Ertragssteuer sonnenflat

  • Hallo allerseits,

    ich habe eine Flat von Sonnen und folgende Frage zur Ertragssteuer;


    Sonnen hat mir nun die Jahresabrechnung für 2018 geschickt (ist meine erste). Den Stromverbrauch in 2018 betitelt die sonnen als Leistungsaustausch, d.h. ich habe eine Rechnung zu einem fiktiven kWh Preis erhalten und im Gegenzug erhalte ich eine Gutschrift für die Nutzung meiner Batterie durch sonnen. Diese 2 Rechnungen gleichen sich aus, somit betragen meine Kosten 0€. Macht ja auch Sinn, da ich mich innerhalb der Flat bewege. USt ist es also ein Nullsummenspiel. Spannen wird die Betrachtung der Ertragssteuer:

    Laut sonnen muss der Betrag als Eigenverbrauch gemeldet werden, obwohl ich den ja aus dem Netz beziehe. Dem kann ich noch zähneknirschend folgen.

    Was ist aber mit den 19,99 € Grundgebühr pro Monat? Bei Sonnen geht man ja 2 Verträge ein; Einmal für die Community 19,99€ pro Monat und einmal für die Flat. Die Grundgebühr für die Flat beträgt 0€ und ist mit diesem Betrag auch auf der Jahresabrechnung ausgewiesen. Ich fände es nun unlogisch oder unfair, wenn ich den Strom den ich über die Flat beziehe versteuern muss, aber die Grundgebühr außen vor bleibt? Kann ich die Grundgebühr dann auch als Kosten ansetzen? Wenn ja zu 100% oder muss ich das noch ins Verhältnis Eigenverbrauch zu produzierter Menge setzen?

    Oder andere Frage; Muss der Bezug aus der Cloud von sonnen überhaupt als Eigenverbrauch angesetzt werden. (Ist das nicht etwas übereifrig...?)

  • Willst du damit sagen, dass deine Flat, von z.B. 4250kWh als reiner EV bzw. "Geschenk" finanzamttechnisch besteuert werden soll/muss?


    ui ui ui

    Gruß PV-Express


    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Datenlogger mit weicher 70%-Regel, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012
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  • Ok, da das der 1. Fall ist, wo ein User das soo angibt. Nur für mich zum Verständnis


    Angenommen

    Du nutzt die Flat voll aus (4250kWh)

    Flat= 240€ p.a.


    Du hast rein physikalisch ohnehin ein EV von sagen wir mal 2000kWh

    Flatvorteil: 2250kWh


    Finanzamt hast du aber einen Geldwert von sagen wir mal ortsüblich 4250kWh * 28ct= ~1200€


    d.h. du zahlst je nach Steuersatz so um die 600€ für beides (FA und Flat)


    Dann liegst du also beim echten Bezugsstrom von 2250kWh bei knapp 27ct je kWh.


    Keine Ahnung ob deine Angaben so Stimmen, aber wenn, dann zahlt man ja mit der Flät teilweise mehr, als über ein normales EVU. Weil, Eigenverbrauch hat man in voller höhe ohnehin


    Das kann ich ja kaum glauben :?:;)

    Gruß PV-Express


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  • Wenn ich das richtig verstehe, soll die Grundgebühr als Kosten vom Eigenverbrauch runter.

    Wo ist da der Zusammenhang?

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    Wir neigen dazu, die kurzfristigen Auswirkungen einer Technologie zu überschätzen und die langfristigen Auswirkungen zu unterschätzen (Amaras Gesetz)

  • Hallo

    also der Zusammenhang besteht darin, dass ich für die Flat indirekt über die sonnen-community ja 240 € bezahle. Den Strom den ich darüber beziehe soll ich ja laut sonnen auch als Eigenverbrauch angeben. Daher besteht für mich schon ein Zusammenhang. Problematisch ist nur, dass es 2 Verträge sind. Die Flat mit 0€ Grundgebühr und die community.

    Nochmals zu den genauen Zahlen;

    Bezug übers Netz 2413 kWh zu hypothetischen 19,3 cent (Rechnung von sonnen)

    Eigenverbrauch 1400 kWh


    Eigentlich wollte ich beim Finanzamt nur den Wert für die 1400 kWh angeben. Sonnen rechnet als Eigenverbrauch aber 1400 plus 2413 kWh. Wären also bei 20 cent ein EV von 762 €. Hiervon hätte ich zumindest die Grundgebühr von 240 € noch abgezogen, so dass 532 € EV verbleiben, die zusätzlich zu versteuern wären. Bei einem Steuersatz von 35% also zusätzliche Kosten von ca 180 € nach Steuer.

  • Nun ja, wer die Flat ernst nimmt, behauptet doch immer, den im Sommer eingespeisten Überschuss im Winter verwenden zu können. Da ist es nur logisch, dass das auch Eigenverbrauch ist.

    Und Grundgebühr ist eben Grundgebühr, die fällt für die Bereitstellung des Anschlusses an, mit allem, was dazugehört. Das können Betriebsausgaben sein, wenn der Anschluss einer Firma gehört. Ansonsten sind das einfach Kosten des normalen Grundbedarfs eines Haushalts. Warum sollte man das bei Sonnen abziehen können und sonst nicht?

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  • Das ist doch mal ein spannender Fall, den uns unser Steuer-Genie kpr bestimmt haarklein in privat, unternehmerisch veranlasst usw. aufdröseln kann ...

  • Hallo Nordlicht

    diese Sichtweise habe ich befürchtet. Hast ja auch nicht ganz Unrecht. Gegenargument wäre, dass die Grundgebühr ja für technische Bereitstellung des Austausches (Sommer-Winter) ist. Und da ich den Austausch steuerlich als Ertrag angeben muss, ist das Ansetzen der Kosten dafür ja nur gut und billig.

    Dein Verweis auf den normalen Haushalt ist nicht korrekt, da dieser seinen privaten Verbrauch ja auch nicht versteuert.

  • Wenn du nicht die KUR gewählt hast, fallen auch noch zusätzlich rund 150€ für die Sachentnahme an :(

    Gruß PV-Express


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  • die Sonnenflat ist doch Privatvernügen. Versteuert werden muss nur die von der PV Anlage erzeugten Kwh.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!