Gebrauchte Anlage installieren / Technisches / Steuerliches uvm.

  • Hallo Forum,


    ich habe ein EFH mit Garage und entsprechendem Pultdach mit 1x West und 1x Ost-Ausrichtung bei 30° Dachneigung und auf jeder Seite ca. 20qm Platz.

    Unser Stromverbrauch beträgt ca. 6200KWh/Jahr


    Bastle schon länger mit einer Inselanlage und Speicher auf meiner Gartenhütte rum. Das ist aber für ein paar Server und wird im Zweifel (bei leerer Batterie) durch ein 12V-Netzteil(parallel mit Diode an Batterie) gestützt - also praktisch nicht netzgekoppelt. aber egal - das steht hier nicht zur Debatte.


    Jetzt könnte ich kostenlos an 2 Stück SMA Sunny mini Central 7000HV kommen. Dann hab ich ein paar gebrauchte Canadia Solar 225Wp-Module zum Stückpreis von gut 41EUR brutto zzgl. Fracht gefunden. Wenn ich da jetzt die Mindestabnahme von 30 Stück nehme, hab ich 6,75KWp gebraucht für runf 1300EUR ergattert. Kein schlechtes Geschäft denke ich.


    Die Anlage soll nur für den Eigenverbrauch konzipiert werden. Die installation der Module erfolgt in eigenregie mit Schwager(Zimmerer, hat seine eigene Anlage auch selber installiert), der befreudete (Solar)elektriker würde die Anlage nur fertig anklemmen und anmelden. Da kommen wir schon zum nächsten Punkt. Einspeisevergütung und Finanzamt. Ich bin Angestellter(IT-Branche) und betreibe nebenbei einen Gewerbebetrieb (auch IT-Branche) mit mehr als 17.500€ Umsatz/Jahr. Daher bin ich Umsatzsteuerpflchtig und müsste somit Ust auf den EV bezahlen ohne einen (oder nur wenig) Vorteil der Vorsteuer zu haben da die Anlage ja so billig wie möglich sein soll.


    Eine Anmeldung auf meine Frau ist auch schwierig. Sie ist zwar selbständig als Kleinunternehmer aber bei mir mitversichert und darf daher nur max. 430€ Gewinn im Monat erwirtschften, die wir eh schon ausschöpfen - sobald wir wegen zu wenig EV mehr EEG bekommen überschreitet Sie die Grenze und dann wirds haarig...


    Ziel ist es also, die Anlage NUR zur Reduktion unserer Stromkosten zu betreiben. Ich will keine Einspeisevergütung da ich den Gewinn offensichtlich nicht brauchen kann


    So, jetzt zu den Fragen:


    1. Dürfen die SMA Sunny Mini Central 7000HV heute überhaupt noch bei Neuanlagen verwendet werden?

    2. Kann ich die Anlage installieren und den "Überschuss" dem Netzbetreiber schenken oder brauch ich eine technische Möglichkeit, eine Einspeisung zu verhindern (SMA Home Manager)? Hab was von Verzichtserklärung gelesen, aber nur wenn ich keinen BEZUG mehr von Versorger hab, das geht aber ohne Akku schlecht...

    3. Ist das Ganze vielleicht eine komplette Schnapsidee?

    4. Ist im Nachgang eine eine Batterielösung möglich? Evtl so ein SMA BatterieWR für 48V Batterien? Ich hab noch ein paar Traktionsbatterien mit 48V und 750AH und bin sehr experimentierfreudig.


    Hab ich was vergessen? Bestimmt, aber das fällt mir vielleicht ein, wenn die ersten Antworten kommen für die ich mich im Voraus schon mal herzlich bedanke!

  • 5. haben die Module überhaupt noch Anspruch auf Vergütung? Wenn nein, bekommst du höchstens Marktwert Solar, dann sollte der Gewinn überschaubar sein. Vor allem stellt sich da die Frage, wie lang man die gebrauchten Sachen abschreibt, nochmal 20 Jahre dürfte zu viel sein.

    sobald wir wegen zu wenig EV mehr EEG bekommen überschreitet Sie die Grenze

    Da hast du einen Denkfehler, der EV wird in der EÜR natürlcih berücksichtigt und ändert (bei Bewertung mit der Einspeisevergütung) den Gewinn überhaupt nicht.

  • Die geplante Anlage wird vsl. keine EEG-Vergütung erhalten.

    Wenn die Module gebraucht sind und bereits einmal in einer EEG-Anlage gelaufen hast Du ein Problem.


    Der SMC entspricht nicht der aktuellen Norm.

