Wallbox beim Netzbetreiber Genehmigungsplichtig

  • Nicht falsch verstehen, ich brauch keine 22 kW. Meine 3,7 kW haben mir bisher immer gereicht um das Auto voll zu bekommen.

    4,6 oder 6 kW würden mir aber helfen mehr PV in den Akku zu bekommen.


    Was ich nicht ganz verstehen (will), warum ich einen Aufpreis für z.B. 50 kW bezahlen muss, wenn ich die dann nicht (uneingeschränkt) nutzen darf.

    11/2016 Ioniq electric - 07/2018 29 x 320Wp QCells Duo - Kostal Piko BA - BYD 7,7 kWh

  • Das PDF - die 14seitige "Technische Richtlinie" der "Pfalzwerke Netz AG" ist unter "6. Zähl-/ Messeinrichtungen" doch recht anschaulich. Unter "7. Steuerung der Ladeeinrichtung" wird bereits die "Zukunft" (mit zahlreichen Ladepunkten) berücksichtigt.


    Aus den "Übersichtsplänen" (an Seite 9) wird klar, wie sich dieses EVU den Anschluss unter unterschiedlichen Aspekten vorstellt.


    @ Roland81 Versuche mal herauszufinden ob es bei Deinem Versorger ebenfalls bereits eine entsprechende "Technische Richtlinie" gibt. Daraus dürfte dann klar werden wie Dein EVU sich das im Einzelnen vorstellt.


    Um die Meldung bei der Bundesnetzagentur kommt niemand der sich gesetzeskonform verhält herum. Diesmal begeht die Bundesnetzagentur ihre Fehler, "nichts oder nicht genau zu wissen was da in D los ist" nicht noch einmal. Spätestens in 2 Jahren sind dort alle PV und andere EE-Quellen bekannt. Eigentlich selbstverständlich für jede vernünftige Planung ....

  • Kauf dir einfach eine "mobile Wallbox" z.B. den go-eCharger. Mobile Wallboxen sind (anders als fest installierte Wallboxen) nicht genehmigungspflichtig, da man diese überall an die Steckdose stecken kann. Dann lässt du dir eine 32A Leitung in die Garage legen und schließt den go-eChager an. Schon kannst du ohne Genehmigung mit 32 A laden ….


  • Anzeigepflicht

    Betreiber von öffentlich zugänglichen Normal- und Schnellladepunkten sind müssen der Bundesnetzagentur schriftlich oder elektronisch anzeigen (nach § 5 Abs. 1 und Abs. 4 S. 2 LSV):


    Öffentlich zugänglich ist ein Ladepunkt, wenn er sich entweder im öffentlichen Straßenraum oder auf privatem Grund befindet und der zum Ladepunkt gehörende Parkplatz von einem unbestimmten oder nur nach allgemeinen Merkmalen bestimmbaren Personenkreis tatsächlich befahren werden kann. (§ 2 Nr.9 LSV)

  • Wenn man bei der NetzBW die Wallbox anmeldet bekommt man wohl einen Bonus von 50 EUR. Ob dann dadurch die Netzanschlusskosten höher werden, hängt vermutlich davon ab, was man für einen Anschluss hat. Wenn die Rechnungen des Betreibers den Anschluss nicht als ausreichend groß erachten, muss man nach deren Meinung wohl aufrüsten.


    Wenn man Lastspitzen auch nur für wenige Stunden im Jahr produziert, kommen die Netzbetreiber wohl auf eine zu und wollen Geld dafür. Ich habe das mal mitbekommen, als eine Tiefgarage einen Feueralarm hatte und die Lüfter 2-3 Stunden unter Vollast gelaufen sind. Da wollte der Netzbetreiber dann mehrer 10.000 Euro haben. Keine Ahnung wie das dann letztendlich ausging. Ein Hausanschluss wird es vermutlich nicht so schlimm sein.


    Möglicherweise kann man das dann aber verhindern, wenn man sich einen extra Zähler und ein Steuergerät einbauen lässt. Dann bekommt man bei der NetzBW einmalig 200 EUR und der Netzbezug von Strom für die E-Mobilität wird günstiger (zT unter 20 Cent pro kWh für echten Ökostrom). Das liegt an geringeren Abgaben für den Mobilitätsstrom. Allerdings kostet der weitere Zähler und man benötigt Platz im Zählerschrank. Wenn man Strom über die PV-Anlage „tankt“ macht das vermutlich wenig Sinn. Muss man eben für sich ausrechnen.


    Hier der link:

    Bonus bei NetzBW


    Hinweis: Ich kann nicht sagen, ob man mit damit wirklich bei einem kleineren Anschluss bleiben kann, wenn man ein Steuergerät installiert hat. Ich habe es nicht ausprobiert und kenne mich damit auch nicht näher aus. Einfach mal beim Netzbetreiber nachfragen. In anderen Teilen des Forums gibts aber auch echte Spezialisten dafür.


    Auch Strom für die WP wird wie Mobilitätsstrom durch geringere Abgaben gefördert. Beides fällt unter §14a EnWG. Da ich eine WP mit separatem Zähler und Steuergerät habe, wollte ich als dummer User die Wallbox und die WP an eine Zähler mit einem Steuergerät hängen. Das will die NetzBW aber nicht. Angeblich wegen der unterschiedlichen Lastprofile. Ich habe es dann aufgegeben. Das war mit der Auslöser dafür, dass ich ein PV-Anlage installiere. Jetzt werde ich nochmal das „Vergnügen“ haben, dass ich das Messkonzept mit dem WP- Zähler beim Netzbetreiber durchbringen muss.


