Rat zum aufbauen einer neuen Photovoltaikanlage auf einem Satteldach

  • Guten Tag


    ich möchte mir jetzt eine Photovoltaikanlage (PLZ 26452) aufbauen und hätte da noch einige Fragen.

    Mein Haus hat eine Dachfläche (40 Grad Neigungswinkel) in kompletter Südlage (Sonne von Morgens bis Abends ohne Abschattungen) und hat die Maße von 6m x 12m und ich wollte mir eine 9,9 pKW mit Stromeigennutzung und Einspeisung aufbauen. Ich möchte mir die Option später einen Batteriespeicher anschließen zu können offen halten.


    Ich habe jetzt echt schon 4 Wochen alle möglichen Google Seiten studiert usw. Nur leider weiß ich nicht, welche Module und welchen Wechselrichter denn nun wirklich die Langlebigsten und dabei Preisgünstig sein sollen.


    Ich hatte schon an die Heckert Nemo 2.0 60M Solarmodule und als Wechselrichter hatte ich diesen Fronius Symo 8.2-3-M im Auge. Benötige ich bei dem Fronius noch einen zusätzlichen Überspannungsschutz? Denn laut der Anleitung soll der ja einen haben. Wie sind eure Meinung zu diesen Geräten?


    Ich hatte auch von den Yinglisolar Modulen viel gelesen. Diese scheinen aber nicht lieferbar zu sein und ich hatte was von Insolvenzen gelesen. Gibt es die noch ?

  • Hast du weitere Dächer wie Garage, Carport?

    Sind die Maße exakt?

  • Wenn die Maße stimmen, bekommst du 11 * 3 von den 60 Zellern auf's Dach.

    Das wären mit 300ern genau die 9.9 kWp; 2 Strings mit 17 und 16 Modulen.


    Als Inverter kann man den Fronius Symo oder SMA STP empfehlen.


    Bei SMA müssen die Überspannungsableiter extra bestellt werden.

    Forum: War leider nicht auf der Intersolar, gibt es da Neuigkeiten?


    Die Module von Heckert kann man nehmen oder Q-Cells; alternativ zu Yingli sehe ich Trina, Jinko oder Ja Solar.


    Am Besten die Anlage bei Solateuren anfragen und schauen, was sie anbieten und ob sie Alternativen nach deinen Wünschen zur Verfügung haben.

  • Sind es genau 12m x 6m? Wenn es ein paar cm mehr sind, könnten in quer 6 Reihen á 7 Module passen, was 42 bedeutet. 42 Module á 320W ergeben schöne 13,44 kWp, die man optimal an einem 12,5 kVA betreiben kann.

    7,71 kWp mit 38 x Hyundai HiS-M203SF an SB5000-TL (2x14) & SB2100-TL (1x10), DN:49°, -30° SSO, Inbetriebnahme: 31.08.2010,
    Sunnyportal

    Seit 28.01.2020 24/14 am SMA STP8.0-3AV-40

    Sunnyportal

  • Hi,


    ja ich habe noch andere Dachflächen, aber die möchte ich noch nicht nutzen.

    @ PF Ja die Dachfläche ist etwas größer 12,9 x 6,4m. Aber ich wollte bei den 9,9kwp bleiben, damit mir der Versorger die nicht abschaltet wenn er es will. Denn soweit mir bekannt, kann der Versorger über 10kwp fern abschalten.

    Aber dann habe ich das richtig gelsen, dass man diese Heckert, Q-Cells, Yingli,Trina, Jinko oder Ja Solar ohne Bedenken nutzen kann?

    Kann man denn später am Fronius Symo so einen Bateriespeichen betreiben und kennt einer diesen solaX X-HYBRID HV-Wechselrichter3-PHASEN - X3-Hybrid-8.0T?

    https://www.solaxpower.com/wp-…Installation-Guide-DE.pdf

  • Da bist du wie so viele völlig auf dem falschen Dampfer bezüglich >10 kWp!

