Kernsanierung und neue 8kWp PV-Anlage

  • Hallo zusammen,


    da ich gerade am Kernsanieren bin und auch ein "neues" dach bekomme habe ich mich mal in das Thema PV etwas eingelesen und auch schon 2 Angebote von örtlichen Betrieben eingeholt bzw. beraten lassen. Mit der Beratung von beiden Betrieben war ich nicht so glücklich da ich das gefühl hatte dass hier nur verkaufen im vordergrund stand, auf meine Wünsche/Ideen wurde auch nur teilweise eingegangen. Die Heizanlage, Elektrik etc. wird alles vollständig erneuert wodurch es natürlich schön wäre z.B. die Heizung bzw. Brauchwassererwärmung in die PV-Planung zu integrieren, ich bin da für (fast) alle Ideen offen :S


    Meine aktuelle Situation:

    Mehrfamilienwohnhaus (3 Parteien, teilweise vermietet)

    Dachfläche 56qm² (L= 10m H=5,6m), SÜD, 30° Dachneigung

    Gas-Brennwert mit 200l Brauchwasserspeicher

    Smart 451 electric drive, wird in der Garage mit 3,6kW 16A geladen.

    Waschmaschine, Geschirrspüler etc. haben Startzeitvorwahl


    Meine Konfiguration unabhängig der vorliegenden Angebote:

    25x Luxor Solarmodul 320 Watt ECO LINE HALF CELLS M120

    1x Wechselrichter Kostal Plenticore Plus 8,5

    1x Smartfox Pro Enegriemanagemetsystem

    Unterkonstruktion, Kabel etc. führe ich jetzt mal nicht auf


    Was ist für mich wichtig ?

    - Ich möchte einen hohen Eigenverbrauch und wenig einspeisen

    - Meinen Smart so viel wie möglich mit der PV-Anlage laden

    - Jederzeit eine Speicherbatterie nachrüsten zu können, daher der Hybridwechselrichter

    - Die Heizung mit der Brauchwassererwärmung zu unterstützen

    - Wenn noch was übrig bleibt die Mieter mit Strom zu versorgen, damit habe ich mich aber noch nicht beschäftigt und weis nicht ob sich der Aufwand loht, auch was den Papierkrieg später bei der Abrechnung angeht :S


    Danke schon mal im Voraus für eure Mühe und bitte korrigiert mich gerne :)


    Viele Grüße aus der schönen Pfalz

    Christian

  • auf 5,1*10m gehen 3*10 Module.

    bei 30° kann man auch noch über Nord

    nachdenken und Richtung 20kWp gehen.


    Mit einer Gastherme hat man natürlich

    erstmal die Chance auf effiziente

    Heizung (Wärmepumpe) mit solarer Unterstützung durch PV verschenkt.

    Nach einer (ich hoffe auch energetischen)

    Kernsanierung sollte der Energiebedarf

    jedenfalls entsprechend klein sein.

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5

  • Da deine Kernsanierung ja noch nicht abgeschlossen ist, stellt sich die frage, ob vor allem am Heizkonzept noch was zu machen ist. Wie weit geht die Kernsanierung denn? Ist es denkbar, die Dachneigung anzupassen? Wenn es also irgendwie noch geht, steig auf Niedertemperaturflächenheizung und Wärmepumpe um.

    1. Warum??? Mehr einspeisen bedeutet mehr Geld. Typischer Anfängerfehler/Falschberatungsfehler.

    2. Klar. Dazu musst du halt zumindest am WE tagsüber zu Hause sein. Und du brauchst möglichst oft genügend PV-Leistung. Ansonsten lädst du halt aus dem Netz. Tagsüber einspeisen und aus dem Netz laden kommt für die Umwelt auf dasselbe heraus.

    3. Typischer Anfängerfehler/Falschberatungsfehler. Die Diskussion wurde schon so oft geführt, dass ich dich auf die Suchfunktion verweisen möchte

    4. S.o., dazu musst du mit Wärmepumpe oder zumindest Brauchwasserwärmepumpe planen

    5. Lass es. Deine Vermutung mit dem Papierkrieg ist richtig. Und dem Planeten ist es egal, wer deine Überschüsse verbraucht.

  • Hallo,


    danke schon mal für die Antworten.


    Der Gedanke nach mehr kWp war da aber passt leider aktuell nicht in die Budgetplanung daher auch erstmal nur die Süd Fläche.

    Es wird energetisch Kernsaniert wie z.B. Wärmedämmverbundsystem (Mineralwolle), neue Fenster etc.


