PV oder Solarthermie ?

  • Hallo Gemeinde,


    wie einige von euch wissen plane ich gerade eine Nahwärmenetz für meine Häuser. Insgesamt habe ich ca 80 kWp PV auf diesen.


    Jetzt soll eine externe Heizzentrale gebaut werden und ich überlege mir ca 40 m² solarthermische Vakuumkollektoren auf diese zu bauen, auf das neue Wohnhaus auch wieder Pv.


    Es werden

    Heizzentrale: 3-4000 Liter Puffer

    3 Wohnhäuser je 3 x 1000 Liter Puffer= 3000 Liter

    ---------------------------------------------------------------------------

    Insgesamt 7000 Liter.


    Alternativ könnte man sich auch über Power to Heat Gedanken machen, aber das ist mir eig zu schade.

    Andrerseits wenn 2030 die Förderungen auslaufen habe ich mehr als genug Pv.


    Wie ist eure Meinung ?


    Meine Gedanken waren, obwohl ich ST normal nicht befürworte könnte es hier passen. Mittlerweile ist Glykolfreie Technik erschwinglich und heisses Wasser wird einfach in den Ausgleichsbehälter gedrückt.

    Die Leitungsverluste könnten mir also im Sommer relativ egal, da Sonne eh vorhanden ist.


    Bin gespannt auf eure Ideen!


    Gruss Grynn

  • Nach Ablauf der 20 Jahre wird der Strom weiter verkauft, zum Marktpreis.

    Er ist zu schade und unsere Gesellschaft kann sich das gar nicht erlauben ihn durch Direktverheizung oder sonst wie zu verschwenden!


    Auf die Zentrale natürlich PV und die Kollekoren daneben, die müssen nicht aufs Dach.

  • mit 7m² Puffer und entsprechend viel Abnahme wären 40m² sicherlich kein

    Problem.

    bei der Kollektorwahl jedoch aufpassen,

    da gibt es viel Schrott, ob VRK die optimale Wahl sind muss man genauer betrachten.

    Ausrichtung ist wichtig ~45° nach Süd

    sollten es gerne sein.


    für die gesamte Anlage gilt es eine Planung auf Effizienz und ein durchdachtes Steuerungskonzept zu entwickeln.

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5

  • Wie bist du auf die 40m² gekommen? Selbst für drei Häuser scheint mir das etwas viel, da dürftest du im Sommer immer noch enorme Überschüsse haben. Mehr als um die 2 m² pro Haushalt würde ich nicht vorsehen, wirst ja nicht nur Mieter haben, die zweimal am Tag baden und auch nicht nur solche, die (daheim) nur einmal die Woche (warm) duschen. Den Rest mit PV voll machen, wirtschaftlich ist die halt besser (außer du machst die Thermie in Eigenleistung, bei Vermietung aber eher untypisch).

    Dazu vielleicht ein eigenes Stromkabel verlegen um die Technik zu versorgen und evtl. mit einer WP die Temperatur anheben zu können (das dürfte Eigenverbruach bezgl. EEG-Umlage sein).

  • mit 7m² Puffer und entsprechend viel Abnahme wären 40m² sicherlich kein

    Problem.

    bei der Kollektorwahl jedoch aufpassen,

    da gibt es viel Schrott, ob VRK die optimale Wahl sind muss man genauer betrachten.

    Ja, stehe mit der Seite Volkssolaranlage in Kontakt, diese wird mir ein Angebot von Bosswerk machen. Leider sehr viele schlechte Rezensionen wegen Erreichbarkeit bzw Reklamation. Was sind denn Vort- bzw. Nachteile der VRK?


    Wie bist du auf die 40m² gekommen?

    Das ist halt mal die Größe die ich ins Auge gefasst habe, wäre natürlich gut wenn ich eine Anlage finde die genau auf die 6 x 12 Meter Größe Heizzentrale passt. Berechnungen kommen erst noch. Da hängen noch viele andere Förderungen mit dran, zum Beispiel BIO Klima vom TFZ Straubing, die eine bestimmte Größe und Abdeckung vorschreiben.


    da dürftest du im Sommer immer noch enorme Überschüsse haben. Mehr als um die 2 m² pro Haushalt würde ich nicht vorsehen, wirst ja nicht nur Mieter haben, die zweimal am Tag baden und auch nicht nur solche, die (daheim) nur einmal die Woche (warm) duschen. Den Rest mit PV voll machen, wirtschaftlich ist die halt besser (außer du machst die Thermie in Eigenleistung, bei Vermietung aber eher untypisch).