    Wer erzählt dir solchen Unsinn???


    Nächstes Jahr gibt es wohl keine gute Vergütung mehr und dann ärgerst du dich.


    eine maximal große Anlage (es gibt keine "10-kWp-Grenze"!) mit vergüteter Überschusseinspeisung OHNE SPEICHER bringt den größten Nutzen und Gewinn! Das sagt auch die Verbraucherzentrale NRW.


    Angenommen auf deine Dächer passen 50 Module:

    Ca. 16 kWp * 1000 kWh (die je kWp ca. zu ernten sind) * 0,11 (ungefähre Einspeisevergütung) * 20 Jahre = 35.200 EUR netto Einspeisevergütung. Dazu kommt der Vorteil durch Eigenverbrauch.

    Der Preis je kWp liegt ca. zwischen 900-1200 EUR netto.


    Weißt du viel Potenzial in deinen Dächern steckt? Gerne informieren wir erfahrenen Anlagenbetreiber unabhängig und ohne dir etwas zu verkaufen.


    Hast du weitere Dächer, Carports, Garagen, Nordseite, Schuppen, ...?

    Wie ist deine Dachneigung, wie sind die genauen Maße? Bitte stell uns dazu auch ein Luftbild ein.


    Wenn nötig können Hoch- und Quermontage gemischt werden. (Mehr Module!)



    Abwasser-Entlüftungen können meist gekürzt und überbaut werden.


    WICHTIG: Bitte notier ab jetzt gelegentlich deinen Zählerstand. Eine richtig beantragte und fertiggestellte Anlage darf laufen auch wenn sich der Zähler für ein paar Wochen rückwärts dreht bis der Überschusszähler kommt, denn § 18 Abs. 2 MsbG (verweist auf § 71 Abs. 3) erlaubt dem gMSB die Schätzung von Verbrauchswerten!


    Als Messstellenbetreiber könnte ComMetering interessant werden.


    Mehr Tipps in meiner Signatur.



    == Quellen, Details und nützliche Links ==


    Strom kommt durch Sonne auf Modulen, nicht aus dem Keller. Je mehr Module desto besser!


    "Es gibt ja immer wieder Leute, die selbst ein Süddach nicht voll machen, weil sie irriger Weise glauben, es wäre sinnvoll, sich am eigenen Verbrauch und nicht am verfügbaren Dach zu orientieren. ...

    Wichtig ist das Prinzip der Wirkungen, damit PV-Neulinge verstehen, dass man sich bei der Anlagengröße nicht am eigenen Verbrauch sondern an der Größe des Dachs orientiert." (Zitat Koelner-Sueden )


    Eigenverbrauch ist kein Kriterium!

    Kennst du eine Bäckerei die nur für ihren Eigenbedarf Backwaren herstellt?

    Im Sommer wird deine Anlage für den Eigenbedarf zu groß sein, im Winter zu klein.


    Grenzkosten-Beispiel / Nord-Dach belegen? Nord-West Belegung zusätzlich sinnvoll oder nur Hobby?


    Verbraucherzentrale NRW: https://www.verbraucherzentral…-wirtschaftlichsten-34542


    Netzanschlussbegehren muss rechtzeitig erfolgen sonst gibts im ersten Monat nur Börsenpreis.

    EEG 2017 § 21c Abs. 1 "Anlagenbetreiber müssen dem Netzbetreiber vor Beginn des jeweils vorangehenden Kalendermonats mitteilen, wenn sie erstmals Strom in einer Veräußerungsform nach § 21b Absatz 1 Satz 1 veräußern [...]." Kurze Mail genügt dafür - siehe VDE-AR-N 4105:2018-11 Neuzertifizierung erforderlich?



