"Schlechter als der Diesel" - Sinn verteidigt Fazit zu Elektroautos

  • Sollten wir mal das Kartellamt einschalten?

    Grüße von der Küste - Farmjanny
    29,94 kW Firstsolar mit 3x SMA 9000TL in 2009 SSO
    30,00 kW Firstsolar mit 1x8000 u 2x9000 in 2011 WSW
    10 kW Sunpower in 2013
    30 kW Windkraft Lely Aircon in 2017 und 9 kW - 12 kWh Speicher von Fenecon

  • Das Thema Lithium Recycling wurde am 3.6.2019 in der Dokumentation "Das Erste: Kann das Elektro-Auto die Umwelt retten?" behandelt. Der Film ist noch in der Mediathek.


    Aktueller Stand (vornehmlich aus Handys):

    Sonstige Metalle - Recyclingquote 95%

    Lithium - Recyclingquote 50%


    Eigentlich ein handwerklich schlechter Beitrag der ARD. Der Vergleich konventionelles Fahrzeug mit E-Auto auch hier mit einem sehr großen Akku (100kWh glaube ich) um die Zahlen passend zu machen.

  • Eigentlich ein handwerklich schlechter Beitrag der ARD. Der Vergleich konventionelles Fahrzeug mit E-Auto auch hier mit einem sehr großen Akku (100kWh glaube ich) um die Zahlen passend zu machen.

    Nur weil er nicht das gewünschte Ergebnis liefert, ist der Beitrag doch nicht handwerklich schlecht! Die Rechnung geht vom Status quo aus und der ist nun einmal so, dass große Autos mit Reichweite nachgefragt werden. Würden alle nur VW Polo und kleiner fahren, hätten wir, ob mit Benzin oder Diesel, die ganze Diskussion nicht.


    Es können noch so viele sagen, dass wir uns umstellen müssen. Wenn es denn keiner tut, produziert dir Industrie eben das was nachgefragt wird.

    Wieso produziert Tesla nicht ein e.go Pendant zum 1/3 Preis den Model 3?

    Der 100 kWh Akku bildet eben den Vergleich gut ab. Damit kommt man ohne Einschränkung quer durch Deutschland, wie mit Benzin/Diesel/CNG auch.

  • Nur weil er nicht das gewünschte Ergebnis liefert, ist der Beitrag doch nicht handwerklich schlecht!

    Aber wenn Angaben verwendet werden, die nachweislich veraltet und widerlegt sind - das ist dann doch handwerklich schlecht? (SchwedenStudie, 17to CO2, 100.000km Fahrstrecke bis Amortisation, ...)

    https://edison.handelsblatt.co…-tonnen-co2/23828936.html

    https://edison.handelsblatt.co…als-gedacht/24022826.html


    Oder wenn wenn Fakten verschwiegen werden - bspw., dass im konventionellen Kfz auch "seltene Erden" verbaut sind?

    https://www.welt.de/print/die_…eltene-Erden-im-Auto.html


    Oder wenn ich mich frage, warum die Grafiken so "komisch" aussehen und ich immer dachte, Motorblöcke und Getriebegehäuse beim Benziner /Diesel werden heute aus Aluminium gefertigt?



    Oder wenn mit keinem Wort der Fertigungs- und Logistikaufwand für die hunderten an verschiedensten Einzelteilen (inkl. deren Vorkette) bei Benziner /Diesel erwähnt wird?


    Darf ich so etwas als "irreführend" oder "handwerklich schlecht" bezeichnen?

    Die Rechnung geht vom Status quo aus und der ist nun einmal so, dass große Autos mit Reichweite nachgefragt werden.

    Der Status quo sind bei mir Akkus um 30-40kWh bei Leaf, Zoe, I3, e-Golf, ... oder optional um 60kWh bei Kona, e-Niro oder Ampera-e. Kleinfahrzeuge wie der Twizy wurden im Beitrag zwar gezeigt (siehe Abspann) - aber mit keinem Wort erwähnt. Nicht einmal die dt. Oberklasse e-Autos haben 100kWh.

    Der einzige Hersteller mit solchen 100kWh-Akkus produziert weder in China noch in Korea seine Zellen - sondern in Amerika mit Ökostrom ...

