An wen EEG-Umlage abführen

  • Aber pflanze hat mir nahe gebracht, dass das nicht erforderlich ist.

    Langsam. "KISS". Ich lege dir nahe zu prüfen ob der Aufwand das rechtlich wasserdicht abzuwickeln im tragbaren Verhältnis zum Umsatz und letztlich Gewinn steht.

    Wie viele kWh würdest du verkaufen?


    Eichrecht versteht soweit ich weiß keinen Spaß. Vielleicht gibt es andere Abrechnungsmethoden die unterm Strich zu einem sehr ähnlichen Ergebnis in der Kasse führen aber weniger aufwändig sind. Minutenpreis, abhängig von der Ladeleistung z.B.

    Ohje, geeichte Uhren^^

  • Es geht ja eben nicht darum selbst erzeugten Strom zu verkaufen, dann wäre das weitgehend im EEG geregelt. Auch, daß man zwar wie ein EVU behandelt wird, aber eben nur wie eines, man muß keines aufmachen.

    Wenn du selbst dein bester Kunde bist, wäre steuerlich überhaupt erst mal zu prüfen, ob eine Zuordnung zum Unternehmen überhaupt möglich ist bzw. es überhaupt eine unternehmerische Tätigkeit ist.

    Ich dachte ja alles, was mit Strom zu tun hat, wäre aus dem Eichrecht ins MsbG gewandert, weil man das Durch-Nebeneinander, das da vorher herrschte aufräumen wollte.

    Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.

    Rechtschreibhilfe besser ausschalten statt unlesbare Texte zu produzieren.

  • https://www.gesetze-im-internet.de/messbg/__1.html


    Daraus wird mir nicht klar, ob z.B. Stromzähler auf Campingplätzen auch von Messstellenbetreibern zu betreiben und mit sogenannten modernen Messeinrichtungen auszurüsten sind. Ich würde das nicht für verhältnismäßig halten, weiß es aber nicht. Aber wenn der Campingplatzbetreiber den Strom an die Camper liefert und mit Stromzählern misst , dann müssen diese auch geeicht sein und spätestens bei Erneuerung oder neuer Eichung beim Eichamt angemeldet werden.


    https://www.campingwirtschaft.…trale-neuen-stromzaehler/


    Der Artikel lässt mich auf ziemliche Ahnungs- und Ratlosigkeit schließen.

  • Da habe ich ja was ausgelöst.....

    Also es gibt hier 2 - aus meiner Sicht getrennte - Punkte zu beachten:

    1. Der Verkauf von Strom mit den damit verbunden Elementen wie Eichrecht, Rechnungen erstellen, MwSt-Abführen.....

    2. Die - eventuell - erforderliche Abführung der EEG-Umlage beim verkauften Strom.


    Beim Punkt 2 hatte ich im ersten Beitrag von pflanze verstanden, gibt es nichts zu entrichten. Und damit wäre meine Frage auch schon beantwortet.


    Beim Punkt 1 wird es natürlich durchaus komplex. Ich habe jetzt mit TNM, von denen ich die Ladesäule gekauft habe, einen Termin vereinbart. Es gibt 2 Dinge zu besprechen:

    a) Die Säule entspricht nicht dem Eichvorschriften und ist somit für den Verkauf von Strom dauerhaft nicht geeignet. Das war so nicht geplant. Und so wie mir geht es mehreren "unglücklichen" Ladesäulenbesitzern. So hat hier TNM Druck eine Lösung zu erarbeiten, die Sache eichkonform zu gestalten. Das ganze wird dann - so vermute ich - Geld kosten. Ich hoffe nicht soviel. Ich werde dann auch das Thema "Übergangszeit" ansprechen. So habe ich noch letzte Wochen bei EON an der Schnellladestation für 10,95 € "flat" geladen., eine kWh-genaue Abrechnung war nicht möglich. Da hoffe ich, dass meine Ladestation, auch ungeeicht, ein paar Monate, bis zur Nachrüstung betrieben werden darf.....


    b) hoffe ich auf ein paar Kenntnisse bei TNM bezüglich Stromverkauf. Das machen viele Ladesäulenbetreiber. Was mir bei meinen Recherchen aufgefallen ist, dass Formulierungen wie "zumutbarer Aufwand" immer wieder zum Tragen kommen. Das wird oft in Zusammenhang mit Beispielen wie diesem gebracht: Unternehmen stellt Gebäudereinigungsfirma Strom für Staubsauger zur Verfügung und wird damit schon zum Stromverkäufer mit all den Folgen.Klar, dass man nicht jede Steckdose mit geeichten Zähler versehen kann. Spätestens wenn auch noch EEG-Umlage abgeführt werden muss, steigt der Aufwand ins unermeßliche....


    Sollte beim Termin was interessantes rauskommen, werde ich es hier posten.


    Gruß
    Holger

  • Jetzt hat es doch etwas länger gedauert. Zumindest zu den Eichvorschriften gibt es Neuigkeiten. TNM hat mir schriftlich mitgeteilt, dass

    1. ich gegenüber Behörden bei Fragen zur Eichkonformität an TNM als Betreiber der Ladesäulen verweisen darf.

    2. NewMotion seinen Kunden eine Mess- & Eichrecht-konforme Aufrüstung anbieten kann, aktuell befindet man sich im Prozess der Zertifizierung.

    3. voraussichtlich ab Juni ein kostenpflichtiger Umbau meiner Ladestation möglich ist.


    Zum Thema EEG-Umlage gab es allerdings wenig erhellendes.


    Gruß

    Holger

  • Dass beim Leisten von Strom aus eigener Produktion an Dritte die volle EEG-Umlage zu erheben und abzuführen ist, ist ja wohl zweifelsfrei. Es kann doch nur noch darum gehen, wie die Menge richtig gemessen werden kann, wenn der verkaufte Strom teilweise aus eigener Erzeugung und teilweise aus Bezug, der schon mit EEG-Umlage gekauft wurde stammt. Mir fällt dazu nur die Viertelstundenlastgangmessung ein, die eine beliebige viertelstundenweise Bilanzierung ermöglicht. Vielleicht geht aber auch was per Kaskadenschaltung von Zählern.



    https://www.swm-infrastruktur.…pte-erzeugungsanlagen.pdf


    Messkonzept C3 müsste eigentlich funktionieren, wenn Z2b auch als Zweirichtungszähler ausgeführt wird und die Ladesäule dort angeschlossen wird, wo "steuerbare Verbraucher" steht.

  • Ja sicher geht das per Kaskade - das ist vergleichbar mit abgegrenzter WP-Messung. Steht in fast gleicher Form in meiner Signatur.


    |- PV, ggf. mit Erzeugungszähler

    |- Haushalt

    2RZ

    |- Ladesäule

    (|) Sensor für 70%*

    2RZ

    |

    Netz


    * Kann auch vor alle Bezugszähler wenn mehrere Bezugszähler im Haus sind.


    Damit wird die Ladesäule nachrangig mit eigenem Strom, dessen Menge exakt berechnet werden kann, beliefert.


    Erfordert aber eigene Leitung vom separat zu erfassenden Abnehmer zwischen die beiden Zähler.