Frage zur EEG Umlagepflicht

  • Hallo


    PV Anlage ist aus 6/2011 auf meinem Namen. Grösse 11,29 kwp. Sie wurde als Volleinspeiseanlage erbaut und später vor einem gewissen Stichtag auf EV Umgestellt um keinen EEG Umlage auf EV zu zahlen. Lief seitdem auch alles wie es sollte. Dann kam die Trennung und meine Ex Frau incl Kids wohnen weiter im Haus. Das einzige was sich nun halt geändert hat ist meine Adresse. Alles läuft wie immer, der EV darf von der Ex incl Kids ohne kosten Ihrerseits genutzt werden. "Friedliche Trennung".


    Nun der Brief der Amprion zwecks EEG Umlage. Ich denke die geänderte Situation ist der "Auslöser". Das heisst nach meinen Recherchen das ich nun EEG Umlage für den EV bezahlen muss. Auch wenn ich für die EV kwh nichts an € bekommen. Liege ich da ich richtig? ;) Einzige Möglichkeit wäre wohl auf Volleinspeiser umzustellen... Liege ich da auch richtig?


    Danke und Gruss Stefan

  • Mit deinem Wegzug hat du keinen Eigenverbrauch mehr, sondern "Lieferung an Dritte". Damit unterliegt der von deiner Ex verbrauchte Strom, der vollen EEG-Umlage. Ob du die EEG-Umlage jetzt schluckst oder an sie weiterberechnest oder auf Volleinspeisung umstellst, musst du selbst wissen.

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Man könnte mal durchspielen wie das wäre wenn du die Anlage an die Kinder übertragst, als Erziehungsberechtigter aber weiter verwalten würdest.

    Soweit ich weiß entfällt mit Verkauf des Unternehmens das Privileg, auch über 10 kWp EV-befreit zu sein. Stimm das?

    Wie sähe es bei Übertragung/Schenkung aus und wie im Falle einer Erbschaft?


    Warum nicht gleich EV gebaut wurde würde mich auch interessieren.


    Eine Idee könnte noch sein ihr die Anlage zu überlassen. Da sie vermutlich gemeinsam angeschafft wurde und sie hälftige Eigentümerin sein könnte ergibt sich hieraus vlt. ein Weg?


    Alles nur Gedanken, bitte selbst prüfen.


    Volleinspeisung: Süd-Anlage? Nur eine Partei im Haus? Wo sitzt der Sensor für die 70% weich?

    Umstellung auf Volleinspeisung geht auch mittels kaufm. bilanzieller Durchleitung - dann muss nichts umgebaut werden.

  • Bento


    EEG- Umlage bei einer Anlage aus 6/2011? Sicher?


    Gruß, Andreas

    Andreas Witt
    Industrieservice und Montage
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  • Umstellung auf Volleinspeisung geht auch mittels kaufm. bilanzieller Durchleitung - dann muss nichts umgebaut werden.

    Da wäre ich mir nicht sicher.

    Die VNBs haben für die kaufmännisch-bilanzielle Weitergabe in der Regel ein eigenes Messkonzept, welches u.a. eine registrierende Leistungsmessung beim Erzeugungszähler und beim Zweirichtungszähler am Netzübergabepunkt fordern.

    Alles machbar, aber bedeutet dann mindestens 600,- €/a Mehrkosten bei den Zählern.:rolleyes: Selbst mit iMSys-Zählern - sollten sie mal irgendwann kommen - wird sich das im Vergleich zur Zahlung von EEG-Umlage nicht rechnen.


    EEG- Umlage bei einer Anlage aus 6/2011? Sicher?

    Moin Andreas,

    ich glaube, schon mit dem EEG 2014 wurde ein ganze oder tlw. Befreiung für Lieferung an Dritte abgeschafft und es gab keinen Bestansdsschutz. Das hatte auch einige hier aus dem Forum getroffen.


    Sonnige Grüße aus Dubai, wo es schon vier Stunden hell ist.8)

    Viele Grüße

    Bento


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    (Arnaud Desjardins)


  • Ich bin sicher. Mit nur einer Anlage oder bei mehreren mit gemeinsamer Messung und Durchleitung braucht es keine RLM. Wozu auch? Die Summen reichen um das sauber zu verrechnen.


    Das wird nicht teurer. Teurer wird es mit Extra Bezugszählwerk!

  • Personenidentität des Betreibers und des Eigenverbrauchers ist Voraussetzung auch für den umlagefreien Eigenverbrauch bei älteren Bestandsanlagen und Bestandsanlagen. Zudem muss der (selbe) Betreiber die Anlage vor bestimtmen Stichtagen als Eigenverbraucher bereits genutzt haben. Das traf bis zu deinem Auszug ja offenbar zu. Wenn du da nicht mehr wohnst, kannst du zwar die Anlage weiter betreiben, könntest den Strom aber allenfalls per Durchleitung durch ein Netz an deinem jetzigen Wohnort nutzen. Das erlaubt das Gesetz bei den älteren Betandsanlagen durchaus, die Bundesnetzagentur meint aber, dass auch das bereits vor den Stichtagen hätte praktiziert werden müssen. Ich fände es toll, wenn das jemand durchfechten würde.

  • Ich bin sicher. Mit nur einer Anlage oder bei mehreren mit gemeinsamer Messung und Durchleitung braucht es keine RLM.

    Schön, dass du dir sicher bist.:)

    Ich habe da andere Erfahrungen gemacht. :( Schau dir z.B. mal das Messekonzept von Westnetz für kaufmännisch bilanzielle Weitergabe an. Das gibt es nur mit RLM. Hat wohl u.a.

    was damit zu tun, dass die beiden unterschiedlichen Zähler zwingend gleichzeitig abgelesen werden müssen. Nicht einmal Commetering macht das mit SLP-Zählern.

    Aber gut..... wenn du andere Erfahrungen mit anderen VNBs oder Messstellenbetreibern gemacht hast, kannst du ja hier mal posten, bei wem das geht. Oder war das "sicher sein" eher eine persönliche theoretische Meinung?

    Viele Grüße

    Bento


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  • Wenn du da nicht mehr wohnst, kannst du zwar die Anlage weiter betreiben, könntest den Strom aber allenfalls per Durchleitung durch ein Netz an deinem jetzigen Wohnort nutzen.

    Wie soll das denn funktionieren?

    Hast du dafür eine Quelle?

    Viele Grüße

    Bento


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    (Arnaud Desjardins)