Kleine Eigenverbrauchsanlage ohne Finanzamt

  • Dass ausgerechnet du jetzt suggerierst, ich hätte ihn zu einer illegalen Anlage ermutigt, das schlägt dem Fass den Boden aus. Wer wollte denn den Zähler rückwärts drehen lassen? Ich habe ihm dagegen erklärt, was mit dem Finanzamt auf ihn zukommen würde und wie sich das völlig legal minimieren bis komplett vermeiden lässt. Siehe z.B. PV ohne Finanzamt oder auch PV ohne Finanzamt.


    Vielleicht lassen wir Franky_OWL selbst entscheiden, von wem er sich gut informiert fühlt. Mit Hinundher werde ich hier nicht weiter streiten, es geht hier um das Projekt von Franky_OWL

  • Ich habe bei meiner Anlage auch zunächst mit einem Angebot über 9,9kWp zu 1290€/kWp begonnen. Geendet hat das ganze bei 26kWp (Dach voll) für 935€/kWp.


    Welche Anlage macht für mich mehr Sinn?


    Mit dem Eigenverbrauch zu rechnen fand ich extrem schwierig. Es ist völlig unklar wie hoch er konkret ausfallen wird. Sind es nun 30% oder komme ich auf 40% oder sogar noch höher? Das weiß ich erst in einem Jahr, wenn die Anlage durch alle Jahreszeiten und Wettersituationen gelaufen ist. Seit der Inbetriebnahme am 25.April habe ich eine Autarkiequote von 68%. Aber was heißt das für ein ganzes Jahr?


    Viel verlässlicher ist es, mit den zu erwarten Erträgen zu rechnen. Die sind zwar keine echte Konstante, aber im Durchschnitt über die nächsten 20 Jahre schon hinreichend gut vorhergesagt. Und der Anlagenpreis ist die nächste Konstante in der Rechnung und er ist maßgeblich dafür, was die Kosten für die Erzeugung des Ertrages sind.

    Wenn ich jetzt mal mit unterschiedlichen Eigenverbräuchen (und der echten Konstante Einspeisevergütung) rechne, bleibt am Ende die Erkenntnis, dass die größere Anlage wirtschaftlicher ist.

    Weil ich mehr Energieertrag zu geringeren Kosten vom Dach hole. Geringere Erzeugungskosten wirken sich positiv auf den Gewinn aus und zwar sowohl bei der Einspeisung als auch beim Eigenverbrauch.


    Und wenn dann noch ein hoher Eigenverbrauch möglich ist, umso besser. Dazu kommt noch die Tatsache, dass eine größere Anlage tendenziell den Eigenverbrauch erhöht, da auch im Winter oder bei starker Bewölkung und Regen absolut mehr Energie vom Dach kommt. Wenn bei mir 1% vom Dach kommt, sind das immer noch 260W. Bei der 4,5kWp-Anlage sind das dann 45W.

  • Die Lösung des Problems ist doch ganz einfach:

    Da das Geld für eine große Anlage nicht da ist und kein Kredit aufgenommen werden soll, wäre es eine Überlegung wert die Anlage von den Stadtwerken möglichst gross bauen zu lassen und zu mieten.

  • Oh Gott <X:cursing:  ||


    Eine viel zu teure Anlage teuer mieten statt zu kaufen? An den Mietvertrag ist man auch bis zum Ende der Laufzeit gebunden. Da kann man auch ein Darlehen aufnehmen und zurückzahlen. Am Ende gehört einem dann aber die Anlage und man muss sie zum Schluss nicht zu einem überhöhten Restwert kaufen. Die Ratenverpflichtung für die Laufzeit ist bei beiden Modellen gegeben.


    Besser: Von einem vernünftigen Solateur bauen lassen, finanzieren und Kreditraten statt Mieten zahlen.


    Ich habe Am WE einmal ein Angebot von eon gesehen. Überaltertete Module irgendwo spürbar unter 300 kWp (das "Premium-Modul lag, wenn ich mich richtig erinnere bei ca 290 kWp).

  • Solche Premium-Module möchte ich haben, da würde mir für den Anfang schonmal eines reichen. Damit würde ich dann Erfahrungen sammeln und in zwei Monaten ein weiteres bauen. Dann überschreite ich auch die 750kWp-Schwelle nicht.


    YMMD :)


    Stimme zu, von gemieteten Anlagen sollte man die Finger lassen und selber, einmal, richtig, groß, durchdacht und günstig bauen.

  • So, da bin ich auch mal wieder :) !

