Planung: 30kWp oder 40kWp Ost-West mit Verschattung, 6,5kW Speicher

  • Hallo zusammen,


    habe hier schon seit einiger Zeit mitgelesen und bin gerade mitten in der Planung. Ich muss sagen: Die Beratungstiefe der meisten Solateure ist echt mau. Zweie wollten gar nicht mehr als 9kWp anbieten und packten geich wieder ein als ich sagte: "Dach bitte vollmachen!", einer ist bis Herbst ausgelastet, einer hat Indach mit 32kWp ohne Anschlussleistungen für 59.000 € angeboten, einer hat 30kWp Dachziegel-Module für 108.000 € angeboten, zweie gehen auf maximal 30kWp für 35.-40.000 €, und bei meiner Frage, ob sich 40kWp installieren lassen oder rechnen (Netzkosten!), da stiegen sie alle aus.


    Es geht um ca. 200m2 Dachfläche, Ost-West, beide mit Verschattung durch Bäume und Nachbarhäuser.

    Verschattungsprofil wollte kein einziger Solateur bislang erstellen, da wird Pimaldaumen gearbeitet. Habe mal mithilfe folgender Webseite ein Schattenprofil erstellt:

    https://www.sunearthtools.com/dp/tools/pos_sun.php?lang=de

    (Excellentes Tool, kann ich nur empfehlen! Ich habe nur noch nicht herausgefunden, wie man daraus nun eine Jahresleistung errechnen lassen kann.)


    Kostenpunkt 40.000 € darf nicht überschritten werden, so dass die Amortistation jedenfalls gewährleistet sein sollte (WENN das Schattenmanagement funktionert!).

    Das vorweg geschickt, überlege ich derzeit Folgendes:


    Variante 1: Hauskraftwerk/WR E3/DC E, 87 Module à 310W = 26,97kWp


    Variante 2: Hauskraftwerk/WR E3/DC E, plus WR SE15k, 25 SE Optimzier P650, 93 Module à 320W = 29,76kWp


    Variante 3: Hauskraftwerk/WR E3/DC E, plus WR SE15k, 25 SE Optimzier P650, 129 Module à 310W = 39,99kWp


    Zur Erläuterung:

    - Alle drei Lösungen haben eine 6,5kW Batterie und sollten mir laut diverser Rechenportale eine Autarkie von >90% gewährleisten.

    - Die erste Lösung ist quasi 0815 und hat das Problem, dass kein besonderes Schattenmanagement besteht.

    - Bei der zweiten Lösung versuche ich, die Schattenflächen über den SE Wechselrichter+Optimierer zu legen und die Sonnenflächen bleiben beim E3/DC. Problem: Keiner kann mir sagen, ob das mit E3/DC harmoniert.

    - Die dritte Lösung ist nur konsequent bzw. die zweite Lösung eigentlich quatsch, da Ost-West nur 70% WR-Kapazität erfordern. Problem hier aber: Bei >30kWp spielst Du hinsichtlich der Netzanschlusskosten Lotto, keine Ahnung was das zusätzlich kosten soll (obwohl eigentlich wegen Ost-West nur 70% der Leistung jemals ins Netz rüberkommen können!)


    Ideen oder Korrektur von Denkfehlern, und besonders Tips und Tricks, erwünscht!

  • warum nicht erstmal beim VNB 42kWp (129*325Wp) an 30kW/kVA WR-Leistung anfragen?

    -Kosten RSE

    -externer NA-Schutz


    Symo + Symo hybrid oder Kostal plenticore plus + IQ

    Speicher würde ich weglassen, sonst BYD an Hybrid

    oder gibt es da besondere Beweggründe?

    Große PV und kleiner Speicher ist zumindest mal ein brauchbarer Ansatz.


    Die Doppeloptimierer bei SE sind auch nicht besser als normales

    Schattenmanagement der Stringwechselrichter.


    mit einem Belegungsplan/ bzw. plänen könnte man ggf. möglich Strings und WR-setups durchspielen.

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5

  • Du scheinst finanzielle Ziele zu verfolgen.

    Den Speicher solltest Du dann mal weg lassen und einen von E3DC mal sowieso ... der ist extrem teuer.


