Neuinstallation PV Anlage - Auslegung

  • Liebes Forum,


    ich habe mich neu hier im Forum angemeldet, da wir gerade beim Hausbau sind und mit dem Gedanken spielen, eine Photovoltaikanlage zu installieren. Gerne hätte ich ein paar Tipps, Hinweise von Euch Experten wie ihr das Thema einschätzt. EIn paar Hintergründe:


    Hausdach:

    - Hausneubau => Dachflächen (jeweils Ost und West Dach) mit je ca. 60m2 (Dachfenster habe ich bereits abgezogen)

    - Dachneigung 25 Grad

    - Der Giebel ist nicht ganz in Nord-Süd Richtung ausgerichtet, so dass das Ostdach ca. 20Grad nach Norden und das West Dach ca. 20 Grad nach Süden zeigt

    - Korrekturfaktoren (habe ich aus dem Netz herausgesucht) daher: 25Grad x 70 Grad = 85% beim Südwestdach und ca. 75% beim Nordostdach


    Verbrauch:

    - 5 Personenhaushalt - bisher nur in Wohnungen gewohnt, daher schwer der Verbrauch abzuschätzen

    - Einsatz einer Luft-Wasser-Wärmepumpe (aktueller Favorit: Stiebel Eltron LWZ504)

    - Grobe Abschätzung zum Verbrauch: ca. 5.000kWh für Strom sowie ca. 6.000kWh für LWP => macht also in Summe 11.000kWh


    Weitere Randbedingungen:

    - wir bauen ein KfW40plus Haus, d.h. Förderung durch KfW mit Installation einer PV Anlage sowie eine Batteriespeichers


    Jetzt meine Fragen - auch basierend auf Angeboten, die ich bereits habe:

    - wie groß würdet ihr den Batteriespeicher auslegen?

    - würdet ihr sowohl die Ost- als auch die Westseite mit PV Modulen maximal belegen (es gehen ca. 30 Module je Seite drauf - 320W Module)

    - geschätzte installierte PV-Leistung: Südwestdach: ca. 9,75kwP; NordostDach: ca . 9,25kWP => damit Überschreitung der 10kWp und daher Notwendigkeit auch die EEG Abgabe zu bezahlen => umso mehr stellt sich die frage: lohnt es sich, beide Dächer voll zu machen?

    - wenn die installierte Leistung unter 10kWP sein soll, würdet ihr dann einen Teil der Module dennoch auf das Nordostdach packen oder alles auf das ertragsreichere Südwestdach?

    - welche Module würdet ihr empfehlen?

    - Bzgl. Wechselrichter: wer hat Erfahrung mit der LWZ504 und könnte hier einen geeigneten Wechselrichter empfehlen? Stiebel Eltron kooperiert ja mit SMA - ich fand aber auch die Möglichkeit mit SolarEdge und den Moduloptimierern bzw. der Anzeige online jedes einzelnen Modules und aktuellen Ertrag sehr charmant - wie steht ihr dazu?

    - hat SMA auch die Möglichkeit eines Moduloptimierers bzw dieser Online-Anzeige?


    Vielen Dank vorab für Eure Informationen - ich bin gespannt auf Eure Ratschläge und die Diskussionsbeiträge!

  • Du hast schon viel richtig gemacht und vorgearbeitet. Deshalb nur kurze Antworten:

    -Speicher so klein wie möglich, schon wegen der Leistungsabregelung und da sowieso ziemlich sinnlos

    -ja, beide Seiten voll, ist ein tolles Dach

    -EEG-Umlage ist nicht viel, um die 50 Euro im Jahr (2.6 ct/kWh Direktverbrauch) wahrscheinlich fällt sie sogar in Kürze weg

    -nimm die Module, die dein Solarteur im Portfolio hat

    -WR kann man die bekannten Marken nehmen, Solaredge brauchst du nicht

    -Du brauchst keine Moduloptimierer, und das Monitoring auf Modulebene wird auch relativ schnell langweilig :)

  • Wie vorgenannt. Weitere Dächer, Garagen, Carports?


    Möchtest du die genauen Maße und den Entwurf des Daches vorstellen?