    Erst einmal ein dickes :danke: für die vielen Antworten hier, so eine Resonanz hab ich nicht erwartet.

    Ich kann diejenigen voll verstehen, die mir raten das ganze Dach so voll wie möglich zu machen, so lange wie es sich noch lohnt (EEG). Ich kann und möchte jedoch definitiv maximal nicht mehr als 6-7k€ in eine PV-Anlage investieren, Kredit kommt nicht in Frage, auch wenn die Anlage das finanzieren sollte.

    Das ganze soll mit so wenig Papierkram wie möglich verbunden sein, darum finde ich die Möglichkeiten die Monsmusik hier

    Ich habe ihm dagegen erklärt, was mit dem Finanzamt auf ihn zukommen würde und wie sich das völlig legal minimieren bis komplett vermeiden lässt. Siehe z.B. PV ohne Finanzamt oder auch PV ohne Finanzamt.

    vorgebracht hat bisher für mich am besten. Ich werde die maximal mögliche Anlagengröße realisieren, die noch als "Liebhaber-Anlage" durchgeht, also steuerrechtlich keinen Gewinn erzielt. Wie groß könnte das ungefähr sein, kann das jemand abschätzen ? Ich denke da müsste ca. 4kWp noch gehen oder ?

    So eine Plug and Play Anlage haben einige meiner Kollegen, von 300wP bis 1,0kWp. Das hatte ich auch erst geplant, habe mich aber dann entschieden, doch eine Nummer größer zu bauen und das ganze offiziell, aber mit möglichst wenig Papierkram wie schon gesagt. Ich werde jetzt mal Angebote anfordern und dann mal schauen was es wird.


    Gruß Frank

  • Du kommst aus OWL... Finanzamt Wiedenbrück? Meine Anlage macht von Anfang an negative "Gewinne" - ich habe die Vorsteuer erstattet bekommen, USt gezahlt, das FA hat zu keiner Zeit angebracht, dass das Ganze Liebhaberei wäre.


    Mann, Mann, Mann, bares Geld verschenken, nur weil man mit Staat/Finanzamt nichts zu tun haben möchte. Sorry, aber wie doof ist das denn??

    2014: 887,2 kWh/kWp - 2015: 938,2 kWh/kWp - 2016: 908,2 kWh/kWp - 2017: 845,8 kWh/kWp - 2018: 999,2 kWh/kWp - 2019: 936,3 kWh/kWp - 2020: 963,6 kWh/kWp - 2021: 963,8 kWh/kWp

  • Das hatte ich auch erst geplant, habe mich aber dann entschieden, doch eine Nummer größer zu bauen und das ganze offiziell, aber mit möglichst wenig Papierkram wie schon gesagt.


    Gruß Frank

    Hallo Frank,

    wie stellst du dir denn das vor? Ganz "offiziell" aber mit möglichst wenig Papierkram?

    Es geht nur "Ganz oder gar nicht".

    Ne kleine Anlage mit wenig Papierkram gegenüber einer großen Anlage mit viel Papierkram?

    Der Papierkram ist derselbe... ob groß oder klein...


    lg

    citystromer

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 3045x

  • Ja, ganz offiziell beim VNB angemeldet, das macht doch der Fachbetrieb der die Anlage errichtet oder nicht ?

    Der soll die Anlage so planen das sie noch als "Liebhaber-Anlage" durchgeht, mir das schriftlich bestätigen, das lege ich dem Finanzamt vor und dann müssten die ja zufrieden sein, so stell ich mir das vor.

    Was wäre eigentlich wenn ich danach dann noch 1 oder 2 solcher Plug and Play Anlagen mit dran hänge ?

  • Der soll die Anlage so planen das sie noch als "Liebhaber-Anlage" durchgeht, mir das schriftlich bestätigen, das lege ich dem Finanzamt vor und dann müssten die ja zufrieden sein, so stell ich mir das vor

    Das Finanzamt ist mit Sicherheit NICHT damit zufrieden wenn ein Solateur dir ein Schreiben mitgibt, auf dem er bescheinigt das die Anlage nur als Liebhaber-Anlage durchgeht. Die wollen mit Sicherheit, das du die erste paar Jahre das Ding ganz normal betreibst und versteuerst. Das Finanzamt SELBER entscheidet ob dein Gewerbe dann ein Liebhaber-Gewerbe ist oder nicht. Das hängt davon ab ob du lange genug miese machst oder nicht.

    Gruß

    Michael

    Growatt 1000S mit 4 PV-Modulen a 270W, 1,08 KwP ohne EEG