Gleichstrombrücke zwischen Hausanschluss und Erzeugungsnetz?

  • Gibt es so was wie eine Gleichstrombrücke (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/HG%C3%9C-Kurzkupplung) auch für den Niederspannungsbereich?


    also

    Drehstromnetz <-> bidirektionaler Wechselrichter <-> DC-Zwischenkreis <-> bidirektionaler Wechselrichter <-> Drehstromnetz

    beidseitig 400 V-3-Phasen

    Leistung einige Dutzend kW


    Irgendwo hab' ich blass in Erinnerung, darüber gelesen zu haben, find aber jetzt weder im Forum noch in Wikipedia noch in Google nach dem passenden Suchbegriff.


    Wenn ich so was jetzt basteln müsste, würde ich mit zwei Rückspeisemodulen für Frequenzumrichter anfangen.


    Wozu der Blödsinn?


    Ich hab' mich 2012 vom bayernwerk breit schlagen lassen, für 90 kWp eine eigene Leitung (mit Reserve) zum Ortstrafo zu verlegen.

    Zusätzlich zum Hausanschluss, auf dem 30 kWp aus 2009 liegen.

    Derzeit sind beide Anschlüsse getrennt.


    Vielleicht jetzt, aber spätestens 2032, wenn diese Anlagen aus dem EEG fallen, stellt sich die Frage, diese Anlage auf Eigenverbrauch umzurüsten.

    Normal heißt das, Verbrauch und Erzeugung hängen am selben Netz.

    Naiv wie ich bin, dachte ich, ich klemme halt dann meinen Hausanschluss und alles was mir bis dahin sonst noch so einfällt, auf diese private Leitung.


    Jetzt zwitschert mir ein streitbares Vögelchen, daß Verbrauch über private Leitung ja rechtlich überhauptgaaaaaar nicht gehe =O

    Und damit das bayernwerk eine Vorlage hat, meine Pläne erst mal zu zerkopfschütteln.

    Ich wart jetzt auf einen Ortstermin mit einem bayernwerk-Mitarbeiter, um das doch zu verhandeln, hätt' aber gern noch den "Plan B" im Hinterkopf.


    Gibt es eine halbwegs fertige und bezahlbare Lösung, um zwei Netze, die galvanisch getrennt und TAB-konform mit VDE 4105-oder-was-auch-immer mit jeweils eigenem NA-Schutz ausgerüstet sind, zu koppeln und Energie (nach einem noch zu definiernden Regelalgorithmus) hin und her zu schieben?

    30 kWp Volleinspeisung in 2009 mit Kaco Powador

    90 kWp Volleinspeisung in 2012 mit SMA Tripower

    Solarlog 2000 PM+

    ca 40 kWp mit Puffer in Planung

  • Die 2009er-Anlage läuft hoffentlich (spätestens seit 2014) schon auf Überschußeinspeisung?


    Prinzipiell denke ich ist es etwas voreilig 13 Jahre vorher schon darüber nachzudenken, was man mit der 90kWp-Anlage macht.

    Bis dahin wird sich noch einiges ändern. (Technik und Regeln)


    Zudem, was willst Du mit der ganzen Leistung machen?

    Und warum bidirektional? Wegen dem Eigenverbrauch der 90kWp-Anlage (WR, NA-Schutz samt Schütze etc)?


    Ich denke, da ist es eher Erfolgsversprechend, mit Bayernwerk die Stillegung des kleinen Hausanschlusses zu besprechend und die Leitung der 90kWp-Anlage zu nutzen.

    Ggf. kann es erforderlich sein, eine Zähler-Säule nahe der Trafostation zu setzen.

    Mit Bayernwerk kann man i.d.R. gut reden. (Außer das Netzcenter Ampfing ist für Dich zuständig ;-) )


    Warum viele VNB hier meist probleme bereiten, ist die Definition des Netzübergabepunktes.

    Beim Hausanschluß ist das der HAK.

    Bei Volleinspeisern mit eigenem Kabel bis zum Trafo sind das die Sicherungsabgangsklemmen in der Trafostation.

    Evtl. kann es auch reichen, das Erdkabel dem VNB zu überlassen und einen HAK, sofern noch nicht vorhanden, zu setzen.

    Wie endet das Kabel der 90kWp-Anlage denn auf Deiner Seite? Ist das eine Zählersäule?

    Inselnetz mit 3x Victron MultiPlus5000, 38kWh-Akku, Insel-BHKW 16kVA, PV 9,3kWp
    1,1kWp über MPP-Laderegler SIC40
    540Wp über MPT600-24
    2,7kWp über SB3000, 2,9kWp über SB3300, 2,0kWp über SB1700 jeweils AC-gekoppelt an einem Victron

  • Die 2009er-Anlage läuft hoffentlich (spätestens seit 2014) schon auf Überschußeinspeisung?

