Stromversorgung für Finca in Spanien

  • Ja genau - natürlich sind dem Grenzen gesetzt aber auch im Winter gibt es (einige) ertragreiche Tage zwischen den grauen - da sollte die gesamte erzeugte Leistung zu speichern sein. Letztlich kostet das alles einfach Geld - ein zu großer Speicher ist eigentlich ein Luxusproblem.


    Was spricht denn nun gegen eine Victron-Lösung ggf mit Eigenbau Akku und Generator?


    Gruß Flo

  • Was spricht denn nun gegen eine Victron-Lösung ggf mit Eigenbau Akku und Generator?


    Gruß Flo

    Hallo Flo,


    eigentlich nichts, außer dass ich wenig bis keine Ahnung habe und ich nicht alles verpfuschen will.

    Ein Freund ist Elektriker, nicht im PV-Bereich, wenn der anfängt mit Schein- und Wirkleistung usw. wird mir ganz anders. Ich dachte das klatsche ich so hin wie meine Anlage im Womo, aber davon bin ich abgekommen.

    Das muss schon gut durchdacht sein.

    Ein Thema ist auch: großer Blei-Speicher ist ja billig gegenüber LiPo-Speicher, viele meinen dass es den LiPo nicht braucht, wenn ich genügend Platz habe.

    Dann wieviel Wp istallieren?


    Die Anlage von FUNKBOJE, so wie ich dies hier und aus seinen Vorstellungen gelesen habe, ist in etwa was ich mir vorstelle, evtl. paar Wp mehr und etwas größerer Speicher, da die Umwälzanlage für das Schwimmbad und der Whirlpool doch etwas mehr Energie brauchen. Aber beides kann ich ja zu Sonnenzeiten laufen lassen. Seine Anlage ist ja auch mit einem Victron und die Speicher und Module dazu gestellt. Sein Speicher fährt mit 24 V - die meisten LiPo mit 48 V. Vor- und Nachteile muss ich mir erst erlesen.


    Da bin ich schon stark am Überlegen.


    Anderseits wenn mir ein Profi so etwas hinstellt, sollte ich sicher sein können, das es kein Pfusch ist und Garantie auch auf der Anlage ist.

    Ich bin noch beim Ausknobeln. Fakt ist ja auch dass ich beim Selbstbau zudem noch etwas lerne. Das ist ja auch ein netter Pluspunkt.

    Und der Selbstbau würde mich schon sehr reizen.


    Gruß Peter

  • Hallo Peter,


    Blei ist in der Tat um ein Vielfaches günstiger aber um die hohe (Impuls) Entladeleistung zu erreichen damit du Schweissen kannst darf der AKkublock schon sehr groß ausfallen:

    Um 60A Entladestrom zu liefern sind OPsZ mit >900Ah nötig.

    48V Traktionsbatterien oder OPzS gibts wohl um die 100€/Ah bzw 380€/kWh.

    Das ist jedoch nur die nackte Batterie. Wenn du Platz und einen kühlen, belüfteten Raum hast oder einen solchen bauen kannst ist Blei ein möglicher Speicher.


    Eine LiFeYPo4 kann bereits bei einer Größe von unter 60Ah/48V (~2,3kWh entnehmbar, ~37kg, rund 1500€) >7kW Leistung bereit stellen - die Frage ist wielange du die Leistung brauchst und ob zu dem Zeitpunkt PV Leistung bereit steht um den kleinen Speicher =Backbone "auf Ladung" zu halten.


    Der Vorteil bei 48V gegenüber 24V ist dass auf der DC Seite geringere Ströme fießen - insbesondere wenn höhere Leistungen vom Wechselrichter gefordert werden hält man so die Verlußte klein(er). Beispiel: 3000W AC seitig bedeuten bei einer 48V Batterie bereits Ströme von über 60A.


    Gruß Flo

  • Servus Flo, wo hast Du nur diese Zahlen her??

    Eine kWh OPzS kostet zw. 220-230€ (Bater, TAB. Sunlight ect.) und 240-250€ (BAE, Hoppecke, Moll, Bayern ect.),

    incl. Verbindern und Lieferung innerhalb der EU (Inseln kosten extra). EUW kommt noch dazu (24V-48V ca 100-250€)

    Eine OPzS ist zwar auf C10-Entladung spezifiziert, rein technisch machen ihr aber auch häufigere und auch etwas

    längere C5-Entladungen keine Probleme, nur die entnehmbare Kapazität muss halt neu gerechnet werden.

    Die angeführten Lüftungsanforderungen sind natürlich richtig und wichtig, wird aber meist völlig überschätzt

    (einem Raum mit zwei gekippten Fenstern kann man sozusagen schon komplett mit Akkuzellen vollstellen)

    Was die Temperatur angeht ist "kühl" für ein hohes kalendarisches Alter natürlich auch richtig, benötigt aber eben

    auch größere Kapazität bzw. kleinere Lastströme. Wenn man den Preis für die insgesamt durchleitbaren kWh vergleicht

    sieht man dass sich im Bereich von C5-C20-Entladungen und Akkutemperaturen zw. 10°C-40°C keine wesentlichen

    Unterschiede ergeben.


    Ich persönlich glaube dass es sogar deutlich günstiger kommt wenn man einen kleineren Akku relativ schnell "verbraucht",

    natürlich in vernünftigen Maßen und passend zu den jeweiligen Anforderungen.


    lg,

    e-zepp

  • Sagen wir es mal so, ein 48V System, da sind für 5 kVA Leistung etwa 110A notwendig.

    Hohe Ströme erledigt man einfach mit ordentlich Kupfer.

    Wenn du dafür 5C annimmst ist das ein 600 Ah Akku.

    Wenn du schweisst dann ist das ja im Regelfall Tagsüber wenn die Sonne scheint. Sprich der Hauptteil kommt da eh von der Solaranlage und nur der kleinere Teil vom Akku.

    So ist es zumindest bei mir.


    Zudem wie lange brennt die Elektrode? Das ist eh keine Dauerlast.


    Bei mir sind es Victrons geworden weil die Preislich sehr günstig sind.

    Aus meiner Sicht hat es sich bewährt ein großes Solarfeld zu nehmen und den Akku ehr gemässigt auszulegen.

    Die Solarzellen halten einfach länger als der Akku.

    Und wenn das Wetter nicht top ist, kommt immernoch genug rein.

    Dann ist der Akku halt nicht schon um 11 voll sondern erst um 15 Uhr. Reicht mir vollkommen.