Zählerschrank für intelligentes Messsystem

  • So, jetzt hab ich mich durch den ganzen Thread durchgehangelt.

    Ich werde nächsten Monat meine knapp 15,2 kWp aufs Dach kriegen und dafür nen Zweirichtungszähler und nen Einspeisezähler bekommen. Der vielbefürchtete Rollout in 2018 ist auf den Kleinnimmerleinstag verschoben, da bisher erst ein SMG zertifiziert ist. Daher werd ich mich noch nicht sofort bei Commetering anmelden, sondern warten, bis der Rollout startet und ich irgendwann, nachdem die größeren Anlagen versorgt sind, auch ein Schreiben bekomme. Außer, ich bin mit der Visualisierung von Kostal mit lediglich Werten aus dem WR nicht zufrieden. Da wäre es bequemer und günstiger, zu Commetering zu wechseln, als noch ein Verbrauchserfassungsgerät von Kostal zu installieren und einzubinden.


    Wermutstropfen: die Normen für E-Installation ändern sich ja rasend schnell. Mein Bungalow ist von 2015, ab 2016 sind Überstromschutzeinrichtungen vorgeschrieben. Hab ich noch nicht, werden jetzt nachgerüstet. Kostet mehrere hundert Euronen.

    Mein Zähler/Verteilerkasten hat eine Bauhöhe von 900 mm, heute sind 1100 vorgeschrieben. Zum Glück passen der SPD und der zweite Zähler noch rein, sonst hätt ich nen eigenen Zählerkasten setzen müssen und der SPD würde nur den WR schützen, nicht aber die gesamte Installation. Was wohl nicht geh, ist die APZ noch in den Kasten zu integrieren. Da gibt es wohl keinen Umbausatz für diesen Zähler. Also wird bei mir zusätzlich zu den üblichen Kosten des Rollout noch wenigstens 2-300 Euronen fällig für die Montage eines externen APZ. Hurra.


    Was mich wundert, dass im gesamten Thread auf die Eingangsfragen, was wo verbaut wird, nicht richtig eingegangen wird.

    Soweit ich das verstanden habe, wird das zertifizierte SMG in den RFZ, den Raum für Zusatzanwendungen, montiert. Und das SMG kommuniziert über einen Router, den der MSB bereitstellt. Dieser befindet sich in der APZ, dem Abschlusspunkt Zählerplatz. Damit niemand an die Datenübertragung rankommt, um ggf. seine Daten zu manipulieren- das Ganze muss ja eichrechtlich sicher sein- werden die entsprechenden Abdeckungen verplombt und die Datenleitungswege geschützt verlegt. Eine Nutzung des Routers des Kunden fällt aus, da dort ja die Daten manipuliert werden könnten. Von der APZ geht daher auch eine geschützte Leitungsverbindung zum APL, das ist der Abschlusskasten der Telekom oder vom Breitbandkabel. Funk ist wohl nicht unbedingt vorgesehen, wenn ein APL vorhanden ist. Der Schutz der Verbindungen wird wohl vor allem durch genormte Installationsrohre, bei denen man nirgends zerstörungsfrei an die Datenkabel rankommen kann, gewährleistet. Was der MSB mit dem Telekommunikationsunternehmen vereinbart, an dessen APL er seinen Router anschließen will, kann ich nicht beurteilen, das wird dann aber in den Kosten des Messtellenbetriebs für den Kunden weitergereicht werden. Muss ja. Da sehe ich in nicht gut ausgebauten Gebieten aber noch die Gefahr, dass nicht genug Ports vorhanden sind, dem MSB eine eigene Leitung zu geben. Kann spannend werden....


    Bis zum Rollout kann man sich das eine oder andere sparen, wenn man frühzeitig bei Commetering Kunde wird, da deren derzeitige Installation noch nicht zertifiziert ist und daher weder RFZ noch APZ zwingend braucht. Nach Ablauf der 8 Jahre Bestandsschutz wird das aber nicht unbedingt weiter so sein und die dann fällige Umrüstung gewiss nicht günstiger als heute.

    Hoffe, ich habe das bis hierher richtig verstanden, bin auch nur interessierter Laie mit einiger Bastelerfahrung.

    14+13 Module OSO+22 Module WNW Heckert NeMo Black 310 Wp

    Kostal Piko 15 70% hart

  • Die Anbindung der Smart Meter Gateways erfolgt in der Regel über Mobilfunk oder Powerline-Netze, wobei hier Mobilfunk eher der Standard ist auf den Branche zur Zeit setzt. Eine Anbindung über Telefon/DSL-Provider habe ich am Markt so noch nicht gesehen/gehört.

  • Wermutstropfen: die Normen für E-Installation ändern sich ja rasend schnell. Mein Bungalow ist von 2015, ab 2016 sind Überstromschutzeinrichtungen vorgeschrieben.

    Das ist Überspannungsschutz, Überstromschutz bietet jede Sicherung.

    Bis zum Rollout kann man sich das eine oder andere sparen, wenn man frühzeitig bei Commetering Kunde wird, da deren derzeitige Installation noch nicht zertifiziert ist und daher weder RFZ noch APZ zwingend braucht. Nach Ablauf der 8 Jahre Bestandsschutz wird das aber nicht unbedingt weiter so sein und die dann fällige Umrüstung gewiss nicht günstiger als heute.

    Hoffe, ich habe das bis hierher richtig verstanden, bin auch nur interessierter Laie mit einiger Bastelerfahrung.

