An wen EEG-Umlage abführen

  • Habe ein Ladesäule, die über ein Abrechnungssystem verfügt (TNM) und plane trotz vieler Warnungen vor der Bürokratie den Ladestrom zu verkaufen.

    Nach einigen Recherchen bin ich zu folgendem Bild gekommen, das hier gerne bestätigt/korrigiert bekommen möchte:

    1. Der Verkauf von Strom an Dritte ist zulässig.

    2. Ich muss für den verkauften Strom die Umsatzsteuer abführen.

    3. Ich muss die volle EEG - Umlage abführen


    Weitere Infos: Die Versorgung der Ladesäule kann ich direkt auf meinem Grundstück sicherstellen. Als PV-Betreiber einer Anlage aus 2005 (Volleinspeiser) bin ich mit der Umsatzsteuerzahlung ans FA vertraut.

    An wen zahle ich aber die EEG-Umlage?

    Antwort ist wahrscheinlich einfach aber mir nicht bekannt.

    Gruß

    Holger

  • An den zuständigen ÜNB.

    Evtl als Kaskadenmessung.

    Vlt kannst du ein paar Stichworte oder Links zur Bürokratie nennen ,ich überlege das auch


    Hast du nur Volleinspeiser?

    Dann ist die Umlage durch deinen Stromeinkauf bereits entrichtet!


    Hoffentlich https://www.robinwood.de/schwerpunkte/ökostrom-wechsel

  • Ich vermute da bist du in den Foren für Elektroautos besser aufgehoben, da du ja keinen selbst erzeugten Strom verkaufst (jedenfalls geht der rein abrechungstechnsich bei dir als Volleinspeiser ja erst mal ins Netz).

    1. das könnte dein Versorger untersagen und ob du dich als Energieversorger registrieren (und ich meine neuerdings ist das Verfahren umfangreicher, weil es da bekanntlich imemr wieder schwarze Schafe gab, die etwa die EEG-Umlage schuldig geblieben sind) mußt, wäre auch zu klären

    2. die einbehaltene Mehrwertsteuer gehört immer dem Finanzamt, die von dir beim Einkauf bezahlte ist natürlich Vorsteuer (mit allem was da zu beachten ist)

    3. da würde ich mich pflanze anschließen, die ist bereits bezahlt - wobei, wenn du Energieversorger bist, würdest du den Strom ohne beziehen, dann müßtest du sie selbst an den ÜNB abführen.

    Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.

    Rechtschreibhilfe besser ausschalten statt unlesbare Texte zu produzieren.

  • pflanze ,

    da bin ich wieder ein Stück schlauer. Aber es macht Sinn, dass EEG-Umlage nur einmal gezahlt wird und nicht bei jedem Weiterverkauf.


    alterego ,

    noch zahle ich die EEG-Umlage. Und den meisten Strom, den ich beziehe, werde ich auch in Zukunft selber verbrauchen. Von daher will ich das gar nicht ändern.

    Das mit den Foren für E-Autos hatte ich zunächst auch gedacht. Da habe ich aber bisher nicht das richtige gefunden. PV-Forum hat hier die besseren Know-How Träger.:)

  • Du hast noch keine Anlage mit Eigenverbrauch, richtig?


    Wenn du den Strom zum Einkaufspreis weitergibst und einen geeichten Zähler (gibts ein Ebay für 40 EUR) verwendest ist das für mich Liebhaberei. Ich denke nicht dass da bei kleinen Mengen und ohne Gewinnerzielungsabsicht jemand für interessiert - außer der VNB, der sollte wissen, dass eine halb-öffentliche Ladestelle vorgesehen ist.

    Solange du keine MwSt. in Rechnung stellst sehe ich da keine Notwendigkeit ein großes Fass aufzumachen - vorausgesetzt du kannst sauber belegen, dass du damit keine Gewinne erzielen wirst UND erzielst. Nur meine Meinung. Keep it simple.

  • Naja,

    Das Ganze wird wahrscheinlich keinen großen Gewinn abwerfen, aber ich möchte es schon gewerblich betreiben. Der Vorteil liegt u.a. in der Vorsteuer der Ladesäule. Von daher möchte ich den Strom nicht 1:1 weiterreichen. Ich denke an 0,4€/kWh. Die MwSt. wird dann auch ausgewiesen.

    Aber pflanze hat schon recht. Das FA kann Liebhaberei vermuten......

    Gruß

    Holger

  • War die EEG-Umlage bei Verkauf an dritte nicht an den ÜNB abzuführen?


    https://www.bundesnetzagentur.…ormenStromversorgung.html


    Zitat

    Grundfall A: Stromlieferung

    Im Standardfall einer Stromlieferung an denjenigen, der den Strom verbraucht, ist das beliefernde „Elektrizitätsversorgungsunternehmen“ (EltVU) zur Zahlung der EEG-Umlage an den zuständigen Übertragungsnetzbetreiber verpflichtet § 60 Abs. 1 EEG. Synonym für „Elektrizitätsversorgungsunternehmen“ wird auch der Begriff „Stromlieferant“ verwendet.

  • Hallo Energiesparer,

    genauso mit dieser Frage von mir fing der Thread ja an. Aber pflanze hat mir nahe gebracht, dass das nicht erforderlich ist.

    Bist Du anderer Meinung?

    Wenn ja, würde mich der Prozess des Abführens der EEG-Umlage an den ÜNB interessieren.

    Reicht ein formloses Schreiben mit der Anzahl der verkauften kWhs sowie der Bitte um eine Bankverbindung auf die ich die EEG-Umlage überweisen kann?

    Gruß

    Holger

  • Ich kenne es nur von Tennet. Da muss man sich registrieren und dann die Mengen online melden. Wie wilst du die eigentlich messen (lassen) um dabei Lieferung aus schon mit EEG-Umlage gekauftem Strom und aus Eigenproduktion zu trennen? Willst du das selbst messen, muss die Nutzung des Zählers übrigens dem Eichamt gemeldet werden. Weiß und macht wohl kaum jemand.


    https://www.tennet.eu/de/strom…-in-deutschland/eeg-kwkg/