Quermontage aufwändiger?

  • Hallo


    Gestern war ein Solateur bei mir, der mir gesagt hatte ich soll die Module lieber Hochkant verlegen, anstatt quer, da dies mit mehr Aufwand verbunden ist. Er wollte mir sogar weiß machen, dass er dafür wahrscheinlich einen Kreuzverbund braucht. Also eine zweite Lage der Alulatten. Das kann aber fast nicht stimmen, den einige Häuser bei uns im Ort haben die Module definitiv Quer drauf ohne Kreuzlatten.


    Was meint ihr dazu? Ist das wirklich mehr Arbeit? Welchen Grund konnte es haben dass er mir das quer schlecht reden wollte? Ich habe ganz normale Erlus Großfalzziegel XXL auf den Dach.

  • Module in quer wird normal in Kreuzmontage gebaut.

    Du musst sonst an der kurzen Seite klemmen.


    Ja, das ist mehr Arbeit und braucht auch mehr Material, aber es geht dabei nicht um große Summen.


    Die Frage ist eher, was passt denn besser zum Dach ... hochkant oder quer?

    Wenn es einen Belegungsplan gibt, dann stelle den als Bild ein.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Ich habe mich mit meinen anfänglich selber grob geschätzten Maßen mit (6,10 x 8 m) erheblich getäuscht. Aus heutiger Sicht kann ich mir das gar nicht mehr erklären, wie ich darauf gekommen bin. Ich habe dann noch einmal genau gerechnet (Schindel gezählt) und bin dann leider nur noch auf 4,50 x 9 m gekommen. Da wäre eine Quermontage ergiebiger mit 4 x 5 Module (und auch optisch schöner). Hochkant wären nur 2 x 8 möglich ( für 9 wäre es sehr wahrscheinlich zu eng). Somit war ich voll auf Quer eingestellt.


    Als gestern der Solateur da war, haben wir nun genau gemessen. So schlecht war meine zweite Schätzung dann noch nicht. Es sind 4,55 x 8,90 m. Also leider keine 3 Module Hochkant. Er meinte aber trotzdem, dass Ich bei Hochkant bleiben soll, da die Quermontage Aufwändiger ist und er das lieber nicht so machen würde. Stattdessen lieber 2 x 8 auf dem Hausdach, und dafür aber dann auch noch einige Module auf die Garage. Das war aber bisher so gar nicht auf meinem Radar.


    Zitat seppelpeter: "Module in quer wird normal in Kreuzmontage gebaut.". Daraus lese ich aber auch heraus, dass Quer auch ohne einer Kreuzmonate möglich wäre? Zumindest bilde ich mir das ein, bei uns im Dorf mehrfach so gesehen zu haben.


    PS: Plan und genaueres Angebot kommt erst Anfang nächster Woche.

  • Auf 4,5*8,9m kannst Du auch hochkant mit großen 72-Zellern bauen. Die haben 2*1m:!:

    16 Stück mit 350-360Wp sind schon mal eine gute Basis und gehen am 1000V WR auch noch in einen String.


    Auf die Garage dann idealerweise mit den gleichen Modulen planen.


    Mir ist mit ganz wenigen Ausnahmen, wo der Modulhersteller die Klemmung an der kurzen Kante erlaubt, keine Quermontage in einlagiger Bauweise bekannt. Das ist nicht üblich.

    Quermontage bedeutet Kreuzmontage der UK, da hat der Anbieter vollkommen Recht.

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  • Beim Vorbeifahren an fremden Häußern sieht man das ggf. auch nicht richtig. Zumindest ich als Laie nicht. Ich will da niemanden etwas böses unterstellen. Mir war nur wichtig, dass seine Aussage generell mal gestimmt hat und er mir keinen Blödsinn einreden wollte.

    Danke Danke - das hat mir sehr geholfen!


    Was ich so zwischen den Zeilen im Gespräch herausgehört habe, setzen die ziemlich stark auf Heckert Module (derzeit haben die 315 Wp) und Fronius WR. Damit hat der Solateur hervorragende Erfahrungen gemacht. Auf was Kulanz und Probleme angeht. Also wenn ich nicht explizit auf 350 Wp Module bestehe, dann werden es eher 2 x 8 Heckert mit 315 Wp. Was dann auf der Garage platz hat, weiß ich nicht auswendig, da muss ich auf das Angebot warten. in summe sprach er was von grob 9,4 kWp.

  • Warum sollen sich die Aluprofile nicht von oben nach unten verlegen lassen?

    Bei dem von mir verlegten System von Profiness geht das ohne Probleme.

    Selbstverständlich müssen die Dachhaken dann fluchten.

    Viel zu sparen gibt es dann nicht wenn der Sparrenabstand nicht gut zu den Modulen passt, denn dann muss man eventuell jeden Sparren belegen.

    Auch wer aus welchen Gründen auch immer viel Wert darauf legt dass alle Sparren in etwa gleich belastet werden kommt um einen Kreuzverbund oder Belegung jedes Sparrens nicht herum.

    Der größere Abstand bewirkt eine bessere Belüftung die sich im Ertrag ganz leicht bemerkbar macht.

  • Ok, technisch möglich, aber vermutlich Aufwändiger. Wer weiß schon vorab ob im Altbau sein Sparrenabstand zu den Modulen passt. Also wahrscheinlich mehr Haken und somit minimal mehr Materialkosten und etwas mehr Zeitaufwand um jeden Sparen mit einem Haken zu belegen. Der Solateur hatte somit nicht ganz unrecht mit seiner Aussage, auch wenn der Unterschied vermutlich eher gering ist. Danke.

  • Würde schon alleine wegen des größeren Dachabstandes und der damit verbundenen besseren Hinterlüftung auf Kreuzmontage setzen. Langfristig zahlt sich das im Mehrertrag bestimmt aus. Untersuche seit längerem mit diversen

    Temperaturmessungen die Verluste durch Erwärmung, In diesem Monat wurden bei ca. 12cm Dachabstand bereits

    unter den Modulen bis 60 Grad ermittelt. Dies ergibt in Strings um die 600/400 Volt einen Spannungseinbruch zwischen

    10 und 15 % und damit einhergehenden Ertragsverlust.

    (siehe Grafik von gestern bei 55 Grad hinter den Modulen zur Mittagszeit)

  • Doppellagig ist erheblich flexibler, da man einlagig an die Pfannen und Sparren gebunden ist.

    -bessere Ausrichtung, da H+V verschiebbar

    -optimaler Klemmbereich

    -bessere Hinterlüftung

    -einfachere Modulmontage (kein abruschen nach unten)

    -Stabilere UK durch Verschraubung der beiden Lagen


    Bei deinem Dach passt es perfekt mit 4*5Modulen=20 Stk.

    6,3kWp mit 315er Heckert gehen gut z.B. an einen Symo 6 mit S0-Zähler für 70 weich und fertig.

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5