    Wenn du jetzt zu Commetering wechselst wird es langfristig günstiger sein, als nach dem Rollout, da Commetering dann nicht mehr deine Internetverbindung nutzen darf, sondern eine eigene Verbindung über LTE nutz, die dann von dir mitbezahlt werden muss. Nach Ablauf der acht Jahre muss nichts umgebaut werden, dann wird nur der Zähler getauscht und ein anderes Gateway verbaut.

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0 und SAE,

    Nibe F1155-6 mit RGK im sanierten Altbau von 1909

  • Die Anbindung der Smart Meter Gateways erfolgt in der Regel über Mobilfunk oder Powerline-Netze, wobei hier Mobilfunk eher der Standard ist auf den Branche zur Zeit setzt. Eine Anbindung über Telefon/DSL-Provider habe ich am Markt so noch nicht gesehen/gehört.

    Hier mal ein Link zum Erstellen einer Neuanlage der Fa. Hager: Neuanlage 2019

    So oder so ähnlich hab ich das mehrfach gefunden, auch in dem Link zu einer anderen Firma und externen Gehäusen für APZ, der hier im Thread ein paar Seiten weiter zurück zu finden ist. Wenn die neue DIN das so vorsieht, wird es wohl irgendwann auch so umgesetzt werden.

    Und ich denke, spätestens wenn Commetering auch gezwungen ist, nur noch zertifizierte SMG einzusetzen, kommt man um die gesicherten Kommunikationswege für die Pflichtdaten nicht herum. Kann sein, dass LTE dann das Günstigste ist, wenn man keine APZ hat, kann aber auch sein, dass das SMG selber gar keine Funkfunktion hat und das dann erforderliche LTE-Gerät in die APZ muss. Da spart man dann lediglich den Aufwand der geschützten Verbindung zum Kasten des DSL oder Breitbandkabels.


    Die zusätzlichen Daten, die Commetering bereitstellt, können dagegen weiterhin über das Kundennetzwerk weitergegeben werden. Die sind ja nicht abrechnungsrelevant.

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  • Hier ist ein Link zu einem externen APZ mit Benennung der Vorschriften und Einsatzbild.Externe APZ


    All dem entnehme ich, dass eine Verbindung über ein Modem oder Router im APZ erfolgen soll, um das SMG seine abrechnungsrelevanten Daten übermitteln zu lassen. Natürlich könnte in der APZ auch ein Funkmodem sitzen.

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  • Hier ist ein Link zu einem externen APZ mit Benennung der Vorschriften und Einsatzbild.Externe APZ


    All dem entnehme ich, dass eine Verbindung über ein Modem oder Router im APZ erfolgen soll, um das SMG seine abrechnungsrelevanten Daten übermitteln zu lassen. Natürlich könnte in der APZ auch ein Funkmodem sitzen.

    Alles sehr interessant aber an dem was ich vom Markt kenne irgendwie vorbei, denn die meisten Hersteller und auch MSB setzen auf voll integrierte Geräte, die sich auch auf alten Standardzählerplätzen (z.B. 3 Punkt) installieren lassen so wie auf dem Bild z.B. zu erkennen. Natürlich sollen neue Anschlüsse und die dazu gehörigen Schränke gleich für die weitere zukünftige Anwendungsszenarien vorbereitet sein aber die Erfahrung zeigt, dass sich bis dahin die Voraussetzungen noch x-mal ändern werden. [Blockierte Grafik: https://www.verbraucherzentrale.de/sites/default/files/inline-images/Smart%20Meter%20Gateway.jpg]

  • Ja, die Befürchtung hab ich auch, dass ein im vorauseilendem Gehrsam nachgerüsteter externer Kasten als APZ sich später als Blindleistung herausstellen wird. Zu nix nütze, aber teuer.


    Ich halte die Füße still, baue meine Anlage, lasse den gMSB seine Zähler einbauen und schau mir das Treiben an. Wenn es Gefahr läuft, zeitlich eng zu werden, kann ich immer noch handeln. Meines Wissens gibt es immer noch nur einen zertifizierten SMG. Weitere sind wohl in der Pipeline, aber die tröpfelt nur...

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  • Wegen AZP werden wir uns mal schlau machen... Ich sehe nicht, dass sich der Markt in die Richtung bewegt und wir gehen aktuell von der Hutschienenmontage des SMGW aus bei Datenübermittlung per Mobilfunk.

    Jupp sehe ich auch so und die Hutschiene für das SMGW kann sich bei einem Dreipunkt-Zähler sogar direkt am Zähler befinden.


    Was mir bei etwas Überlegung noch gekommen ist, dass die Vorbereitungen der Schränke bzgl. Kabelführungen für Datenkabel auch eher für die HAN-Schnittstelle Sinn machen, also für die Anbindung an Smart Home Anwendungen etc.

  • Klar bleibt es bei der Hutschienenmontage des SMG. Das kommt ja in den RfZ, den Raum für Zusatzgeräte. Und der hat Hutschiene. Der Unterschied zu "normalen" Feldern ist seine Größenbegrenzung und die Pflicht, ihn zu plombieren, da das SMG mit ungezähltem Strom betrieben wird und man daher den Kundenzugriff auf das Feld verhindern muss. Sonst betreibt ein Spezi einen Großverbraucher über diese Stromversorgung, immerhin maximal 10 A.

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