    Außerdem darf einphasig nur mit 4,6kVA eingespeist werden. Genauer gesagt, die Schieflast ist auf 4,6kVA begrenzt.

    Auch, wenn Du die Anlage ohne EEG-Vergütung betreiben willst, muß der WR den aktuellen Normen und Regeln entsprechen.



    Wenn es Dir ums Hobby geht, kannst Du eine AC-gekoppelte Halbinsel mit nachgelagerter Netzumschaltung aufbauen.

    Dann kannst Du die SMC verwenden, da sie dann nicht direkt mit dem öffentl. Netz verbunden sind.

    (Man muß diese dann aber ggf. auf "Offgrid" umkonfigurieren und Einstellungen der Leistungbegrenzung nach Frequenz anpassen.)

    Hier würden sich Victron MultiPlus oder Quattro eignen.

    Bei Victron gilt PV in kWp = Leistung des Insel-WR. Bei 6,65kWp muß es also bereits mind. ein 8kV-Gerät sein.

    Oder, wenn die Leistung auf die zwei SMC aufgeteilt wird und die Halbinsel dreiphasig wird, nimmt man 5kVA-Geräte.

    Inselnetz mit 3x Victron MultiPlus5000, 49kWh-Akku, Insel-BHKW 16kVA, PV 14,1kWp
    1,2 kWp über MPP-Laderegler SIC40
    540 Wp über MPT600-24

    4,62 kWp über 2x MPPT 150/70
    2,7 kWp über SB3000, 2,9 kWp über SB3300, 2,07 kWp über SB1700 jeweils AC-gekoppelt an einem Victron

  • und 6.

    Wenn du dir gebrauchte Module ohne Einspeisevergütung für den Eigenverbrauch gekauft hast, dann hast du bis du den Einkaufspreis durch deinen ersparten Netzbezug egalisiert hast, NIX, Nichts, Null gespart.


    Zumal es auch noch technisch rechtliche Dinge gibt. Da kann man einen ollen Wechselrichter nicht einfach eben mal Anschließen!


    Bevor man etwas kauft sollte man schon etwas darüber nachdenken...

    Gruß PV-Express



    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012

  • 5. haben die Module überhaupt noch Anspruch auf Vergütung? Wenn nein, bekommst du höchstens Marktwert Solar, dann sollte der Gewinn überschaubar sein. Vor allem stellt sich da die Frage, wie lang man die gebrauchten Sachen abschreibt, nochmal 20 Jahre dürfte zu viel sein.

    sobald wir wegen zu wenig EV mehr EEG bekommen überschreitet Sie die Grenze

    Da hast du einen Denkfehler, der EV wird in der EÜR natürlcih berücksichtigt und ändert (bei Bewertung mit der Einspeisevergütung) den Gewinn überhaupt nicht.

    Ja aber wenn ich weniger EV habe, dann würde ich mehr einspeisen und dadurch mehr Vergütung bekommen - und das ist Gewinn für meine Frau.

  • Genau das will ich ja, ich will nix einspeisen, durch die geringen Anschaffungskosten ist das auch mit den Einsparungen schnell drin.


    gekauft wurde noch nix, die WR waren wie gesagt, geschenkt

  • Ob die Modul Anspruch haben weis ich nicht, ich dachte ich baue eine neue Anlage mit alten Teilen und werde dann wie einer Behandelt, der eine NEUE Anlage aufbaut....aber das soll mir recht sein, ich will eh keine Einspeisevergütung

  • Genau das will ich ja, ich will nix einspeisen, durch die geringen Anschaffungskosten ist das auch mit den Einsparungen schnell drin.

    echt?


    Nehmen wir mal an, du sparst tatsächlich 25ct je kWh. Wieviel muss deine Anlage Produzieren und du zeitgleich abnehmen?



    Von was reden wir hier, von 5, 6, 7 Jahren, wo du weiterhin die selben Ausgaben hast?

    Gruß PV-Express



    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012

  • ich dachte ich baue eine neue Anlage mit alten Teilen und werde dann wie einer Behandelt, der eine NEUE Anlage aufbaut

    Nicht Denken, vorher Schlau machen :)

    Gruß PV-Express



    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012

  • (alles theorie da viele Fallstricke)

    also wenn mich die anlage mit 6,75kp ca. 2000 EUR kostet (nur module und elektriker, anmeldung usw.) und ich bei rund 50% Eigenverbrauch (habe viele Dauerverbraucher) 3000kwh*0,26€ spart, dann sind das 780EUR/Jahr und nicht mal 3 Jahre.?!