    Der Sinn und Nutzen eines Speichers bei 30-40KWp auf dem Dach ist sehr überschaubar bis nicht vorhanden.


    Die 90% Autarkie mit Speicher dürften ein feuchter Traum sein ... oder verbrauchst Du im Winter nix?


    Sprich mit dem VNB was Du maximal ohne externen NA Schutz an den Hausanschluss legen darfst.

    Max WR Leistung abfragen.

    Je nachdem wie die Antwort dann ausfällt bei 30KWp aufhören ... dann aber mit 300Wp Modulen oder schwächer.

    Ansonsten voll machen bis max zulässig vom VNB.


    Als WR SMA, Fronius, Kostal, Huawei nehmen ... die haben alle ein funktionierendes Schattenmanagement an Bord.

    Stelle Bilder der Dächer ein ... ggfs. ist ein 2. kleiner WR sinnvoll um besonders schattige Ecken separat zu legen.

    Welche Dachneigung haben Ost und West?

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • mdonau: Danke für die alternativen Produkte, kannte ich noch nicht.

    Fronius Symo Hybrid M hat vier MPP. Plenticore hat drei MPP, aber einer ginge für Batterie drauf. Bei 30kWp bräuchte ich einen zweiten, der kann kleiner sein und speziell die verschatteten Streifen bedienen.


    seppelpeter: Dachneigung ist 35 Grad. Eine große Anlage sollte auch im Winter einen kleinen Speicher füllen können (Schnee gibts hier kaum). Autarkie ist nur insoweit wichtig als die Stromkosten vom Eigenverbrauch gespart werden. Nach meinen Rechnungen rechnet sich das: Bei 30% ohne Batteriekosten habe ich etwa 35 € mtl. Gewinn, bei 90% mit Batterie liege ich bei etwa 130 € mtl. Gewinn (EEG + ersparte Stromkosten). D.h. die Anlage bezahlt sich eigentlich nur gut, wenn die Batterie dabei ist. "Gut" heißt, dass ich nicht mehr für die Amortisation (20 Jahre) zahle als meine derzeitige Stromrechnung ausmacht. Ich errechne das, indem ich meinen Stromverbrauch von 3800 kWh/Jahr gemäß Autarkie-% aufteile; als Ertrag nehme ich 700 kWh / kWp an (weil Ost-West und Verschattung).


    Der e3/DC ist laut aller Stimmen die ich bis jetzt gehört habe das beste "All-in-one". Notstromfähigkeit, Verbrauchsmanagement, "echte" 3-Phasigkeit. Bei 30kWp würde es mich schon ärgern, wenn ich bei Stromausfall nicht wirklich unabhängig meinen eigenen Strom ziehen könnte. +/- 2000 Euro sind bei der Größe der Anlage wohl noch verkraftbar.


    Schätzung der Solateure: Bei >30kWp Rundsteuerempfänger ca 1000 €, zentraler N/A Schutz: ca. 2.500 €. Komme ich in die Nähe von 40kWp, würde sich das wohl wieder rechnen.

    Gerade eben kam endlich ein erster ernst zu nehmender vorläufiger Belegungsplan rein: Es passt auf mein Dach leider wohl doch nicht ganz so viel, ich muss bei 106 Modulen wohl Schluss machen. Insofern erledigt sich wohl Variante 3.


    Dann stellt sich nur noch die Frage: Großer normaler WR+Batterie + Kleiner SE WR mit Optimierern für die Schattenstreifen (laut einem Forenbeitrag hier ist ein SE WR mit Optimieren fast gleich teuer wie ein normaler WR). Wegen eures Feedbacks überlege ich nochmal, ob doch "weniger Luxus", d.h. was anderes als E3DC rein soll. :)


    Das hier ist mein Dach:



    Und hier ist ein Sonnenverlauf (Schattenprofil ist leider bislang nur geschätzt, habe keinen Höhengradmesser):


  • Bei 30% ohne Batteriekosten habe ich etwa 35 € mtl. Gewinn, bei 90% mit Batterie liege ich bei etwa 130 € mtl. Gewinn (EEG + ersparte Stromkosten)

    DIE Rechnung will ich mal sehen:evil: Was für eine Milchmädchenrechnung ist das denn=O:?::?:


    Der Speicher hat 6,5 kWh, also kannst du im Monat (der bekanntlich 30 Tage hat) 195kWh durchschicken (1 Vollzyklus pro Tag). Das ist bei 25Cent Stromkosten eine Ersparnis von gerade mal 50€, davon geht dann noch die entgangene Einspeisevergütung ab (22€).

