Grundversorgung für Eigenverbrauch bei Volleinspeisung (Envia M)

  • Hallo zusammen,


    meine Anlage ~70kWp im Mitnetz Gebiet ist am Netz. Jetzt bekomme ich von der Envia M (Grundversorger) ein Schreiben, dass ich in der Grundversorgung bin und von einem Stromverbrauch von 13kWh p.a. ausgegangen wird. Dafür wird neben einem geringen Arbeitspreis eine jährliche Grundgebühr von ~230€ fällig.

    Jetzt habe ich mich in das Thema etwas näher eingelesen und denke das ein Versorgungsvertrag grundsätzlich notwendig ist, wenn die Anlage einen EIgenverbrauch hat (das ist definitiv der Fall, da hier neben den Wechselrichtern auch ein Solarlog samt UMTS Modem versorgt werden).

    Hat jemand Erfahrungen mit Envia M oder Empfehlungen für einen alternativen Versorger für solche Zwecke?

    Verbaut ist ein Zweirichtungszähler mit Wandler. Die Anlage speist voll ins Netz ein.


    Viele Grüße

    Sebastian

  • LordExcalibur

    Hat den Titel des Themas von „Grundversorgung für Eigenverbrauch bei Volleinspeisung“ zu „Grundversorgung für Eigenverbrauch bei Volleinspeisung (Envia M)“ geändert.
  • Vier Möglichkeiten die Kosten für den kleinen Bezugstrom von wenigen kWh bei PV-Anlagen zu reduzieren bzw. sogar loszuwerden : Verbrauchs- Zählergebühren bei Volleinspeisung (ohne Verbrauch über diesen Zähler)


    KAUFMÄNNISCH BILANZIELLE DURCHLEITUNG ist eine sehr gute Möglichkeit.


    Hast du RLM oder Kleinwandler-Direktmessung?


    Sprich mal mit ComMetering wenn die o.g. Varianten nicht weiterführen.

  • Hallo,


    es besteht keine RLM. Verbaut ist ein "normaler" Zweirichtungszähler. Als Tarif für die Grundversorgung haben sie den enviaM profi mit 168,07€ Grundgebühr (netto) zugrunde gelegt. Ich habe gerade mal dort angerufen und mir das erklären lassen. Offenbar läuft der Zähler als Gewerbezähler (hat Mitnetz so angemeldet). Daher gibt es nur diese Möglichkeit. Die 230€ sollten der Abschlag seit Netzanschluss sein (war falsch berechnet). Dennoch, die GG geht gar nicht.


    Die kaufmännisch bilanzielle Durchleitung scheint hier, wenn ich es richtig verstanden habe, nicht zu funktionieren, da ein kleiner Verbrauch anfällt.

    Ich überlege jetzt einfach zu Naturstrom zu wechseln. Die bieten einen Tarif mit 4,95€GG (brutto) an der speziell dazu gedacht ist. Das ist denke ich fair, da es ganz ohne Versorgungsvertrag offenbar nicht geht. Wenn jemand noch bessere Ideen hat, gerne.

  • Hast du einen Bezugszähler zB für Haushalt dort? Dann geht kfm.bil. Ich schreibe das ja nicht nur zum Spaß.

  • Nein. Das Dach ist gepachtet und es wurde für die Anlage eine eigene Zählersäule installiert. Es findet kein lokaler Eigenverbrauch statt (100% EInspeisung).

  • Wenn der Verpächter einverstanden ist könnt ihr es zusammenlegen. Der geringfügige Verbrauch würde dann ihm berechnet werden, ihn nen Euro zu geben kommt dich immernoch günstiger.

    Mit Naturstrom hat du m.E. die beste Lösung wenn kfm.bil. nicht in Frage kommt.

  • Ich sehe das als nicht realistisch an, da das Gebäude an andere Gewerbe vermietet ist. D.h. ich müsste das mit einem der Mieter machen. Zudem ist die Zählersäule nicht in räumlicher Nähe zur sonstigen Installation, also alles mit ner Menge Aufwand verbunden - leider.

  • Hallo, habe mit der Mitnetz genau das gleiche Problem.

    Kosten ca. 34€ pro Monat für 0,1 kWh Leistung. Es ist eine Frechheit!


    War Dein Wechsel zu Naturstrom erfolgreich?


    Ich habe mir jetzt die echten Zählerdaten geben lassen. Die Anlage zieht einmal täglich minimal Strom. nämlich gegen 22.00 Uhr.

    Hätte jemand eine Erklärung, was da technisch abläuft und ob es da Möglichkeiten gibt? Z.B. mit Kondensator oder Akku vor dem Zähler?


    Viele Grüße und Danke für Gedanken

  • Kosten ca. 34€ pro Monat für 0,1 kWh Leistung. Es ist eine Frechheit!

    Du zahlst kaum mehr als 30ct/kWh, also 3ct für deine o,1kWh pro Monat.

    Die ca. 34€ sind Grundgebühr, also der Betrag für die Versorgungssicherheit/Bereitstellung!

    Man könnte es auch Mischkalkulation nennen! :juggle:

    Grüße
    Didi