Ladelösungen für die ZOE, welche Variante nutzt Ihr?

  • Hallo Leute,


    seit letzter Woche sind wir auch stolzer Besitzer einer ZOE Zen 22kwh.


    Wir haben sie gebraucht gekauft und sind bisher ganz begeistert von dieser anderen Art des Fahrens :-D


    Jetzt lese ich schon wie bekloppt, welche Ladeinfrastruktur am sinnvollsten wäre.
    Aktuell laden wir die "Schöne" per Notladekabel an der Schuko Dose, sprich 2,3kwh.


    Optimal wäre für uns den PV Überschuß in die Zoe zu laden. Das klappt an sonnigen Tagen auch so, aber ich hätte es gern ein Stück weit automatisiert.


    Wir haben einen Fronius Hybrid 3.0.3S mit 9kwh Akku dran + einen Symo 3.7 über die AC-bridge integriert.


    Jetzt habe ich zu NRGkick, OpenWB, e-go etc. gelesen. Die können ja alle ein Stück weit mit Überschuss arbeiten. Aber funktioniert das wirklich tadellos?


    Ich würde den gern zu Hause einfach smooth laden, also diese 2,3 kwh sind schon ok, wenn es aber noch niedriger ginge, dann wäre das auch ok (aktuell ist der 3er Hybrid die Handbremse in unseren System, der kann nur 3kwh AC wenn der Akku voll ist)


    Maximal würde ich mit 3,7kwh laden wollen. (das geht doch noch 1phasig oder?)


    Meine Frage ist also an Euch, was habt ihr für Lösungen gefunden um die Zoe zu laden?


    Ich würde mich freuen, wenn Ihr Eurer Wissen und Erfahrung mit mir teilen könntet.


    Vielen Dank im Voraus.

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    Panasonic G(H)eisha seit 08-2018

    ZOE Zen 22kwh 05-2019


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    Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat's gemacht.

  • Herzlichen Glückwunsch zu der Kleinen :)

    Das geballteste Wissen dazu findest Du zweifellos bei Goingelectric, aber ich will Dir gerne auch hier die richtige Richtung zeigen, fahre selbst eine Zoe Q210.

    Zunächst mal die Frage ob Du ein altes Q210 (max. 43kW Ladung) oder ein neues R240 (max. 22kW Ladung) Modell hast, die unterscheiden sich nämlich im möglichen Regelbereich.

    Dann der Hinweis dass alles unter 11kW Ladeleistung bei der Zoe recht ineffizient ist und Du dir überlegen musst um welchen Preis du die Energie verschleudern willst.


    Für die Ladung und Steuerung würde ich auch OpenWB mit einem Go-E Charger empfehlen, das funktioniert wohl tatsächlich recht gut. Die Autos regeln die Leistung auch sehr schnell nach dem Steuersignal hoch und runter.


    Für Experimente (Achtung, wirklich experimentell und mit Steuergeräte-Software aus den Anfangstagen 2013, mittlerweile hab es da einige Updates die die Ladestabilität deutlich verbessert haben und vielleicht auch die Effizienz.) mit sehr geringer Leistung schau mal hier: http://www.goingelectric.de/fo…tung-t1388-10.html#p22320


    PS: Du willst nicht mit 3,7kwh laden, denn dann wird dein Akku, in den 23 kWh reinpassen, nur zu 16% voll.

    Du meintest die LadeLEISTUNG, welche in kW angegeben wird. kWh ist die Menge.

  • Danke DiLeGreen für deine Antwort.


    Im goingelectric Forum bin ich schon am rumlesen.


    Es ist einen R240 mit max 22kw Ladung. (BJ 09/2016)


    Ich will im Grunde versuchen so viel Überschuß wie möglich in der Zoe zu versenken, allerdings ist der aktuelle Hemmschuh der 3.0.3 Hybrid, der mit 3000W AC nicht mehr kann. (bis zu einer bestimmten Uhrzeit, ist das dann die Grenze des möglichen)


    Aktuell klappt das ja recht gut die 2,3kw reinzubringen, die aktuell bei so einen Tag wie diesen problemlos anliegen. (gelegentlich liegen auch bis zu 4,4kw(h?) an, die dank 70% Einstellung die Maximalgrenze an Einspeisung der aktuellen Konfiguration bedeuten - die aber wirklich nur im peak)


    Deswegen der Gedanke mit den 3,7kw als Maximale Ladeleistung. Ideal wenn dies dann automatisch passieren würde.


    Danke für den Link und die Verbesserung kwh und kw, du hast aber verstanden was ich sagen wollte *lol* ;-)


    Hab grade das letzte Update aufgespielt, nachdem ich gestern mit einem Werksreset keine Uhrzeit mehr hatte (die lies sich nicht korrgieren, dass Feld für Einstellung der Uhr war ausgegraut).


    Jetzt geht es aber und das Update ist problemlos installiert worden. *da habe ich geschwitzt, nicht nur durch die aktuelle Hitze!

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  • Alles klar, dann wäre dein Regelbereich mit der OpenWB bei 8-19A, das sollte ohne Probleme laufen. Was allerdings schädlich sein könnte wäre das komplette Pausieren der Ladung z.B. bei einer Wolke, da dabei u.U. das Batterieschütz im Auto auch jedes Mal geschalten und somit erheblich mehr verschlissen werden würde.

    8A sind der minimale Ladestrom der Zoe, runter bis auf 6A (min. laut Norm) kommt auch die R240 soweit ich weiß nicht. Du musst also immer mit min. 1,84 kW laden und hättest dann dabei auch Netzbezug wenn es die PV nicht hergibt.