    Er schrieb doch, dass er für Bezug und Einspeisung getrennte Leitungen hat. Das würde das ohnehin nur kaufmännisch bilanziell mit Durchleitung durch ein Netz funktionieren. Ist aber ausgeschlossen, da vor dem 1.9.11 offenbar kein EV vorlag. Ich wüsste nicht, warum Bezug über die eigene Einspeiseleitung nicht möglich sein sollte. Vergüteter Eigenverbrauch allerdings mit EEG-Umlage wäre die Folge. Das muss man einfach mal durchrechnen, ob es Sinn macht.

  • Er schrieb doch, dass er für Bezug und Einspeisung getrennte Leitungen hat.

    Nö, hat er nicht geschrieben:

    Zusätzlich zum Hausanschluss, auf dem 30 kWp aus 2009 liegen.

    Die 30kWp liegen eindeutig auf dem Hausanschluß. ;-)

    Nur die 90kWp haben ein eigenes Kabel.


    Das würde das ohnehin nur kaufmännisch bilanziell mit Durchleitung durch ein Netz funktionieren. Ist aber ausgeschlossen, da vor dem 1.9.11 offenbar kein EV vorlag. Ich wüsste nicht, warum Bezug über die eigene Einspeiseleitung nicht möglich sein sollte. Vergüteter Eigenverbrauch allerdings mit EEG-Umlage wäre die Folge. Das muss man einfach mal durchrechnen, ob es Sinn macht.

    Es geht um eine Lösung, wenn die 2012er-Anlage aus dem EEG fällt. Also nach 2032.

    Bis dahin wird die EEG-Umlage auf Direktverbrauch wahrscheinlich sowieso Geschichte sein.

    Und der 01.09.11 ist kein Stichtag dafür. Es ist der 01.08.2014.

    Und die Durchleitung durch ein öffentliches Netz steht sicher nicht zur Debatte, da dafür eine Lastgangmessung erforderlich wäre.

    Es ist immer die Lösung mit dem geringsten Aufwand zu bevorzugen.


    Und bei der Nutzung des Einspeisekabels geht es um Eigentumsverhältnisse.

    Beim normalen Hausanschluß ist bis zum HAK der VNB Eigentümer.

    Bei einem Anschlußkabel bis zur Trafostation bei einem Volleinspeiser eben der PV-Anlageneigentümer.

    Geht an dem Kabel etwas kaputt, ist immer der Eigentümer des Kabels zuständig.

    Inselnetz mit 3x Victron MultiPlus5000, 38kWh-Akku, Insel-BHKW 16kVA, PV 9,3kWp
    1,1kWp über MPP-Laderegler SIC40
    540Wp über MPT600-24
    2,7kWp über SB3000, 2,9kWp über SB3300, 2,0kWp über SB1700 jeweils AC-gekoppelt an einem Victron

  • Mit Bayernwerk kann man i.d.R. gut reden. (Außer das Netzcenter Ampfing ist für Dich zuständig ;-) )

    suche...ersetze ... Ampfing durch einen Ort im Norden Bayerns?

    schau'mer mal. Jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient - bis zum Beweis des Gegenteils.

    Und seit 2012 haben ja vielleicht schon Leute, auf jeden Fall der Namen, und vielleicht auch sich das Geschäftsgebaren geändert.


    Bis jetzt hab' ich


    - Eingangsbestätigung der Anmeldung

    - "wir werden uns schriftlich melden"

    - Ankündigung daß es einen Termin geben könnte

    - 4 Wochen ohne daß etwas passiert wäre.


    Optimismus verbreiten geht anders :-?


    Prinzipiell denke ich ist es etwas voreilig 13 Jahre vorher schon darüber nachzudenken, w


    Planen hat normal was mit Zukunft zu tun.

    Aber ich weiß, es ist müßig,in Kategorien von Vernunft zu denken, wenn maßgeblich Juristen das Sagen haben.


    Bisher war's eigentlich immer so, daß jede Änderung ein Haufen Geld kostet.

    Was sind schon 5 td € für den Umbau einer Zähleranordnung.

    Ich würde halt gern das jetzt so bauen, daß es passt.


    Zudem, was willst Du mit der ganzen Leistung machen?

    Und warum bidirektional?

    Stimmt, eine Richtung reicht. Und ca 10 ... 20 kW für Vollabdeckung Eigenverbrauch reicht auch, der Rest kann weiter ins Netz. Zumindest nach aktueller Lage. E-Traktoren seh' ich noch nicht am Horizont...