    === Erfahrungsberichte von Anlagenbetreibern ===

    "Meine PV-Planung hat ... mit 9kWp begonnen [und ich bin] bei 26kWp angekommen. ... Ich würde mich heute ärgern, wenn ich zu klein gebaut hätte." (Zitat Olli-jwd . Bild seiner schönen Anlage: 26kWp - janz weit draussen | Bericht nach einem Moant: Kleine Eigenverbrauchsanlage ohne Finanzamt)


    "ich hätte es am Anfang in einem Rutsch bauen sollen! Hab ich versemmelt. Wollte nicht so viel investieren und war mit der EEG Umlage nicht belesen genug etc...." (Zitat hitz_fritz , nach einem Monat)


    "Wie es kommen sollte und im Übrigen auch von einigen in der Runde Prophezeit: Ich würde meine seit April betriebene Anlage gerne erweitern. :-) Bitte keine Diskussion zu "hättest du doch gleich alles gemacht"... Ja!! hätte ich am besten" (Zitat _th , nach einem Monat)


    "Also ich habe eine Anlage mit 10 kWp und einen Speicher mit 7,5 [kWh] von BYD.

    Wenn bei mir die Frage gewesen 'Dach vollmachen und kein Speicher' oder 'Speicher und nur 10KWp' hätte ich mich für 'Dach vollmachen' entschieden. Dummerweise hatte ich in der Bauphase des Hauses nicht die Zeit mich mit der '10KWp' Grenze zu beschäftigen sondern habe mich auf meinen Solarteur verlassen."

    Zum Speicher: "Bilanziell gesehen werde ich aber eher drauf zahlen" (Zitate andreb )


    "Am Anfang meiner PV Überlegungen suchte ich immer nach dem Haken an der Sache. [...] Ich fand aber keinen und ärgere mich heute, damals nicht alle Dächer vollgemacht zu haben..."

    "EEG-Vergütung bezahlt einem die Anlage. Deshalb die Anlage so groß bauen wie möglich, damit der Eigenverbrauch lediglich als Sahnehäubchen on top kommt und gar nichts mit der Wirtschaftlichkeit zu tun hat." (Zitate PV-Express )


    "Der Grundgedanke hier im Forum, die Dachflächen so vollständig wie möglich auszunutzen, hat mich spontan überzeugt. Es macht doch keinen Sinn, Sonnenenergie ungenutzt verpuffen zu lassen bzw. damit nur die Ziegel aufzuheizen. ... Aufwand mit Gerüst, Verkabelung, Zählerkasten etc. ... nur um schließlich 'halben Kram' zu haben.

    Deshalb verstehe ich nicht, warum mir die meisten Solarteure, die ich bis jetzt kontaktiert habe, nur eine Anlage in der Größenordnung des Eigenverbrauchs empfohlen haben ('mehr würde sich nicht rechnen'), also ca. 4 kWp". (Zitat LogoSol )


    "Der wichtigste Grund heute so groß wie möglich zu bauen ist ganz einfach - die Chance kommt nie wieder!" (Zitat Stenis )


    === Simulation ===

    PVGIS zeigt erwartbare Ernte: http://re.jrc.ec.europa.eu/pvg_tools/en/tools.html

    Ort links absenden oder in Karte klicken, rechts Systemverlust von 14 auf 10% reduzieren, Dachneigung und Ausrichtung (= Azimuth; 180 Nord / -90 Ost / 90 West) eingeben, "Visualize results". Unten links erwartbare kWh/kWp ablesen - und hier je Dachfläche nennen.


    Die hochwertige Software PV*SOL premium kann 30 Tage gratis getestet werden um damit Anlagen, Verschattungen und ungefähre Auslegungen zu simulieren: https://www.valentin-software.…ovoltaik/57/pvsol-premium



    === Sonstiges ===

    Hausbau-Tipps: Hausbau, Tipps gesucht von Veteranen ;-)


    Erklärung 70% weich: https://www.photovoltaik-web.d…g-und-einspeisemanagement

    (Spaßige Erklärung: Installation PV-Anlage auf der Nordseite)


    Magische Grenzen und Schwellenwerte

  • andere Dachflächen, aber die möchte ich noch nicht nutzen.