    An dem Heizkonzept kann man noch arbeiten, meine alternative wäre noch die Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Flächenkollektor, hier habe ich leider noch keinen kompetenten Berater gefunden aber ich gebe nicht auf.




    Die Einspeisevergütung liegt bei rund 11 cent, lohnt das Einspeisen denn dann überhaupt mit meiner kleinen Anlage ?

    Der Smartie ist täglich im Einsatz und meist nur nach 18 Uhr am Strom.

    War das auf den Hybridwechselrichter bezogen oder auf die Speicherbatterie ?



    Danke und viele Grüße

    Christian

  • Die Einspeisevergütung liegt bei rund 11 cent, lohnt das Einspeisen denn dann überhaupt mit meiner kleinen Anlage ?

    Kleine Anlage? Ich habe 4,805 kWp - und über die letzten 5 Jahre bei 14,54 Cent ca. zwei Drittel meiner Strombezugskosten wieder eingespielt.

    Ich habe 23.700 kWh erzeugt, davon 6.600 kWh (= 28 %) selbst verbraucht.

    Selbst bei "nur" 11 Cent lohnt sich das Einspeisen, denn das, was nach dem Laden des Smart und Eigenverbrauch, noch übrig ist, dürfte nicht gerade wenig sein.

    Auch als Pensionär jetzt zu Hause und gezielt Verbraucher einschalten, wenn die Sonne scheint, hat die Eigenverbrauchsquote nicht merkbar in die Höhe getrieben.

    Und wenn Du eine 70-%-weich-Schaltung einrichten lässt, kannst Du den Smart laden und zusätzlich noch fast 70 % der Leistung einspeisen...

  • Die Einspeisevergütung liegt bei rund 11 cent, lohnt das Einspeisen denn dann überhaupt mit meiner kleinen Anlage ?

    Der Smartie ist täglich im Einsatz und meist nur nach 18 Uhr am Strom.

    War das auf den Hybridwechselrichter bezogen oder auf die Speicherbatterie ?

    -ja, das hat doch mit der Größe nichts zu tun. Die Überschüsse (das ist der Löwenanteil, geschätzt etwa 70% deiner Erträge) bezahlen dir die Anlage.

    - Den Smartie wirst du dann meist aus dem Netz laden müssen, sehe ich aber kein Problem darin

    - Das war darauf bezogen, dass es keinen Sinn macht, jetzt schon einen WR auszusuchen für eine hypothetische zukünftige Speichernachrüstung. Dazu ist der Markt und die Technik in viel zu schnellem Wandel. Wenn der WR ansonsten passt, kannst du den nehmen, aber nicht wegen der "Nachrüstoption".


    Verfolge auf jeden Fall deinen Wärmepumpe-Ansatz weiter! Das ist heute schon doppelt so sauber wie Gas, und mit Veränderung des Strommix wird es immer besser. Wird auch deinen Eigenverbrauch merklich erhöhen und macht jeden Akku überflüssig.

  • - Ich möchte einen hohen Eigenverbrauch und wenig einspeisen

    - Jederzeit eine Speicherbatterie nachrüsten zu können, daher der Hybridwechselrichter

    Ersteres erreichst du durch Backofen und Kühlschrank nebeneinander stellen und geöffnet laufen lassen!

    Wie erwähnt wurde beides leider verbreitete Beratungsfehler!

    Heute in Speichertechnik zu investieren die in 5 Jahren veraltet ist ist sehr sinnlos und unnötig teuer - genau wie Speicher!


    Lies bitte meinen Beitrag in Kleine PV-Anlage, Verkabelung - beantworte alle dortigen Fragen hier - soweit noch nicht beantwortet.

  • Danke für die zahlreichen Antworten und Tip's.


    Ich habe jetzt auf meiner ToDo stehen:

    - Wärmepumpe anstatt Gastherme, alternativ Brauchwasserwärmepumpe -> Energieberater

    - Keine Batterie :)


    Passt meine Konfiguration zu meinem vorhaben oder hat evt. jemand die gleiche/ähnliche Konfiguration und kann hier was dazu sagen ?


    Vielen Dank euch allen!

  • Hey, mit dir macht das Spaß, du hörst wenigestens auf die guten Ratschläge :). Auf deiner todo-Liste fehlt aber das wichtigste: Die PV-Anlage weiterplanen! Wenn die Maße stimmen und du keine weiteren Flächen findest, wird das dann eine schöne 10 kW Südanlage mit wohl 2*15 Modulen und je nach Modulleistung wohl 8-10 kVA WR in 70 weich.