    Evtl. kann es auch reichen, das Erdkabel dem VNB zu überlassen

    Ja, das klingt vernünftig.

    Aber muß ich das denen schenken?

    Ich hab' da immerhin fast 50 TD€ dafür bezahlt...

    Ich würd's ihnen halt jetzt zum Selbstkostenpreis anbieten.

    30 kWp Volleinspeisung in 2009 mit Kaco Powador

    90 kWp Volleinspeisung in 2012 mit SMA Tripower

    Solarlog 2000 PM+

    ca 40 kWp mit Puffer in Planung

  • Ich kenne Kostellationen, da sitzt die Messung für Einspeisung und Bezug am Übergabepunkt von der eigenen Leitung zum Netz (Netzverknüpfungspunkt). Hausanschluss stillsetzten und alles an die eigene Leitung wäre mein Vorschlag.


    Wenn dir ein Vögelchen zwitschert, das sei nicht erlaubt, sollte es benennen können auf wecher Rechtsgrundlage das so sei.

    Im Übrigen war das schon richtig, dass der VNB dir bei 90 kW den Trafo als Netzverknüpfungspunkt zugewiesen hat. Das hat mit "breitschlagen lassen" nichts zu tun.


    Ist es nach EEG eigentlich eine Anlage, d.h. innerhalb von 12 Monaten errichtet und auf demselben Grundstück?

  • suche...ersetze ... Ampfing durch einen Ort im Norden Bayerns?

    Ok, in der Nordhälfte habe ich keine Erfahrung mit den Netzcentern.

    Im Norden gibt es lt. Netzkarte 5 Netzcenter auf ähnlicher Höhe. Mit keinem hatte ich je zu tun. ;-)



    Bei Nicht-0815-Gegebenheiten sind 4 Wochen noch im grünen Bereich.

    Man kann aber mal nett beim zuständigen Netzcenter nachfragen. ;-)

    Hier bekommst Du die Rufnummer:

    https://www.bayernwerk.de/de/u…standorte-und-gebiet.html

    Im PDF "Bayernwerkkarte- Rückseite" stehen die Kontaktdaten.

    Planen hat normal was mit Zukunft zu tun.

    Aber ich weiß, es ist müßig,in Kategorien von Vernunft zu denken, wenn maßgeblich Juristen das Sagen haben.

    Aber über 10 Jahre vorher kann die Sache, wenn es so weit ist, wieder komplett anders aussehen lassen.

    Wenn mann so 2 bis 3 Jahre vorher rangeht, reicht das i.d.R. auch bei komplizierten Sachverhalten.


    Aber muß ich das denen schenken?

    Ich hab' da immerhin fast 50 TD€ dafür bezahlt...

    Ich würd's ihnen halt jetzt zum Selbstkostenpreis anbieten.

    OK. Das Kabel ist etwas länger.

    Wie weit ist es bei Dir bis zum Trafo? 500 bis 600m?

    Wenn es darum geht, dem VNB etwas zu verkaufen, was er nicht selbst gelegt hat, schaut es i.d.R. schlecht aus.

    Außer der VNB hätte einen großen nutzen davon.

    Und nicht vergessen, auch der Wert eines Erdabels sinkt mit dem Alter. Das weiß der VNB.


    Du bist Landwirt? Bewirb dich um Cannabis Anbaulizenzen - dann kannst du nach EEG gut 90kW Eigenverbrauch realisieren und rund 250m² Anbaufläche beleuchten :D

    *LOL*

    Inselnetz mit 3x Victron MultiPlus5000, 38kWh-Akku, Insel-BHKW 16kVA, PV 9,3kWp
    1,1kWp über MPP-Laderegler SIC40
    540Wp über MPT600-24
    2,7kWp über SB3000, 2,9kWp über SB3300, 2,0kWp über SB1700 jeweils AC-gekoppelt an einem Victron

  • Stimmt, eine Richtung reicht. Und ca 10 ... 20 kW für Vollabdeckung Eigenverbrauch reicht auch, der Rest kann weiter ins Netz. Zumindest nach aktueller Lage. E-Traktoren seh' ich noch nicht am Horizont...

    Da reicht ein 3~ Trenntrafo mit zwei Sekundärwicklungen ausgelegt für Zwölfpulsgleichrichter und ein Wechselrichter dahinter.

    Prinzipiell geht dann jeder steuerbare trafolose PV-WR.

    Inselnetz mit 3x Victron MultiPlus5000, 38kWh-Akku, Insel-BHKW 16kVA, PV 9,3kWp
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