    Wofür möchtest du die denn aufsparen? Für den Fall, dass die Einspeisevergütung wieder steigt? Bitte leg deine Karten auf den Tisch, bevor du hier Fehler machst.

    bei den 9,9kwp bleiben, damit mir der Versorger die nicht abschaltet wenn er es will.

    Siehst du, genau weil so ein Unsinn im Umlauf ist, fragen wir immer wieder so hartnäckig nach. Manche empfinden das als penetrant und übergriffig, aber deine Bemerkung zeigt, dass das absolut notwendig ist. Ganz ehrliche Frage: Wie kommt man an so eine Aussage? Wer erzählt sowas? Und wer plant aufgrund solcher Bullshit-Aussagen seine PV-Anlage?


    Kurze Aufklärung: Du redest von einem Rundsteuerempfänger, der erst ab 30 kWp Pflicht wird. Der RSE hat den Vorteil, dass bei Verwendung die Abregelung bei 70% der Anlagenleistung entfällt. Mit der 10 kWp-Grenze hat das gar nichts zu tun. Bei 10 kWp gibt es eine wirklich kleine Vergütungsstufung für den Teil über 10 kWp, außerdem wird anteileige EEG-Umlage auf Direktverbrauch fällig, die in der Größenordnung von 25-50 Euro pro Jahr liegt. Alles kein Grund, auf mehr Ertrag und mehr Vergütung zu verzichten. Gute Dachflächen sind ein Schatz, der gehoben werden sollte.

  • Aber dann habe ich das richtig gelsen, dass man diese Heckert, Q-Cells, Yingli,Trina, Jinko oder Ja Solar ohne Bedenken nutzen kann?

    Solange man den Hersteller ordentlich aussprechen kann, kommen zig weiter Module in Frage. Welche man letztlich nimmt, hängt in erster Linie mit der Wahl des Anbieters zusammen, da die meist nur "ihre" Module einsetzen und nicht 10 Verschiedene im Portfolio haben.

    7,71 kWp mit 38 x Hyundai HiS-M203SF an SB5000-TL (2x14) & SB2100-TL (1x10), DN:49°, -30° SSO, Inbetriebnahme: 31.08.2010,
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    Seit 28.01.2020 24/14 am SMA STP8.0-3AV-40

    Sunnyportal

  • Dachfläche ist etwas größer 12,9 x 6,4m.

    39st 60Z hochkant (3x13) =~12,5kWp (mit 320Wpm Modulen)

    43st 60z quer (6x7) = 14,8kWp (mit 345Wp Modulen)

    36st 72Zeller (360Wp)=>13kWp

    Dazu noch Garage, carport o.ä. und =15k-17.5kWp bauen!


    nicht an den 70% aufgeiern - RSE (also fernabschaltung) macht für deine Anlage vermutlich keinen Sinn - lieber weich abregeln und die oberen 30% versuchen im Hausverbrauch abzufangen.


    Heckert Nemo 2.0 60M Solarmodule und als Wechselrichter hatte ich diesen Fronius Symo 8.2-3-M

    Die Heckert sind gut und auch oft günstig.

    Ein Süddach sollte man eigentlich immer weich abregeln damit du die auftreten Überschüsse (>70% Leistung) selbst genutzt werden können. =>das heist 10kWp WR. - preisunterschied ist nicht riesig.


    Magst du mal ein Luftbild einstellen?


    Gruß Flo

    Achtung Schattentheoretiker!

  • zumal nur an kalten sonnigen Tagen > 90% der Leistung anliegen.


    Bevor alle Dachflächen bekannt sind kann keine optimale spezifische sondern nur eine allgemeine Empfehlung ausgesprochen werden!

    Die Vorredner deuten aber die Richtung an: Vollbelegung.