    Weiteres in meiner Signatur:

  • Bei 120 qm Dachfläche und 25 Grad Neigung zzgl. Dachfenstern kommt wahrscheinlich schon eine beträchtliche Wohnfläche zusammen. Da kann ich mir 6000 kWh für die WP schon vorstellen.


    Den Speicher, wenn er sich denn für dich mit kfw40plus lohnt, würde ich so dimensionieren, dass du im März und Oktober damit durch die Nacht kommst, während deine Verbraucher so viel wie möglich direkt vom Dach verbrauchen. Aber hier solltest du wirklich nachrechnen, ob das für dich aufgeht.


    Volles Dach ist immer gut. Das Nordostdach kannst du ja mal mit PVGIS durchrechnen.

    12,06 kWp 32x IBC Polysol 270 gx5 + 12x IBC Polysol 285 + SMA Tripower 10.0 + LG Chem Resu 10H + SMA Storage 2,5 + SHM 2.0 - Ost-West Flachdach 10° - -65° / 115° - Renault Zoe Q210 Erst- und Einzig-KFZ - NRGKick an CEE-Kombi-Dose mit wahlweise 2,3/3,0/3,7/6,9/9/11 kW - Heizung noch Gasbrennwerttherme BJ 2004 - was kommt danach?

  • ich würde die Machbarkeit eines Ringgrabenkollektors prüfen.


    6000kWh sind im KfW40 Haus völlig

    utopisch, da müsste die Wärmepumpe defekt sein.

    5000kWh Hausverbrauch sind auch sportlich, da muss msn schon ein paar

    üble Stromfresser haben.

    Licht, Kühlung und die meisten modernen Elektrogeräte brauchen heute kaum noch Strom.

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5

  • Vielen Dank für Eure Antworten. Anbei zwei aktuelle Skizzen des Hausdaches - ich hoffe das hilft weiter?

    Hauslänge ca. 13,50m, Breite des Hauses ca. 9,40m => mit 25 GRad Dachneigung komme ich konservativ auf ca. 60m2 pro Dachfläceh - wir haben auf der einen Seite zwei, auf der anderen Seite 1 Dachfenster - das habe ich mal rausgerechnet.

    Zu den Verbrauchswerten: hier habe ich auch konservativ kalkuliert, sprich den Verbrauch eher hoch angenommen. Aber wie geschrieben: wir wohnen aktuell in einer kleinen Wohnung, daher kann ich den Energieverbrauch (insbesondere einer Wärmepumpe) nicht einschätzen und habe Grobwerte genommen, die ich aus dem Netz recherchiert hatte.


    Und ja, es gibt noch ein kleines Garagendach, das ist aber ein Flachdach, das ich eigentlich nicht vollstellen möchte (Einzelgarage)


    Schnitt:



    Seitenansicht

  • Garage könnte recht flach belegt werden, ca. 15°, davon sieht man kaum was. Wenn eine Stromleitung dorthinführt, besser natürlich ein Rohr könnte man das mit wenig Aufwand realisieren.


    Wichtig sind die genauen Dachmaße, nicht die Fläche.


    === Simulation ===

    PVGIS zeigt erwartbare Ernte: http://re.jrc.ec.europa.eu/pvg_tools/en/tools.html

    Ort links absenden oder in Karte klicken, rechts Systemverlust von 14 auf 10% reduzieren, Dachneigung und Ausrichtung (= Azimuth; 180 Nord / -90 Ost / 90 West) eingeben, "Visualize results". Unten links erwartbare kWh/kWp ablesen - und hier je Dachfläche nennen.


    https://stromrechner.ibc-solar.de/ für sehr einfache und grobe Vorplanung.


    Die hochwertige Software PV*SOL premium kann 30 Tage gratis getestet werden um damit Anlagen, Verschattungen und ungefähre Auslegungen zu simulieren: https://www.valentin-software.…ovoltaik/57/pvsol-premium

  • Je Seite z.B. 3*13 Module => 39 à 320 Wp = 12,48 kWp abzüglich Dachfenster etc.


    Hausbau, Tipps gesucht von Veteranen ;-) dürfte dir wertvolle Infos liefern wie zB Schornstein an eine Außenwand, nicht ins Dach, Sat-Schüssel an die Wand, nicht aufs Dach, Einliegerwohnung, ...