Unterdimensionierung des WR noch zeitgemäß?

  • Hi

    ich plane gerade meine PV-Anlage. Es wird auf 2 Dächern gebaut, eine mit -65° und eine mit 115° Abweichung zur Südrichtung.

    Auf das Ostdach kommen 27 Module und auf das Westdach 22 Module. Hersteller Heckert AG, NeMo 2.0 60 M 310 Wp Black.


    Das Westdach mit 22 Modulen wird recht optimal mit einem String laufen. Maximale Spannung bleibt mit 986 V knapp unter den zulässigen 1000 V.

    Das Problem sind mehr die 27 Module auf dem Ostdach. Für einen String zu viel. Bei zwei Strings braucht man insgesamt drei Mpp-Tracker, die bei den mir vorgeschlagenen Herstellern nur der Kostal Piko ab 15 KVA hat. Der wäre aber nach der imho gängigen Lehre viel zu groß für eine Ost-West-Anlage mit PV-Leistung von knapp 15,19 kWp. Es droht schlechter Wirkungsgrad.


    Ich habe etwas rumgestöbert und Auslegungssoftware von Kostal, Fronius und SMA gefunden. Bei der für Laien zugänglichen Software von Kostal wird eigentlich nur angezeigt, welche WR überhaupt tauglich sind, ohne groß auf den Wirkungsgrad oder möglichen Jahresertrag einzugehen. Auch sind keine zwei verschieden ausgerichteten Dachflächen darstellbar. Fronius ist ähnlich eingeschränkt, zeigt aber wenigstens eine Gesamtperformance an. Nur der online-Rechner von SMA lässt eine detailliertere Planung zu und zeigt Wirkungsgrade, Performance und Jahreserträge an. Daher habe ich mit letzterer einige Vergleichsrechnungen für WR von SMA mit 12 und 15 kVA durchgeführt.

    Die Ergebnisse sind fast gleich. Da nur zwei Tracker zur Verfügung stehen, hab ich das Ostdach auf 26 Module begrenzt. Und für 2x13 + 1x22 Strings ist die Differenz in der Performance gerade 0,1% und im Jahresertrag bei etwas über 12.900 kWh/a knapp 40 kWh.

    Ist damit die Diskussion, dass man nicht überdimensionieren soll, gehalten, oder hab ich da was übersehen?


    Wenn ich das auf Kostal übertrage, die das Rad ja auch nicht neu erfunden haben, wäre es stressfrei, den Piko 15 mit 3 Trackern und die maximal mögliche Modulzahl zu nehmen. Die Mehrkosten für den WR halten sich in Grenzen, und wenn ich in anderen Threads hier lese, dass die Belastung beim Verschleiß schon eine Rolle spielt, wäre eventuell mit einer längeren Lebensdauer zu rechnen. Liege ich da richtig?


    Und noch ein Aspekt, die Modulsortierung lautet ja 0 bis +5%. Bedeutet dieses Mehr an Leistung, die man ggf. bekommt, 5% mehr Spannung, mehr Strom oder nur etwas mehr von Beidem? Wie gesagt, bei der Spannung liegen die 22 Module schon dicht unter den zulässigen 1000 V und 5% mehr würde das reißen. Sind meine Bedenken diesbezüglich berechtigt?


    Ich bin in diesen Sachen blutiger Laie und habe mir lediglich ein ungesundes Halbwissen angelesen. Mein Anlagenbauer will den Piko 15 verbauen, und ich bin geneigt, dem zuzustimmen.

    Wen es interessiert, hier mein etwas verwirrender Thread zur Anlagenplanung 53881 NRW | 8.37kWp || 1410€ | Heckert AG

    14+13 Module OSO+22 Module WNW Heckert NeMo Black 310 Wp

    Kostal Piko 15 70% hart

  • Moinsen,


    Huawei 17KTL, 3 Tracker, 1.000V Leerlaufspannung, im Preis unschlagbar.


    Kommt halt im Auslegungstool von SMA, Fronius und Kostal nicht vor ;)


    Gruß, Andreas

    Andreas Witt
    Industrieservice und Montage
    Am Dorfplatz 7, 24214 Neudorf
    Tel.: +49 151 44 555 285
    info@pvservice.net
    USt-ID: DE 292086601, Handwerkskammer zu Flensburg



    Dienstleistungen rund um Photovoltaik: Wartung, Repowering, Datenlogging, Direktvermarktung & Redispatch 2.0, Anlagenplanung und -Neubau, Huawei Wechselrichter, Zubehör und PV- Komponenten

  • Öhm, den habe ich in Deutschland noch nie gesehen, und kann ihn auch nicht bestellen.