    Ach ja: Smart ForTwo /ForFour mit 18kWh fanden ebenfalls keine Erwähnung ...


    Der 100 kWh Akku bildet eben den Vergleich gut ab. Damit kommt man ohne Einschränkung quer durch Deutschland, wie mit Benzin/Diesel/CNG auch.

    Ah ja - da lieferst Du ja gleich den Grund für die nachgefragten großen Akkus - aber keine Mobilitätsalternative.

    EEG-PVA: 7,65kWp, Kostal Pico 8.3 seit 11/2009
    Insel-PVA: 4,44kWp, 2xTriStar MPPT60 +PIP2424MSX
    Hotzenblitz, Stromos, ...(Überschussverwerter)
    Datensammler bei "Jäger im Detail"
    Meister-Lusche L:44 (D:2)
    Kaiserlicher Jäger-König:79(D:12,T:3,Q:1)

  • Würden alle nur VW Polo und kleiner fahren, hätten wir, ob mit Benzin oder Diesel, die ganze Diskussion nicht.

    Wieder mal falsch! Würde es nur Auto geben die 50.000 € besser 100.000 € kosten (ohne Steuern) hätten wir gar kein Thema.

    Und/ oder der Benzin.- / Dieselpreis liegt bei > 5 € !


    Dann hätten wir Verhältnisse wie Anfang der 50 Jahre in D.


    Das wäre die einfachste Lösung überhaupt! Siehe auch Singapur!


    *Politischer Selbstmord in D. , ist mir schon klar! 8)

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Zur ARD Doku (von der ich nur den Trailer gesehen hatte und da schon shclimmes befürchtete) ist hier eine ausführliche Kritik zu finden:


    Zum grundlegend falschem Vergleichsmaßstab:

    Zitat

    Wenn wir sagen, etwas sei gut für die Umwelt, dann meinen wir damit üblicherweise, dass dieses Verhalten weniger schädlich ist als der Status Quo. So ist Recycling von Müll gut für die Umwelt, auch wenn Müllproduktion an sich der Umwelt natürlich schadet. Ein regionales, veganes Mittagessen ist „gut für die Umwelt“, aber auch der Anbau dieser Nutzpflanzen geht mit Umweltschäden einher. Hundertprozentig umweltfreundlich ist genaugenommen eigentlich nur der Suizid, daher gehen mir diese ganzen Artikel, Reportagen und Zeigefingerwedeleien bezogen auf die ökologischeREN Produkte mittlerweile auch gepflegt auf den Zeiger. Eine Menge Leute hält sich immer noch für wer weiß wie investigativ, wenn sie auf die Umweltschäden des Avocadoanbaus hinweist oder in dutzenden Kolumnen die Produktion von Fleischersatzprodukten hinterfragt, und in genau diese Kategorie fällt auch das kollektive Naserümpfen über Elektroautos, das denselben elementaren Fehler macht: Ich kann die Umweltverträglichkeit eines Produktes nicht sinnvoll bewerten, wenn ich mir nicht auch anschaue, für was es eigentlich eine Alternative ist.

    Zum Außerachtlassen des Status Quos beim Ressourcenabbau:

    Zitat

    Was dieser ARD-Beitrag nämlich leider komplett ignoriert, sind die massiven Umweltschäden, die aktuell durch unsere benzindurstige PKW-Flotte verursacht werden: Im Februar 2019 hat die Menschheit erstmals einen täglichen Verbrauch von 100 Millionen Barrel pro Tag überschritten, das sind etwa 16 Milliarden Liter Erdöl. Jeden Tag. Und ja, auch für die Erdölförderung werden riesige Mengen Wasser verbraucht.


    Wir buddeln das Zeug als Ölsand aus kanadischen Wäldern, wir fördern es mitten im nigerianischen Urwald, wir pumpen es mit riesigen Bohrinseln aus dem Meeresboden. Das sind alles deutlich dichter bewohnte Ökosysteme, der Umweltschaden ist gigantisch: Kanadische Wälder weichen einer leblosen Mondlandschaft, in Nigeria kam es zu tausenden Unfällen, in deren Folge Millionen Liter Öl die Mangrovenwälder und auch die Bevölkerung verseucht haben.

    Zu falsch gewählten Vergleichsparametern: