Velomobile

  • Sehe ich grundsätzlich auch so.

    Meine Verwandschaft wohnt zwischen 400 und 600 km entfernt, da würde ich bei Besuchen natürlich schon gern maximal Zeit mit ihnen verbringen, aber für Urlaubsfahrten ist das Erleben der Landschaft und ihrer Bewohner tatsächlich ein wichtiger wenn nicht gar hauptsächlicher Aspekt. Bei Fahrradrundreisen ist es ja schon lange der alleinige Zweck. Konsequent weitergedacht lockt irgendwann einmal eine komplett pedalierte Erdumrundung. Oder irgendein Extremziel, wie z.B. Maria Leijerstam's Fahrt zum Südpol mit einem ICE recumbent Trike, oder die verschiedenen Zeitrekordfahrten um die Erde.


    Ich selbst fahre heute "nur" meist 50% meiner Arbeitswege (18,25 km einfache Distanz, also 36,5 km + Umwege Tagespensum) mit dem Fahrrad, genauer 2 Tage Fahrrad, 2 Tage Motorrad,1Tag Home Office. Der Fahrradanteil ist stark von der Jahreszeit und ein wenig vom Wetter abhängig. Dazu noch gelegentliche Fahrten am Wochenende (meist Einkäufe).

    Das Rad ist uralt, eigentlich ein völlig ungeeignetes Modell (MTB Specialized "Rockhopper", 23 kg), aber liebevoll in Richtung Triathlon / Tour umgerüstet: Straßenreifen (Schwalbe Marathon Plus "pannensicher"), Straßenschutzbleche, Federgabel, Federsattelstütze, Triathlon-Lenkervorsatz, Nabendynamo und LED-Flutlichter, weiter gespreizte Shimano-Kettenschaltung (Blätter und Ritzel), 2x 40 Liter Ortlieb Packtaschen, Smartphone in Lenkertasche als Cockpit mit Tacho, Fitness- und Tourentracking.

    Diese Wetterabhängigkeit hat mich schließlich zu Pedlec & Co. gebracht. Und die erwähnten Freunde haben das Stichwort "Velomobil" ins Spiel gebracht. Nach zahllosen Probefahrten aufrechter und liegender 2- und 3-rädriger Pedelecs und S-Pedelecs (Freundeskreis, Händler, Messen) und nachdem eine Wunschkonfiguration des zunächst geplanten Riese & Müller "Delight XT" S-Pedelec dann auch drohte, die 10k€-Grenze zu reißen, hab ich mich schließlich leichteren Herzens ganz den Velomobilen zugewandt.