    Also bei mir bleiben da vielleicht 25€, davon gehen dann noch Steuern ab.

    Autarkiegrade und wilde Rechnungen sind schön, aber die Physik gewinnt immer.;)

    :juggle:

  • Du bist mit dem Speicher, wie so viele Anfänger, auf dem Holzweg. Einspeisevergütung ist lukrativ! Eine kWh aus einem Speicher kostet meist 50-60 Cent! Was zahlst du jetzt für den Bezug? Siehst du. Lass den Speicherquatsch weg.

    Bitte lies mindestens die ersten drei Beiträge in Nachrüstung PV + Speicher (?) - Angebote liegen vor. - nicht nur wegen Speicher sondern auch zahlreichen weiteren Fragen, zB zu Optimierern und Hinweisen auf Simulation usw.


    Bitte GENAUE Dachmaße und wenn du möchtest auch Fotos auf denen mehr (vom Dach) zu erkennen ist.

  • Bei Ost/West und DN35 liefert auch eine große Anlage im Winter nur rauschen ... obs für den Speicher reicht hängt vom Verbrauch ab ... bei 15KWh Verbrauch wird das dann eher nix mit Speicher voll im Winter.


    Deine Gewinnermittlung ist höchst abenteuerlich ... Du sparst mehr, als überhaupt gespeichert wird.

    Aber am besten bescheißt man sich natürlich selbst, dann tut es nicht so weh.


    Wo steht eigentlich, dass das E3DC Ding 20 Jahre ohne Ersatzteile halten wird?


    Bei einem Miniverbrauch von 3800KWh im Jahr ist jeder Gedanke an einen Speicher raus geschmissenes Geld.

    Einfach mal ausrechnen, was die KWh aus dem Speicher kostet....

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Ups, da war in der Tat ein Rechenfehler: Ich rechne 135 € mit Batterie und 100 € ohne Batterie mehr auf dem Konto als ohne PV Anlage (jeweils EEG+Stromkostenersparnis) ausgehend von 90% Autarkie einerseits und 30 % Autarkie andererseits. Aber diese Autarkie-Zahl bzw. den Rechenweg über diese Autarkie-Zahl bezweifeln ein paar hier ja heftig.


    Es wäre für mich deshalb interessant zu wissen, an wie vielen Tagen man eine 6,5kWh Batterie geladen bekommt, insbesondere an bewölkten Wintertagen, und zwar mit einer 30kWp Anlage, nix <10kWp oder so.


    Unabhängig von Batterie interessiert mich aber besonders, ob man ohne SE Optimierer mit guter String-Auslegung ähnliche Erträge fährt bzw. ob und wie man mit 4+ Strings oder gar Multistrings arbeiten könnte.


    pflanze: Ein tüchtiger Solateur war so lieb und hat mir das hier gemacht. Selbstredend ist er auch mein Favourit, aber eine Anlagenkonfiguration hat er mir noch nicht abschließend vorgeschlagen. Auch er tüftelt noch, ob die Variante 2 geht und Sinn macht.

    Ich rechne mit Verschattung in der Südhälfte des Ostdaches sowie der unteren Hälfte des Westdaches.

  • wenn es unter 30kWp werden sollten, würde ich überlegen 22-24er Strings

    an jeden der 4 Tracker eines Huawei 33KTL-A zu hängen.

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5

  • Danke, aber wegen Ost-West wäre der zu groß. Vllt. der Huawei KTL20, kostet ca. 2000 €. Aber ich habe schon noch meine o.a. Varianten vorrangig im Kopf, sprich 2ter SE WR mit SE Optimierern oder irgendein MPP/Schattenmanagement WR oder alles von e3DC.