    Bei anderen Netzbetreibern geht es übrigens, dass man die WP und die Wallbox auf einen Zähler hängt!


  • Anzeigepflicht

    Betreiber von öffentlich zugänglichen Normal- und Schnellladepunkten sind müssen der Bundesnetzagentur schriftlich oder elektronisch anzeigen (nach § 5 Abs. 1 und Abs. 4 S. 2 LSV):


    Öffentlich zugänglich ist ein Ladepunkt, wenn er sich entweder im öffentlichen Straßenraum oder auf privatem Grund befindet und der zum Ladepunkt gehörende Parkplatz von einem unbestimmten oder nur nach allgemeinen Merkmalen bestimmbaren Personenkreis tatsächlich befahren werden kann. (§ 2 Nr.9 LSV)

    Hier sollte man vielleicht darauf hinweisen, dass es bei der LSV um etwas anderes geht als bei der Meldepflicht gegenüber dem Netzbetreiber. Der Netzbetreiber will einfach die Verteilung der Lasten kenne und planen, um das Stromnetz stabil zuhalten. Bei der LSV geht es darum, dass die Ladeinfrastruktur geordnet wird. Wenn man nur in seiner Garage einen Ladepunkt für sich hat, interessiert das die LSV nicht. Wenn im Unternehmen ausschließlich die Mitarbeiter in der zugangsbeschränkten TG tanken, dürfte das genau dasselbe sein.


    Anders sieht es aber aus, wenn man als Unternehmen den Kunden Strom auf dem Firmenparkplatz anbietet, auf den jeder kommt. Dann muss mangelt melden und erscheint dann vermutlich auch in irgendwelchen Verzeichnissen über Ladepunkte.

  • Es ist wohl so das die Wallboxe mit einem Gleichzeitigkeitsfaktor von 1 bewertet werden (quelle user acurus), was dazu führt das die Trafostation entsprechend geplat/erweitert wird, wenn mehere Kunden einen Verbraucher mit dem Gleichzeitigkeitsfaktor 1 haben.


    Ich werde wohl auf 11 KW gehen, das mit den 22 KW ist wohl nicht nötig. Man denkt ja immer besser haben als nicht brauchen aber wenn das heißt das es dann richtig teuer wird, lassen wird das mal lieber :-)

  • Notfalls Kaskade bauen und das Auto nachrangig zum Haus mit PV versorgen.

    Im Hinblick auf die sog. intelligenten Zähler ist das alles nicht nachvollziehbar für fast jede Verbrauchsart eigene Zähler zu setzen.

    Demnächst gibt es wohl noch Zähler für den Thermomix.

  • Das dient alles nur dem einen Ziel: den willigen Bürger mit Bürokratie vom MACHEN abzuhalten. Und um Geld zu generieren. Das ist alles ein Klüngel. Eine 32A Drehstromsteckdose für einen Gebläsemotor mit Stern/Dreieck Anlauf, muss auch nicht angemeldet und separat gezählt werden. Dort entstehen zwei Stromspitzen die ärgern garantiert die Nachbarn und das Netz mehr,als eine elektronisch geregelte Ladung eines E-Autos, ohne Extremanstieg im Strom.:/

    DIE SONNE GEHT IM OSTEN AUF!!! nördlich Bln.

    Ausrichtung: 245° SW DN 40°

    30x LG Neon2A5 330WP 1x Fronius Symo 10.0-3-M
    1x My Reserve Command 5x My Reserve Pack 24.3 12kWh

    1x Stiebel WPL17 ICS 1x WWK220 elektronic
    E-Auto ist bestellt. Anlagenerweitern durch Wasserspeicher in Planung
    Jeder Tropfen Öl, der nicht verbrannt wird, hilft.

    Ich habe das Genöle satt, was alles bei der Energiewende NICHT geht. Fangen wir doch damit an, was geht! Für die nächste Generation rechnet es sich in jedem Fall!

  • neue Wallbox die man sich zuhause installiert sind wohl Genehmigungspflichtig.

    Das wäre ja halb so wild, aber mein Netzbetreiber (Netze Duisburg) will für die Genehmigung bzw. für die Bereitstellung der Leistung je KW 59€ haben, das wären bei einer 22 KW Wallbox satte 1298€


    Hallo

    so nach einer Woche habe ich eine Antwort bekommen.


    Zitat

    Die Erhebung des Baukostenzuschuss begründet sich aus dem §11 der Niederspannungsanschlussverordnung. Auszug: “Ein Baukostenzuschuss darf nur für den Teil der Leistungsanforderung erhoben werden, der eine Leistungsanforderung von 30 Kilowatt übersteigt.“

    Die Leistungsanforderung ist die gesamte benötigte Leistung des Kunden. Das bedeutet eine Addition des schon vorh. Leistungsbedarf mit dem Anschlusswert der Anschlusssäule.

    Die Ihnen bereits zur Verfügung stehende Leistung wird aus den Anschlusswerten ermittelt. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus sprechen wir von vorhandenen ca. 15 kW.

    Kommt jetzt die Wallbox mit 22kW dazu ergibt sich ein Anschlusswert von 37kW. Abzüglich der 30kW verbleiben 7kW. Dies entspricht einem zusätzlichen Baukostenzuschuss von 413 Euro (7x 59€).

    Bei Verwendung einer 11kW Wallbox fällt demnach kein Baukostenzuschuss an (15kW+11kW =26kW).