Installationsplatz für Stromspeicher und Wechselrichter über Wasserleitungen

  • Hallo Forum,


    ich werde eine PV-Anlage installieren und überlege ggf. einen Stromspeicher zu installieren. Typ und Bauart sind noch offen. In unserem Hausanschlussraum wäre über Wasserleitungen (die laufen in ca. 50 cm Höhe quer vom Hausanschluss zur Wärmepumpe ) noch viel Platz für eine Wandmontage des Speichers und ggf. auch der Wechselrichter (PV und Speicher ). Ein Abstand von 30 cm-50 cm zur Wasserleitung ist möglich. Ich frage mich aber, ob ich Wechselrichter und Speicher ÜBER Wasserleitungen überhaupt installieren darf. Drunter geht sicher nicht. Aber drüber? Kennt sich da jemand aus?

    Wenn das nicht geht, muss ich die Wechselrichter in die Garage machen und dann wohl auf den Speicher verzichten. Das würde wenigstens die Entscheidung für oder gegen Speicher erleichtern.


    Oder kann man den Speicher ggf. Auch in die Garage hängen? Wenn es da mal Frost gibt, mag das der Speicher doch sicher nicht. Oder gibt es da Lösungen mit Temperaturregelung wie im Elektroauto.


    Ist jemandem bekannt, ob die Fördertöpfe in BW für Speicher nun schon leer sind.


    Danke für Hinweise dazu. Die Suchfunktion hat dazu nix hergegeben.


    Grüße


    Karsten

  • VORSICHT vor Speicherförderung. Viele haben als Vorgabe die EInspeismenge stark zu drosseln (z.B 50%) das würde ich auf keinen Fall machen - der Speicher ist eh nichtmal kostendeckend - dazu noch Solarerträge verschenken?

    Richtig planen ist jetzt ganz wichtig.

    Betrachten wir auf die schnelle 2 Szenarien bei denen du sehen wirst dass Speicher nicht hilft:


    a) Winterbetrieb

    Im Winterhalbjahr (genauer in den Monaten Nov,Dez,Jan,Feb bringt eine PV so gut wie nichts ein . weniger als 15% des Sommerertrags sind keine Seltenheit, oft nehmen mit dem flachen Sonnenstand Verschattungen außerdem zu. Nehmen wir eine 10kWp PV an liefert diese noch rund 50kWh IM MONAT. Gelingt es dir diese Energie verlustfrei zu speichern und zu verbrauchen (~70% Speicherwirkungsgrad ist super!) erwirtschaftet dein Speicher (50x0,27ct/kWh Bezugskosten-0,11ct/kWh Einspeisevergütung) 8€/Betriebsmonat.
    Du musst aber vorsichtig bei der Gestaltung deiner nächtlichen Grundlast und mit Verbrauchern sein. Es stehen gut 1,5kWh an gespeichertem "eigenen" PV Strom zur Verfügung und die Nächte sind mit bis zu 18h lang...


    b) Sommerbetrieb

    Im Somme kann eine PV bedingt durch die langen Sonnentage und den hohen Sonnenstand ihre Leistung (i.d.R im Mai) voll entfalten. Hohe Modultemperaturen drücken etwas auf den Wirkungsgrad - neue Module sind da aber schon bedeutend besser geworden.

    Eine 10Kwp PV bringt an einem guten Sommertag über 300kWh - wie möchtest du die Speichern? und für was?
    Die "Nacht hat 8-10 Stunden...das Leben findet draußen statt...


    -> Die Wahrheit liegt natürlich zwischen den Szenarien. In der Übergangszeit produziert eine Anlage vll noch genug Tagesertrag um zumindest tagsüber den Netzbezug zu reduzieren - je größer die Solaranlage ist desto früher/später im Jahr ist es möglich mit einer PV den Tagesbedarf (ggf. inkl Kochen und Waschen) zu decken - bei sehr geschickter Steuerung kann sogar eine Bauchwassererwärmung installiert werden - macht aber nur Sinn solange die (fossile) Heizung aus bleibt. Heizen mit PV Strom ist eine kleine Wissenschaft - du erwähntest ja bereits dass du eine WP hast. - hier würde ich mich gut in Steuerung und Regnung einer solchen Anlage einlesen um die geringerwerdende Produktion im Jahresverlauf geschickt in Wärme zu verwandeln und in der Gebäudemasse zu speichern - hier hilft kein (Strom-)Speicher, denn er kann keine PV Energie aus dem Sommer für den Wnter speichern.