    Den anderen bestelle ich dir aber gerne ;) -> PN


    Gruß, Andreas

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  • Hast du die Leerlaufspannung bei den 22 St bei niedriger Temperatur berechnet? (~ -15°)


    Leistungsmäßig könnte auch ein 10KVA Model noch ausreichen wenn das Dach steil genug ist(>~35°)


    15 KVA braucht es bei Ost West nicht, mit 70% fest brauchst du ~ 11KVA Scheinleistung also hat ein 12KVA Model bereits genug Reserve um auch 70% Weich zu realisieren, die dir aber sicher nichts bringen werden, da du mit Ost West eh nicht über 70% kommst(Dachneigung).

  • Und noch ein Aspekt, die Modulsortierung lautet ja 0 bis +5%. Bedeutet dieses Mehr an Leistung, die man ggf. bekommt, 5% mehr Spannung, mehr Strom oder nur etwas mehr von Beidem? Wie gesagt, bei der Spannung liegen die 22 Module schon dicht unter den zulässigen 1000 V und 5% mehr würde das reißen. Sind meine Bedenken diesbezüglich berechtigt?

    Schau noch mal in das aktuelle Datenblatt - ich finde da lediglich 0 bis + 4.99 Wp.

    Die tatsächlichen Werte der Solarmodule findest du, wenn du die Lieferung erhältst.

    Da sollte eine Liste mit den Serien Nummern der Module und den gemessenen STC Werten dabei sein.

    Da nach der Inbetriebnahme noch das eine oder andere Wp sich verflüchtigt (Anfangsdegradation), würde ich die eventuell mitgelieferte "Mehrleistung" nicht in Betracht ziehen.

  • Wenn ich das auf Kostal übertrage, die das Rad ja auch nicht neu erfunden haben, wäre es stressfrei, den Piko 15 mit 3 Trackern und die maximal mögliche Modulzahl zu nehmen. Die Mehrkosten für den WR halten sich in Grenzen, und wenn ich in anderen Threads hier lese, dass die Belastung beim Verschleiß schon eine Rolle spielt, wäre eventuell mit einer längeren Lebensdauer zu rechnen. Liege ich da richtig?


    Und noch ein Aspekt, die Modulsortierung lautet ja 0 bis +5%. Bedeutet dieses Mehr an Leistung, die man ggf. bekommt, 5% mehr Spannung, mehr Strom oder nur etwas mehr von Beidem?

    Wenn du die Lebensdauer des WR maximieren möchtest, kannst du den mit einem günstigen PC Lüfter(80-120mm) und einem passenden Netzteil über eine Zeitschaltuhr zwangsbelüften. Das verlängert die Lebensdauer viel mehr wie ein Leistungsfähigerer WR solange du in der gleichen WR Baureihe bleibst.


    Die 5% betreffen die Leistung, P=U*I der Hauptteil davon sollte beim Strom liegen. Vergleich dazu mal im Datenblatt die Unterschiede in der Spannung bei den jeweiligen Leistungsstufen(305W-310W-315W...).

  • Die 5% betreffen die Leistung, P=U*I der Hauptteil davon sollte beim Strom liegen. Vergleich dazu mal im Datenblatt die Unterschiede in der Spannung bei den jeweiligen Leistungsstufen(305W-310W-315W...).

    Erst mal gibt es die + 5% gar nicht! :(

    Und das du alle Module mit +5 Wp bekommst, eher unwahrscheinlich.

    Ich würde da nichts zusätzlich berücksichtigen.

    • Offizieller Beitrag

    wenn da keine Verschattung auf den 26 ist, sind 2*13 doch ok.

    12,5er Symo (achtung laut) und S0 Zähler dazu und gut.

    Sonst halt den 17KTL, da brauchst aber noch einen Logger dazu.

    Den Kostal würde ich nicht nehmen, (ver)alt(et) & teuer...


    ist das teure Lorenz plus nötig?

    Ein einfaches ggf. doppellagiges System könnte zielführender sein.

    wie sieht der Belegungsplan aus?


    Würde mit Garage (O/W) und Nord und Süd ggf. noch 2 Module Stumpf alles voll machen

    am SE17K mit Doppeloptimierern, da sollten dann über 20kWp drin sein.

    2*13 + 8 G5 Süd, 2*10 +10 l G9.3 XL Nord an Fronius Symo 12,5 & Solis RHi,

    12 Sharp NUSC Süd und 4 TSC PowerXT Ost an Primo 4,6,

    4xPylontech US2000C, Nibe S1155-6 an Ringgrabenkollektor, 15,6m² Hewalex Solarthermie
    Technische Alternative UVR16x2, CAN-Mtx2, CAN-EZ2 und C.M.I.

  • Die 5% betreffen die Leistung, P=U*I der Hauptteil davon sollte beim Strom liegen. Vergleich dazu mal im Datenblatt die Unterschiede in der Spannung bei den jeweiligen Leistungsstufen(305W-310W-315W...).

    Erst mal gibt es die + 5% gar nicht! :(

    Und das du alle Module mit +5 Wp bekommst, eher unwahrscheinlich.

    Ich würde da nichts zusätzlich berücksichtigen.

    Stimmt, hätte ich mir auch ausrechnen können, bei >15Wp mehr gäbe es eher 3 Leistungsstufen mehr.