    Dazu vielleicht ein eigenes Stromkabel verlegen um die Technik zu versorgen und evtl. mit einer WP die Temperatur anheben zu können (das dürfte Eigenverbruach bezgl. EEG-Umlage sein).

    Ja Thermie soll in Eigenleistung gemacht werden, bis auf die Anschlüße die macht der Installateur. Ich verkaufe ja die Wärme und erhöhe nicht die Kaltmiete. Bzgl. Überschuss: Das gleiche Problem habe ich ja mit PV auch, nur da kann ich

    den Strom verkaufen, aber auch meine letzte Anlage macht schon fast keinen Spaß mehr finanziell. Zudem kommt ich habe auf dem Grundstück ~80 kWp da bringen es 10 mehr oder weniger auch nicht (zu 11 ct)


    Gilt ja nicht nur im Hochsommer sondern auch wie die letzten Wochen maßgeblich zur Heizungsunterstützung beizutragen und somit Hackschnitzel zu sparen und Emissionen zu vermeiden.


    Auf das neu gebaute Hausdach soll aber auch eine kleine 9,99er Pv-Anlage.



    Mal schauen was es absoulut kostet und wieviel es bringt, denke durch den Verkauf von Wärme pro kWh bin ich da schon wirtschaftlicher da ich Brennstoff, Verschleiss und Wartung spare.


    FelzenSolar hast du eine Bosswerk Anlage und kannst was zu Volkssolaranlage sagen?

  • Die Bewertungen von Bosswerk beziehen sich auf lange Lieferzeiten durch den GreenAkku Shop, der in den letzten Monaten von 3 mal so vielen Aufträgen überschwemmt wurde, wie man geplat hatte. Trotz der Einstellung von fast 20 neuen Mitarbeitern sind die Bedarbeitungszeiten für die Aufträge immer noch zu lange.


    Volkssolaranlage gehört auch zur Bosswerk Gruppe hat damit nichts zu tun.

  • Was sind denn Vort- bzw. Nachteile der VRK?

    http://www.solartirol.at/Kollektoren.html

    etwas Grundwissen: http://www.hjkonline.de/Bastelordner/solar1.htm

    Daten findet man im Solarkeymark: http://solarkeymark.dk/CollectorCertificates


    Aber Entscheide selber, ich bin beim günstigen Flachkollektor gelandet, robust, günstig und "lowtech"

    Würde den Kollektorkreis mit Glykol betreiben und via Plattenwärmetauscher und Umschaltventil in die jeweilige Lade(temperatur)zone einbinden.

    Ladestrategie nach Bedarf. idealerweise nutzt man für die gesamte Heizung eine frei programmierbaren Steuerung.

    Ich bin von der UVR16x2 und anderen Geräten von Technische Alternative jedenfalls sehr begeistert.

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5

  • Hi.


    Wie in meiner .sig zu sehen betreibe ich eine VRK Steambackanlage. Bis auf anfängliche Probleme mit einer Verbindungsstelle zwischen den Kollektoren läuft das Ding einfach. Die 20m2 hängen an 2 Puffern die eh schon verbaut waren. Aufbau ist für den etwas geübten Laien kein Problem. Klar sind die qm im Sommer zu viel, dafür läuft die Heizungsunterstützung (NT) über einen Großteil des Jahres. Boswerk hat imho derzeit einfach viel zu tun, sind aber sehr hilfsbereit.

    Grüße,
    Klaus


    9,18 kWp 34xPlus SW 270 Mono, Symio 7.0.3M O/W 39°, 4,72 kWp 16xPlus SW 295 Mono, Symio Hybrid 4.0-3 s O 39°
    20,18m²/135VR SunExtreme HD SteamBack an 1500L W 39°
    Seit 05/16 Twizy, 2016er Zoe R210, 2019er Kona Trend 64

    Verbrennerfrei... bis auf die Fichtenmoppeds :mrgreen:

  • Mein Nachbar hat 16m² ST auf dem Dach seines Hauses und den Warmwasser/Heizungsspeicher von 2m³ seit Februar regelmäßig auf gut 80°C geladen.

    Seit April weiß er nicht mehr wohin mit der Wärme.

    Dazu steht als Redundanz eine Luftwärmepumpe vor dem Haus.

    Mit PV hätte er auf die unwirtschaftliche ST verzichten können, zumal der Kamin in seiner Hütte auch noch Wasserführend ist und als Hauptwärmequelle konzipiert wurde. (er hat halt Kohle und sich ausgetobt :-) )