    Ein Speicher kann also streng genommen nur 2 Ziele verfolgen

    - das eine ist eine Inselanlage nit stromautakie -
    Hier kann man über den Speicher nicht diskutieren, er ist elementarer Bestandteil und wird zu den Investitionskosten gerechnet - sein Betrieb folgt keine wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Durch das Entladen mit zeitweise sehr hochen Leistungen (>10kW) und täglich schwankendem Energiebedarf ist der Speicher sehr groß, die Zyklentiefe oft gerng.


    das andere ist ein "Grundlastspeicher" - sowas wird von den "Freaks" hier im Forum hobbymäßig gebaut und erprobt. Die Zyklentiefe ist auf den Energiebedarf einer "langen Nacht" z.B 16h ausgelegt, das heist der Speicher morgens leer.

    Die PV soll es (zu "jeder" Jahreszeit) schaffen den Speicher voll aufzuladen. Bei einer typ. Grundlast ergibt sich ein relativ kleiner Speicher von 2~4kWh. Im Sommer wird der Speicher üblicherweise im Stromüberschuss geladen - bei einer EEG Anlage sind das die "oberen 30%) die nicht eingespeist werden können - das verbessert die Wirtschaftlichkeit da der Ladestrom gratis ist.


    Ein üblicher käuflicher Speicher (ob DC oder AC gekoppelt) ist i.d.R zu teuer um je wirtschaftlich zu werden. Derzeit wird von einer Speicherinstallation meist abgeraten. Wenn du meinst dass in einem speziellen Fall ein Speicher sinvoll wäre stell gerne deine Planung detaillierter vor.


    Wenn die PV nicht schon beauftragt ist - stell man die Angebote ein - dazu Luftbild, Dachmaße und Neigungen - in deinem Fall kann man viel falsch machen - vll kann dich der eine oder andere Spezi hier noch für das ein oder andere sensibilisieren!


    Gruß Flo





    https://www.solaranlage-ratgeb…trag-in-sommer-und-winter

  • a) Winterbetrieb

    Im Winterhalbjahr (genauer in den Monaten Nov,Dez,Jan,Feb bringt eine PV so gut wie nichts ein . weniger als 15% des Sommerertrags sind keine Seltenheit, oft nehmen mit dem flachen Sonnenstand Verschattungen außerdem zu. Nehmen wir eine 10kWp PV an liefert diese noch rund 50kWh IM MONAT.

    stimmt nicht! meine 3,54 (!) kWp-Anlage brachte in den letzten beiden Wintern MINDESTENS 173 kWh im Monat

  • Lass den teuren Speicher einfach weg ... natürlich kann man einen WR mit 1m Abstand über eine Wasserleitung hängen.

    Was soll da schon passieren?


    Mir ist abgesehen von KfW40+ keine Förderung des Speichers bekannt, die zu einer positiven Gesamtrendite von PV+Speicher nach 20 Jahren führt.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • a) Winterbetrieb

    Im Winterhalbjahr (genauer in den Monaten Nov,Dez,Jan,Feb bringt eine PV so gut wie nichts ein . weniger als 15% des Sommerertrags sind keine Seltenheit, oft nehmen mit dem flachen Sonnenstand Verschattungen außerdem zu. Nehmen wir eine 10kWp PV an liefert diese noch rund 50kWh IM MONAT.

    stimmt nicht! meine 3,54 (!) kWp-Anlage brachte in den letzten beiden Wintern MINDESTENS 173 kWh im Monat

    Das kommt mir wirklich extrem viel vor.

    https://www.solaranlage-ratgeb…trag-in-sommer-und-winter

    b) Sommerbetrieb

    Eine 10Kwp PV bringt an einem guten Sommertag über 300kWh

    stimmt schon wieder nicht! denke im besten fall schaffst 7,5 kWh/kWp an einem Traumtag. dann wären das "nur" 75 kWh

    Hier hab ich mich vertippt. Sollte wohl besser Sommermonat heissen.

    btw: Wie haben deine Aussagen einen Bezug zur Fragestellung - oder ging es dir ums korrigieren?


    Gruß Flo

  • der Wechselrichter bzw. Speicher könnte das Klangbild des Wassers beinflussen :-)


    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • für 300kWh im Sommermonat bei einer 10kWp Anlage müssten aber die schwarze Seite der Module nach unten montiert worden sein 8)

    10xTalesun 320Wp + 6xRisen 310 + 8xKyocera 175WP + MPPT150/60 + MPPT150/35+ Multigrid 3000/48 + CCGX+ 2x Pylontech 2,4kWh
    31x Hanwah QCells 315 black + 2 SUN2000-4KTL