EVN stellt Verträge um! Einspeisetarif nur mehr zu Marktpreis!

  • Habe heute Post von der EVN erhalten, wo sie einfach meinen bestehenden Abnahme- und Einspeisevertrag einseitig umstellt. Demnach wird jetzt auf monatsbasis abgerechnet und nur mehr so viel eingespeister Strom mit dem Energiepreis vergütet, den man auch verbraucht hat. Für den Rest an eingespeistem Strom erhält man nur den Marktpreis (derzeit ca. 4 Cent/kwh).

    Beispiel dafür: Im Juni verbraucht man 300kwh und speist in Summe 400kwh ein. Nun bezahlt man für die 300kwh einen Energiepreis von derzeit 6 Cent (ohne MwSt). Für 300 eingespeiste kwh erhält man ebenfalls 6 Cent und für die restlichen 100 eingespeisten kwh erhält man dann nur 4 Cent jeweils.


    Nächste Frechheit ist, wenn man einen SmartMeter privat installiert hat, MUSS man den der EVN melden, die ihn dann für sich nutzen kann!!! Dann wird das ganze auf Tagesbasis gemacht und jeden Tag, wo man mehr einspeist als verbraucht, wird der Überschuss nur zum Marktpreis abgegolten.


    Ist doch Wahnsinn, oder? Wenn man dem nicht zustimmt, kündigt die EVN den Vertrag, bzw. wer den privaten SmartMeter nicht meldet, dem wird ebenfalls der Vertrag gekündigt.


    Überlege nun natürlich, die EVN als Energieanbieter zu wechseln - sollten eigentlich alle machen.


    Traurig ist auch, dass die E-Control das alles deckt - aber die wird natürlich nicht jenen Firmen ans Bein pinkeln, die diesen Verein am Leben halten.


    Immens treffen wird es vor allem Leute, die viel einspeisen, weil die bekommen dann generell nur mehr den Marktpreis, der natürlich um einiges tiefer liegt.

  • Das ist doch nach EEG gar nicht möglich.


    Welche EEG-Anlage hast Du (PV ?? Eigenverbrauch oder Volleinspeiser) und wann wurde die angemeldet (Bundesnetzagentur). Beschreib mal deine Anlage genauer.

  • Überschusseinspeisung habe ich - ganz gewöhnliche Anlage. Die EVN hat sogar schon auferlegt, dass ich maximal 5000 Watt einspeisen darf und nie über die Leistung kommen darf. Aber jetzt ist eben auch der Brief gekommen, dass der Vertrag umgestellt wird, dass man für jenen Strom, den man mehr einspeist als verbraucht, nur mehr den Marktpreis bekommt.

    Die Anlage habe ich bereits seit ca. 4 oder 5 Jahren. Jetzt erweitere ich die Anlage auf 10kwp, wobei ich selbst einen SmartMeter installiere, der den WR drosselt, falls ich zu viel produziere und nicht selbst verbrauche, damit ich nicht mehr als 5000 Watt einspeise.

    Dass die EVN jetzt aber einfach den bestehenden Vertrag so ändert (scheinbar durch E-Control gedeckt), ist ein Witz. Vor allem bekommt man im Sommer dann meist nur den Marktpreis, weil man da mehr einspeist als verbraucht. So bekommt die EVN ein super Körberlgeld. Das macht wohl schon an die 100 bis 200 Euro pro Jahr Unterschied aus.

    Werde da wohl zu Wienenergie wechseln, wenn da nichts anderes übrigbleibt - dort bekommt man glaub ich noch das gleiche Geld fürs einspeisen wie für den Strombezug.

  • Die Vertragsänderung ist jetzt übrigens nach der Jahresabrechnung gekommen. Ich habe im Jahr insgesamt 5200kwh von der EVN bezogen.

    Meine Anlage hat in Summe 6000kwh erzeugt, von denen ich 1400 kwh selbst verbraucht und 4600 kwh eingespeist habe.

    Scheinbar sind solche Anlagen für die EVN nicht so attraktiv, da man sich zu viel erspart und wollen daher jetzt auch noch mehr mit den PV-Besitzern verdienen - Strom günstig bekommen und dann teuer weiterverkaufen.

  • ist in Deutschland genauso, man bekommt 11 cent für die Einspeisung und bezahlt 25 wenn man die kwh zurück kauft. ein Verlustgeschäft...

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Dass man beim Bezug die Netzgebühren, Steuer etc zahlen muss ist klar. Aber der Einspeisetarif war immer auch der Preis für den Energiebezug. Aber Österreich sandelt leider wirklich immer mehr ab und wied von Komzernen und korrupten Politikern regiert nur mehr.

  • Kann man denn nicht VOR dem Geschrei hier erstmal die Grunddaten/Örtlichkeiten nennen?

    Gruß PV-Express


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    Renault ZOE Z.E.40

  • Hallo Marco!

    Vielleicht sollte man sich als Ökostromproduzent auch Gedanken darüber machen von wem man den Strom einkauft. Und da kommt meiner Meinung nach ein Kohlekraftwerkbetreiber eh nicht in Betracht.


    Werte den EVN - Brief als Aufruf zum Anbieterwechsel!


    LG Vollmilch

  • Örtlichkeiten bzw Grunddaten wurden eh schon genannt. Österreich in Niederösterreich, daher ja EVN.

    5kwp Aufdachanlage beim Wohnhaus.

    Habe damit 6000kwh erzeugt, davon 1400kwh selbst verbraucht und 4600kwh eingespeist.

    Vertrag war bisher, die Cent, die der Bezug beim Energiepreis kostet, bekommt man als Einspeisetarif.

    Jetzt wird das einfach so einseitig umgestellt.