Hausverkauf mit PV Anlage

  • Hallo zusammen

    Beim Hausverkauf mit einer PV Anlage Aufdach 5.8 kWp und Volleinspeisung .was gibt es als Verkäufer zu beachten . Muss eventuell Vorsteuer zurückgezahlt werden. Ist es ratsam die Anlage zu verschenken an den neuen Besitzer da beim Verkauf ja für den Verkäufer ein Gewinn entsteht? ?Über konstruktive Antworten würde ich mich freuen


    LIEBE GRÜßE

  • Von Gewinnmitnahmen ist noch niemand arm geworden. Stammt zwar aus dem Wertpapierbereich, könnte man hier aber auch sagen.

    Volleinspeisung könnte man auch behalten und selbst weiter betreiben. Müßte man halt eine erstrangige Dienstbarkeit ins Grundbuch machen, damit man da zur bei Bedarf auch rankommt und bei einer Zwnagsversteigerung (soll ja vorkommen) oder Weiterverkauf klar ist, daß die nicht dem Eigentümer des Gebäudes gehört.

    Über die PV macht man einen gesonderten Vertrag, den der Notar im Kaufvertrag entsprtechend (z.B. daß nur beide oder kein Vertrag zustande kommt, wenn es bei einem Probleme geben sollte ist der andere auch nichtig) erwähnt.

    Verschenken macht unter Fremden steuerlich keinen Sinn, weil das FA dann den Wert schätzt und das sicher nicht zu deinen Gunsten.

    Wenn der gesamtpreis Haus+PV feststeht, willst du natürlich einen Kaufpreis möglichst wenig über dem Buchwert, weil alles drüber mußt du als Gewinn versteuern, während es beim selbst genutzten Haus steuerfrei ist. Der Käufer will möglichst viel für die PV bezahlen, weil er das abschreiben kann und vermutlich auch bei ihm oder seinen Erben irgendwann der Gewinn aus der Immobile steuerfrei sein wird. Muß man sich halt einigen, ein Tool zur Bestimmung eines möglichen fairen Preises findet sich auch der Webseite von Paulchen .


    edit: wenn überhaupt jemand die Vorsteuer zurückzahlen muß, dann der Käufer und das auch nur dann, wenn er die Besteuerungsart wechselt (hier also von vermutlich Regelbesteuerung zur KUR) und auch nur, innerhalb von 60 Monaten für die in dem Zeitraum verbleibende Zeit.

    Beim Verkauf des kompletten Unternehmens (davon gehe ich mal aus, daß das nicht eine von vielen Anlagen ist, die du hast), fällt keine Mehrwertsteur an. Rein formal gehört in den Vertrag eine Klausel wie "zuzgl. gesetzlcihe USt", die ist dann aber 0. Sollte das FA das mit der Betriebsveräußerung im Ganzen doch anders sehen, muß der Käufer dir das halt nachzahlen, bei ihm ist es Vorsteur, die er vom FA zurückbekommt (sofern er nciht zur KUR wechselt, was bei Volleinspeisung sinnfrei ist) und du mußt es ans FA abführen.

  • Muß man sich halt einigen, ein Tool zur Bestimmung eines möglichen fairen Preises findet sich auch der Webseite von Paulchen

    Ehrlich? :juggle: Hab' ich noch gar nicht gesehen!:/


    Oder hast du mich hier vielleicht mit Stefan Rohde verwechselt? ;)


    mfg

    Paulchen

    Excel-Tools mit VBA-Makros zu Buchführung und Steuer für PV-Anlagen:
    Einspeise-, Direktverbrauchs-Anlagen und Kombinationen beider Arten
    DV-Tools auch für OS X - WIN-DV-Tool (1 Anlage) auch mit KUR
    Informationen unter https://www.pv-steuer.com

  • :oops: ist das nicht bei dir, nehme alles zurück und behaupte der wars.


    edit: weril ich gerade den anderen Thread gesehen habe. Käufer und Verkäufer sollten sich noch über die Registrierungspflich im Marktstammdatenregister informieren. Bei Änderungkönnte die Übergangsfrist bis Januar 21 entfallen und eine Meldung innerhalb eines Monats zwingend sein.