    Die billigste Lösung für mehr als 10A ist die genannte Spezial-Schuko-Steckdose, die den Ladeziegel mit einem Magnetschalter fix auf 14A hochstellt, das wäre aber nicht regelbar.


    Das Update dass du aufs R-Link installiert hast ist auch nur fürs R-Link, da kann nicht viel schiefgehen ;-) außer dass es sich nicht ohne Weiteres installieren ließe, was bei Renault nicht unüblich wäre.


    Ich meinte oben die Updates für die Steuergeräte für die Batteriesteuerung und Klimaanlage, bei denen du unbedingt auf aktuellem Stand sein solltest um nervige Probleme zu vermeiden, die kann nur die Werkstatt installieren.

  • Alles klar, dann wäre dein Regelbereich mit der OpenWB bei 8-19A, das sollte ohne Probleme laufen. Was allerdings schädlich sein könnte wäre das komplette Pausieren der Ladung z.B. bei einer Wolke, da dabei u.U. das Batterieschütz im Auto auch jedes Mal geschalten und somit erheblich mehr verschlissen werden würde.

    Du kannst bei OpenWB auch eine Abschaltverzögerung einstellen, sprich: WENN PV-Überschuss niedriger als XXX Watt, dann abschalten nach XXX Sekunden

    Damit umgeht man eine unnötige Hysterese.

  • Danke für Euer Feedback. Ich habe mir erstmal etwas Hardware bestellt, damit ich für die ZOE eine eigenen Steckdose (CEE + Schuko) installieren kann. Darüber kann ich auch mit einen extra Zähler erfassen, was sie so an Strom futtert :-D


    In einen anderen Beitrag habe ich gelesen, man sollte durchaus auf eine mobile Ladelösung zurückgreifen, da diese nicht beim Netzbetreiber gemeldet werden muss. Eine feste Wallboxinstallation dagegen schon.


    Wegen dem Überschussladen selbst, wenn da mal Wattchen aus dem Ö-Netz kommen, wäre das nicht so schlimm. Jetzt ist ja auch so, dass wenn mal eine Wolke vor die Sonne rutscht, dass dann eben keine 2,3kwh von der PV kommen.


    Kann ich diesen Stand der Updates für die Steuergeräte irgendwo abfragen? Wie soll ich wissen ob die auf den richtigen Stand sind? Das könnten die auch irgendwie in die App einbinden (die ist ohnehin irgendwie ziemlich knauserig was Informationen zum Auto angeht!)

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  • Es gibt z.B. das Projekt CanZE, mit dem du mit einem Bluetooth OBD-Adapter und einem Handy alle möglichen Infos aus dem Auto auslesen kannst.

    Für die App gibts auch Alternativen, z.B. https://www.myzev.info was Dir ein paar bessere Statistiken ausgibt.


    Das mit dem nicht anmelden von mobilen Wallboxen hab ich auch lange geglaubt, stimmt aber wohl doch nicht. Wenn der Elektriker nicht weiß dass da ein Auto an die CEE dran soll wird er zwar nichts anmelden können/müssen/sollen/wollen, die Regeln des VNB brichst du aber trotzdem wenn du da dauerhaft ein E-Auto lädst, da der VNB überhaupt nicht zwischen mobiler und fester WB unterscheidet.

    Ich würde trotzdem zur mobilen Box raten, die kosten nicht viel mehr, du kannst sie genauso an die Wand hängen und trotzdem jederzeit mitnehmen wenn du mal willst (Urlaub...).


    Hast du dich schon für einen Unterzähler entschieden? Achte darauf dass er eine entsprechende Schnittstelle (z.B. s0, Modbus, RS485) hat die du auch auslesen kannst. Manche (mobile) Wallboxen haben auch einen Zähler schon eingebaut.

  • @DiLeGreen danke für die Infos und Links.


    Mh.... wenn ich das ZOEilein dauerhaft mit dem Notladekabel an der Schuko lade, dann wäre das auch meldepflichtig?

    Im Grunde will ich ja nicht wirklich mit mehr laden als mit dem Notstromkabel auch.


    Aktuell zieht sie ja fast ausschließlich PV-Überschussstrom. Im Winter wird das sicherlich anders sein.


    Hab mir gerade 5*6 adrig Erdkabel bestellt und CEE/Schuko Anschlußbox. (hatte da im Going-Elektric einen schönen Faden zu Querschnitten gefunden)

    Als Zähler wollte ich meinen alten S0 (damals vom Symo) nehmen. Ein Eltako DSZ12D-3x65A. Ist zwar ein 3phasiger, aber das sollte doch erstmal kein Problem sein? (der liegt sich sonst noch kaputt!)


    Ich liebäugle gerade mit dem go-E charger. Der ist preislich ok (und somit kann ich ihn einfacher verargumentieren bei meiner Regierung *smile*)


    Nachtrag: hab mir gerade die TAB von der Webseite geholt. Wenn ich unter 3,6 kvA bleibe, dann dürfte ich nicht anmelden müssen, oder?

    Bilder

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    Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat's gemacht.

  • Jo, so sieht es aus. Bei manchen VNBs gilt auch die allgemeine >12 kVA Grenze, bei deinem sind es die 3,6 kVA. Soweit ich mich erinnere gibt es aber eh bald neue Regeln (Nachfolge der aktuellen TAB).

    Dass du unter 11kW Ladeleistung einiges an Energie in Verluste verschwendest hatte ich ja schon geschrieben.

    Den Go-E würde ich auch nehmen, wenn ich noch nichts hätte.