Synonym für einen Tracker des WR verwendet, nicht verwirren lassen.

    Mit PV-Sol kann man nach der Verschattungsanalyse auch den jeweiligen Jahresertrag ermitteln. Dazu aus der Grafikbearbeitung rausgehen und die Wirtschaftlichkeitsberechnung anstossen.

    Da kannst dann einmal die Komplettbelegung berechnen und dann einzelne Dächer weglassen, dann siehst du die Auswirkungen.

    20% Schatten bedeutet, das Modul bringt im Jahr statt z.b. 1000kWh/kWp "nur" 800kWh/kWp. Alles über 700kWh/kWp lohnt sich immer zu bauen.

  • Alles unter 4% kannst du ignorieren.

    Bei der Größe (ist ja genug Platz da), würde ich aber eventuell die untere Reihe Ost weglassen.