Was tun bei stark schwankendem Strombedarf für Wochenendhaus ? Cloudspeicher?

  • Hallo liebe Pro's,


    wir haben einen Vierseitenhof bei Dessau, den wir als Wochenendhaus nutzen. Das bedeutet, das wenn wir nicht vor Ort sind, sehr geringer Strombedarf und wenn wir vor Ort sind hoher Strombedarf (Durchlauferhitzer), insbesondere weil häufiger auch Gruppen mit mehr als 10 Personen vor Ort sind.


    Eine normale PV Anlage würde keinen Sinn machen, weil wenn wir nicht da sind, zu viel Strom vs. Eigenverbrauch produziert würde und wenn wir da sind zu wenig. Gleiches gilt auch für den Winter, in dem einige Räume mit Elektroheizungen über Null Grad gehalten werden. Eine reine Überschußeinspeisung scheint nicht rentabel,


    Jetzt bin ich auf Cloud-Stromspeicher gestoßen bspw. Sonnen-Flat und EON. Wenn ich das richtig verstehe, könnten wir das ganze Jahr über ein "Guthaben" aufbauen und dann wenn wir viel Stom auf einmal brauchen, wenn wir Gäste haben, diesen Strom wieder aus der Cloud abrufen. (Ich weiß das das virtuell ist).


    Nun würde ich gern mal ein paar Meinungen von Fachleuten einholen, was Ihr dazu sagt oder ob ich da was falsch verstanden habe.


    Aktuell haben wir folgende Situation :


    1) Unser Stromverbrauch ist im Jahresmittel bei 2900 KWH also rund 900 EUR Stromrechnung (wird langfristig mehr, weil wir mehr dort wohnen werden.


    2) Wir haben 2 Dächer 45 Grand mit Ausrichtung Süd. Dach 1 ca. 40qm, Dach 2 ca. 70 qm. Sowie Flächen nach Ost und West.


    3) In den nächsten Jahren möchte ich ein E-Auto anschaffen und über die Dächer aufladen.



    Jetzt zu meinen Fragen :


    A) Denkt Ihr das bei so einem starken schwankenden Verbrauch es Sinn macht ein Cloud-System anzubinden. Hier muß man ja einen Stromspeicher kaufen, der die Kosten um ca. 70-80% nach oben treibt, wenn ich das grob richtig gerechnet habe zzgl. Cloud-Gebühren


    oder


    B) lieber eine große Anlage zu bauen und Überschüße einfach einzuspeisen und mit der EEG Umlage zu leben.


    C) gar nix machen (keine Mittelbindung)



    Vielleicht gibt es noch weitere Möglichkeiten?



    Freue mich auf Euren Input und Ideen.



    Steffen

  • na dann nach Möglichkeit 30kWp drauf.

    Speicher und Cloud produziert keinen Strom...

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5

  • .... stimmt, aber im Winter, Wolken und bei Hochlast muß ich dann trotzdem noch den teuren Strom vom Energieerzeuger kaufen.


    Da muß es doch was Schlaueres geben, oder meinst Du das das die größere Leistung durch EInspeisung diese Kosten auffängt? Wer kann sowas sicher berechnen?

  • nun, ein Speicher amortisiert sich regelmäßig erst weit nach seiner

    zu erwartenden Nutzungsdauer,

    und bei cloudmodellen/Flatrates

    bindet man sich auf Jahre an finanziell

    oft nicht besonders gut aufgestellte Anbieter, macht er zu ist das Geld weg.


    was bleibt ist eine große, günstige

    Anlage mit Vergütung nach EEG.

    den Rest kauft man dann zu.


    pflanze hat dazu eine schön Zusammenfassung.

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5

  • ein Cloud-System anzubinden

    Nein. Das ist Bauernfängerei, Marketing-Geschwurbel, schön verpackt. Finger weg!

    Was, wenn der Anbieter die Konditionen ändert? Das von dir genannte S oben wurde vom Ölkonzern S gekauft. Jetzt rate mal wie sich das entwickeln wird.


    Unsinniger Speicher: lass ihn weg, da hast du mehr von!


    Bitte lies meinen Beitrag in PV-Anlage mit Speicher und Wärmepumpe! Sinnvoll? - gerne auch zweimal, denn du bist noch total auf dem Holzweg. Vermutlich wurdest du von verkaufsinteressierten Goldgräbern falsch beraten?


    Antwort b) ist die richtige, bei c) gehst du mit 500 EUR nach Hause und bei a) reiben sich andere die Hände.



    Zur EEG-U die du oben fürchtest: Bei Bezug 3 MWh/a wirst du geschätzt 1,3-1,6 Eigenverbrauch haben.

    1500 * 0,024 = 36 EUR EEG-U p.a.. Wovor hast du Angst?

    Dazu kommt, dass die Umlage in den nächsten Jahren voraussichtlich wegfällt für Anlagen die nicht größer als 30 kWp sind.

  • .... stimmt, aber im Winter, Wolken und bei Hochlast muß ich dann trotzdem noch den teuren Strom vom Energieerzeuger kaufen.


    Da muß es doch was Schlaueres geben, ....

    "was schlaueres" als Speicher und Cloud ist fast alles andere.

    und wenn dir der Strom "vom Energieerzeuger" schon teuer vorkommt, was glaubst du dann was dich der Strom aus einem Speicher kostet?


    Selber Rechnen schadet nicht.

    Das Ergebnis wird deine Alternative "b" sein

  • Gerade bei so stark schwankendem Verbrauch macht der Speicher keinen Sinn. Der steht da ja die meiste Zeit nur dumm rum und schafft nix. Maximal wird der von dir bezahlte Speicher von Sonnen netzdienlich gesteuert.

    Keep it simple: Option B) ist mit Abstand die beste, wirtschaftich wie ökologisch.